"Stalin"

Werke

Band 3

REDE IN DER SITZUNG DES ZENTRALKOMITEES

16. Oktober 1917

Der Tag des Aufstands muss zweckmäßig gewählt werden. Nur so ist die Resolution[88] zu verstehen. Man sagt, es sei notwendig, den Angriff der Regierung abzuwarten, aber man muss verstehen, was ein Angriff ist. Die Erhöhung der Brotpreise, die Entsendung von Kosaken ins Donezgebiet und dergleichen - das alles ist bereits Angriff. Wie lange soll man warten, wenn kein militärischer Angriff erfolgt? Was Kamenew und Sinowjew vorschlagen, führt objektiv dazu, dass es der Konterrevolution ermöglicht wird, sich vorzubereiten und zu organisieren. Wir würden endlos zurückweichen und die Revolution verlieren. Weshalb sollten wir uns nicht die Möglichkeit sichern, den Tag des Aufstands und die Bedingungen selbst zu wählen, um der Konterrevolution keine Gelegenheit zu geben, sich zu organisieren?

Genosse Stalin geht zur Analyse der internationalen Beziehungen über und weist nach, dass jetzt mehr Glauben an die Sache not tut. Es gibt hier zwei Linien: Die eine Linie hält Kurs auf den Sieg der Revolution und blickt nach Europa, die andere glaubt nicht an die Revolution und rechnet darauf, lediglich Opposition zu sein. Der Petrograder Sowjet hat bereits den Weg des Aufstands beschritten, als er sich weigerte, seine Zustimmung zum Abtransport der Truppen zu geben. Die Flotte hat sich bereits erhoben, da sie sich gegen Kerenski gewandt hat. Wir müssen also fest und entschlossen den Weg des Aufstands beschreiten.

Kurze Aufzeichnung auf
dem Plenum des Z. K.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis