"Stalin"

Werke

Band 4

ANTWORT AN DIE GENOSSEN UKRAINER
IM HINTERLAND UND AN DER FRONT

Seit dem Tage der Zuspitzung der Beziehungen zur Ukrainischen Rada[2] erhalte ich von ukrainischen Genossen eine Menge Resolutionen und Briefe zur Frage des Konflikts mit der Rada. Auf jede Resolution und auf jeden Brief einzeln zu antworten, halte ich für unmöglich und überflüssig, da diese Resolutionen und Briefe einander fast immer wiederholen. Deswegen habe ich mich entschlossen, die am häufigsten vorkommenden Fragen aus ihnen herauszugreifen und sie mit einer Bestimmtheit zu beantworten, die keinerlei Zweifel übrig lässt. Sie, diese Fragen, sind allen bekannt:

1. Wie kam es zum Konflikt,

2. wegen welcher Punkte kam es zum Konflikt,

3. welche Maßnahmen sind notwendig, um den Konflikt auf friedlichem Wege beizulegen,

4. wird es wirklich zum Blutvergießen zwischen Brudervölkern kommen?

Dann wird allgemein die Zuversicht ausgesprochen, dass der Konflikt zwischen den beiden Brudervölkern friedlich, ohne Blutvergießen, beigelegt werden wird.

Vor allem muss eine gewisse Begriffsverwirrung bei den Genossen Ukrainern festgestellt werden. Sie stellen bisweilen den Konflikt mit der Rada als einen Konflikt zwischen dem ukrainischen und dem russischen Volk hin. Das ist aber nicht richtig. Zwischen dem ukrainischen und dem russischen Volk gibt es keinen Konflikt und kann es keinen geben. Das ukrainische und das russische Volk bestehen ebenso wie die übrigen Völker Rußlands aus Arbeitern und Bauern, aus Soldaten und Matrosen. Sie alle haben gemeinsam gegen den Zarismus und das Kerenskiregime, gegen Gutsbesitzer und Kapitalisten, gegen Krieg und Imperialismus gekämpft. Sie alle haben gemeinsam ihr Blut für Boden und Frieden, für Freiheit und Sozialismus vergossen. Im Kampf gegen Gutsbesitzer und Kapitalisten sind sie alle Brüder und Genossen. Im Kampf für ihre ureigensten Interessen gibt es zwischen ihnen keinen Konflikt und kann es keinen geben. Natürlich ist es für die Feinde der Werktätigen von Nutzen, den Konflikt mit der Rada als einen Konflikt zwischen dem russischen und dem ukrainischen Volk hinzustellen, denn mit einer solchen Darstellung wird man die Arbeiter und Bauern der Brudervölker zur Freude der Unterdrücker dieser Völker am leichtesten gegeneinander aufhetzen können. Aber ist es denn für denkende Arbeiter und Bauern schwer zu begreifen, dass das, was den Unterdrückern der Völker Nutzen bringt, den Völkern schädlich ist?

Es handelt sich um einen Konflikt nicht zwischen den Völkern Rußlands und der Ukraine, sondern zwischen dem Rat der Volkskommissare und dem Generalsekretariat der Rada.

Um welche Fragen handelt es sich bei dem Konflikt?

Man sagt, es gehe bei dem Konflikt um die Frage des Zentralismus und der Selbstbestimmung, der Rat der Volkskommissare verwehre es dem ukrainischen Volk, die Macht in seine Hände zu nehmen und sein Schicksal frei zu bestimmen. Trifft das zu? Nein, das trifft nicht zu. Der Rat der Volkskommissare setzt sich gerade dafür ein, dass die gesamte Macht in der Ukraine dem ukrainischen Volk, das heißt den ukrainischen Arbeitern und Soldaten, Bauern und Matrosen, gehören soll. Sowjetmacht, das heißt die Macht der Arbeiter und Bauern, der Soldaten und Matrosen, eine Macht ohne Gutsbesitzer und Kapitalisten - das eben ist die Volksmacht, für die der Rat der Volkskommissare kämpft. Eine solche Macht will das Generalsekretariat nicht, denn es will nicht ohne Gutsbesitzer und Kapitalisten auskommen. Darin, und nicht im Zentralismus, liegt das ganze Wesen der Frage.

Der Rat der Volkskommissare stand von Anfang an und steht auch weiterhin auf dem Standpunkt der freien Selbstbestimmung. Er hat nicht einmal etwas dagegen, dass sich das ukrainische Volk als ein unabhängiger Staat absondert. Das hat er mehrmals offiziell erklärt. Aber wenn die Selbstbestimmung des Volkes mit der Selbstherrschaft Kaledins verwechselt wird, wenn das Generalsekretariat der Rada versucht, das konterrevolutionäre Wüten der Kosakengenerale als Ausdruck der Selbstbestimmung des Volkes hinzustellen - dann kann der Rat der Volkskommissare nicht umhin zu bemerken, dass das Generalsekretariat mit der Selbstbestimmung ein falsches Spiel treibt und durch dieses Spiel sein Bündnis mit Kaledin und Rodsjanko zu verdecken sucht. Wir sind für die Selbstbestimmung der Völker, aber wir sind dagegen, dass unter der Flagge der Selbstbestimmung die Selbstherrschaft Kaledins, der gestern noch seine Stimme für die Erdrosselung Finnlands erhoben hat, eingeschmuggelt wird.

Es wird gesagt, der Konflikt sei um die Frage der Ukrainischen Republik entbrannt, der Rat der Volkskommissare erkenne die Ukrainische Republik nicht an. Trifft das zu? Nein, das trifft nicht zu. Der Rat der Volkskommissare hat in dem "Ultimatum" und in der "Antwort" an den ukrainischen Stab in Petrograd[3] die Ukrainische Republik offiziell anerkannt. Er ist bereit, jedes beliebige nationale Gebiet Rußlands als Republik anzuerkennen, wenn die werktätige Bevölkerung des betreffenden Gebiets das wünscht. Er ist bereit, die föderative Gestaltung des politischen Lebens unseres Landes anzuerkennen, wenn die werktätige Bevölkerung der Gebiete Rußlands das wünscht. Aber wenn man die Volksrepublik mit der Militärdiktatur Kaledins verwechselt, wenn das Generalsekretariat der Rada die Monarchisten Kaledin und Rodsjanko als Stützen der Republik hinzustellen versucht, dann kann der Rat der Volkskommissare nicht umhin zu bemerken, dass das Generalsekretariat mit der Republik ein falsches Spiel treibt und durch dieses Spiel seine völlige Abhängigkeit von den monarchistischen Geldsäcken zu verdecken sucht. Wir sind für die Ukrainische Republik, aber wir sind dagegen, dass unter der Flagge der Republik die Erzfeinde des Volkes, die Monarchisten Kaledin und Rodsjanko, die gestern noch für die Wiederherstellung des alten Regimes und die Wiedereinführung der Todesstrafe für die Soldaten eintraten, Deckung finden.

Nein, die Fragen des Zentralismus und der Selbstbestimmung stehen in keiner Beziehung zu dem Konflikt mit der Rada. Nicht um diese Fragen ist der Streit entbrannt. Zentralismus und Selbstbestimmung sind vom Generalsekretariat nur künstlich in diese Sache hineingezogen worden, als eine strategische Finte, darauf berechnet, den ukrainischen Massen die wirklichen Ursachen des Konflikts zu verheimlichen.

Der Konflikt entstand nicht im Zusammenhang mit der Frage des Zentralismus und der Selbstbestimmung, sondern im Zusammenhang mit folgenden drei konkreten Fragen:

Erste Frage. Der Konflikt begann mit den Frontbefehlen des Mitglieds des Generalsekretariats Petljura, die eine völlige Zerrüttung der Front nach sich zu ziehen drohten. Ohne Rücksicht auf das Hauptquartier und die Interessen der Front, ohne Rücksicht auf die Friedensverhandlungen und die Sache des Friedens überhaupt begann Petljura, in seinen Befehlen den Abzug aller ukrainischen Einheiten der Armee und der Flotte nach der Ukraine anzuordnen. Man kann sich leicht vorstellen, dass die Front im Nu zusammengebrochen wäre, wenn die ukrainischen Einheiten den Befehlen Petljuras Folge geleistet hätten: die ukrainischen Truppen im Norden wären nach dem Süden, die nichtukrainischen Truppen im Süden nach dem Norden gezogen, die übrigen Nationalitäten wären ebenfalls "in Richtung Heimat" aufgebrochen, die Eisenbahnen wären ausschließlich mit dem Transport von Soldaten und Kriegsgerät beschäftigt gewesen, es wäre kein Proviant an die Front gelangt, denn es wären keine Transportmittel für ihn da gewesen - und von der Front wäre nichts übrig geblieben. Damit wäre die Sache des Waffenstillstands und des Friedens von Grund aus erschüttert worden. Es braucht nicht betont zu werden, dass der Platz des ukrainischen Soldaten in normalen Zeiten vor allem bei sich zu Hause, in der Ukraine, ist. Es braucht nicht betont zu werden, dass die "Nationalisierung" der Armee eine annehmbare und wünschenswerte Sache ist. Dies wurde vom Rat der Volkskommissare mehrere Male offiziell erklärt. Aber unter den Verhältnissen des Krieges, wenn der Frieden noch nicht gesichert und die Front nicht nach nationalen Gesichtspunkten gegliedert ist, wenn wegen der Schwäche unseres Verkehrswesens eine unverzügliche "Nationalisierung" der Armee die Gefahr in sich birgt, dass die Soldaten weglaufen, die Front zusammenbricht, der Frieden und der Waffenstillstand vereitelt werden - unter diesen Verhältnissen, das braucht wohl nicht betont zu werden, konnte von einem unverzüglichen Abzug der nationalen Einheiten gar keine Rede sein. Ich weiß nicht, ob sich Petljura darüber im Klaren war, dass er mit seinen unsinnigen Befehlen die Front desorganisiert und den Frieden hintertreibt. Die ukrainischen Soldaten und Matrosen haben das jedenfalls sofort begriffen, denn mit geringen Ausnahmen haben sie sich alle geweigert, Petljura zu gehorchen, und bleiben bis zum Abschluss des Friedens auf ihren Posten. Damit haben die ukrainischen Soldaten die Sache des Friedens gerettet, und die Frage der unüberlegten Befehle Petljuras hat vorläufig ihre außerordentliche Schärfe verloren.

Zweite Trage. Der Konflikt, der durch die Befehle Petljuras ausgelöst wurde, erfuhr durch die Politik des Generalsekretariats der Rada, das mit der Entwaffnung der Deputiertensowjets der Ukraine begann, eine Verschärfung. Abteilungen des Generalsekretariats überfielen nachts in Kiew Sowjettruppen und entwaffneten sie. Ähnliche Überfälle versuchte man auch in Odessa und in Charkow, aber diese Versuche scheiterten, da sie auf Widerstand stießen. Uns ist jedoch aus zuverlässigen Quellen bekannt, dass das Generalsekretariat Truppen gegen Odessa und Charkow zusammenzieht, um die Sowjettruppen zu entwaffnen. Uns ist aus zuverlässigen Quellen bekannt, dass die Sowjettruppen in einer ganzen Reihe anderer, weniger bedeutender Städte schon entwaffnet und "nach Hause geschickt" worden sind. Also hat sich das Generalsekretariat der Rada das Ziel gesetzt, die von Kornilow und Kaledin, Alexejew und Rodsjanko geplante Entwaffnung der Sowjets durchzuführen. Aber die Sowjets sind der Hort und die Hoffnung der Revolution. Wer die Sowjets entwaffnet, der entwaffnet die Revolution, der richtet die Sache des Friedens und der Freiheit zugrunde, der verrät die Sache der Arbeiter und Bauern. Die Sowjets haben Rußland vor dem Kornilowjoch gerettet. Die Sowjets haben Rußland vor der Kerenskischmach gerettet. Die Sowjets haben den Völkern Rußlands Boden und Waffenstillstand erkämpft. Die Sowjets, und nur sie allein, sind imstande, die Volksrevolution zum vollen Sieg zu führen. Deswegen hilft jeder, der die Hand gegen die Sowjets erhebt, den Gutsbesitzern und Kapitalisten, die Arbeiter und Bauern ganz Rußlands zu würgen, deswegen hilft er den Kaledin und Alexejew, ihre "eiserne" Macht über die Soldaten und Kosaken zu festigen.

Man sage uns nicht, dass im Generalsekretariat Sozialisten säßen, dass sie deshalb die Sache des Volkes nicht verraten könnten. Auch Kerenski nennt sich Sozialist, und trotzdem ließ er gegen das revolutionäre Petrograd Truppen marschieren. Goz nennt sich Sozialist, und trotzdem schickte er Offizierschüler und Offiziere gegen die Petrograder Soldaten und Matrosen vor. Sawinkow und Awxentjew nennen sich Sozialisten, und trotzdem führten sie an der Front die Todesstrafe für Soldaten ein. Sozialisten darf man nicht nach ihren Worten, man muss sie nach ihren Taten beurteilen. Das Generalsekretariat desorganisiert und entwaffnet die Sowjets der Ukraine und erleichtert es damit Kaledin, ein Blutregime am Don und im Kohlenbecken zu errichten - das ist eine Tatsache, die man unmöglich mit irgendwelchen sozialistischen Flaggen verdecken kann. Eben deswegen stellt der Rat der Volkskommissare fest, dass die Politik des Generalsekretariats eine konterrevolutionäre Politik ist. Eben deswegen hofft der Rat der Volkskommissare, dass die ukrainischen Arbeiter und Soldaten, die in Rußland in den ersten Reihen für die revolutionäre Sowjetmacht gekämpft haben, es verstehen werden, ihr Generalsekretariat zur Ordnung zu rufen oder im Interesse des Friedens zwischen den Völkern ein neues Generalsekretariat zu wählen.

Es wird vom "Austausch" der Truppenteile zwischen der Ukraine und Rußland, von der Abgrenzung und anderem gesprochen. Der Rat der Volkskommissare ist sich über die Notwendigkeit der Abgrenzung völlig im Klaren. Aber die Abgrenzung muss in brüderlicher, gütlicher Weise, auf Grund eines Abkommens erfolgen, nicht aber gewaltsam, nach dem "Prinzip": "Raube, was du rauben kannst", "Entwaffne, wen du entwaffnen kannst", wie dies jetzt das Generalsekretariat tut, indem es sich der Lebensmittel bemächtigt, die Frachten beschlagnahmt und die Armee zum Hungern und Frieren verurteilt.

Dritte Trage. Der Konflikt erreichte seinen Höhepunkt, als sich das Generalsekretariat glattweg weigerte, die revolutionären Truppen der Sowjets gegen Kaledin durchzulassen. Abteilungen des Generalsekretariats halten die Züge mit revolutionären Truppen an, reißen die Schienen auf, drohen mit Eröffnung des Feuers und erklären, dass sie keine "fremden" Truppen durch ihr Gebiet hindurch lassen könnten. Die russischen Soldaten also, die gestern noch gemeinsam mit den Ukrainern gegen die Henkergenerale, die die Ukraine zu erdrosseln trachten, gekämpft haben - sie sollen jetzt auf einmal "Fremde" sein! Und das zu einer Zeit, da dasselbe Generalsekretariat Kaledins Kosakentruppen und die konterrevolutionären Offiziere, die von allen Seiten Kaledin zuströmen, ungehindert durch sein Territorium nach Rostow marschieren lässt!

Die Soldateska Kornilows und Kaledins spießt die Rostower Rotgardisten auf, das Generalsekretariat der Rada jedoch hindert uns daran, unseren Genossen in Rostow zu helfen! Kaledins Offiziere erschießen unsere Genossen in den Bergwerken, das Generalsekretariat jedoch hindert uns daran, den Genossen Bergarbeitern die helfende Hand zu reichen! Darf man sich da wundern, dass der gestern noch aufs Haupt geschlagene Kaledin heute immer weiter nach Norden vorstößt, das Donezbecken an sich reißt und Zarizyn bedroht? Ist es nicht klar, dass das Generalsekretariat mit Kaledin und Rodsjanko im Bunde steht? Ist es nicht klar, dass das Generalsekretariat das Bündnis mit der Kornilowbande einem Bündnis mit dem Rat der Volkskommissare vorzieht?

Es wird von der Notwendigkeit einer Verständigung zwischen dem Rat der Volkskommissare und dem Generalsekretariat der Rada gesprochen. Aber ist es denn schwer zu begreifen, dass eine Verständigung mit dem jetzigen Generalsekretariat eine Verständigung mit Kaledin und Rodsjanko wäre? Ist es denn schwer zu begreifen, dass der Rat der Volkskommissare nicht Selbstmord begehen kann? Nicht dazu haben wir die Revolution gegen die Gutsbesitzer und Kapitalisten begonnen, um sie durch ein Bündnis mit Henkern vom Schlage Kaledins zu beenden. Nicht dafür haben die Arbeiter und Soldaten ihr Blut vergossen, um sich den Alexejew und Rodsjanko auf Gnade oder Ungnade zu ergeben.

Eins von beiden:

Entweder die Rada bricht mit Kaledin, reicht den Sowjets die Hand und gibt den revolutionären Truppen den Weg gegen das Nest der Konterrevolution am Don frei - und dann werden die Arbeiter und Soldaten der Ukraine und Rußlands ihr revolutionäres Bündnis mit einer neuen Welle der Verbrüderung bekräftigen;

oder die Rada will nicht mit Kaledin brechen und gibt den revolutionären Truppen nicht den Weg frei - und dann wird das Generalsekretariat der Rada das erreichen, was die Feinde des Volkes vergeblich erstrebten, das heißt, es wird zwischen den Brudervölkern zum Blutvergießen kommen.

Es hängt von dem Bewusstsein und dem revolutionären Geist der ukrainischen Arbeiter und Soldaten ab, ihr Generalsekretariat zur Ordnung zu rufen oder im Interesse einer friedlichen Beilegung des gefährlichen Konflikts ein neues Generalsekretariat zu wählen.

Es hängt von der Standhaftigkeit und der Entschlossenheit der ukrainischen Arbeiter und Soldaten ab, das Generalsekretariat zu einer entschiedenen Äußerung darüber zu zwingen, für welches Bündnis es jetzt ist: für das Bündnis mit Kaledin und Rodsjanko gegen die Revolution oder für ein Bündnis mit dem Rat der Volkskommissare gegen die Konterrevolution der Kadetten und Generale.

Die Sache der friedlichen Beilegung des Konflikts liegt in den Händen des ukrainischen Volkes.

Volkskommissar J. Stalin
12. Dezember 1917.

"Prawda" Nr. 213, 13. Dezember 1917.

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