"Stalin"

Werke

Band 4

ÜBER DIE TATARISCH-BASCHKIRISCHE
SOWJETREPUBLIK

Seit dem III. Sowjetkongress, der die föderative Staatsordnung der Russischen Republik proklamiert hat, sind schon zwei Monate vergangen, aber die Randgebiete, die immer noch mit der Errichtung der Sowjetmacht in den einzelnen Orten beschäftigt sind, haben sich bis jetzt noch nicht klar und bestimmt über die konkreten Formen der föderativen Vereinigung ausgesprochen. Sieht man von der Ukraine ab, die jetzt von den "zivilisierten" Gewalttätern bestialisch zerfleischt wird, sowie von der Krim und dem Dongebiet, die sich schon für föderative Beziehungen zu Rußland ausgesprochen haben, so ist Tatarien-Baschkirien, wie es scheint, das einzige Gebiet, dessen revolutionäre Organisationen einen bestimmten Plan der föderativen Vereinigung mit Sowjetrußland aufgestellt haben. Wir meinen das treffend umrissene allgemeine Schema für die Organisierung einer Tatarisch-Baschkirischen Sowjetrepublik, von dem jetzt alle sprechen und das von den einflussreichsten sowjetischen Organisationen der Tataren und Baschkiren ausgearbeitet worden ist.

Ausgehend von dem Beschluss des III. Sowjetkongresses, der Rußland zu einer Föderation der Sowjetrepubliken ausgerufen hat, hat das Volkskommissariat für die Angelegenheiten der Nationalitäten, um den Wünschen der tatarisch-baschkirischen revolutionären Massen entgegenzukommen, im Einklang mit der Anweisung des Rates der Volkskommissare die nachstehenden Grundsätze über die der Russischen Sowjetföderation angehörende Tatarisch-Baschkirische Sowjetrepublik ausgearbeitet. Der konstituierende Sowjetkongress Tatarien-Baschkiriens, der in absehbarer Zeit zusammentreten soll, wird die konkreten Formen und Einzelheiten dieser Grundsätze ausarbeiten. Wir haben keinen Grund, daran zu zweifeln, dass das Zentralexekutivkomitee und der Rat der Volkskommissare die Arbeitsergebnisse dieses Kongresses bestätigen werden.

Volkskommissar J. Stalin

"Prawda" Nr.53,
23. März 1918.

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