"Stalin"

Werke

Band 5

ANMERKUNGEN

  1. Die vom ZK der KPR(B) einberufene Beratung der Kommunisten der Turkvölker der RSFSR fand am 1. und 2. Januar 1921 in Moskau statt. An der Beratung nahmen Parteifunktionäre aus Aserbaidshan, Baschkirien, Turkestan, Tatarien, Daghestan, dem Terekgebiet, Kirgisien und der Krim teil. Auf der Beratung wurden der Bericht des Zentralbüros der kommunistischen Organisationen der Völker des Ostens, die Organisationsfrage und anderes behandelt. Am 2. Januar hielt J.W. Stalin das Referat zur Organisationsfrage (das Referat wurde nicht stenographiert). Die Beratung nahm zu J. W. Stalins Referat die "Bestimmungen über das Zentralbüro zur Arbeit unter den Turkvölkern der RSFSR" an. Entsprechend diesen "Bestimmungen" wurde das seit 1918 bestehende Zentralbüro der kommunistischen Organisationen der Völker des Ostens reorganisiert zum Zentralbüro für Agitation und Propaganda unter den Turkvölkern der RSFSR.

  2. Gemeint ist das vom VIII. Parteitag angenommene Programm der KPR(B), Abschnitt "Auf ökonomischem Gebiet", und die Resolution des IX. Parteitags der KPR(B) "Zur Frage der Gewerkschaften und ihrer Organisation" (siehe "Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK", Teil I, 1941, 5.289-291, 337-340, russ.).

  3. Über den VIII. Parteitag der KPR(B) und seine Beschlüsse zur militärischen Frage und zu anderen Fragen siehe "Geschichte der KPdSU(B), Kurzer Lehrgang", S.222-225 [deutsche Ausgabe, Berlin 1951, S. 289-294] und "Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK", Teil 1, 1941, S. 280-313 (russ.). J. W. Stalin hielt auf dem VIII. Parteitag der KPR(B) eine Rede zur militärischen Frage (siehe J. W. Stalin, "Werke", Bd. 4, S. 249/250 [deutsche Ausgabe S.220/221]) und nahm an der militärischen Kommission teil, die vom Parteitag zwecks Ausarbeitung einer Resolution zur militärischen Frage geschaffen wurde.

  4. Gemeint ist die gemeinsame Sitzung der Fraktionen der KPR(B) des VIII. Sowjetkongresses, des Allrussischen Zentralrats der Gewerkschaften und des Gewerkschaftsrats der Stadt Moskau, die am 30. Dezember 1920 stattfand.

  5. Die Thesen "Über die nächsten Aufgaben der Partei in der nationalen Frage" wurden in der Sitzung des Politbüros des ZK der KPR(B) am 5. Februar 1921 behandelt. Zur endgültigen Redaktion der Thesen wurde eine Kommission mit W. I. Lenin und J. W. Stalin an der Spitze eingesetzt. Die Thesen wurden in Nr.29 der "Prawda" vom 10. Februar veröffentlicht und als Sonderbroschüre im Jahre 1921 herausgegeben.

  6. Der Panislamismus, eine religiös-politische Ideologie, predigt die Vereinigung aller sich zum Islam (der mohammedanischen Religion) bekennenden Völker zu einem einzigen Ganzen. Er war Ende des 19. Jahrhunderts unter den Ausbeuterklassen der Länder des Orients weit verbreitet und wurde von der Türkei ausgenutzt, um die Mohammedaner der ganzen Welt dem türkischen Sultan, als dem "Kalifen aller Rechtgläubigen", zu unterwerfen. W. I. Lenin betrachtete den Panislamismus als eine der Strömungen, die die "Befreiungsbewegung gegen den europäischen und amerikanischen Imperialismus mit einer Stärkung der Positionen der Khans, der Gutsbesitzer, Mullahs usw. verknüpfen" wollen (siehe W. I. Lenin , "Werke", 4. Ausgabe, Bd. 31, S. 127 [deutsch in "Ausgewählte Werke" in zwei Bänden, Bd. II, S.7741).
    Der Panturkismus, der sich zum Ziel setzt, alle Turkvölker der türkischen Herrschaft zu unterwerfen, entstand in der Periode der Balkankriege (1912-1913). Während des Krieges von 1914 bis 1918 entwickelte er sich zu einer äußerst aggressiven und chauvinistischen Ideologie. In Rußland wurden der Panislamismus und der Panturkismus nach der sozialistischen Oktoberrevolution von den konterrevolutionären Elementen zum Kampf gegen die Sowjetmacht ausgenutzt.

  7. Der X. Parteitag der KPR(B) tagte vom 8. bis zum 16. März 1921. Der Parteitag behandelte die Berichte des ZK und der ZKK sowie die Referate über die Gewerkschaften und ihre Rolle im Wirtschaftsleben des Landes, über die Naturalsteuer, über den Parteiaufbau, über die nächsten Aufgaben der Partei in der nationalen Frage, über die Einheit der Partei und die anarcho-syndikalistische Abweichung und andere. W. I. Lenin erstattete den politischen Bericht des ZK und hielt die Referate über die Naturalsteuer sowie über die Einheit der Partei und die anarcho-syndikalistische Abweichung. Der Parteitag zog das Fazit der Diskussion über die Gewerkschaften und billigte mit erdrückender Stimmenmehrheit die Lenin sche Plattform. In der von W. I. Lenin verfassten Resolution "Über die Einheit der Partei" verurteilte der Parteitag alle fraktionellen Gruppen, gab die strikte Anweisung, sie sofort aufzulösen, und wies darauf hin, dass die Einheit der Partei die Grundbedingung für den Erfolg der Diktatur des Proletariats ist. Der Parteitag nahm die von W. I. Lenin vorgeschlagene Resolution "Über die syndikalistische und anarchistische Abweichung in unserer Partei" an, in der er die sogenannte "Arbeiteropposition" verurteilte und die Propaganda der Ideen der anarcho-syndikalistischen Abweichung für unvereinbar erklärte mit der Zugehörigkeit zur Kommunistischen Partei. Der X. Parteitag beschloss den Übergang von der Ablieferungspflicht zur Naturalsteuer, den Übergang zur Neuen Ökonomischen Politik. J. W. Stalin hielt das Referat "Über die nächsten Aufgaben der Partei in der nationalen Frage" am 10. März. Der Parteitag nahm J. W. Stalins Thesen einstimmig als Grundlage an und wählte eine Kommission zu ihrer weiteren Ausarbeitung. Über die Ergebnisse der Arbeit der Kommission berichtete J. W. Stalin in der Abendsitzung vom 15. März. Die von J. W. Stalin im Namen der Kommission unterbreitete Resolution wurde vom Parteitag einstimmig angenommen. Der Parteitag verurteilte die parteifeindlichen Abweichungen in der nationalen Frage: den Großmachtchauvinismus (den großrussischen Chauvinismus) und den lokalen Nationalismus, als für den Kommunismus und den proletarischen Internationalismus schädlich und gefährlich. Der Parteitag führte den Hauptschlag gegen den Großmachtchauvinismus als gegen die Hauptgefahr. (Über den X. Parteitag der KPR(B) siehe "Geschichte der KPdSU(B), Kurzer Lehrgang", S.242-.246 [deutsche Ausgabe, Berlin 1951, S. 316-322]. Die Resolutionen des Parteitags siehe in "Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK", Teil I, 1941, S. 356-395, russ.)

  8. Das Sammelwerk "Plan der Elektrifizierung der RSFSR. Bericht der Staatlichen Kommission zur Elektrifizierung Rußlands an den VIII. Sowjetkongress" wurde von der wissenschaftlich-technischen Abteilung des Obersten Volkswirtschaftsrats im Dezember 1920 herausgegeben.

  9. "Ekonomitscheskaja Shisn" (Das ökonomische Leben) - Tageszeitung, Organ der auf wirtschaftlichem und finanziellem Gebiet tätigen Volkskommissariate und Institutionen der RSFSR und der UdSSR (des Obersten Volkswirtschaftsrats, des Rates für Arbeit und Verteidigung, der Staatlichen Plankommission, der Staatsbank, des Volkskommissariats für Finanzen u.a.), die von November 1918 bis November 1937 erschien.

  10. Die Internationale IIA - "Internationale Arbeitervereinigung sozialistischer Parteien" - wurde im Februar 1921 in Wien auf der Gründungskonferenz von den zentristischen Parteien und Gruppen gebildet, die unter dem Druck der revolutionär gesinnten Arbeitermassen zeitweilig aus der II. Internationale ausgeschieden waren. Die Führer der Internationale II½ (F. Adler, O. Bauer, L. Martow und andere), die in Worten die II. Internationale kritisierten, trieben in Wirklichkeit in allen wichtigsten Fragen der proletarischen Bewegung eine opportunistische Politik und waren bestrebt, die geschaffene Vereinigung auszunutzen, um dem wachsenden Einfluss der Kommunisten auf die Arbeitermassen entgegenzuwirken. Im Jahre 1923 vereinigte sich die Internationale II½ wieder mit der II. Internationale.

  11. Der "Aktions- und Propagandarat der Völker des Ostens" wurde auf Beschluss des I. Kongresses der Völker des Ostens gebildet, der im September 1920 in Baku stattfand. Der Rat setzte sich zum Ziel, die Befreiungsbewegung im Osten zu unterstützen und zu vereinigen; er bestand etwa ein Jahr.

  12. Der I. Kongress der werktätigen Frauen der Sozialistischen Sowjetischen Bergrepublik tagte vom 16. bis zum 18. Juni 1921 in Wladikawkas. Auf dem Kongress waren 152 Delegierte anwesend: Tschetscheninnen, Ossetinnen, Tatarinnen, Kabardinerinnen, Ballarierinnen und andere, die aus den entlegenen Bergdörfern eingetroffen waren. Der Kongress behandelte folgende Fragen: die wirtschaftliche und rechtliche Lage der Frauen des Ostens früher und jetzt, die Heimarbeit und die Beteiligung der Frauen der Bergvölker daran, die Volksbildung und die Frau des Ostens, ein Referat über Mutter- und Säuglingsschutz und andere. Das Telegramm J. W. Stalins wurde dem Kongress in der Abendsitzung des 18. Juni bekannt gegeben. Der Kongress sandte an J. W. Stalin ein Begrüßungstelegramm.

  13. Die Autonome Sozialistische Sowjetische Bergrepublik wurde auf Grund des Dekrets des Allrussischen ZEK vom 20. Januar 1921 gebildet. Der Autonomen Sozialistischen Sowjetischen Bergrepublik gehörten ursprünglich der Tschetschenische, der Nasranowsche, der Wladikawkasische, der Kabardinische, der Balkarische und der Karatschajewsche Kreis an. In den Jahren 1921 bis 1924 sonderten sich nacheinander eine Reihe autonomer nationaler Gebiete aus der Autonomen Sozialistischen Sowjetischen Bergrepublik aus. Durch ein Dekret des Allrussischen ZEK vom 7. Juli 1924 wurde die Autonome Sozialistische Sowjetische Bergrepublik aufgelöst.

  14. Gemeint sind die 21 Aufnahmebedingungen der Kommunistischen Internationale, die am 6. August 1920 vom II. Kongress der Komintern bestätigt wurden.

  15. Gemeint sind W.I. Lenin s Aprilthesen "Über die Aufgaben des Proletariats in der gegenwärtigen Revolution" (siehe "Werke", 4. Ausgabe, Bd. 24, S. 1 bis 7 [deutsch in "Ausgewählte Werke" in zwei Bänden, Bd. 11, S.7-11]).

  16. Gemeint ist der konterrevolutionäre Aufstand in Kronstadt im März 1921 (siehe "Geschichte der KPdSU(B), Kurzer Lehrgang", S.239 [deutsche Ausgabe, Berlin 1951, S.311/312]).

  17. W. I. Lenin , "Zwei Taktiken der Sozialdemokratie in der demokratischen Revolution" (siehe "Werke", 4. Ausgabe, Bd. 9, S. 1-119 [deutsch in "Ausgewählte Werke" in zwei Bänden, Bd. I, S. 419-532]).

  18. Siehe W. I. Lenin , "Werke", 4. Ausgabe, Bd. 8 (russ.).

  19. W. I. Lenin , "Ein Sieg der Kadetten und die Aufgaben der Arbeiterpartei" (siehe "Werke", 4. Ausgabe, Bd. 10, S. 175-250, russ.).

  20. Siehe W. I. Lenin , "Werke", 4. Ausgabe, Bd. 26, S.217-229 [deutsch in "Ausgewählte Werke" in zwei Bänden, Bd. II, S.256-268].

  21. Gemeint ist die Schrift W. 1. Lenin s "Die nächsten Aufgaben der Sowjetmacht" (siehe "Werke", 4. Ausgabe, Bd. 27, S.207-246 [deutsch in "Ausgewählte Werke" in zwei Bänden, Bd. II, S. 357-392]).

  22. "Credo" - Manifest einer Gruppe von "Ökonomisten". (Über das Credo siehe W. I. Lenin , "Protest der Sozialdemokraten Rußlands", "Werke", 4. Ausgabe, Bd. 4, S. 149-163, russ.)

  23. W. I. Lenin , "Der ´linke Radikalismus´, die Kinderkrankheit im Kommunismus" (siehe "Werke", 4. Ausgabe, Bd. 31, S.1-97 [deutsch in "Ausgewählte Werke" in zwei Bänden, Bd. II, S. 669-757]).

  24. Die Demokratische Beratung fand vom 14. bis zum 22. September 1917 in Petrograd statt. Die Beratung wurde von den menschewistischen und sozial-revolutionären Führern des Allrussischen Zentralexekutivkomitees der Sowjets der Arbeiter- und Soldatendeputierten und des Exekutivkomitees der Sowjets der Bauerndeputierten einberufen und bestand aus Vertretern der sozialistischen Parteien, der paktiererischen Sowjets, der Gewerkschaften, der Semstwos, der Handels- und Industriekreise und der Truppenteile. Die Beratung setzte ein Vorparlament (Provisorischer Rat der Republik) ein - ein beratendes Organ bei der Provisorischen Regierung. Die Paktierer glaubten, mit Hilfe des Vorparlaments die Revolution zum Stillstand bringen und das Land vom Wege der Sowjetrevolution auf den Weg der bürgerlich-konstitutionellen Entwicklung führen zu können.

  25. W. I. Lenin , "Die proletarische Revolution und der Renegat Kautsky" (siehe "Werke", 4. Ausgabe, Bd. 28, S. 207-302 [deutsch in "Ausgewählte Werke" in zwei Bänden, Bd. 1I, S.411-502]).

  26. Gemeint ist W. I. Lenin s Werk "Was tun?" (siehe "Werke", 4. Ausgabe, Bd. 5, S. 319 494 [deutsch in "Ausgewählte Werke" in zwei Bänden, Bd. I, S. 175-324]).

  27. Siehe K. Marx und F. Engels, "Manifest der Kommunistischen Partei", 1939, S. 40/41 [deutsche Ausgabe, Berlin 1951, S. 23].

  28. J. W. Stalin kam Ende Juni 1921 aus Naltschik (wo er zur Kur weilte) nach Tiflis, um an den Arbeiten des Plenums des Kaukasischen Büros des ZK der KPR(B), das gemeinsam mit Vertretern der lokalen Partei- und Gewerkschaftsorganisationen stattfand, teilzunehmen. Das Plenum fand vom 2. bis zum 7. Juli statt und behandelte die wichtigsten wirtschaftlichen und politischen Fragen des Aufbaus der transkaukasischen Sowjetrepubliken. In der unter J. W. Stalins Leitung ausgearbeiteten Resolution zum Bericht über die politische Lage legte das Plenum die Aufgaben der Kommunisten Transkaukasiens fest und versetzte den Vertretern der nationalistischen Abweichung einen entscheidenden Schlag. Das Plenum beschloss, eine Kommission zur Vereinigung der wirtschaftlichen Tätigkeit der transkaukasischen Sowjetrepubliken einzusetzen, und beriet über die Lage der Transkaukasischen Eisenbahn, über den Umlauf der Geldnoten in den transkaukasischen Sowjetrepubliken, über die Autonomie des Nagorno-Karabachischen Gebiets, über Adsharien, über die Lage in Abchasien und anderes. In der Mitgliederversammlung der Tifliser Parteiorganisation vom 6. Juli erstattete J. W. Stalin einen Bericht "über die nächsten Aufgaben des Kommunismus in Georgien und Transkaukasien". Der Bericht wurde am 13. Juli in Nr. 108 der "Prawda Grusii" (Prawda Georgiens) veröffentlicht und 1921 vom Kaukasischen Büro des ZK der KPR(B) als Sonderbroschüre herausgegeben.

  29. Mussawatisten - Partei "Mussawat" - nationalistische Partei der Bourgeoisie und Gutsherren Aserbaidshans, die 1912 entstand. In der Periode der Oktoberrevolution und des Bürgerkriegs war sie die konterrevolutionäre Hauptkraft in Aserbaidshan. Mit Unterstützung der türkischen und später der englischen Interventen hielten sich die Mussawatisten in Aserbaidshan von September 1918 bis April 1920 an der Macht, dann wurde die mussawatistische Regierung durch die vereinten Anstrengungen der Arbeiter Bakus, der Bauern Aserbaidshans und der ihnen zu Hilfe geeilten Roten Armee gestürzt.

  30. Daschnaken - Partei "Daschnakzutjun" - armenische bürgerlich-nationalistische Partei, die in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts entstand. In den Jahren 1918 bis 1920 standen die Daschnaken an der Spitze der bürgerlich-nationalistischen Regierung Armeniens und verwandelten Armenien in einen Stützpunkt der englischen Interventen im Kampf gegen Sowjetrußland. Die Daschnakenregierung wurde durch den Kampf der von der Roten Armee unterstützten Werktätigen Armeniens im November 1920 gestürzt.

  31. Gemeint ist das militärisch-politische Abkommen, das 1904 zwischen England und Frankreich abgeschlossen wurde und als Auftakt zur Bildung der Entente (des imperialistischen Bündnisses Englands, Frankreichs und des zaristischen Rußlands) diente.

  32. "Iskra" (Der Funke) - erste gesamtrussische illegale marxistische Zeitung, die im Jahre 1900 von W. I. Lenin gegründet wurde (über die Bedeutung und die Rolle der "Iskra" siehe "Geschichte der KPdSU(B), Kurzer Lehrgang", S. 30-38 [deutsche Ausgabe, Berlin 1951, S. 40-51]).

  33. N. Lenin , "Der ´linke Radikalismus´, die Kinderkrankheit im Kommunismus", Petrograd 1920 (siehe W. I. Lenin , "Werke", 4. Ausgabe, Bd. 31, S. 1-97 [deutsch in "Ausgewählte Werke" in zwei Bänden, Bd. II, S.669 bis 757]).

  34. Siehe W. I. Lenin , "Werke", 4. Ausgabe, Bd. 28, S. 269 [deutsch in "Ausgewählte Werke" in zwei Bänden, Bd. II, S. 470].

  35. Gemeint ist die Konferenz über die Einschränkung der Rüstungen sowie über Fragen des Stillen Ozeans und des Fernen Ostens, die vom 12. November 1921 bis zum 6. Februar 1922 in Washington tagte. An der Konferenz nahmen teil: die USA, England mit seinen Dominien, Japan, Frankreich, Italien, China, Belgien, Holland und Portugal. Sowjetrußland wurde ungeachtet der Proteste der Sowjetregierung nicht zu der Konferenz eingeladen. Die Washingtoner Konferenz vollendete die nach dem Kriege vorgenommene Neuaufteilung der Welt und stellte einen Versuch dar, im Stillen Ozean ein neues Kräfteverhältnis der imperialistischen Mächte zu statuieren. Die in Washington unterzeichneten Abkommen bestimmten die Ausmaße der Seerüstungen der imperialistischen Mächte, ihre Besitzrechte auf die Inseln im Stillen Ozean und statuierten das Prinzip der Politik der "offenen Tür" in China, das heißt "gleicher Möglichkeiten für den Handel und die Industrie aller Nationen in China". Die Washingtoner Konferenz beseitigte nicht die Gegensätze zwischen den imperialistischen Mächten, sondern verschärfte sie im Gegenteil.

  36. "Swesda" (Der Stern) - bolschewistische legale Zeitung, die vom 16. Dezember 1910 bis zum 22. April 1912 (anfangs wöchentlich, später zwei- oder dreimal in der Woche) in Petersburg erschien. Die Zeitung wurde von W. I. Lenin ideologisch geleitet; er sandte regelmäßig aus dem Ausland seine Artikel ein. Engste Mitarbeiter der "Swesda" waren W. M. Molotow, M. S. Olminski, N. G. Poletajew, N. N. Baturin, K. S. Jeremejew und andere. Auch A. M. Gorki arbeitete an der Zeitung mit. Im Frühjahr 1912, während seines Aufenthalts in Petersburg, hatte J. W. Stalin die unmittelbare Leitung der Zeitung in der Hand und veröffentlichte in ihr eine Anzahl von Artikeln (siehe J. W. Stalin, "Werke", Bd, 2, S. 225-247 [deutsche Ausgabe S. 204-225]). Die Auflage einzelner Nummern der Zeitung erreichte 50000 bis 60000 Exemplare. Die "Swesda" bereitete das Erscheinen der bolschewistischen Tageszeitung "Prawda" vor. Am 22. April 1912 verbot die Zarenregierung die "Swesda". Die Fortsetzung der "Swesda" war die "Newskaja Swesda" (Der Newastern), die bis Oktober 1912 erschien.

  37. Zitiert wird der Artikel J. W. Stalins "Unsere Ziele", der in Nr. 1 der "Prawda" am 22. April 1912 veröffentlicht wurde (siehe J. W. Stalin, "Werke", Bd. 2, S. 248 [deutsche Ausgabe S. 226]).

  38. Siehe J. W. Stalin, "Werke", Bd. 2, S. 249 [deutsche Ausgabe S. 227].

  39. Der Prozess gegen die Sozialrevolutionäre fand vom 8. Juni bis zum 7. August 1922 in Moskau statt. Unter den vom Obersten Revolutionstribunal gerichtlich belangten 34 Angeklagten befanden sich 11 Mitglieder des ZK der Partei der Sozialrevolutionäre. Der Prozess ergab, dass die Partei der Sozialrevolutionäre von den ersten Tagen der sozialistischen Oktoberrevolution an gegen die Sowjetmacht gekämpft, bewaffnete Aufstände und Verschwörungen organisiert, die Interventen unterstützt und Terrorakte gegen die Führer der bolschewistischen Partei und die Sowjetregierung verübt hatte.

  40. Gemeint sind die internationalen Wirtschaftskonferenzen, die in Genua (vom 10. April bis zum 19. Mai 1922) und im Haag (vom 15. Juni bis zum 20. Juli 1922) stattfanden. Die Konferenz in Genua wurde einberufen, um die Beziehungen zwischen der kapitalistischen Welt und Sowjetrußland zu klären. An der Konferenz nahmen auf der einen Seite England, Frankreich, Italien, Japan und andere kapitalistische Staaten und auf der anderen Seite Sowjetrußland teil. Die Vertreter der kapitalistischen Länder stellten der Sowjetdelegation Forderungen, deren Erfüllung die Verwandlung des Sowjetlandes in eine Kolonie des westeuropäischen Kapitals bedeutet hätte (die Forderung nach Bezahlung aller Kriegs- und Vorkriegsschulden, nach Rückgabe des nationalisierten Eigentums an die ausländischen Besitzer u. a.). Die Sowjetdelegation lehnte die Ansprüche der ausländischen Kapitalisten ab. Die Behandlung der Frage wurde einer im Haag zusammengetretenen Sachverständigenkonferenz übertragen. Die Haager Konferenz gelangte in Anbetracht der Unversöhnlichkeit der Standpunkte beider Seiten ebenfalls zu keinem Übereinkommen.

  41. J. W. Stalin leitete die Kommission, die vom Plenum des ZK der KPR(B) am 6. Oktober 1922 zur Ausarbeitung eines Gesetzentwurfs über die Vereinigung der RSFSR, der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik, der Transkaukasischen Föderation und der Bjelorussischen Sozialistischen Sowjetrepublik zur Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken eingesetzt worden war. Die Kommission leitete die gesamte Vorarbeit für den I. Sowjetkongress der UdSSR.

  42. Gemeint ist das Abkommen, das am 22. Februar 1922 in Moskau von bevollmächtigten Vertretern der unabhängigen Republiken Aserbaidshan, Armenien, Georgien, Bjelorußland, Ukraine, Choresm, Buchara, der Fernöstlichen Republik und der RSFSR unterzeichnet wurde, wonach die Vertretung der genannten Republiken auf der allgemeinen europäischen Wirtschaftskonferenz in Genua der RSFSR übertragen wurde.

  43. Die Fernöstliche Republik bestand von April 1920 bis November 1922. Der Fernöstlichen Republik gehörten an: Baikalien, Transbaikalien, das Amurgebiet, das Küstengebiet, Kamtschatka und der nördliche Teil von Sachalin.

  44. Die Transkaukasische Föderation - die Föderative Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken Transkaukasiens wurde am 12. März 1922 von der bevollmächtigten Konferenz der Vertreter der zentralen Exekutivkomitees Georgiens, Aserbaidshans und Armeniens gegründet. Im Dezember 1922 wurde die Föderative Union zur Transkaukasischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (TSFSR) umgebildet. Die Transkaukasische Föderation bestand bis zum Jahre 1936. Laut Verfassung der Union der SSR von 1936 gehören die Armenische, Aserbaidshanische und Georgische Sozialistische Sowjetrepublik der UdSSR als Unionsrepubliken an. (Über die Transkaukasische Föderation siehe den vorliegenden Band, 5.227-232, 251-257 [deutsche Ausgabe S. 199--203, 219-225].)

  45. Die sowjetischen Volksrepubliken Buchara und Choresm wurden 1920 als Ergebnis der siegreichen Volksaufstände auf dem Territorium der früheren Khanate Buchara und Chiwa gebildet. Ende 1924 und Anfang 1925 wurden im Zusammenhang mit der staatlichen Einteilung Mittelasiens nach dem nationalen Merkmal die Territorien der Republiken Buchara und Choresm in die neugebildeten Unionsrepubliken, nämlich die Turkmenische und die Usbekische Sozialistische Sowjetrepublik, in die Tadshikische Autonome Sozialistische Sowjetrepublik und in das Kara-Kalpakische Autonome Gebiet eingegliedert.

  46. Der X. Allrussische Sowjetkongress tagte vom 23. bis zum 27. Dezember 1922 in Moskau. An dem Kongress nahmen 2215 Delegierte teil, darunter von den Vertragsrepubliken - der Transkaukasischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik, der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik und der Bjelorussischen Sozialistischen Sowjetrepublik - 488 Delegierte, die nach Moskau gekommen waren, um am I. Sowjetkongress der UdSSR teilzunehmen, und als Ehrengäste zum X. Allrussischen Kongress eingeladen worden waren. Der X. Allrussische Sowjetkongress behandelte den Rechenschaftsbericht des Allrussischen ZEK und des Rates der Volkskommissare über die Innen- und Außenpolitik der Republik, den Bericht über den Zustand der Industrie, den Bericht des Volkskommissariats für Landwirtschaft (Ergebnisse der Arbeiten zur Hebung der bäuerlichen Wirtschaft), den Bericht des Volkskommissariats für Bildungswesen, den Bericht des Volkskommissariats für Finanzen und den Antrag der sowjetischen Vertragsrepubliken auf Bildung einer Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken. Das Referat über die Vereinigung der Sowjetrepubliken hielt am 26. Dezember J. W. Stalin. Die von J. W. Stalin eingebrachte Resolution wurde vom Kongress einstimmig angenommen. Nach dem Referat J. W. Stalins ergriffen Vertreter der Ukraine, Aserbaidshans, Georgiens, Armeniens und Bjelorußlands das Wort und begrüßten im Namen ihrer Völker die Vereinigung der Sowjetrepubliken zu einem einheitlichen Bundesstaat, der UdSSR.

  47. Gemeint sind die Verhandlungen der Sowjetregierung mit dem englischen Industriellen Urquhart über den Abschluss eines Konzessionsvertrags zur Erschließung der Bodenschätze im Ural und in Kasachstan. Der Entwurf des Vertrags wurde am 6. Oktober 1922 vom Rat der Volkskommissare in Anbetracht der von Urquhart vorgeschlagenen knechtenden Bedingungen sowie der feindseligen Politik der englischen konservativen Regierung gegenüber Sowjetrußland abgelehnt. Die Ablehnung des Vertrags mit Urquhart durch die Sowjetregierung diente als Anlass zur Verstärkung der antisowjetischen Kampagne in der bürgerlichen Presse.

  48. Die Konferenz von Lausanne (vom 20. November 1922 bis zum 24. Juli 1923) wurde auf Initiative Frankreichs, Englands und Italiens zur Beratung des Problems des Nahen Ostens einberufen. (Abschluss eines Friedensvertrags zwischen Griechenland und der Türkei, Festlegung der türkischen Grenzen, Annahme einer Konvention über die Meerengen usw.) Außer den genannten Ländern nahmen an der Konferenz Japan, Rumänien, Jugoslawien, Griechenland, Bulgarien und die Türkei teil (Vertreter der USA waren als Beobachter anwesend). Sowjetrußland wurde zur Konferenz nur zur Beratung der Frage der Meerengen (Bosporus, Dardanellen) eingeladen. Auf der Konferenz wandte sich die Sowjetdelegation in der Kommission zur Frage der Meerengen gegen das Projekt, die Meerengen für Kriegsschilfe sowohl in Friedens- als auch in Kriegszeiten offen zuhalten, und brachte ihr eigenes Projekt ein, laut dem die Meerengen für Kriegsschiffe, welchem Staat sie auch gehören, die Türkei ausgenommen, vollständig geschlossen werden sollten. Das Projekt der Sowjetdelegation wurde von der Kommission abgelehnt.

  49. Der I. Sowjetkongress der UdSSR tagte am 30. Dezember 1922 in Moskau. Auf dem Kongress waren 1727 Delegierte von der RSFSR, 364 Delegierte von der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik, 91 Delegierte von der Transkaukasischen Föderation und 33 Delegierte von der Bjelorussischen Sozialistischen Sowjetrepublik anwesend. Der Kongress behandelte das Referat J. W. Stalins über die Bildung der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, bestätigte die Deklaration und den Bundesvertrag über die Bildung der UdSSR und wählte das Zentralexekutivkomitee der Union der SSR.

  50. Die Konferenz der bevollmächtigten Delegationen der RSFSR, der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik, der Bjelorussischen Sozialistischen Sowjetrepublik und der Transkaukasischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik tagte am 29. Dezember 1922. Die Konferenz erörterte und beschloss die Deklaration und den Vertrag über die Bildung der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken. J. W. Stalin teilte in einer Rede der Konferenz die Tagesordnung des I. Sowjetkongresses der UdSSR mit. Die Konferenz beauftragte J. W. Stalin, auf dem Kongress das Referat über die Bildung der UdSSR zu halten. Am Morgen des 30. Dezember unterzeichneten die bevollmächtigten Delegationen die Deklaration und den Vertrag über die Bildung der UdSSR.

  51. Der Artikel J. W. Stalins "Zur Frage der Strategie und Taktik der russischen Kommunisten" wurde in Nr. 56 der "Prawda" vom 14. März 1923 veröffentlicht, die dem 25. Jahrestag der Kommunistischen Partei Rußlands (Bolschewiki) gewidmet war, sowie in Nr. 57, 58 und 59 der "Petrogradskaja Prawda" (Petrograder Prawda) vom 14., 15. und 16. März 1923 und in Nr.7 (46) der Zeitschrift "Kommunistitscheskaja Rewoluzija" (Die kommunistische Revolution) vom 1. April 1923. Später wurde ein Auszug dieses Artikels unter der Überschrift "Die Oktoberrevolution und die Strategie der russischen Kommunisten" in J.W. Stalin "Über die Oktoberrevolution", Moskau 1932, veröffentlicht.

  52. Swerdlow-Universität - die Kommunistische Arbeiter- und Bauernuniversität namens J. M. Swerdlow.
    Auf Initiative J. M. Swerdlows wurden im Jahre 1918 beim Allrussischen ZEK kurzfristige Lehrgänge für Agitation und Propaganda organisiert, die im Januar 1919 in Schule der Sowjetarbeit umbenannt wurden. Auf der Grundlage dieser Schule wurde auf Beschluss des VIII. Parteitags der KPR(B) die Zentralschule für Sowjet- und Parteiarbeit geschaffen. In der zweiten Hälfte des Jahres 1919 wurde die Zentralschule für Sowjet- und Parteiarbeit zur Kommunistischen Arbeiter- und Bauernuniversität namens J. M. Swerdlow umgebildet.

  53. Gruppe "Befreiung der Arbeit" - erste russische marxistische Gruppe, die 1883 in Genf von G. W. Plechanow gegründet wurde. (Über die Tätigkeit der Gruppe und ihre historische Rolle siehe "Geschichte der KPdSU(B), Kurzer Lehrgang", S.10-17 [deutsche Ausgabe, Berlin 1951, S. 14-23].)

  54. Während der politischen Massendemonstration in Petrograd am 20. und 21. April 1917 hatte eine Gruppe von Mitgliedern des Petrograder Komitees der bolschewistischen Partei (Bagdatjew und andere) entgegen der Direktive des ZK der Bolschewiki über den friedlichen Charakter der Demonstration die Losung des sofortigen Sturzes der Provisorischen Regierung aufgestellt. Das Zentralkomitee der Partei verurteilte die Haltung dieser "linken" Abenteurer (siehe W. I. Lenin , "Werke", 4. Ausgabe, Bd.24, S.181 bis 182, russ.).

  55. W.I. Lenin , "Zwei Taktiken der Sozialdemokratie in der demokratischen Revolution" (siehe "Werke", 4. Ausgabe, Bd. 9, S. 1-119 [deutsch in "Ausgewählte Werke" in zwei Bänden, Bd. I, S. 419-5321).

  56. Die "Kontaktkommission", bestehend aus Tschcheidse, Steklow, Suchanow, Filippowski und Skobelew (später traten ihr Tschernow und Zereteli bei), wurde von dem menschewistisch-sozialrevolutionären Exekutivkomitee des Petrograder Sowjets der Arbeiter- und Soldatendeputierten am 7. März 1917 zur Herstellung des Kontakts mit der Provisorischen Regierung, zur "Einwirkung" auf diese und zur "Kontrolle" über ihre Tätigkeit eingesetzt. In Wirklichkeit half die "Kontaktkommission" der Provisorischen Regierung bei der Durchführung ihrer bürgerlichen Politik und suchte die Arbeitermassen vom aktiven revolutionären Kampf für den Übergang der gesamten Macht an die Sowjets zurückzuhalten. Die "Kontaktkommission" bestand bis Mai 1917, als die Vertreter der Menschewiki und Sozialrevolutionäre direkt in die Provisorische Regierung eintraten.

  57. W. I. Lenin , "Über die Aufgaben des Proletariats in der gegenwärtigen Revolution" (siehe "Werke", 4. Ausgabe, Bd. 24, S. 1-7 [deutsch in "Ausgewählte Werke" in zwei Bänden, Bd. II, S.7-11]).

  58. Der Entwurf der Thesen über die nationale Frage zum XII. Parteitag wurde auf dem Plenum des ZK der KPR(B) am 21. Februar 1923 beraten. Für die Redaktion der Thesen wurde eine Kommission mit J. W. Stalin an der Spitze gebildet. Das Politbüro des ZK der KPR(B) prüfte und bestätigte die Thesen am 22. März, am 24. März wurden sie in Nr. 65 der "Prawda" veröffentlicht.

  59. Smena-Wech-Strömung - 1921 im Ausland innerhalb der russischen weißgardistischen Emigration entstandene bürgerliche politische Strömung unter Führung der Gruppe N. Ustrjalows, J. Kljutschnikows und anderer, die die Zeitschrift "Smena-Wech" (Wechsel der Wegzeichen) herausgab (zuerst erschien ein Sammelbuch unter demselben Titel). Ideologisch widerspiegelte die Smena-Wech-Strömung die Auffassungen der Bourgeoisie, die auf den offenen bewaffneten Kampf gegen die Sowjetmacht verzichtete. Die Smena-Wech-Leute rechneten im Zusammenhang mit dem Übergang Sowjetrußlands zur Neuen Ökonomischen Politik auf eine allmähliche Umwandlung des Sowjetsystems im Geiste der bürgerlichen Demokratie.

  60. Die Resolution des X. Parteitags der KPR(B) "Über die nächsten Aufgaben der Partei in der nationalen Frage" siehe in "Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK", Teil I, 1941, S. 386, russ.

  61. Der XII. Parteitag der KPR(B) tagte vom 17. bis zum 25. April 1923. Er war der erste Parteitag nach dem Siege der sozialistischen Oktoberrevolution, an dem W.I. Lenin nicht teilnehmen konnte. Der Parteitag behandelte die Berichte des ZK, der ZKK, der russischen Vertretung im Exekutivkomitee der Komintern sowie die Referate über die Industrie, über die nationalen Momente im Partei- und Staatsaufbau, über die Steuerpolitik auf dem Lande, über die Rayonierung und andere. Der Parteitag berücksichtigte in seinen Beschlüssen alle Hinweise W. I. Lenin s, die er in seinen letzten Artikeln und Briefen gegeben hatte. Der XII. Parteitag der KPR(B) zog das Fazit aus den Ergebnissen der Neuen Ökonomischen Politik während der ersten zwei Jahre und erteilte Trotzki, Bucharin und ihren Anhängern, die die NÖP als Rückzug von den sozialistischen Positionen auffassten, eine entschiedene Abfuhr. Große Aufmerksamkeit widmete der Parteitag der organisatorischen und der nationalen Frage. In der Abendsitzung des 17. April erstattete J. W. Stalin den organisatorischen Bericht des ZK. In der zum Bericht des ZK angenommenen Resolution billigte der Parteitag den Lenin schen Plan der Reorganisierung der Arbeiter- und Bauerninspektion sowie der ZKK und stellte die Verbesserung des organisatorischen Apparats des ZK und der ganzen organisatorischen Arbeit fest. Am 23. April hielt J. W. Stalin vor dem Parteitag das Referat "Über die nationalen Momente im Partei- und Staatsaufbau". Die Diskussion zum Referat fand am 23. und 24. April statt; die weitere Behandlung der Frage wurde der nationalen Sektion des Parteitags übertragen, die unter unmittelbarer Leitung J.W. Stalins arbeitete. Am 25. April bestätigte der Parteitag die von der Sektion eingebrachte Resolution; der Resolution wurden die Thesen J. W. Stalins zugrunde gelegt. Der Parteitag entlarvte die Vertreter der nationalistischen Abweichung und rief die Partei zum entschlossenen Kampf gegen die Abweichungen in der nationalen Frage auf - gegen den großrussischen Chauvinismus und den lokalen bürgerlichen Nationalismus. (Über den XII. Parteitag der KPR(B) siehe "Geschichte der KPdSU(B), Kurzer Lehrgang", S. 250-252 [deutsche Ausgabe, Berlin 1951, S. 326-329]. Die Resolutionen des Parteitags siehe in "Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK", Teil I, 1941, S. 472-524, russ.)

  62. "Jswestija Zentralnowo Komiteta Rossiskoi Kommunistitscheskoi Partei (B)" (Nachrichten des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Rußlands [Bolschewiki]) - Informationszeitschrift, die auf Beschluss des VIII. Parteitags der KPR(B) gegründet wurde und vom 28. Mai 1919 bis zum 10. Oktober 1929 erschien (die ersten 20 Nummern erschienen als Beilage zur "Prawda"). Allmählich verwandelten sich die "Iswestija ZK" aus einem Informationsbulletin in eine zentrale Zeitschrift der Partei und wurden 1929 zur Zeitschrift "Partinoje Stroitelstwo" (Parteiaufbau) umgebildet. Der "Bericht des ZK der KPR an den XII. Parteitag" wurde in Nr. 4 (52) der "Iswestija ZK" im April 1923 veröffentlicht.

  63. J. W. Stalin meint die Artikel "Wie wir die Arbeiter- und Bauerninspektion reorganisieren sollen" und "Lieber weniger, aber besser" (siehe W. I. Lenin , "Werke", 4. Ausgabe, Bd. 33, S.440 460 [deutsch in "Ausgewählte Werke" in zwei Bänden, Bd. II, S. 1000-1020]).

  64. J. W. Stalin meint die Broschüre "Unser Funktionärkörper in der Industrie. (Nach Materialien der Abteilung für Registrierung und Verteilung im ZK der KPR)". Moskau 1923 (russ.).

  65. Der Allrussische Kongress der einfachen Mitglieder der Partei der Sozial-revolutionäre fand vom 18. bis zum 20. März 1923 in Moskau statt. Der Kongress konstatierte, dass die Partei der Sozialrevolutionäre sich endgültig zersetzt hat und dass ihre führenden Organe in der Emigration kein Recht haben, im Namen der nicht existierenden Partei aufzutreten.

  66. Das Diskussionsblatt wurde in der "Prawda" kurz vor dem XII. Parteitag der KPR(B) unter dem Titel "Diskussionsblatt zum Parteitag" gedruckt. Es erschienen 5 Nummern, vier vor dem Parteitag und eine Nummer während des Parteitags ("Prawda" Nr.46, 65, 75, 82, 86 vom 1. 24. März, 5., 15. und 20. April 1923).

  67. J. W. Stalin meint die parteifeindliche Gruppe des "Demokratischen Zentralismus". (Über diese Gruppe siehe "Geschichte der KPdSU(B), Kurzer Lehrgang", S. 229, 242 [deutsche Ausgabe, Berlin 1951, S. 300, 315].)

  68. Gemeint ist die VII. Allrussische Konferenz (Aprilkonferenz) der SDAPR(B), die vom 24. bis zum 29. April 1917 tagte. J. W. Stalin hielt auf dieser Konferenz das Referat zur nationalen Frage; der Entwurf der Resolution zum Referat wurde von W. I. Lenin verfasst. (Die Resolutionen der Konferenz siehe in "Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK", Teil I, 1941, S.225-239, russ.)

  69. "Sozialistitscheski Wjestnik" (Der sozialistische Bote) - Organ der menschewistischen weißen Emigranten, das von Martow im Februar 1921 gegründet wurde; es erschien bis März 1933 in Berlin, von Mai 1933 bis Juni 1940 in Paris und später in Amerika. Der "Sozialistitscheski Wjestnik" ist ein Sprachrohr reaktionärster imperialistischer Kreise.

  70. Basmatschenbewegung - konterrevolutionäre nationalistische Bewegung in Mittelasien (Turkestan, Buchara, Choresm) in den Jahren 1918 bis 1924, die in Form eines offenen politischen Banditentums in Erscheinung trat; an ihrer Spitze standen Begs und Mullahs, deren Ziel es war, die mittelasiatischen Republiken von Sowjetrußland loszureißen und die Herrschaft der Ausbeuterklassen wiederherzustellen. Die Basmatschenbewegung wurde aktiv von den englischen Imperialisten unterstützt, die bestrebt waren, Mittelasien in ihre Kolonie zu verwandeln.

  71. Siehe W. I. Lenin , "Über das Recht der Nationen auf Selbstbestimmung", "Werke", 4. Ausgabe, Bd. 20, S. 406 [deutsch in "Ausgewählte Werke" in zwei Bänden, Bd. I, S. 711].

  72. W. I. Lenin , "Die sozialistische Revolution und das Recht der Nationen auf Selbstbestimmung" (siehe "Werke", 4. Ausgabe, Bd. 22, S. 136, russ.).

  73. "Bjednota" (Die Armut) - Tageszeitung, Organ des ZK der KPdSU(B), die von März 1918 bis Januar 1931 erschien.

  74. W. I. Lenin , "Werke", 4. Ausgabe, Bd. 5, S. 10-11 (russ.).

  75. Die auf Initiative J. W. Stalins einberufene vierte Beratung des ZK der KPR(B) mit den verantwortlichen Funktionären der nationalen Republiken und Gebiete tagte in Moskau vom 9. bis zum 12. Juni 1923. Außer den Mitgliedern und Kandidaten des ZK der KPR(B) nahmen an der Beratung 58 Vertreter der nationalen Republiken und Gebiete teil. Der Hauptpunkt der Tagesordnung der Beratung war das Referat J. W. Stalins "Die praktischen Maßnahmen zur Verwirklichung der Resolution des XII. Parteitags zur nationalen Frage". Vertreter von 20 Parteiorganisationen der nationalen Republiken und Gebiete erstatteten Berichte über die Lage in den Ortsorganisationen. Die Beratung behandelte ebenfalls den Bericht der ZKK über die partei- und sowjetfeindliche Tätigkeit Sultan-Galijews. (Die Resolutionen der Beratung siehe in "Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK", Teil I, 1941, S. 525-530, russ.)

  76. Der Entwurf einer Plattform zur nationalen Frage wurde von J. W. Stalin Ende Mai 1923 im Zusammenhang mit der Vorbereitung der IV. Beratung verfasst und am 4. Juni vom Politbüro des ZK der KPR(B) bestätigt. Der Entwurf wurde von der Beratung als Resolution zum Referat J. W. Stalins über "Die praktischen Maßnahmen zur Verwirklichung der Resolution des XII. Parteitags zur nationalen Frage" angenommen.

  77. Die Kommission des ZK-Plenums der KPR(B) zur Ausarbeitung praktischer Vorschläge über die UdSSR wurde auf Beschluss des Plenums des ZK der KPR(B) vom 24. Februar 1923 gebildet. An der Spitze der Kommission, in der die Parteiorganisationen aller Unionsrepubliken vertreten waren, stand J. W. Stalin. Die Kommission leitete die Ausarbeitung des Entwurfs der Verfassung der UdSSR.

  78. Die Kommission des Präsidiums des ZEK der UdSSR zur Ausarbeitung der Verfassung der UdSSR bestand aus 25 Vertretern der Unionsrepubliken. J. W. Stalin vertrat in der Kommission die RSFSR. Die Plenartagungen der Kommission, auf denen der Verfassungsentwurf beraten wurde, fanden vom 8. bis zum 16. Juni 1923 statt.

  79. J. W. Stalin zitiert den Brief von K. Marx an F. Engels vom 16. April 1856 nach dem Buch K. Marx und F. Engels, "Briefe", Moskau 1922 (siehe K. Marx, F. Engels, "Werke", Bd. XXII, 5.139 [deutsch in "Marx-Engels, Briefwechsel", Bd. 11, S. 166]).

  80. Der Erste Allrussische Kongress der Arbeiterinnen und Bäuerinnen tagte vom 16. bis zum 21. November 1918 in Moskau. An dem Kongress nahmen 1147 Frauen als Delegierte teil. Am 19. November hielt W. I. Lenin eine Rede vor dem Kongress. Der Kongress sprach den Wunsch aus, dass bei den Parteikomitees spezielle Organe für die Arbeit unter den Frauen geschaffen würden. Nach dem Kongress wurden auf Beschluss des ZK der KPR(B) bei den Parteikomitees Kommissionen für die Agitation und Propaganda unter den Frauen ins Leben gerufen, und beim ZK der KPR(B) wurde eine zentrale Kommission gebildet.

  81. Es handelt sich um die Kommission, die auf Beschluss des Politbüros und des vom 23. bis zum 25. September 1923 stattgefundenen Plenums des ZK der KPR(B) eingesetzt wurde.

  82. Die Resolution über den Parteiaufbau wurde in der gemeinsamen Sitzung des Politbüros des ZK der KPR(B) und des Präsidiums der ZKK am 5. Dezember 1923 angenommen und in Nr. 278 der "Prawda" vom 7. Dezember 1923 veröffentlicht.

  83. Gemeint ist das vereinigte Plenum des ZK der KPR(B) und der ZKK, das vom 25. bis zum 27. Oktober 1923 gemeinsam mit Vertretern von zehn Parteiorganisationen stattfand. (Die Resolution des Plenums siehe in "Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK", Teil I, 1941, S.5311532, russ.)

  84. Gemeint ist die anonyme Plattform, die kurz vor dem XII. Parteitag der KPR(B) von einer illegalen konterrevolutionären Gruppe herausgegeben wurde, die sich "Arbeitergruppe" nannte. (Die "Arbeitergruppe" war im Jahre 1923 in Moskau von den aus der Partei Ausgeschlossenen, Mjasnikow und Kusnezow, gebildet worden und vereinigte eine unbedeutende Anzahl von Teilnehmern; im Herbst 1923 wurde sie liquidiert.)

  85. J. W. Stalin meint den "Bericht des ZK der KPR zum XII. Parteitag", der in Nr.4 (52) der Zeitschrift "Iswestija ZK KPR(B)" im April 1923 veröffentlicht wurde.

  86. "Kommunist" - Tageszeitung, Organ des Zentralkomitees und des Bakuer Komitees der Kommunistischen Partei Aserbaidshans (Bolschewiki), die in aserbaidschanischer Sprache erscheint. Die erste Nummer wurde von der bolschewistischen Organisation Aserbaidshans am 29. August 1919 illegal herausgegeben; nach dem Erscheinen der ersten Nummer wurde die Zeitung von der mussawatistischen Regierung verboten. Mit der Errichtung der Sowjetmacht in Aserbaidshan begann die Zeitung am 30. April 1920 wieder zu erscheinen. Der Gruß J. W. Stalins wurde im "Kommunist" am 29. Dezember 1923 in aserbaidschanischer Sprache und in den Zeitungen "Bakinski Rabotschi" (Der Bakuer Arbeiter) am 30. Dezember 1923 und "Sarja Wostoka" (Morgenröte des Ostens) am 3. Januar 1924 in russischer Sprache veröffentlicht.

ENDE BAND 5

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