"Stalin"

Werke

Band 7

REDE BEI DER BEISETZUNG VON M. W. FRUNSE

3. November 1925

Genossen! Ich bin nicht imstande, lange zu sprechen, meine seelische Verfassung lässt es nicht zu. Ich will nur sagen, dass wir mit Genossen Frunse einen der lautersten, ehrlichsten und furchtlosesten Revolutionäre unserer Zeit verloren haben.

Die Partei hat mit Genossen Frunse einen ihrer treuesten und diszipliniertesten Führer verloren.

Die Sowjetmacht hat mit Genossen Frunse einen der kühnsten und klügsten Baumeister unseres Landes und unseres Staates verloren.

Die Armee hat mit Genossen Frunse einen ihrer am meisten geliebten und geachteten Führer und Schöpfer verloren.

Deshalb trauert die Partei so sehr um den Verlust des Genossen Frunse.

Genossen! Dieses Jahr war für uns ein Fluch. Es hat eine ganze Reihe führender Genossen aus unserer Mitte gerissen. Aber nicht genug damit, es forderte noch ein weiteres Opfer. Vielleicht muss es so sein, dass die alten Genossen so leicht und so einfach ins Grab sinken. Leider aber rücken unsere jungen Genossen nicht so leicht und bei weitem nicht so einfach nach, um die alten abzulösen.

Wir wollen aber glauben und hoffen, dass die Partei und die Arbeiterklasse alle Maßnahmen ergreifen werden, um die Heranbildung neuer Kader, die die alten Kader ablösen sollen, zu fördern.

Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Rußlands hat mich beauftragt, der Trauer der gesamten Partei um den Verlust des Genossen Frunse Ausdruck zu geben.

Möge meine kurze Rede Ausdruck dieser Trauer sein, die grenzenlos ist und keiner langen Reden bedarf.

„Prawda“ Nr. 253,
5. November 1925.

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