"Stalin"

Werke

Band 7

ANMERKUNGEN

  1. Der Unionskongress der Lehrer fand vom 12. bis zum 17. Januar 1925 in Moskau statt. An ihm nahmen 1660 Delegierte teil, die 49 Nationalitäten der Sowjetunion vertraten. Drei Viertel der Delegierten des Kongresses waren Dorfschullehrer. Auf dem Kongress wurden folgende Referate gehalten und erörtert: die nächsten Aufgaben des Sowjetaufbaus, die Lehrerschaft und die proletarische Revolution, die Aufgaben der Volksbildung im System des Sowjetaufbaus, die Sowjetschule, die nationale Frage und die Schule, die Lehrerschaft und der Kommunistische Jugendverband, die internationale Lage der UdSSR u. a. Der Kongress nahm eine Deklaration an, in der erklärt wurde, dass die Lehrerschaft ihre Aufgaben nicht von den Aufgaben der Kommunistischen Partei, von ihrem Kampf für die Errichtung des Sozialismus trennt.

  2. „Krasnaja Molodjosh” (Die Rote Jugend) - monatliche Studentenzeitschrift, die von Mai 1924 bis November 1925 von dem Zentralbüro und dem Moskauer Büro der proletarischen Studentenschaft herausgegeben wurde. Verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift „Krasnaja Molodjosh” war W. M. Molotow. Im November 1925 wurde die Zeitschrift in „Krasnoje Studentschestwo” (Die Rote Studentenschaft) umbenannt.

  3. Vom 17. bis zum 20. Januar 1925 tagte das Plenum des ZK der KPR(B). Am 17. Januar fand eine gemeinsame Sitzung des Plenums des ZK und der ZKK der KPR(B) statt. Nach Entgegennahme einer Mitteilung J. W. Stalins über die von den Ortsorganisationen anlässlich des Auftretens Trotzkis angenommenen Resolutionen wurde auf dieser gemeinsamen Plenartagung eine Resolution angenommen, in der Trotzkis Auftreten als Revision des Bolschewismus, als Versuch, den Lenin ismus durch den Trotzkismus zu ersetzen, verurteilt wurde. Am 19. Januar hielt J. W. Stalin auf der Plenartagung des ZK der KPR(B) eine Rede zu dem Referat M. W. Frunses „Über die Bewilligung von Mitteln für das Volkskommissariat für Heeres- und Marinewesen der UdSSR" (siehe den vorliegenden Band, S. 11-14 [deutsche Ausgabe S.9 bis 12]).

  4. Gemeint ist die Niederlage der 150000 Mann starken spanischen Armee im Herbst 1924, die von dem faschistischen Diktator Spaniens Primo de Rivera eingesetzt worden war, um die nationale Befreiungsbewegung in der spanischen Zone von Marokko, dem Rifgebiet, niederzuwerfen. Durch den Sieg der Marokkaner wurden zwei Drittel des von der spanischen Armee okkupierten Territoriums befreit.

  5. Im Sommer 1924 wurde als Ergebnis der revolutionären fortschrittlichen Bewegung in Albanien die reaktionäre Regierung Ahmed Zogu gestürzt. Die zur Macht gelangte Regierung Fan Noli leitete Verhandlungen mit der Sowjetregierung über die Herstellung diplomatischer und freundschaftlicher Beziehungen zwischen der UdSSR und Albanien ein. Zwischen der Sowjetunion und Albanien fand ein Austausch diplomatischer Vertreter statt. Die Regierungen Englands, Italiens und Jugoslawiens forderten von Albanien den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zur UdSSR. Im Dezember 1924 brachen die von den Streitkräften der faschistischen Regierung Jugoslawiens unterstützten Banden Ahmed Zogus in Albanien ein und stürzten die Regierung Fan Noli. Die Macht in Albanien fiel erneut an Ahmed Zogu.

  6. „Rabotschaja gaseta” (Die Arbeiterzeitung) - Tageszeitung, Organ des ZK der KPdSU(B), die in Massenauflage von März 1922 bis Januar 1932 in Moskau erschien, zunächst unter dem Titel „Rabotschi” (Der Arbeiter) und von Juli 1922 an unter dem Titel „Rabotschaja Gaseta”.

  7. Es handelt sich um den Artikel J. W. Stalins „Der Oktober und Trotzkis Theorie der ‚permanenten’ Revolution”, der in Nr. 290 der „Prawda” vom 20. Dezember 1924 veröffentlicht wurde. Der Artikel war ein Teil des Vorworts zu dem Buch „Auf dem Wege zum Oktober”, das von J. W. Stalin im Dezember 1924 geschrieben und nur in diesem Buch vollständig veröffentlicht wurde. Der größte Teil des Vorworts wurde unter dem Gesamttitel „Die Oktoberrevolution und die Taktik der russischen Kommunisten” in verschiedenen Sammelbänden, als Einzelbroschüren sowie in allen Ausgaben von J. W. Stalins „Fragen des Lenin ismus” veröffentlicht und ist in Band 6 der „Werke” J. W. Stalins, S. 358-401 [deutsche Ausgabe S. 320 bis 358] enthalten.

  8. Siehe W. I. Lenin , „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 33, S.427-435 [deutsch in „Ausgewählte Werke” in zwei Bänden, Bd. II, S. 988-995].

  9. Der Sammelband „Gegen den Strom” erschien im Jahre 1918 in Petrograd. In dem Sammelband waren die Artikel W.I. Lenin s aus den Jahren 1914 bis 1917: „Über die Losung der Vereinigten Staaten von Europa”, „Über die Junius-Broschüre”, „Über den Nationalstolz der Großrussen”, „Über die zwei Linien der Revolution”, „Der Zusammenbruch der II. Internationale” u. a. enthalten, die später in Band XVIII und XIX der 3. Ausgabe der „Werke” W. I. Lenin s Aufnahme fanden (siehe Bd. 21 und 22 der 4. Ausgabe).

  10. W.I. Lenin , „Die proletarische Revolution und der Renegat Kautsky” (siehe „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 28, S. 207-302 [deutsch in „Ausgewählte Werke” in zwei Bänden, Bd. II, S. 411-502]).

  11. W. I. Lenin , „Der ‚linke Radikalismus’, die Kinderkrankheit im Kommunismus” (siehe „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 31, S. 1-97 [deutsch in „Ausgewählte Werke” in zwei Bänden, Bd. II, S.669-757]).

  12. J.W. Stalin hielt in der Sitzung des Orgbüros des ZK der KPR(B) eine Rede im Zusammenhang mit der Erörterung der Frage der Ereignisse in dem Dorf Dymowka (Kreis Nikolajew, Gouvernement Odessa). Am 28. März 1924 wurde in Dymowka von einer Bande verbrecherischer Elemente, die unter dem Einfluss des Kulakentums standen, der Dorfkorrespondent Grigori Malinowski ermordet. Der Beschluss des ZK und der ZKK der KPR(B) über die Ereignisse in Dymowka im Zusammenhang mit der Ermordung des Dorfkorrespondenten Malinowski wurde in Nr. 30 der „Prawda” vom 6. Februar 1925 veröffentlicht.

  13. Gemeint sind der Kulakenaufstand im Gouvernement Tambow in den Jahren 1919-1921 und die von Weißgardisten, Sozialrevolutionären, Menschewiki und Agenten ausländischer Staaten organisierte konterrevolutionäre Meuterei in Kronstadt im März 1921.

  14. Es handelt sich um den konterrevolutionären Aufstand in Georgien am 28. August 1924, der auf Direktive und mit finanzieller Unterstützung der imperialistischen Staaten und der Führer der II. Internationale von Resten der zerschlagenen bürgerlich-nationalistischen Parteien und von der menschewistischen Emigranten“regierung“ Jordanias organisiert worden war. Der Aufstand wurde mit aktiver Unterstützung der georgischen Arbeiter und der werktätigen Bauernschaft am 29. August niedergeschlagen.

  15. Die XIII. Gouvernementskonferenz der Moskauer Organisation der KPR(B) fand vom 24. bis zum 28. Januar 1925 statt. Auf der Konferenz waren 1150 Delegierte anwesend, die 64078 Mitglieder und 30770 Kandidaten der Partei vertraten. Die Konferenz behandelte den Bericht des ZK der KPR(B), den Rechenschaftsbericht des Moskauer Komitees der KPR(B) und das Korreferat des Moskauer Komitees des Lenin schen Kommunistischen Jugendverbands Rußlands, den Bericht über die Arbeit der Moskauer Kontrollkommission, den Haushalt und die Wirtschaftslage des Moskauer Gouvernements, die Frage der Arbeit auf dem Lande und wählte die leitenden Organe. J. W. Stalin ergriff auf der Konferenz zur Frage der Arbeit auf dem Lande das Wort.

  16. Dawesplan - unter dieser Bezeichnung ist das Gutachten bekannt, das von einer internationalen Sachverständigenkommission unter Vorsitz des amerikanischen Finanziers General Dawes über die Frage der Reparationszahlungen Deutschlands abgegeben und am 16. August 1924 auf der Londoner Konferenz der alliierten Staaten bestätigt wurde. (Über den Dawesplan siehe den vorliegenden Band)

  17. Brandler und Thalheimer - Führer der rechtsopportunistischen Gruppe in der Kommunistischen Partei Deutschlands, die in den Jahren 1922-1923 die Führung der KPD innehatten. Die verräterische Politik Brandlers und Thalheimers führte zur Niederlage der Arbeiterklasse Deutschlands während der revolutionären Ereignisse des Jahres 1923. Im April 1924 wurden Brandler und Thalheimer auf dem Frankfurter Parteitag der KPD von der Führung der Kommunistischen Partei Deutschlands entfernt. Der V. Kongress der Komintern (1924) verurteilte die Kapitulantenlinie der Gruppe Brandler-Thalheimer. 1929 wurden Brandler und Thalheimer wegen parteifeindlicher fraktioneller Tätigkeit aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen.

  18. Gemeint ist der Prozess in Sachen des „Konzerns der Gebrüder Barmat” zu Beginn des Jahres 1925. Während des Prozesses wurden prominente Führer der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands mit Wels an der Spitze entlarvt, die von dem Konzern große Bestechungsgelder erhalten hatten; ferner wurde aufgedeckt, dass sie während der Reichstagswahlen im Dezember 1924 Mittel des Konzerns und mit ihm verbundener Banken für den Kampf gegen die Kommunistische Partei Deutschlands verwendet hatten.

  19. Kuomintang - politische Partei in China, im Jahre 1912 von Sun Yat-sen zum Kampf für die Republik und die nationale Unabhängigkeit des Landes gegründet. Sun Yat-sen starb am 12. März 1925. In seinem Vermächtnis rief Sun Yat-sen die Kuomintang auf, das Bündnis mit der Kommunistischen Partei Chinas und die Freundschaft zur Sowjetunion zu wahren und die nationale Befreiungsbewegung der Arbeiter und Bauern Chinas zu verbreitern. In der Periode der Entwicklung der Revolution in China in den Jahren 1925-1927 verriet der rechte Flügel der Kuomintang mit Tschiang Kai-schek an der Spitze das Vermächtnis Sun Yat-sens. Im Bündnis mit den Imperialisten ausländischer Staaten führte er den Kampf gegen die von der Kommunistischen Partei geführten demokratischen Kräfte Chinas.

  20. Die Amsterdamer Vereinigung (Amsterdamer Gewerkschaftsinternationale) wurde im Juli 1919 auf einem internationalen Kongress in Amsterdam gegründet. Ihr gehörten die reformistischen Gewerkschaften einer Reihe von Ländern Westeuropas und der USA an. Die Mitgliederzahl der Vereinigung erreichte im Jahre 1919 24 Millionen, sank bis Ende 1923 aber auf 16 Millionen. In den folgenden Jahren gingen der Einfluss der Amsterdamer Vereinigung und die Zahl ihrer Mitglieder ständig zurück. Die Amsterdamer Vereinigung stellte ihre Tätigkeit während des zweiten Weltkriegs faktisch ein. Im Zusammenhang mit der Gründung des Weltgewerkschaftsbundes wurde die Amsterdamer Vereinigung im Dezember 1945 aufgelöst.

  21. Die tschechoslowakische Kommission wurde auf dem V. erweiterten Plenum des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale, das vom 21. März bis zum 6. April 1925 in Moskau stattfand, gebildet. Das Plenum behandelte die Fragen: die internationalen Perspektiven und die Bolschewisierung der kommunistischen Parteien, der Kampf für die Einheit der Weltgewerkschaftsbewegung, die Bauernfrage, die Diskussion in der KPR(B), die Fragen einzelner Sektionen u. a. Auf dem Plenum wurden eine politische, eine tschechoslowakische, eine jugoslawische Kommission und andere Kommissionen gebildet. J.W. Stalin wurde in die politische und die tschechoslowakische Kommission gewählt. Am 30. März hielt J.W. Stalin in der jugoslawischen Kommission eine Rede zur nationalen Frage in Jugoslawien (siehe den vorliegenden Band).

  22. Siehe J. W. Stalin, „Marxismus und nationale Frage” („Werke", Bd. 2, 5.290-367 [deutsche Ausgabe S. 266-3331).

  23. Siehe W. I. Lenin , „Über das Recht der Nationen auf Selbstbestimmung” („Werke", 4. Ausgabe, Bd. 20, S. 365-424 [deutsch in „Ausgewählte Werke” in zwei Bänden, Bd. 1, S. 671-7281).

  24. Die erste Unionskonferenz der proletarischen Studentenschaft fand vom 13. bis zum 17. April 1925 in Moskau statt. Auf der Konferenz waren etwa 300 Delegierte anwesend, die 250000 Studenten der Hochschulen, Techniken und Arbeiterfakultäten vertraten. Die Konferenz behandelte die Fragen: die internationale und innere Lage der UdSSR, die Gewerkschaften und die Studentenschaft, den Rechenschaftsbericht über die Tätigkeit des Zentralbüros der proletarischen Studentenschaft, die Arbeit der Hauptverwaltungen für Berufsausbildung der RSFSR und der Ukrainischen SSR, die Verbindung der Hochschulen mit der Produktion. J.W. Stalin hatte am 13. April eine Unterredung mit einer Delegation der Konferenz und schickte am 15. April an die Konferenz das in diesem Band veröffentlichte Schreiben.

  25. Die XIV. Konferenz der KPR(B) fand vom 27. bis zum 29. April 1925 in Moskau statt. Die Konferenz behandelte die Fragen: über den Parteiaufbau, über das Genossenschaftswesen, über die einheitliche landwirtschaftliche Steuer, über die Metallindustrie, über die revolutionäre Gesetzlichkeit, über die Aufgaben der Komintern und der KPR(B) im Zusammenhang mit dem erweiterten Plenum des EKKI. (Die Beschlüsse der Konferenz siehe in „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK”, Teil II, 1941, S. 4-31, russ.)

  26. W.I. Lenin , „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus” (siehe „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 22, S. 173-290 [deutsch in „Ausgewählte Werke” in zwei Bänden, Bd. I, S. 767-875]).

  27. Die Wahl des Feldmarschalls Hindenburg, des eingefleischten Monarchisten und Wortführers des deutschen Imperialismus und Militarismus, zum Reichspräsidenten fand am 26. April 1925 statt.

  28. Am 16. April 1925 erfolgte eine Explosion in der Kathedrale „Swjataja Nedelja” in Sofia, in der sich zu dieser Zeit Mitglieder der faschistischen Regierung Bulgariens mit Zankoff an der Spitze befanden. Zankoff sandte an die USA eine verleumderische Erklärung, in der er die Sowjetregierung beschuldigte, den Sprenganschlag inspiriert zu haben. Die reaktionäre ausländische Presse entfaltete eine Kampagne gegen die UdSSR und forderte von ihren Regierungen eine Revidierung der Beziehungen zur Sowjetunion. Der III. Sowjetkongress der UdSSR, der im Mai 1925 stattfand, wies in seinem anlässlich der bestialischen Hinmordung der besten Vertreter des bulgarischen Volkes durch die Regierung Zankoffs an die Werktätigen der ganzen Welt gerichteten Aufruf die verleumderischen Ausfälle gegen die Sowjetunion zurück.

  29. Gemeint sind die Thesen über die Bolschewisierung der Parteien der Kommunistischen Internationale, die auf dem V. erweiterten Plenum des Exekutivkomitees der Komintern, das vom 21. März, bis zum 6. April 1925 in Moskau stattfand, angenommen wurden.

  30. Es handelt sich um die Festlegung der nationalen Staatsgrenzen der Sowjetrepubliken Mittelasiens (Turkestan, Buchara, Choresm), die 1924 durchgeführt wurde. Im Ergebnis der Festlegung der nationalen Grenzen wurden gebildet: die Turkmenische SSR, die Usbekische SSR, die Tadshikische ASSR im Rahmen der Usbekischen SSR, das Kara-Kirgisische Autonome Gebiet (später Kirgisische SSR) im Rahmen der RSFSR und das Kara-Kalpakische Autonome Gebiet im Rahmen der Kirgisischen ASSR (später der Kasachischen SSR). Der III. Sowjetkongress der UdSSR nahm im Mai 1925 die Usbekische und die Turkmenische Sozialistische Sowjetrepublik in die UdSSR auf und nahm entsprechende Abänderungen in der Verfassung der UdSSR vor. Die Festlegung der nationalen Staatsgrenzen der Sowjetrepubliken Mittelasiens wurde unter unmittelbarer Leitung J. W. Stalins durchgeführt.

  31. Siehe W. I. Lenin s Artikel „Kritische Bemerkungen zur nationalen Frage” („Werke", 4. Ausgabe, Bd. 20, S. 1-34, russ.).

  32. Es handelt sich uni den bewaffneten Aufstand der Arbeiter in Reval (Tallin) am 1. Dezember 1924. Anlass zu dem Aufstand war ein Ende November 1924 in einem Verfahren gegen 149 politische Häftlinge, die der kommunistischen Propaganda beschuldigt wurden, gefälltes Urteil des estnischen Gerichts. Nach diesem Urteil wurden die meisten der Angeklagten zu langjähriger und 39 zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurteilt, der Führer der estnischen Arbeiter, Tomp, wurde erschossen. Der Aufstand wurde von der reaktionären estnischen Regierung grausam niedergeschlagen.

  33. „Komsomolskaja Prawda” - Tageszeitung, Organ des Zentralkomitees und des Moskauer Komitees des Lenin schen Kommunistischen Jugendverbands der Sowjetunion; erscheint seit Mai 1925 auf Grund der Beschlüsse des XIII. Parteitags der KPR(B) und des VI. Kongresses des Lenin schen Kommunistischen Jugendverbands Rußlands.

  34. „Poslednije Tlowosti” (Letzte Neuigkeiten) - Tageszeitung der kadettischen weißen Emigranten; erschien in Paris seit April 1920. Redakteur der Zeitung war der Führer der Kadetten P. N. Miljukow.

  35. Der III. Sowjetkongress der UdSSR fand vom 13. bis zum 20. Mai 1925 in Moskau statt. Der Kongress behandelte die Fragen: die Aufnahme der Turkmenischen und der Usbekischen Sozialistischen Sowjetrepublik in die UdSSR, den Rechenschaftsbericht der Regierung der UdSSR, die Lage der Industrie in der UdSSR, Fragen des Sowjetaufbaus, Maßnahmen zur Hebung und Festigung der bäuerlichen Wirtschaft, Fragen der Roten Armee u. a. Das Referat zu den Fragen des Sowjetaufbaus hielt auf dem Kongress M.I. Kalinin.

  36. Es handelt sich um das V. erweiterte Plenum des Exekutivkomitees der Komintern, das vom 21. März bis zum 6. April 1925 in Moskau stattfand. (Die Rede J. W. Stalins über die tschechoslowakische Kommunistische Partei in der Sitzung der tschechoslowakischen Kommission des V. erweiterten Plenums des EKKI siehe in dem vorliegenden Band.)

  37. Siehe W. I. Lenin , „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 32, S.308-343 [deutsch in „Ausgewählte Werke” in zwei Bänden, Bd. 11, 5.825-861].

  38. Gemeint ist der gegen den französischen Imperialismus geführte nationale Befreiungskrieg der Rifkabylen in Marokko, der im Frühjahr 1925 begann. Nach der Niederlage der spanischen Okkupationsarmee in Marokko im Herbst 1924 beschloss Frankreich, die spanische Zone von Marokko, das Rifgebiet, an sich zu reißen, und provozierte den Krieg. Im Frühjahr und Sommer 1925 brachten die Rifkabylen den Franzosen eine Reihe ernster Niederlagen bei. Erst nach Abschluss eines Militärbündnisses zwischen Frankreich und Spanien gelang es ihren Truppen im Mai 1926, die Rifkabylen zu schlagen.

  39. Es handelt sich um die Einmischung des englisch-amerikanischen und japanischen Imperialismus in die inneren Angelegenheiten Chinas in der zweiten Hälfte des Jahres 1924. Im Süden Chinas unterstützten die Engländer mit ihren Seestreitkräften die Meuterei der konterrevolutionären Kaufmannschaft von Kanton gegen die revolutionäre Kantoner Regierung, an deren Spitze Sun Yat-sen stand. Im Norden entfesselten die englisch-amerikanischen und japanischen Imperialisten einen Krieg zwischen ihren Strohmännern, den chinesischen Generalen Wu Pei-fu auf der einen und Tschang Tso-lin auf der anderen Seite, um China aufzuteilen. Die Intervention rief einen machtvollen Aufschwung des nationalen Befreiungskampfes in China hervor, der zur Revolution der Jahre 1925-1927 führte.

  40. „Bolschewik” - theoretische und politische Halbmonatsschrift des ZK der KPdSU(B), die seit April 1924 erscheint.

  41. Der V. Kongress der Komintern fand vom 17. Juni bis zum 8. Juli 1924 in Moskau statt. D. S. Manuilski hielt am 30. Juni auf dem Kongress ein Referat zur nationalen Frage.

  42. Siehe W. I. Lenin , „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 22, S.306-344 (russ.).

  43. Siehe K. Marx und F. Engels, „Manifest der Kommunistischen Partei”, 1939, S.75-97, Anhang [deutsch in „Gesamtausgabe”, Berlin 1932, Erste Abteilung, Bd. 6, S. 503-522].

  44. Ruth Fischer und Maslow - Führer einer trotzkistischen Gruppe in der Kommunistischen Partei Deutschlands. Auf dem Frankfurter Parteitag der KPD im April 1924 bemächtigte sich, nachdem die bankrotte rechtsopportunistische Gruppe Brandler-Thalheimer von der Führung der KPD entfernt worden war, die Gruppe Ruth Fischer - Maslow der Führung in dem neu gewählten ZK der KPD. Im Herbst 1925 wurden Ruth Fischer und Maslow samt ihren Anhängern von den leitenden Posten in der KPD abgesetzt und 1926 als Agenten des Klassenfeindes aus der Partei ausgeschlossen. An die Spitze der Führung der KPD war Ernst Thälmann getreten.

  45. Der VI. Kongress des Lenin schen Kommunistischen Jugendverbands Rußlands fand vom 12. bis zum 18. Juli 1924 in Moskau statt. Der Kongress behandelte die Fragen: die Umbenennung des Kommunistischen Jugendverbands Rußlands in Lenin scher Kommunistischer Jugendverband Rußlands, die politische Lage und die Aufgaben der Jugend, den Rechenschaftsbericht der Delegation des Lenin schen Kommunistischen Jugendverbands Rußlands im Exekutivkomitee der Kommunistischen Jugendinternationale, den Rechenschaftsbericht des ZK des Lenin schen Kommunistischen Jugendverbands Rußlands, die Perspektiven der Arbeit von Jugendlichen und die Aufgaben der Arbeit des Lenin schen Kommunistischen Jugendverbands auf wirtschaftlichem Gebiet, die Arbeit des Lenin schen Kommunistischen Jugendverbands auf dem Lande, die Arbeit des Lenin schen Kommunistischen Jugendverbands in der Roten Armee und Flotte u. a. Der VI. Kongress des Lenin schen Kommunistischen Jugendverbands Rußlands schloss sich den Beschlüssen des XIII. Parteitags der KPR(B) an und verurteilte die opportunistische Theorie der Neutralität des Kommunistischen Jugendverbands im Kampf gegen parteifeindliche Abweichungen. (Die Beschlüsse des VI. Kongresses des Lenin schen Kommunistischen Jugendverbands Rußlands siehe in „Resolutionen und Beschlüsse des VI. Unionskongresses des Lenin schen Kommunistischen Jugendverbands Rußlands”, Moskau 1924, russ.)

  46. W.I. Lenin , „Plan und Konspekte für die Broschüre ‚über die Naturalsteuer’” (siehe „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 32, S.302, russ.).

  47. W.I. Lenin , Ansprache bei der Schließung des XI. Parteitags der KPR(B) am 2. April 1922 (siehe „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 33, S. 291 [deutsch in „Ausgewählte Werke” in zwei Bänden, Bd. II, S. 958]).

  48. Die XXII. Gouvernementskonferenz der Lenin grader Organisation der KPR(B) fand vom 1. bis zum 10. Dezember 1925, kurz vor dem XIV. Parteitag statt. Der hier veröffentlichte Brief J. W. Stalins wurde am 8. Dezember 1925 auf einer geschlossenen Sitzung der Konferenz verlesen.

  49. Die XIV. Moskauer Gouvernementsparteikonferenz fand vom 5. bis zum 13. Dezember 1925, kurz vor dem XIV. Parteitag statt. In der Resolution zu dem Bericht des ZK der KPR(B) billigte die Konferenz die politische und organisatorische Arbeit des ZK der KPR(B).

  50. Der XIV. Parteitag der KPdSU(B) tagte in Moskau vom 18. bis zum 31. Dezember 1925. Der Parteitag erörterte den politischen und den organisatorischen Rechenschaftsbericht des Zentralkomitees, die Rechenschaftsberichte der Revisionskommission, der ZKK, der Vertretung der KPR(B) im Exekutivkomitee der Komintern sowie Berichte über die Arbeit der Gewerkschaften, über die Arbeit des Kommunistischen Jugendverbands, über Abänderungen am Parteistatut und andere Fragen. Der Parteitag billigte voll und ganz die politische und organisatorische Linie des Zentralkomitees und zeichnete den Weg des weiteren Kampfes für den Sieg des Sozialismus vor, er bestätigte die auf die sozialistische Industrialisierung des Landes gerichtete Generallinie der Partei, wies die Kapitulantenpläne der Oppositionellen zurück und beauftragte das ZK, alle Versuche, die Einheit der Partei zu untergraben, entschlossen zu bekämpfen. Der XIV. Parteitag der KPdSU(B) ist in die Geschichte der Partei eingegangen als der Parteitag der Industrialisierung. Er stand im Zeichen des Kampfes gegen die „neue Opposition”, die die Möglichkeit, in der UdSSR den Sozialismus zu errichten, in Abrede stellte. Auf Beschluss des XIV. Parteitags änderte die Partei ihren Namen in Kommunistische Partei der Sowjetunion (Bolschewiki) - KPdSU(B). (Über den XIV. Parteitag der KPdSU(B) siehe „Geschichte der KPdSU(B), Kurzer Lehrgang”, S. 263-266 [deutsche Ausgabe, Berlin 1951, S. 343 bis 3471.)

  51. Die Konferenz von Locarno (Schweiz) tagte vom 5. bis zum 16. Oktober 1925. Vertreten waren Großbritannien, Frankreich, Italien, Belgien, Polen, die Tschechoslowakei und Deutschland. (über die Konferenz von Locarno siehe den vorliegenden Band, 5.2731274 [deutsche Ausgabe S. 23712381.)

  52. In Genua (Italien) tagte vom 10. April bis zum 19. Mai 1922 eine internationale Wirtschaftskonferenz, an der auf der einen Seite England, Frankreich, Italien, Belgien, Japan und andere kapitalistische Staaten, auf der anderen Seite Sowjetrußland teilnahmen. Die Konferenz in Genua wurde einberufen, um die Beziehungen zwischen der kapitalistischen Welt und Sowjetrußland zu klären. Bei Eröffnung der Konferenz entwickelte die Sowjetdelegation ein groß angelegtes Programm für den Wiederaufbau Europas und legte das Projekt einer allgemeinen Abrüstung vor. Die Anträge der Sowjetdelegation wurden von der Konferenz nicht angenommen.

  53. Am 2. Dezember 1922 trat auf Einladung der Sowjetregierung in Moskau eine Konferenz von Vertretern der westlichen Nachbarstaaten (Estlands, Finnlands, Lettlands, Polens und Litauens) zusammen, denen sie einen Plan proportioneller Rüstungseinschränkung zur Erörterung unterbreitete. Am 27. Dezember 1922 bekräftigte der X. Allrussische Sowjetkongress in einem Aufruf „An alle Völker der Welt” die Linie der von der Sowjetregierung vertretenen Friedenspolitik und forderte alle Werktätigen der Welt auf, diese Linie zu unterstützen. Im Februar 1924 brachte der Vertreter der Sowjetunion auf der Flottenkonferenz in Rom einen konkreten Antrag auf Einschränkung der Rüstungen zur See ein.

ENDE BAND 7

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