"Stalin"

Werke

Band 8

ÜBER DIE
WIRTSCHAFTLICHE LAGE DER SOWJETUNION
UND DIE POLITIK DER PARTEI

V
KADER VON BAUMEISTERN DER INDUSTRIE
MÜSSEN HERANGEBILDET WERDEN

Ich habe vom Kurs auf die Industrialisierung gesprochen. Ich habe von den Wegen zur Akkumulation von Reserven für die Entfaltung der Industrialisierung gesprochen. Ich habe schließlich von den Mitteln gesprochen, die wir haben, um die akkumulierten Reserven rationell für die Bedürfnisse der Industrie verwenden zu können. Aber all das reicht noch nicht aus, Genossen. Um die Direktive der Partei über die Industrialisierung unseres Landes durchführen zu können, ist neben allem anderen erforderlich, Kader neuer Menschen, Kader neuer Baumeister der Industrie heranzubilden.

Keine Aufgabe, und insbesondere keine so große Aufgabe wie die Industrialisierung unseres Landes, kann ohne lebendige Menschen durchgeführt werden, ohne neue Menschen, ohne Kader neuer Baumeister. Früher, in der Periode des Bürgerkriegs, brauchten wir besonders Kommandeurkader zum Aufbau der Armee und zur Führung des Krieges, Regiments- und Brigadekommandeure, Divisions- und Korpskommandeure. Ohne diese neuen Kommandeurkader, die aus der Masse des Volkes gekommen und dank ihren Fähigkeiten emporgestiegen sind, hätten wir keine Armee aufbauen können, hätten wir unsere zahlreichen Feinde nicht besiegen können. Sie, diese neuen Kommandeurkader, haben damals unsere Armee und unser Land gerettet, natürlich mit der allgemeinen Unterstützung der Arbeiter und Bauern. Aber jetzt leben wir in der Periode des Aufbaus der Industrie. Jetzt sind wir von den Fronten des Bürgerkriegs zur Front der Industrie übergegangen. Dementsprechend brauchen wir jetzt neue Kommandeurkader für die Industrie, tüchtige Fabrik- und Werkdirektoren, tüchtige Trustleiter, sachkundige Kaufleute, gescheite Planwirtschaftler für den Aufbau der Industrie. Jetzt müssen wir neue Regiments- und Brigadekommandeure, Divisions- und Korpskommandeure für die Wirtschaft, für die Industrie heranbilden. Ohne diese Kader können wir keinen Schritt vorankommen.

Daher besteht die Aufgabe darin, zahlreiche Kader von Baumeistern der Industrie aus den Reihen der Arbeiter und der Sowjetintelligenz heranzubilden, derselben Sowjetintelligenz, die ihr Geschick mit dem Geschick der Arbeiterklasse verbunden hat und gemeinsam mit uns das sozialistische Fundament unserer Wirtschaft aufbaut.

Die Aufgabe besteht darin, solche Kader heranzubilden und in den Vordergrund zu rücken, wobei ihnen jede nur mögliche Unterstützung erwiesen werden muss.

Bei uns ist es in der letzten Zeit üblich geworden, auf die Wirtschaftler als auf korrupte Elemente einzuhauen, wobei man häufig geneigt ist, Einzelerscheinungen negativer Art auf alle Kader der Wirtschaftler auszudehnen. Manch einer, dem es gerade einfällt, hält es des Öfteren für nötig, den Wirtschaftlern Hiebe zu versetzen, sie aller möglichen Todsünden zu bezichtigen. Diese hässliche Angewohnheit muss man ablegen, Genossen, ein für allemal. Man muss begreifen, dass es überall schwarze Schafe gibt. Man muss begreifen, dass die Aufgabe der Industrialisierung unseres Landes und der Förderung neuer Kader von Baumeistern der Industrie nicht erheischt, dass man die Wirtschaftler prügelt, sondern im Gegenteil, dass man sie beim Aufbau unserer Industrie mit allen Mitteln unterstützt. Die Wirtschaftler mit einer Atmosphäre des Vertrauens und der Unterstützung zu umgeben, ihnen zu helfen, neue Menschen, Baumeister der Industrie, heranzubilden, und den Posten eines Baumeisters der Industrie zu einem Ehrenposten im sozialistischen Aufbau zu machen - das ist die Richtung, in der unsere Parteiorganisationen jetzt arbeiten müssen.

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