"Stalin"

Werke

Band 8

F. DZIERZYNSKI

(Zum Tode F. Dzierzynski)

Nach Frunse - Dzierzynski.

Die alte Lenin sche Garde hat wieder einen der besten Führer und Kämpfer verloren. Die Partei hat wieder einen unersetzlichen Verlust erlitten.

Wenn man sich jetzt, an der Bahre, den ganzen Weg ins Gedächtnis ruft, den Genosse Dzierzynski zurückgelegt hat - Gefängnisse, Zwangsarbeit, Verbannung, Außerordentliche Kommission zum Kampf gegen die Konterrevolution, Wiederherstellung des zerrütteten Verkehrswesens, Aufbau der jungen sozialistischen Industrie - so möchte man dieses mit rastloser Tätigkeit ausgefüllte Leben mit einem Wort charakterisieren und sagen: Es glich einer LODERNDEN FLAMME.

Die Oktoberrevolution stellte ihn auf einen schweren Posten - auf den Posten des Leiters der Außerordentlichen Kommission zum Kampf gegen die Konterrevolution. Die Bourgeoisie kannte keinen verhassteren Namen als den Namen Dzierzynskis, der die Schläge der Feinde der proletarischen Revolution mit stählerner Faust abwehrte. „Schrecken der Bourgeoisie” - so wurde Genosse Felix Dzierzynski damals genannt.

Nach Anbruch der „friedlichen Periode” setzt Genosse Dzierzynski seine rastlose Tätigkeit fort. Mit flammender Hingabe ist Genosse Dzierzynski bei der Arbeit, als er das zerrüttete Verkehrswesen in Gang bringt, mit flammender Hingabe arbeitet er später als Vorsitzender des Obersten Volkswirtschaftsrats am Aufbau unserer Industrie. Er kennt weder Rast noch Ruhe, scheut keine noch so schwere Arbeit, kämpft kühn gegen die Schwierigkeiten und überwindet sie; er stellt all seine Kraft, all seine Energie in den Dienst der Sache, mit der ihn die Partei betraut hat - so erlosch seine lodernde Lebensflamme mitten in der Arbeit, einer Arbeit, die nur den Interessen des Proletariats, dem Siege des Kommunismus galt.

Wir nehmen Abschied von Dir, Held des Oktobers! Wir nehmen Abschied von Dir, getreuer Sohn der Partei!

Wir nehmen Abschied von Dir, Baumeister der Einheit und der Macht unserer Partei!

J. Stalin

22. Juli 1926.

"Prawda" 166,
22. Juli 1926.

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