"Stalin"

Werke

Band 8

ÜBER DEN OPPOSITIONSBLOCK IN DER KPdSU(B)

Thesen zur XV. Unionskonferenz der KPdSU(B),
angenommen von der Konferenz und bestätigt
vom ZK der KPdSU(B)[75]

Charakteristisch für die Periode, in der wir jetzt leben, ist, dass einerseits der Kampf zwischen den kapitalistischen Staaten und unserem Lande, anderseits der Kampf zwischen den sozialistischen Elementen und den kapitalistischen Elementen innerhalb unseres Landes komplizierter geworden ist.

Wenn die Versuche des Weltkapitals, unser Land ökonomisch einzukreisen, es politisch zu isolieren, es in verkappter Form zu blockieren und schließlich sich für die von den Arbeitern der UdSSR den kämpfenden Arbeitern des Westens und den unterdrückten Völkern des Ostens erwiesene Hilfe direkt zu rächen, Schwierigkeiten äußeren Charakters hervorrufen, so ruft der Übergang unseres Landes von der Wiederherstellungsperiode zur Periode der Umgestaltung der Industrie auf der Grundlage der modernen Technik und der im Zusammenhang damit komplizierter werdende Kampf zwischen den kapitalistischen und den sozialistischen Elementen unserer Wirtschaft Schwierigkeiten inneren Charakters hervor.

Die Partei sieht diese Schwierigkeiten und besitzt die Möglichkeit, sie zu überwinden. Die Partei ist bereits dabei, mit Unterstützung der Millionenmassen des Proletariats diese Schwierigkeiten zu überwinden, und führt das Land mit sicherer Hand auf dem Wege zum Sozialismus. Aber nicht alle Teile unserer Partei glauben an die Möglichkeit einer weiteren stetigen Vorwärtsbewegung. Gewisse, allerdings zahlenmäßig geringe, Teile unserer Partei schrecken vor den Schwierigkeiten zurück, sind von Müdigkeit und Schwankungen befallen, geraten in Verzweiflung und nähren Verfallsstimmungen, lassen sich vom Unglauben an die schöpferischen Kräfte des Proletariats anstecken und verfallen der Ideologie des Kapitulantentums.

In diesem Sinne erinnert die gegenwärtige Periode der Wende in gewissem Maße an die Periode der Wende vom Oktober 1917. Ebenso wie damals, im Oktober 1917, die komplizierte Situation und die Schwierigkeiten des Übergangs von der bürgerlichen Revolution zur proletarischen Revolution bei einem Teil der Partei Schwankungen, Defätismus und Unglauben an die Möglichkeit, dass das Proletariat die Macht ergreifen und sie behaupten kann (Kamenew, Sinowjew), hervorriefen, ebenso rufen die Schwierigkeiten des Übergangs zu einer neuen Phase des sozialistischen Aufbaus auch jetzt, in der gegenwärtigen Periode der Wende, in gewissen Kreisen unserer Partei Schwankungen, Unglauben an die Möglichkeit des Sieges der sozialistischen Elemente unseres Landes über die kapitalistischen Elemente, Unglauben an die Möglichkeit des siegreichen Aufbaus des Sozialismus in der UdSSR hervor.

Der Oppositionsblock ist der Ausdruck dieser Verfallsstimmungen, dieser defätistischen Stimmungen in den Reihen eines Teils unserer Partei.

Die Partei sieht die Schwierigkeiten und besitzt die Möglichkeit, sie zu überwinden. Um diese Schwierigkeiten aber bewältigen zu können, müssen vor allem die Verfallsstimmungen und die defätistische Ideologie, die in den Reihen eines Teils der Partei herrschen, überwunden werden.

Der Oppositionsblock, der sich in seinem Dokument vom 16.Oktober 1926 von der Fraktionsmacherei lossagt und sich von den offenkundig menschewistischen Gruppierungen innerhalb und außerhalb der KPdSU(B) abgrenzt, erklärt gleichzeitig, dass er auf seinen alten prinzipiellen Positionen verharrt, sich von seinen prinzipiellen Fehlern nicht lossagt und diese falschen Ansichten im Rahmen des Parteistatuts verteidigen wird.

Daraus folgt, dass der Oppositionsblock auch künftighin gedenkt, Verfallsstimmungen und Kapitulantentum zu nähren, dass er auch künftighin gedenkt, in der Partei seine falschen Ansichten zu propagieren.

Deshalb besteht die nächste Aufgabe der Partei darin, die prinzipielle Haltlosigkeit der grundlegenden Ansichten des Oppositionsblocks aufzudecken, ihre Unvereinbarkeit mit den Grundlagen des Lenin ismus klar aufzuzeigen und einen entschiedenen ideologischen Kampf gegen die prinzipiellen Fehler des Oppositionsblocks zu führen, mit dem Ziel, sie restlos zu überwinden.

I
DER ÜBERGANG DER „NEUEN OPPOSITION” ZUM
TROTZKISMUS IN DER GRUNDLEGENDEN FRAGE,
IN DER FRAGE DES CHARAKTERS UND DER
PERSPEKTIVEN UNSERER REVOLUTION

Die Partei geht davon aus, dass unsere Revolution eine sozialistische Revolution ist, dass die Oktoberrevolution nicht nur Signal, Anstoß und Ausgangspunkt für die sozialistische Revolution im Westen ist, sondern dass sie gleichzeitig erstens die Basis für die weitere Entfaltung der internationalen revolutionären Bewegung ist und zweitens die Übergangsperiode vom Kapitalismus zum Sozialismus in der UdSSR (Diktatur des Proletariats) eröffnet, in deren Verlauf das Proletariat, bei einer richtigen Politik gegenüber der Bauernschaft, die vollendete sozialistische Gesellschaft erfolgreich aufbauen kann und wird, vorausgesetzt natürlich, dass die Macht der internationalen revolutionären Bewegung einerseits und die Macht des Proletariats der UdSSR anderseits groß genug sein werden, um die UdSSR vor einer militärischen Intervention des Imperialismus zu schützen.

Der Trotzkismus hat über den Charakter und die Perspektiven unserer Revolution völlig andere Ansichten. Obgleich der Trotzkismus im Oktober 1917 mit der Partei mitging, ging er und geht er auch weiter davon aus, dass unsere Revolution an und für sich, dem Wesen der Sache nach, keine sozialistische Revolution sei, dass die Oktoberrevolution nur Signal, Anstoß und Ausgangspunkt für die sozialistische Revolution im ‘Westen sei, dass, wenn sich die Weltrevolution verzögert und die siegreiche sozialistische Revolution im Westen nicht in allernächster Zeit erfolgt, die proletarische Macht in Rußland zusammenbrechen oder (was ein und dasselbe ist) unter dem Druck unvermeidlicher Zusammenstöße zwischen Proletariat und Bauernschaft entarten müsse.

Während die Partei bei der Organisierung der Oktoberrevolution davon ausging, dass „der Sieg des Sozialismus ursprünglich in wenigen kapitalistischen Ländern oder sogar in einem einzeln genommenen Lande möglich ist”, dass „das siegreiche Proletariat dieses Landes sich nach Enteignung der Kapitalisten und nach Organisierung der sozialistischen Produktion im eigenen Lande der übrigen, der kapitalistischen Welt entgegenstellen” kann und muss „und die unterdrückten Klassen der anderen Länder auf seine Seite ziehen, in ihnen den Aufstand gegen die Kapitalisten entfachen und im Notfall sogar mit Waffengewalt gegen die Ausbeuterklassen und ihre Staaten vorgehen würde” ( Lenin , 4. Ausgabe, Bd. 21, S. 311 [deutsch in „Ausgewählte Werke” in zwei Bänden, Bd. I, S. 753]), ging der Trotzkismus, als er in der Periode des Oktober mit den Bolschewiki zusammenarbeitete, umgekehrt davon aus, dass „es aussichtslos wäre, zu glauben..., dass zum Beispiel ein revolutionäres Rußland einem konservativen Europa gegenüber sich behaupten könnte” (Trotzki, Bd. III, Teil 1, S. 90, „Das Friedensprogramm”, erstmalig im August 1917 erschienen).

Während die Partei davon ausgeht, dass die Sowjetunion „alles” hat, was „notwendig und hinreichend ist”, „um die vollendete sozialistische Gesellschaft zu errichten” ( Lenin „Über das Genossenschaftswesen“), geht der Trotzkismus umgekehrt davon aus, dass „ein wirklicher Aufschwung der sozialistischen Wirtschaft in Rußland erst nach dem Siege des Proletariats in den wichtigsten Ländern Europas möglich sein wird” (Trotzki, Bd. III, Teil 1, S.93, „Nachwort” zum „Friedensprogramm”, geschrieben 1922).

Während die Partei von folgendem ausgeht: „10-20 Jahre richtiger Beziehungen zur Bauernschaft, und der Sieg ist im Weltmaßstab gesichert” ( Lenin , Plan für die Broschüre „Über die Naturalsteuer“ [76]), geht der Trotzkismus umgekehrt davon aus, dass das Proletariat vor dem Sieg der Weltrevolution keine richtigen Beziehungen zur Bauernschaft haben kann, dass das Proletariat, nachdem es die Macht ergriffen hat, „in feindliche Zusammenstöße nicht nur mit allen Gruppierungen der Bourgeoisie geraten wird, die es im Anfang seines revolutionären Kampfes unterstützt haben, sondern auch mit den breiten Massen der Bauernschaft, mit deren Beihilfe es zur Macht gekommen ist”, dass „die Widersprüche in der Stellung der Arbeiterregierung in einem rückständigen Lande mit einer erdrückenden Mehrheit bäuerlicher Bevölkerung nur im internationalen Maßstab, in der Arena der Weltrevolution des Proletariats ihre Lösung werden finden können”. (Trotzki, „Vorwort” zu dem Buch „1905”, geschrieben 1922.)

Die Konferenz stellt fest, dass diese Anschauungen Trotzkis und seiner Gesinnungsgenossen über die grundlegende Frage, die Frage des Charakters und der Perspektiven unserer Revolution, mit den Anschauungen unserer Partei, mit dem Lenin ismus, nichts gemein haben.

Die Konferenz ist der Ansicht, dass solche Anschauungen den Prinzipien des wirklichen Internationalismus und der Grundlinie der Kommunistischen Internationale widersprechen, da sie die historische Rolle und die Bedeutung unserer Revolution als Basis für die weitere Entwicklung der internationalen revolutionären Bewegung herabsetzen, den Willen des sowjetischen Proletariats zum weiteren Aufbau des Sozialismus schwächen und somit die Entfaltung der Kräfte der internationalen Revolution behindern.

Die Konferenz ist der Ansicht, dass diese Anschauungen Trotzkis und seiner Gesinnungsgenossen eine direkte Annäherung an die Anschauungen der Sozialdemokratie sind, wie sie von ihrem jetzigen Führer, Otto Bauer, vertreten werden, der behauptet, dass „in Rußland, wo das Proletariat nur eine kleine Minderheit der Nation darstellt, das Proletariat seine Herrschaft nur vorübergehend behaupten kann”, dass „es sie wieder verlieren muss, sobald die bäuerliche Masse der Nation kulturell reif genug wird, selbst die Herrschaft zu übernehmen”, dass „die vorübergehende Herrschaft des industriellen Sozialismus im agrarischen Rußland nur ein Flammenzeichen ist, das das Proletariat des industriellen Westens zum Kampfe ruft”, dass „erst die Eroberung der politischen Macht durch das Proletariat des industriellen Westens die dauernde Herrschaft des industriellen Sozialismus” in Rußland „begründen kann”. (Siehe O. Bauer, „Bolschewismus oder Sozialdemokratie?”, in deutscher Sprache.)

Die Konferenz beurteilt deshalb dergleichen Anschauungen Trotzkis und seiner Gesinnungsgenossen als sozialdemokratische Abweichung in unserer Partei in der grundlegenden Frage, in der Frage des Charakters und der Perspektiven unserer Revolution.

Die wichtigste Tatsache in der Entwicklung der innerparteilichen Beziehungen in der KPdSU(B) nach dem XIV. Parteitag (der die grundsätzlichen Anschauungen der „neuen Opposition” verurteilt hat) ist der Umstand, dass die „neue Opposition” (Sinowjew, Kamenew), die früher gegen den Trotzkismus, gegen die sozialdemokratische Abweichung in unserer Partei gekämpft hat, auf die ideologischen Positionen des Trotzkismus übergegangen ist, dass sie ihre früheren Positionen, die Positionen der gesamten Partei, vollständig und restlos aufgegeben hat und zum Trotzkismus hinübergewechselt ist und sich jetzt mit dem gleichen Feuereifer für den Trotzkismus einsetzt, mit dem sie früher gegen den Trotzkismus auftrat.

Für den Übergang der „neuen Opposition” auf die Seite des Trotzkismus waren zwei Hauptmomente bestimmend:

a) die Müdigkeit, die Schwankungen, die dem Proletariat fremden Verfallsstimmungen und der Defätismus, die sich im Hinblick auf die neuen Schwierigkeiten der gegenwärtigen Wendeperiode der Anhänger der „neuen Opposition” bemächtigt haben, wobei die jetzigen Schwankungen und der jetzige Defätismus Kamenews und Sinowjews kein Zufall sind, sondern eine Wiederholung, ein Rückfall jener Schwankungen und Verfallsstimmungen, die sie vor neun Jahren, im Oktober 1917, angesichts der Schwierigkeiten der damaligen Periode der Wende an den Tag legten;

b) die völlige Niederlage der „neuen Opposition” auf dem XIV. Parteitag und im Zusammenhang damit das Bestreben, um jeden Preis eine Vereinigung mit den Trotzkisten herbeizuführen, um durch die Vereinigung der beiden Gruppen, der Trotzkisten und der „neuen Opposition”, die Schwäche und Losgelöstheit dieser Gruppen von den proletarischen Massen wettzumachen, um so mehr, als die ideologischen Positionen des Trotzkismus den gegenwärtigen Verfallsstimmungen der „neuen Opposition” völlig entsprachen.

Daraus ist auch die Tatsache zu erklären, dass sich der Oppositionsblock in ein Sammelbecken aller und jeglicher von der Partei und der Komintern verurteilten bankrotten Strömungen innerhalb und außerhalb der KPdSU(B) verwandelt hat, von den „demokratischen Zentralisten” [77] und der „Arbeiteropposition” in der KPdSU(B) bis zu den „ultralinken” Opportunisten in Deutschland und den Liquidatoren vom Schlage eines Souvarine [78] in Frankreich.

Daraus ergibt sich auch jene Skrupellosigkeit in den Mitteln und jene Prinzipienlosigkeit in der Politik, auf die sich die Existenz des Blocks der Trotzkisten und der „neuen Opposition” gründet und ohne die sie die verschiedenartigen parteifeindlichen Strömungen nicht unter einen Hut hätten bringen können.

So haben sich die Trotzkisten einerseits und die „neue Opposition” anderseits durchaus gesetzmäßig auf einer gemeinsamen Plattform sozial-demokratischer Abweichung und prinzipienloser Vereinigung der verschiedenartigen parteifeindlichen Elemente im Kampf gegen die Partei zusammengefunden und somit einen Oppositionsblock gebildet, der - in neuer Form - eine Art Rückfall in den Augustblock (1912-1914) darstellt.

II
DIE PRAKTISCHE PLATTFORM
DES OPPOSITIONSBLOCKS

Die praktische Plattform des Oppositionsblocks ist die direkte Fortsetzung des Grundfehlers dieses Blocks in der Frage des Charakters und der Perspektiven unserer Revolution.

Die wichtigsten Besonderheiten der praktischen Plattform des Oppositionsblocks laufen auf folgende Hauptpunkte hinaus:

a) Fragen der internationalen Bewegung. Die Partei geht davon aus, dass die fortgeschrittenen kapitalistischen Länder im großen und ganzen sich gegenwärtig im Zustand einer teilweisen, zeitweiligen Stabilisierung befinden; dass die gegenwärtige Periode eine Periode zwischen zwei Revolutionen ist, die die kommunistischen Parteien verpflichtet, das Proletariat auf die bevorstehende Revolution vorzubereiten; dass die Offensive des Kapitals, das vergeblich versucht, die Stabilisierung zu einer dauerhaften Stabilisierung zu machen, als Antwort den Kampf und die Vereinigung der Kräfte der Arbeiterklasse gegen das Kapital hervorrufen muss; dass die kommunistischen Parteien in den sich verschärfenden Klassenkampf eingreifen und die Angriffe des Kapitals in Gegenangriffe des Proletariats verwandeln müssen, mit dem Ziel, die Diktatur des Proletariats zu erkämpfen; dass die kommunistischen Parteien, um diese Ziele zu erreichen, die Millionenmassen der Arbeiterklasse gewinnen müssen, die immer noch den reformistischen Gewerkschaften und der II. Internationale Folge leisten; dass die Taktik der Einheitsfront somit für die kommunistischen Parteien unbedingt notwendig und bindend ist.

Der Oppositionsblock geht von völlig anderen Voraussetzungen aus. Da der Oppositionsblock nicht an die inneren Kräfte unserer Revolution glaubt und angesichts der Verzögerung der Weltrevolution in Verzweiflung gerät, gleitet er vorn Boden der marxistischen Analyse der Klassenkräfte der Revolution auf den Boden des „ultralinken” Selbstbetrugs und des „revolutionären” Abenteurertums hinab, stellt das Vorhandensein einer teilweisen kapitalistischen Stabilisierung in Abrede und gerät somit auf den Weg des Putschismus.

Daher die Forderung der Opposition, die Taktik der Einheitsfront zu revidieren und das Englisch-Russische Komitee aufzulösen, daher das Nichtverstehen der Rolle der Gewerkschaften und die Losung, die Gewerkschaften durch neue, ausgeklügelte „revolutionäre” Organisationen des Proletariats zu ersetzen.

Daher die Unterstützung der „ultralinken” Schreihälse und Opportunisten in der Kommunistischen Internationale (zum Beispiel in der deutschen Partei) durch den Oppositionsblock.

Die Konferenz ist der Ansicht, dass die Politik des Oppositionsblocks auf internationalem Gebiet den Interessen der internationalen revolutionären Bewegung nicht entspricht.

b) Proletariat und Bauernschaft in der UdSSR. Die Partei geht davon aus, dass „das höchste Prinzip der Diktatur die Aufrechterhaltung des Bündnisses des Proletariats mit der Bauernschaft ist, damit das Proletariat die führende Rolle und die Staatsmacht behaupten könne” ( Lenin , 4. Ausgabe, Bd. 32, S. 466, russ.); sie geht davon aus, dass das Proletariat in bezug auf die Hauptmasse der Bauernschaft auf ökonomischem Gebiet, auf dem Gebiet des Aufbaus des Sozialismus ebenso der Hegemon sein kann und muss, wie es im Oktober 1917 auf politischem Gebiet, beim Sturz der Macht der Bourgeoisie und bei der Errichtung der Diktatur des Proletariats der Hegemon der Bauernschaft war; dass die Industrialisierung des Landes nur dann durchgeführt werden kann, wenn sie sich auf die allmähliche Verbesserung der materiellen Lage der Mehrheit der Bauernschaft (Dorfarmut, Mittelbauern) stützt, die den Hauptmarkt für unsere Industrie darstellt; dass in Anbetracht dessen eine Wirtschaftspolitik (Preispolitik, Steuerpolitik usw.) betrieben werden muss, die den Zusammenschluss der Industrie mit der bäuerlichen Wirtschaft festigt und das Bündnis zwischen der Arbeiterklasse und der Hauptmasse der Bauernschaft aufrechterhält.

Der Oppositionsblock geht von völlig anderen Voraussetzungen aus. Da er von der Grundlinie des Lenin ismus in der Bauernfrage abgeht, an die Hegemonie des Proletariats gegenüber der Bauernschaft beim sozialistischen Aufbau nicht glaubt und die Bauernschaft hauptsächlich als einen feindlichen Faktor betrachtet, schlägt der Oppositionsblock ökonomische und finanzielle Maßnahmen vor, die nur dazu angetan sind, den Zusammenschluss zwischen Stadt und Land zu untergraben, das Bündnis der Arbeiterklasse und der Bauernschaft zu zerstören und damit jegliche Möglichkeit einer wirklichen Industrialisierung zunichte zu machen. Dazugehören zum Beispiel: a) der Vorschlag der Opposition, die Verkaufspreise für Industriewaren zu erhöhen, was zwangsläufig eine Erhöhung der Einzelhandelspreise, die Verelendung der Dorfarmut und bedeutender Schichten der Mittelbauern, eine Schrumpfung des inneren Marktes, ein Zerwürfnis zwischen Proletariat und Bauernschaft, ein Fallen des Tscherwonezkurses und letzten Endes ein Sinken des Reallohns nach sich ziehen muss; b) der Vorschlag der Opposition, einen maximalen Steuerdruck auf die Bauernschaft auszuüben, was zwangsläufig Risse im Bündnis der Arbeiter und Bauern hervorrufen muss.

Die Konferenz ist der Ansicht, dass die Politik des Oppositionsblocks gegenüber der Bauernschaft den Interessen der Industrialisierung des Landes und der Diktatur des Proletariats nicht entspricht.

c) Der Kampf gegen den Parteiapparat, geführt unter der Flagge des Kampfes gegen den Bürokratismus in der Partei. Die Partei geht davon aus, dass Parteiapparat und Parteimassen ein einheitliches Ganzes bilden, dass der Parteiapparat (ZK, ZKK, die Gebietsorganisationen der Partei, die Gouvernements-, die Bezirks- und Kreiskomitees, die Büros der Zellen usw.) das führende Element der Partei als Ganzes verkörpert, dass der Parteiapparat aus den besten Vertretern des Proletariats besteht, die man kritisieren kann und muss, wenn sie Fehler begehen, die man „auffrischen” kann und muss, denen man aber nicht die Ehre abschneiden darf, wenn man nicht Gefahr laufen will, die Partei zu zersetzen und zu entwaffnen.

Der Oppositionsblock geht umgekehrt davon aus, dass er die Parteimassen dem Parteiapparat entgegenstellt; er ist bestrebt, die führende Rolle des Parteiapparats herabzumindern und seine Rolle auf die Funktionen eines Registrators und Propagandisten zu beschränken; er hetzt die Parteimassen gegen den Parteiapparat auf und diskreditiert somit den Parteiapparat, wodurch er dessen Positionen bei der Führung des Staates schwächt.

Die Konferenz ist der Ansicht, dass eine solche Politik des Oppositionsblocks, die mit dem Lenin ismus nichts gemein hat, nur dazu angetan ist, die Partei in ihrem Kampf gegen den Bürokratismus des Staatsapparats, für eine wirkliche Umgestaltung dieses Apparats und somit für die Festigung der Diktatur des Proletariats zu entwaffnen.

d) Der Kampf gegen das „Regime“ in der Partei, geführt unter der Flagge des Kampfes für innerparteiliche Demokratie. Die Partei geht davon aus, dass, „wer auch nur im geringsten die eiserne Disziplin der Partei des Proletariats (besonders während seiner Diktatur) schwächt, faktisch der Bourgeoisie gegen das Proletariat hilft” ( Lenin , 4. Ausgabe, Bd. 31, S.27 [deutsch in „Ausgewählte Werke” in zwei Bänden, Bd. II, S.692]), sie geht davon aus, dass die innerparteiliche Demokratie notwendig ist, nicht um die proletarische Disziplin in der Partei zu schwächen und zu zersetzen, sondern um sie zu festigen und zu stärken, dass ohne eine eiserne Disziplin in der Partei, ohne ein strenges Regime in der Partei, das durch die Sympathie und Unterstützung der Millionenmassen des Proletariats untermauert wird, die Diktatur des Proletariats unmöglich ist.

Der Oppositionsblock geht umgekehrt davon aus, dass er die innerparteiliche Demokratie der Parteidisziplin entgegenstellt, er verwechselt die Freiheit der Fraktionen und Gruppierungen mit innerparteilicher Demokratie und ist bestrebt, eine Demokratie solcher Art auszunutzen, um die Parteidisziplin zu zersetzen und die Einheit der Partei zu untergraben. Es versteht sich, dass der Aufruf des Oppositionsblocks zum Kampf gegen das „Regime” in der Partei, der in Wirklichkeit zur Verteidigung der Freiheit der Fraktionen und Gruppierungen in der Partei führt, somit ein Aufruf ist, der von den antiproletarischen Elementen unseres Landes als Rettungsanker vor dem Regime der Diktatur des Proletariats begeistert aufgegriffen wird.

Die Konferenz ist der Ansicht, dass der Kampf des Oppositionsblocks gegen das „Regime” in der Partei, der mit den Organisationsprinzipien des Lenin ismus nichts gemein hat, nur dazu angetan ist, die Einheit der Partei zu untergraben, die Diktatur des Proletariats zu schwächen und den antiproletarischen Kräften im Lande, die bestrebt sind, die Diktatur zu schwächen und zugrunde zu richten, den Weg zu ebnen.

Als eins der Mittel, um die Parteidisziplin zu zersetzen und den Kampf innerhalb der Partei zu verschärfen, hat der Oppositionsblock die Methode der Diskussion im Unionsmaßstab ausgewählt; so versuchte er, sie (die Diskussion) uns im Oktober dieses Jahres aufzuzwingen. Die Konferenz erachtet es für notwendig, die Fragen, in denen Meinungsverschiedenheiten auftreten, in den theoretischen Zeitschriften unserer Partei offen zu diskutieren, und erkennt jedem Parteimitglied das Recht zu, Mängel in unserer Parteiarbeit offen zu kritisieren, erinnert aber gleichzeitig an die Worte Lenin s, dass unsere Partei kein Diskussionsklub, sondern eine Kampforganisation des Proletariats ist. Die Konferenz ist der Ansicht, dass eine Diskussion im Unionsmaßstab nur dann als notwendig anerkannt werden kann, wenn: a) diese Notwendigkeit mindestens von einigen Parteiorganisationen im Gouvernements- oder Gebietsmaßstab anerkannt wird; b) wenn innerhalb des ZK keine genügend feste Mehrheit in den wichtigsten Fragen der Parteipolitik vorhanden ist; c) wenn es das ZK, ungeachtet des Vorhandenseins einer festen, auf einem bestimmten Standpunkt stehenden Mehrheit im ZK dennoch für notwendig erachtet, die Richtigkeit seiner Politik durch eine Diskussion in der Partei zu überprüfen. Dabei kann in all diesen Fällen eine Diskussion im Unionsmaßstab nur nach einem entsprechenden Beschluss des ZK begonnen und durchgeführt werden.

Die Konferenz stellt fest, dass zu dem Zeitpunkt, als der Oppositionsblock die Eröffnung einer Diskussion im Unionsmaßstab verlangte, keine einzige dieser Bedingungen gegeben war.

Die Konferenz ist deshalb der Ansicht, dass das ZK der Partei vollkommen richtig gehandelt hat, als es die Diskussion für unzweckmäßig erklärte und den Oppositionsblock wegen seiner Versuche verurteilte, der Partei eine Diskussion im Unionsmaßstab über von der Partei bereits entschiedene Fragen aufzuzwingen.

Die Konferenz fasst die Ergebnisse der Analyse der praktischen Plattform des Oppositionsblocks zusammen und stellt fest, dass diese Plattform die Abkehr des Oppositionsblocks von der Klassenlinie der proletarischen Revolution in den wichtigsten Fragen der internationalen Politik und der Innenpolitik bedeutet.

III
„REVOLUTIONÄRE” WORTE UND OPPORTUNISTISCHE
TATEN DES OPPOSITIONSBLOCKS

Eine charakteristische Besonderheit des Oppositionsblocks ist die Tatsache, dass er, obwohl er in Wirklichkeit Ausdruck der sozialdemokratischen Abweichung in unserer Partei ist, obwohl er in Wirklichkeit eine opportunistische Politik vertritt, dennoch bemüht ist, seine Reden in revolutionäre Phraseologie zu kleiden, bemüht ist, die Partei „von links” zu kritisieren, bemüht ist, sich in eine „linke” Toga zu hüllen. Dieser Umstand ist daraus zu erklären, dass die kommunistischen Proletarier, an die der Oppositionsblock ja hauptsächlich appelliert, die revolutionärsten aller Proletarier der Welt sind, dass sie, im Geiste revolutionärer Traditionen erzogen, nicht einfach offenen Kritikern von rechts Gehör schenken werden, so dass der Oppositionsblock, wenn er seine opportunistische Ware absetzen will, gezwungen ist, ihr ein revolutionäres Etikett aufzukleben, denn er weiß sehr wohl, dass man nur mit solch einem Kniff die Aufmerksamkeit der revolutionären Proletarier auf sich lenken kann.

Da der Oppositionsblock aber dennoch der Träger der sozialdemokratischen Abweichung ist, da er in Wirklichkeit eine opportunistische Politik vertritt, so geraten Worte und Taten des Oppositionsblocks ständig miteinander in Konflikt. Daher der innere Widerspruch in der Tätigkeit des Oppositionsblocks. Daher die Kluft zwischen Wort und Tat, zwischen revolutionärer Phrase und opportunistischer Tat.

Die Opposition kritisiert mit viel Geschrei die Partei und die Komintern von „links” und schlägt zugleich eine Revision der Taktik der Einheitsfront, die Auflösung des Englisch-Russischen Komitees, die Abkehr von den Gewerkschaften, ihre Ersetzung durch neue „revolutionäre” Organisationen vor, wohl in dem Glauben, mit all dem die Revolution voranzutreiben, in Wirklichkeit aber ergibt sich daraus eine Hilfe für Thomas und Oudegeest, die Loslösung der kommunistischen Parteien von den Gewerkschaften, die Schwächung der Positionen des Weltkommunismus, folglich - die Verlangsamung der revolutionären Bewegung. In Worten - „Revolutionäre”, in der Tat aber - Helfershelfer der Thomas und Oudegeest.

Die Opposition „wettert” gegen die Partei mit viel Geschrei „von links” und verlangt zugleich eine Erhöhung der Verkaufspreise für Industriewaren, wohl in dem Glauben, die Industrialisierung dadurch zu beschleunigen, in Wirklichkeit aber kann sich daraus nur eine Desorganisierung des inneren Marktes, der Zerfall des Zusammenschlusses zwischen Industrie und bäuerlicher Wirtschaft, das Fallen des Tscherwonezkurses, das Sinken des Reallohns und folglich - die Untergrabung jeglicher Industrialisierung ergeben. In Worten -Anhänger der Industrialisierung, in der Tat aber - Helfershelfer der Gegner der Industrialisierung.

Die Opposition bezichtigt die Partei, sie wolle nicht gegen den Bürokratismus im Staatsapparat kämpfen, und schlägt zugleich eine Erhöhung der Verkaufspreise vor, offenbar in dem Glauben, die Erhöhung der Verkaufspreise habe nichts mit der Frage des Bürokratismus im Staatsapparat zu tun, in Wirklichkeit aber kann dies nur zur völligen Bürokratisierung des staatlichen Wirtschaftsapparats führen, denn hohe Verkaufspreise sind das sicherste Mittel, die Industrie verkümmern zu lassen, sie in eine Treibhauspflanze zu verwandeln und den Wirtschaftsapparat zu bürokratisieren. In Worten - Gegner des Bürokratismus, in der Tat aber - Verteidiger und Schrittmacher der Bürokratisierung des Staatsapparats.

Die Opposition tritt mit viel Lärm und Geschrei gegen das Privatkapital auf und schlägt zugleich vor, die staatlichen Kapitalien aus der Zirkulation herauszuziehen und in die Industrie zu stecken, wohl in dem Glauben, dem Privatkapital damit zu schaden. In Wirklichkeit aber ergibt sich daraus in jeder Hinsicht eine Stärkung des Privatkapitals, denn die Herausziehung der staatlichen Kapitalien aus der Zirkulation, die das wichtigste Tätigkeitsfeld des Privatkapitals darstellt, muss den Handel völlig in die Hand des Privatkapitals legen. In Worten - Kampf gegen das Privatkapital, in der Tat aber - Hilfe für das Privatkapital.

Die Opposition schreit von Entartung des Parteiapparats, in Wirklichkeit aber ergibt sich, dass die Opposition, wenn das ZK die Frage des Ausschlusses eines der wirklich entarteten Kommunisten, des Herrn Ossowski, stellt, diesem Herrn gegenüber ein Maximum an Loyalität entgegenbringt und gegen seinen Ausschluss, stimmt. In Worten - gegen die Entartung, in der Tat aber - Helfershelfer und Verteidiger der Entartung.

Die Opposition schrie nach innerparteilicher Demokratie und verlangte gleichzeitig eine Diskussion im Unionsmaßstab, wohl in dem Glauben, damit die innerparteiliche Demokratie zu verwirklichen, in Wirklichkeit aber verstieß die Opposition aufs gröbste gegen jegliche Demokratie, als sie im Namen einer nichtigen Minderheit der gewaltigen Mehrheit der Partei eine Diskussion aufzuzwingen suchte. In Worten - für die innerparteiliche Demokratie, in der Tat aber - Verletzung der Grundprinzipien jeglicher Demokratie.

In der Periode des verschärften Klassenkampfs, in der wir jetzt leben, kann es in der Arbeiterbewegung nur eine Politik von den zwei möglichen geben: entweder die Politik des Menschewismus oder die Politik des Lenin ismus. Die Versuche des Oppositionsblocks, unter dem Deckmantel einer „linken”, „revolutionären” Phraseologie und bei Verschärfung der Kritik an der KPdSU(B) eine Zwischenstellung zwischen den beiden entgegengesetzten Linien einzunehmen, mussten dazu führen und haben auch wirklich dazu geführt, dass der Oppositionsblock in das Lager der Gegner des Lenin ismus, in das Lager des Menschewismus hinab glitt.

Die Feinde der KPdSU(B) und der Komintern kennen den Wert der „revolutionären” Phraseologie des Oppositionsblocks. Daher lobpreisen sie, während sie an dieser, als wertlos erkannten, Phraseologie vorübergehen, einmütig den Oppositionsblock für seine nichtrevolutionären Taten, greifen die Oppositionslosung des Kampfes gegen die Grundlinie der KPdSU(B) und der Komintern auf und machen sie zu ihrer eigenen Losung. Man kann nicht als Zufall betrachten, dass Sozialrevolutionäre und Kadetten, russische Menschewiki und deutsche „linke” Sozialdemokraten - dass sie alle es für möglich hielten, ihrer Sympathie für den Kampf des Oppositionsblocks gegen unsere Partei offen Ausdruck zu geben, wobei sie darauf spekulieren, dass der Kampf des Oppositionsblocks zur Spaltung führt, die Spaltung aber den antiproletarischen Kräften unseres Landes, den Feinden der Revolution zur Freude, den Weg ebnet.

Die Konferenz ist der Ansicht, dass die Partei ihre Aufmerksamkeit besonders darauf richten muss, dem Oppositionsblock die „revolutionäre” Maske vom Gesicht zu reißen und sein opportunistisches Wesen bloßzulegen.

Die Konferenz ist der Ansicht, dass die Partei die Einheit ihrer Reihen wie ihren Augapfel hüten muss, denn sie hält die Einheit unserer Partei für das wirksamste Gegengift gegen alle und jegliche konterrevolutionären Anschläge der Feinde der Revolution.

IV
SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die XV. Konferenz der KPdSU(B) zieht die Bilanz des zurückgelegten Stadiums des innerparteilichen Kampfes und stellt fest, dass die Partei in diesem Kampf ein gewaltiges ideologisches Wachstum an den Tag gelegt hat, dass sie, ohne zu schwanken, die grundsätzlichen Ansichten der Opposition zurückgewiesen und einen schnellen und entschiedenen Sieg über den Oppositionsblock errungen hat, indem sie ihn zwang, sich offen von der Fraktionsmacherei loszusagen und sich von den offenkundig opportunistischen Gruppierungen innerhalb und außerhalb der KPdSU(B) abzugrenzen.

Die Konferenz stellt fest, dass die Massen der Parteimitglieder die Versuche des Oppositionsblocks, der Partei eine Diskussion aufzuzwingen und ihre Einheit zu untergraben, damit beantwortet haben, dass sie sich noch enger um das ZK zusammengeschlossen, die Opposition dadurch isoliert und auf diese Weise die wirkliche Einheit der Reihen unserer Partei gesichert haben.

Die Konferenz ist der Ansicht, dass das ZK diese Erfolge nur mit der aktiven Unterstützung der breiten Massen der Parteimitglieder erzielen konnte, dass die Aktivität und das Bewusstsein, die die Massen der Parteimitglieder im Kampf gegen die desorganisierende Tätigkeit des Oppositionsblocks an den Tag gelegt haben, der beste Gradmesser dafür ist, dass sich das Leben der Partei nach den Grundsätzen wirklicher innerparteilicher Demokratie gestaltet und entwickelt.

Die Konferenz billigt voll und ganz die Politik des ZK in seinem Kampf für die Sicherung der Einheit und ist der Ansicht, dass die Aufgaben der Partei weiterhin in folgendem bestehen müssen:

1. darüber zu wachen, dass das Minimum des für die Einheit der Partei Erforderlichen, das erreicht worden ist, wirklich erfüllt wird;

2. einen entschiedenen ideologischen Kampf gegen die sozialdemokratische Abweichung in unserer Partei zu führen, den Massen klarzumachen, dass die prinzipiellen Ansichten des Oppositionsblocks falsch sind und den opportunistischen Inhalt dieser Ansichten ans Tageslicht zu ziehen, ganz gleich, in welche „revolutionären” Phrasen sie auch immer gekleidet werden mögen;

3. zu erreichen suchen, dass der Oppositionsblock anerkennt, dass seine Ansichten falsch sind;

4. die Einheit der Partei mit allen Mitteln zu wahren und alle und jegliche Versuche, die Fraktionsmacherei wieder aufzunehmen und die Disziplin zu verletzen, zu unterbinden.

„Prawda“ Nr. 247,
26. Oktober 1926.

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