"Stalin"

Werke

Band 8

ANMERKUNGEN

  1. Gemeint ist die tiefgehende wirtschaftliche und politische Krise in Deutschland im Herbst 1923. Im Lande entfaltete sich eine machtvolle revolutionäre Bewegung, es begann der Massenübertritt der Arbeiter von der Sozialdemokratie zur Kommunistischen Partei. In Sachsen und Thüringen bildeten sich Arbeiterregierungen, auf die Tagesordnung trat die Frage der unverzüglichen Organisierung proletarischer Räte und der Machtergreifung durch die Kommunisten. In Hamburg fand ein bewaffneter Aufstand der Arbeiter statt. Die revolutionäre Bewegung in Deutschland erlitt eine Niederlage, wonach sich im Lande die bürgerliche Reaktion verstärkte.

  2. Es handelt sich um die nationalen Befreiungskriege in Marokko und Syrien (1925-1926) gegen den französischen Imperialismus. Diese Kriege kosteten Frankreich über eine Milliarde Franken.

  3. Gemeint ist die der Partei der Bolschewiki feindliche Gruppe der „linken Kommunisten”. (über die „linken Kommunisten” siehe „Geschichte der KPdSU(B), Kurzer Lehrgang”, S. 206-209 [deutsche Ausgabe, Berlin 1951, S. 269-273] und W. I. Lenin , „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 27, S. 46-53, 57 bis 62, 65-101, 293-319, russ.)

  4. Die gesamtrussische Parteikonferenz im Jahre 1908 - die V. Konferenz der SDAPR - fand vom 3. bis zum 9. Januar 1909 (21. bis 27. Dezember 1908) in Paris statt. Auf der Konferenz führten Lenin und die Bolschewiki einen Kampf an zwei Fronten: gegen die Liquidatoren-Menschewiki und gegen die Otsowisten - die „Liquidatoren von links”. Auf Vorschlag Lenin s verurteilte die Konferenz entschieden das Liquidatorentum der Menschewiki und Otsowisten und legte die taktische Linie der Bolschewiki in der Periode der Reaktion fest. (Siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK”, Teil I, 1941, S. 125-132, russ., „Geschichte der KPdSU(B), Kurzer Lehrgang“, S. 129-131 [deutsche Ausgabe, Berlin 1951, S. 169-171].)

  5. Dieses „Vorwort“ war die Einleitung zu der Arbeit „Zu den Fragen des Lenin ismus“, die von J. W. Stalin im Januar 1926 an Stelle eines Vorworts zu dem Sammelband „Fragen des Lenin ismus“ geschrieben wurde. Der Sammelband erschien im Februar 1926.

  6. Siehe J. W. Stalin, „Werke“, Bd. 6, S. 69-188 [deutsche Ausgabe S. 62 bis 166].

  7. Siehe J. W. Stalin, „Werke“, Bd. 6, S. 358-401 [deutsche Ausgabe S. 320 bis 358].

  8. Siehe J. W. Stalin, „Werke“, Bd. 7, S. 90-132 [deutsche Ausgabe S. 77 bis 114].

  9. Siehe J. W. Stalin, „Werke“, Bd. 7, 5.156-211 [deutsche Ausgabe S. 135 bis 182].

  10. Siehe J. W. Stalin, „Werke“, Bd. 6, S. 71 [deutsche Ausgabe S. 63].

  11. Siehe W.I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 22, S. 173-290 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. I, S.767-875].

  12. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 25, S. 353-462 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. II, S. 158-253].

  13. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 28, S.207-302 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. II, S. 411-502].

  14. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 31, S. 1-97 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. II, S. 669-757].

  15. Siehe J. W. Stalin, „Werke“, Bd. 6, 5.123 [deutsche Ausgabe 5.108/109].

  16. Siehe J.W. Stalin, „Werke“, Bd.6, S. 1031104 [deutsche Ausgabe S.92].

  17. Siehe J. W. Stalin, „Werke“, Bd. 6, S. 378 [deutsche Ausgabe S. 338].

  18. Siehe K. Marx und F. Engels, „Ansprache der Zentralbehörde an den Bund vom März 1850“ („Werke“, Bd. VIII, 1931, S. 479-489 [deutsch in „Ausgewählte Schriften“ in zwei Bänden, Bd. I, 5.93-103]).

  19. Siehe J. W. Stalin, „Werke“, Bd. 6, S. 363 [deutsche Ausgabe S.324/325].

  20. Siehe J. W. Stalin, „Werke“, Bd. 6, 5.178/179 [deutsche Ausgabe S. 157].

  21. Der II. Kongress der Kommunistischen Internationale tagte vom 19. Juli bis zum 7. August 1920. J. W. Stalin zitiert aus der Rede W. I. Lenin s „Über die Rolle der Kommunistischen Partei”.

  22. Siehe W. I. Lenin , „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 32, S. 76 (russ.).

  23. Zektran - Zentralkomitee des Vereinigten Gewerkschaftsverbandes der Eisenbahn- und Schifffahrtsarbeiter. Gebildet im September 1920. Im Jahre 1920 und Anfang 1921 befand sich die Führung des Zektrans in Händen der Trotzkisten, die in der Gewerkschaftsarbeit Methoden des nackten Zwanges und des Kommandierens anwandten. Der erste Allrussische vereinigte Kongress der Eisenbahn- und Schifffahrtsarbeiter, der im März 1921 stattfand, vertrieb die Trotzkisten aus der Führung des Zektrans, wählte ein neues Zentralkomitee des Verbands und legte neue Methoden der Gewerkschaftsarbeit fest.

  24. Siehe W.I. Lenin , „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 32, S. 1-22 (russ.).

  25. Die Thesen des II. Kongresses der Komintern „Über die Rolle der Kommunistischen Partei in der proletarischen Revolution” wurden als Resolution des Kongresses angenommen. (Die Resolution siehe W.I. Lenin , „Werke”, 3. Ausgabe, Bd. XXV, S. 560-566, russ.)

  26. Siehe J. W. Stalin, „Werke”, Bd. 6, S. 106 [deutsche Ausgabe S.94].

  27. Siehe die Broschüre J. W. Stalin, „Über Lenin und den Lenin ismus”, 1924, S. 60 (russ.).

  28. Siehe W. I. Lenin , „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 33, S. 427-435 [deutsch in „Ausgewählte Werke” in zwei Bänden, Bd. II, S. 988-995].

  29. Die Resolution der XIV. Parteikonferenz „Über die Aufgaben der Komintern und der KPR(B) im Zusammenhang mit dem erweiterten Plenum des EKKI” siehe in „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK”, Teil II, 1941, S.25-31 (russ.).

  30. Siehe J. W. Stalin, „Werke”, Bd. 7, S. 110, 119 [deutsche Ausgabe S. 94/95, 103].

  31. Siehe J. W. Stalin, „Werke”, Bd. 7, S. 111, 116 [deutsche Ausgabe S. 95, 100].

  32. Siehe J. W. Stalin, „Werke”, Bd.7, S. 118/119 [deutsche Ausgabe S. 102].

  33. Siehe J. W. Stalin, „Werke”, Bd. 7, S. 261-391 [deutsche Ausgabe S. 227 bis 340].

  34. Es handelt sich um das Plenum des Zentralkomitees der KPR(B), das vom 23. bis zum 30. April 1925 tagte. Das Plenum bestätigte die von der XIV. Konferenz der KPR(B) angenommenen Resolutionen, darunter auch die Resolution „über die Aufgaben der Komintern und der KPR(B) in Zusammenhang mit dem erweiterten Plenum des EKKI”, die die Stellungnahme der Partei in der Frage des Sieges des Sozialismus in der UdSSR enthält. (Siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK”, Teil II, 1941, S.25-31, russ.)

  35. Siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK”, Teil II, 1941, S. 29, 28 (russ.).

  36. Gemeint ist die XIV. Konferenz der KPR(B), die vom 27. bis zum 29. April 1925 stattfand.

  37. Die Antwort des Moskauer Komitees der KPR(B) auf den Brief der XXII. Lenin grader Gouvernementsparteikonferenz, der ein fraktioneller Vorstoß der Anhänger Sinowjews-Kamenews war, wurde in Nr. 291 der „Prawda” vom 20. Dezember 1925 veröffentlicht.

  38. Siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK”, Teil II, 1941, S. 50 (russ.).

  39. Siehe J. W. Stalin, „Werke”, Bd. 6, S. 132/133, 135-137 [deutsche Ausgabe S. 117/118, 119/120].

  40. Siehe W. I. Lenin , „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 33, S. 428 [deutsch in „Ausgewählte Werke” in zwei Bänden, Bd. 11, S.989].

  41. Siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK”, Teil II, 1941, S. 50/51 (russ.).

  42. Siehe W. I. Lenin , „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 32, S. 308-343 [deutsch in „Ausgewählte Werke” in zwei Bänden, Bd. II, S. 825-861].

  43. „Die Philosophie der Epoche” - Bezeichnung eines parteifeindlichen Artikels Sinowjews, der 1925 geschrieben wurde. Die Kritik an diesem Artikel siehe J. W. Stalin, „Werke”, Bd. 7, S. 375-378 [deutsche Ausgabe S.326 bis 328].

  44. Siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK”, Teil 11, 1941, S. 50 (russ.).

  45. Gemeint ist die Rede J. W. Stalins „Zur Frage des Proletariats und der Bauernschaft”, gehalten am 27. Januar 1925 auf der XIII. Gouvernementskonferenz der Moskauer Organisation der KPR(B), als die Frage der Arbeit auf dem Lande behandelt wurde. (Siehe J. W. Stalin, „Werke”, Bd. 7, S. 25 bis 33 [deutsche Ausgabe S. 22-28].)

  46. Siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK”, Teil II, 1941, S.47-53 (russ.).

  47. In Nr. 3 der Zeitschrift „Bolschewik” vom 15. Februar 1926 wurde J. W. Stalins Arbeit „Zu den Fragen des Lenin ismus” veröffentlicht. (Siehe den vorliegenden Band, S. 12-81.) „Bolschewik” - theoretische und politische Halbmonatszeitschrift des ZK der KPdSU(B), erscheint seit April 1924.

  48. Das VI. erweiterte Plenum des Exekutivkomitees der Komintern tagte vom 17. Februar bis zum 15. März 1926 in Moskau. Das Plenum behandelte die Berichte des Exekutivkomitees der Komintern und der Kommunistischen Partei Großbritanniens sowie die Referate: über die nächsten Aufgaben der Kommunisten in der Gewerkschaftsbewegung, über die Ergebnisse der II. Beratung zu Organisationsfragen und die Berichte der zwölf Kommissionen, die während der Plenartagung tätig waren. Besondere Aufmerksamkeit widmete das Plenum der Frage der Aufgaben der Kommunisten im Kampf um die revolutionäre Einheit der internationalen Gewerkschaftsbewegung auf der Grundlage der Taktik der Einheitsfront. J. W. Stalin wurde zum Mitglied des Präsidiums, zum Mitglied der politischen Kommission, der Kommission für den Osten und der französischen Kommission sowie zum Vorsitzenden der deutschen Kommission des Plenums gewählt.

  49. Unter dem Jahr „1923” ist die tief greifende revolutionäre Krise in Deutschland vom Herbst 1923 zu verstehen.

  50. „Bulletin Communiste“ - Halbmonatszeitung, Organ des rechten Flügels der Kommunistischen Partei Frankreichs; wurde in Paris herausgegeben. Die erste Nummer der Zeitung erschien im Oktober 1925. Die Zeitung stellte ihr Erscheinen nach ihrer fünfzehnten Nummer (im Januar 1926) ein, in der auch die parteifeindliche Erklärung des rechten Flügels der französischen Kommunistischen Partei veröffentlicht worden war.

  51. Das Plenum des ZK der KPdSU(B) tagte vom 6. bis zum 9. April 1926. Am 9. April hielt J. W. Stalin in der Morgensitzung des Plenums eine Rede zum Referat „über die wirtschaftliche Lage und die Wirtschaftspolitik”, und in der Abendsitzung ein Referat über den Arbeitsplan des Politbüros und des Plenums des ZK der KPdSU(B) für das Jahr 1926. (Die Beschlüsse der Plenartagung siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK”, Teil II, 1941, S. 91-102, russ.)

  52. Gemeint ist die vom Plenum des ZK der KPdSU(B) am 9. April 1926 angenommene Resolution „Über die Organisierung des Getreidebeschaffungsapparats für die Erntekampagne 1926/1927”. (Die Resolution siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK”, Teil II, 1941, S.97-100, russ.)

  53. Der Text dieses Briefes wurde in dem Sammelband J. Stalin, „Der Marxismus und die nationale und koloniale Frage”, Moskau 1934, S. 172/173 (russ.) auszugsweise veröffentlicht.

  54. Der Generalstreik in England fand vom 3. bis zum 12. Mai 1926 statt. An dem Streik beteiligten sich über fünf Millionen organisierter Arbeiter aller wichtigsten Zweige der Industrie und des Verkehrswesens.

  55. Gemeint ist der bewaffnete Umsturz, der von Pilsudski vom 12. zum 13. Mai 1926 vollzogen wurde. Das Ergebnis des Umsturzes war die Errichtung eines Regimes der Diktatur Pilsudskis und seiner Clique, die allmählich die Faschisierung des Landes vollzogen.

  56. Siehe K. Marx und F. Engels, „Ausgewählte Briefe”, 1947, S. 105 [deutsch in „Briefwechsel”, Bd. II, S.420--422].

  57. Nachdem das Präsidium des Zentralrats der Gewerkschaften der Sowjetunion die Nachricht vom Generalstreik in England erhalten hatte, beschloss es auf der Sitzung am 5. Mai 1926, an der Vertreter der Zentralkomitees der Gewerkschaftsverbände teilnahmen, alle Gewerkschaftsmitglieder in der UdSSR aufzurufen, ein Viertel eines Tagelohns zur Unterstützung der streikenden Arbeiter Englands abzuführen, und überwies dem Generalrat der englischen Trade-Unions am gleichen Tage 250000 Rubel. Am 7. Mai überwies der Zentralrat der Gewerkschaften der Sowjetunion dem Generalrat weitere 2 Millionen Rubel, die von den Arbeitern der UdSSR gesammelt worden waren. Am 9. Mai teilte der Generalrat dem Zentralrat der Gewerkschaften der Sowjetunion mit, dass er sich weigert, dieses Geld sowie jegliche andere Hilfe der Arbeiter der UdSSR anzunehmen.

  58. Es handelt sich um die vom VI. erweiterten Plenum des Exekutivkomitees der Komintern am 15. März 1926 angenommenen Thesen „Die nächsten Probleme der internationalen kommunistischen Bewegung”. (Siehe „Das VI. erweiterte Plenum des Exekutivkomitees der Komintern. Thesen und Resolutionen”, Staatsverlag, 1926, S.4-39, russ.)

  59. Sejmfraktionen - Gruppierungen im polnischen Sejm, dem Unterhaus des polnischen bürgerlichen Parlaments, dem wichtigsten gesetzgebenden Organ Polens. Die Deputierten des Sejms zerfielen 1926 in mehr als 30 Fraktionen, die die Interessen der verschiedenen Klassen und Zwischenschichten der polnischen Gesellschaft vertraten.

  60. Gemeint ist der Artikel Ernst Thälmanns „Über die Taktik der Kommunistischen Partei Polens”, der in Nr. 123 der „Prawda” vom 30. Mai 1926 veröffentlicht wurde.

  61. Das Englisch-Russische Einheitskomitee wurde auf Initiative des Zentralrats der Gewerkschaften der Sowjetunion auf der englisch-sowjetischen Gewerkschaftskonferenz, die vom 6. bis zum 8. April 1925 in London tagte, gebildet. Dem Englisch-Russischen Komitee gehörten die Vorsitzenden und Sekretäre des Zentralrats der Gewerkschaften der Sowjetunion und des Generalrats des englischen Kongresses der Trade-Unions und außerdem je drei Mitglieder aus jeder dieser Organisationen an. Wegen der verräterischen Politik der reaktionären Führer der englischen Trade-Unions hörte das Komitee im Herbst 1927 auf zu existieren.

  62. Die gemeinsame Plenartagung des ZK und der ZKK der KPdSU(B) fand vom 14. bis zum 23. Juli 1926 statt. Das Plenum behandelte die Mitteilung des Politbüros über die von ihm im Zusammenhang mit dem englischen Generalstreik und den Ereignissen in Polen und China gefassten Beschlüsse sowie die Referate: über die Ergebnisse der Neuwahlen der Sowjets, zur Angelegenheit Laschewitsch u. a. und über die Einheit der Partei, über den Wohnungsbau, über die Getreidebeschaffungskampagne. Auf der Plenartagung sprach J. W. Stalin zu der Mitteilung des Politbüros über die von ihm im Zusammenhang mit den Ereignissen in England, Polen und China gefassten Beschlüsse, zu dem Referat des Präsidiums der ZKK der KPdSU(B) zur Angelegenheit Laschewitsch u. a. und über die Einheit der Partei und zu anderen Fragen. Das Plenum billigte die Tätigkeit des Politbüros des ZK und der Delegation der KPdSU(B) im EKKI in internationalen Fragen und fasste eine Reihe von Beschlüssen zu den wichtigsten Fragen des Staats- und Wirtschaftsaufbaus, des innerparteilichen Lebens und der Lage der Arbeiter. Das Plenum schloss Sinowjew aus dem Politbüro des ZK aus. (Die Resolutionen des Plenums siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK”, Teil II, 1941, S. 103-121, russ.)

  63. Gemeint ist die Amsterdamer Gewerkschaftsinternationale, die im Juli 1919 auf einem internationalen Kongress in Amsterdam gegründet wurde. Der Internationale gehörten die reformistischen Gewerkschaften der meisten Länder Westeuropas sowie die Amerikanische Arbeitsföderation an. Die Amsterdamer Internationale betrieb eine reformistische Politik, arbeitete im Internationalen Arbeitsamt und in den verschiedenen Kommissionen des Völkerbunds offen mit der Bourgeoisie zusammen, kämpfte gegen die Einheitsfront in der Arbeiterbewegung und verhielt sich der Sowjetunion gegenüber feindselig, was zur Folge hatte, dass ihr Einfluss in der Arbeiterbewegung zurückging. Während des zweiten Weltkriegs stellte die Amsterdamer Internationale faktisch ihre Tätigkeit ein. Im Zusammenhang mit der Gründung des Weltgewerkschaftsbundes wurde die Amsterdamer Internationale im Dezember 1945 aufgelöst.

  64. Sassenbach und Oudegeest - Sekretäre der reformistischen Amsterdamer Gewerkschaftsinternationale, Führer des rechten Flügels der Internationale.

  65. Siehe W. I. Lenin , „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 24, S. 123 (russ.).

  66. Siehe W. 1. Lenin , „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 24, S. 216 (russ.).

  67. „Arbeiteropposition” - parteifeindliche anarcho-syndikalistische Gruppe innerhalb der KPR(B), an deren Spitze Schljapnikow, Medwedew und andere standen. Die Gruppe hatte sich in der zweiten Hälfte des Jahres 1920 formiert und führte einen Kampf gegen die Lenin sche Parteilinie. Der X. Parteitag der KPR(B) verurteilte die „Arbeiteropposition” und erklärte die Propaganda der Ideen der anarcho-syndikalistischen Abweichung für unvereinbar mit der Zugehörigkeit zur Kommunistischen Partei. Späterhin schlossen sich die Tiberreste der zerschlagenen „Arbeiteropposition” mit dem konterrevolutionären Trotzkismus zusammen.

  68. „Sozialistitscheski Wjestnik” (Der sozialistische Bote) - Zeitschrift, Organ der menschewistischen weißen Emigranten, das von Martow im Februar 1921 gegründet wurde; erschien bis März 1933 in Berlin, von Mai 1933 bis Juni 1940 in Paris, und erscheint gegenwärtig in Amerika. Der „Sozialistitscheski Wjestnik” ist ein Sprachrohr reaktionärster imperialistischer Kreise.

  69. Die Konferenz der Vertreter der Britischen Föderation der Bergleute und des Verbands der Bergarbeiter der UdSSR fand am 7. Juli 1926 in Berlin statt. Die Konferenz behandelte die Frage der Fortsetzung der Hilfskampagne für die englischen Bergleute, die gegen die Aussperrung kämpften. Die Konferenz nahm den Aufruf „An die Arbeiter der ganzen Welt” an, der die Aufforderung enthielt, den englischen Bergleuten tatkräftige Unterstützung zu erweisen, und erklärte es für notwendig, das Englisch-Russische Einheitskomitee schnellstens einzuberufen. Zur Aufrechterhaltung der gegenseitigen Verbindung und zur Verwirklichung der Einheit der revolutionären Aktionen des Verbands der Bergarbeiter der UdSSR und der internationalen Föderation der Bergleute erklärte es die Konferenz für notwendig, ein englisch-sowjetisches Komitee der Bergarbeiter zu bilden.

  70. Der Aufruf des Zentralrats der Gewerkschaften der Sowjetunion „An das gesamte internationale Proletariat” wurde anlässlich des Verrats erlassen, den die reformistischen Führer der Arbeiterpartei und des Generalrats der Trade-Unions Englands an dem Generalstreik der englischen Arbeiter begangen hatten. Der Aufruf wurde vom IV. Plenum des Zentralrats der Gewerkschaften der Sowjetunion am 7. Juni 1926 angenommen und in Nr. 130 der „Prawda” vom 8. Juni 1926 veröffentlicht.

  71. Helden des „schwarzen Freitags” - die reaktionären Führer der englischen Gewerkschaften der Eisenbahner (Thomas), der Bergarbeiter (Hodges) und der Transportarbeiter (Williams), die den auf den 15. April 1921 zur Unterstützung der streikenden Bergarbeiter festgesetzten Streik der Eisenbahner und Transportarbeiter vereitelten. Der Tag, an dem der Streik vereitelt wurde - Freitag, der 15. April 1921 - wurde von den englischen Arbeitern als „schwarzer Freitag” bezeichnet.

  72. „The Daily Worker” - Zeitung, Zentralorgan der (kommunistischen) Arbeiterpartei der USA. Von Januar 1922 bis Januar 1927 erschien die Zeitung in Chikago und danach in New York zunächst unter dem Titel „Worker” und von Januar 1924 unter dem Titel „Daily Worker”

  73. „The New Leader” - Wochenzeitung, Organ der so genannten sozialistischen Partei Amerikas, deren erste Nummer im Januar 1924 erschien.

  74. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 33, S. 428 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. II, S. 989].

  75. Die Thesen „Über den Oppositionsblock in der KPdSU(B)“ wurden von J. W. Stalin im Auftrag des Politbüros des ZK der KPdSU(B) zwischen dem 21. und dem 25. Oktober 1926 verfasst. Nachdem die Thesen vom Politbüro gebilligt worden waren, wurden sie am 26. Oktober von dem vereinigten Plenum des ZK und der ZKK der KPdSU(B) behandelt und angenommen. Am 3. November wurden die Thesen einstimmig von der XV. Unionsparteikonferenz als Beschluss der Konferenz angenommen und am gleichen Tage von dem vereinigten Plenum des ZK und der ZKK der KPdSU(B) bestätigt. (Siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK“, Teil II, 1941, S. 148-155, russ.)

  76. W.I. Lenin , „Plan und Konspekte für die Broschüre ‚Über die Naturalsteuer’„ (siehe „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 32, S. 299-307, russ.).

  77. „Demokratische Zentralisten“ - parteifeindliche Gruppe innerhalb der KPR(B), an deren Spitze Sapronow und Ossinski standen. Die Gruppe entstand in der Periode des Kriegskommunismus. Die Gruppe der „demokratischen Zentralisten“ verneinte die führende Rolle der Partei in den Sowjets; sie trat gegen die individuelle Leitung und die persönliche Verantwortlichkeit der Direktoren in der Industrie, gegen die Lenin sche Linie in Organisationsfragen auf und forderte die Freiheit der Fraktionen und Gruppierungen in der Partei. Der IX. und der X. Parteitag verurteilten die „demokratischen Zentralisten“ als parteifeindliche Gruppe. Im Jahre 1927 wurde die Gruppe der „demokratischen Zentralisten“ zusammen mit den Anführern der trotzkistischen Opposition durch den XV. Parteitag der KPdSU(B) aus der Partei ausgeschlossen.

  78. „Liquidatoren vom Schlage eines Souvarine“ - Anhänger des Trotzkisten Boris Souvarine - eines ehemaligen Mitglieds des ZK der Kommunistischen Partei Frankreichs. Im Jahre 1926 wurde Souvarine vom VII. erweiterten Plenum des EKKI wegen konterrevolutionärer Propaganda gegen die Sowjetunion und die Kommunistische Internationale aus der Kommunistischen Internationale ausgeschlossen.

  79. Die XV. Konferenz der KPdSU(B) fand vom 26. Oktober bis zum 3. November 1926 statt. Die Konferenz behandelte die Fragen: die internationale Lage, die wirtschaftliche Lage des Landes und die Aufgaben der Partei, die Ergebnisse der Arbeit der Gewerkschaften und ihre nächsten Aufgaben, die Opposition und die innerparteiliche Lage. Die Konferenz billigte die Politik des ZK und nahm einstimmig die Thesen des Referats J. W. Stalins „Ober den Oppositionsblock in der KPdSU(B)” an, in denen der trotzkistisch-sinowjewistische Oppositionsblock als sozialdemokratische Abweichung in den Reihen der bolschewistischen Partei, als Hilfstrupp der II. Internationale in der internationalen Arbeiterbewegung charakterisiert wird. Die Konferenz bekräftigte und vollendete die Sache der Ausrüstung der Partei mit der Idee des Sieges des sozialistischen Aufbaus in der Sowjetunion und rief zum entschiedenen Kampf für die Einheit der Partei, für die Entlarvung des trotzkistisch-sinowjewistischen Blocks auf.

  80. Gemeint ist das Plenum des ZK der KPdSU(B), das vom 6. bis zum 9. April 1926 tagte.

  81. Gemeint ist das vereinigte Plenum des ZK und der ZKK der KPdSU(B), das vom 14. bis zum 23. Juli 1926 tagte.

  82. Gemeint ist die Resolution „Über die Ergebnisse der Diskussion und über die kleinbürgerliche Abweichung in der Partei”, die von der XIII. Konferenz der KPR(B) angenommen, vom XIII. Parteitag der KPR(B) bestätigt und in die Beschlüsse des Parteitags aufgenommen wurde. (Siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK”, Teil I, 1941, S. 540-545, russ.)

  83. W. I. Lenin „Über die Naturalsteuer”, Kapitel „Ober die heutige Wirtschaft Rußlands” (siehe „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 32, S. 308-319 [deutsch in „Ausgewählte Werke” in zwei Bänden, Bd. II, 825-836]).

  84. Siehe W. I. Lenin , „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 25, S. 387 [deutsch in „Ausgewählte Werke” in zwei Bänden, Bd. II, S.186].

  85. „Nasche Slowo” (Unser Wort) - menschewistisch-trotzkistische Zeitung, die von Januar 1915 bis September 1916 in Paris erschien.

  86. Siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK”, Teil II, 1941, S. 29 (russ.).

  87. Siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK”, Teint 1941, S.29 (russ.).

  88. Siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK”, Teil II, 1941, S. 29/30 (russ.).

  89. Siehe W. I. Lenin , „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 24, S.1-7 [deutsch in „Ausgewählte Werke” in zwei Bänden, Bd. II, S.7-11].

  90. Siehe W. I. Lenin , „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 32, S. 204 (russ.).

  91. Gemeint ist das vereinigte Plenum des ZK und der ZKK der KPdSU(B), das am 23. und am 26. Oktober 1926 stattfand. Das Plenum behandelte die Frage der Ergänzung des ZK im Zusammenhang mit dem Tode F. E. Dzierzynskis, Fragen, die der XV. Unionsparteikonferenz zur Behandlung unterbreitet werden sollten, die Mitteilung des Politbüros des ZK und der ZKK im Zusammenhang mit dem Beschluss des Politbüros vom 4. Oktober über die Fraktionstätigkeit des trotzkistisch-sinowjewistischen Oppositionsblocks nach dem vereinigten Juliplenum des ZK und der ZKK der KPdSU(B) und die Thesen J. W. Stalins „Ober den Oppositionsblock in der KPdSU(B)”. Auf der Plenartagung ergriff J. W. Stalin am 26. Oktober das Wort zur Verteidigung der Thesen.

  92. Siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK”, Teil I, 1941, S. 366-368 (russ.).

  93. Gemeint ist die Resolution, die auf der gemeinsamen Plenartagung des ZK und der ZKK der KPR(B) am 17. Januar 1925 zur Mitteilung J. W. Stalins über die Resolutionen der Ortsorganisationen der Partei im Zusammenhang mit dem Auftreten Trotzkis angenommen wurde. (Siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK”, Teil 1, 1941, S. 636-641; J. W. Stalin, „Werke”, Bd. 7, S. 6-10 [deutsche Ausgabe S. 5-8].)

  94. Siehe K. Marx und F. Engels, „Manifest der Kommunistischen Partei”, Anhang, 1939, S. 75-97 [deutsch in „Gesamtausgabe”, Berlin 1932, Erste Abteilung, Bd. 6, S. 503-522].

  95. Es werden die Worte Lenin s aus dem Referat „Über die Tätigkeit des Rats der Volkskommissare” auf dem III. Allrussischen Sowjetkongress zitiert. (Siehe W.I. Lenin , „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 26, S. 429, russ.) Siehe ebenfalls den Brief von Engels an Paul Lafargue vom 2. Juni 1894 (K. Marx und F. Engels, „Werke”, Bd. XXIX, S. 311, russ.).

  96. Gemeint ist der Artikel W. I. Lenin s „Einige Thesen” (siehe „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 21, S. 366-368, russ.).

  97. Siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK”, Teil II, 1941, S. 27128 (russ.).

  98. Es handelt sich um die Note des englischen Außenministers Curzon vom 8. Mai 1923, in der mit einer neuen Intervention gegen die UdSSR gedroht wurde.

  99. Siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK”, Teil II, 1941, S. 29130 (russ.).

  100. Siehe W.I. Lenin , „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 21, S. 311 [deutsch in „Ausgewählte Werke” in zwei Bänden, Bd. 1, S. 753].

  101. Siehe W. I. Lenin , „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 21, S. 311 [deutsch in „Ausgewählte Werke” in zwei Bänden, Bd. I, S. 753].

  102. Siehe W. I. Lenin , „Werke”, 4. Ausgabe, Bd. 32, S. 192 (russ.).

  103. „Ufaer Regierung” - konterrevolutionäre Organisation, die sich als „Allrussische provisorische Regierung” (Direktorium) bezeichnete. Sie wurde am 23. September 1918 in Ufa auf einer Beratung von Vertretern der weißgardistischen „Regierungen”, von Menschewiki, Sozialrevolutionären und ausländischen Interventen gebildet und bestand bis 18. November 1918.

ENDE BAND 8

  Zurück zum Inhaltsverzeichnis