"Stalin"

Werke

Band 9

ANMERKUNGEN

  1. Das VII. erweiterte Plenum des Exekutivkomitees der Komintern tagte vom 22. November bis zum 16. Dezember 1926 in Moskau. Das Plenum behandelte die Referate: die internationale Lage und die Aufgaben der Kommunistischen Internationale; die chinesische und die englische Frage; die Trustbildung, die Rationalisierung und die Aufgaben der Kommunisten in den Gewerkschaften; innerparteiliche Fragen der KPdSU(B); die deutsche und die holländische Frage; ferner behandelte es die Angelegenheit Maslow-Ruth Fischer, die Angelegenheit Brandler und Thalheimer sowie die Angelegenheit Souvarine. Auf der Plenartagung wurden eine politische, eine chinesische, eine englische, eine deutsche Kommission und andere Kommissionen gebildet. J. W. Stalin wurde in die politische, die chinesische und die deutsche Kommission des Plenums gewählt. Nach Entgegennahme und Erörterung des Referats J. W. Stalins „Innerparteiliche Fragen der KPdSU(B)“ brandmarkte das Plenum den trotzkistisch-sinowjewistischen Oppositionsblock in der KPdSU(B) als Block von Spaltern, die in ihrer Plattform auf menschewistische Positionen hinabgesunken sind. Das Plenum verpflichtete die Sektionen der Kornintern, einen entschiedenen Kampf zu führen gegen alle Versuche der Opposition in der KPdSU(B) und ihrer Anhänger in anderen kommunistischen Parteien, die ideologische und organisatorische Einheit der Reihen der Komintern und der Partei Lenin s - der Führerin des ersten proletarischen Staates der Welt - zu zerstören. Das Plenum bestätigte die Resolution der XV. Konferenz der KPdSU(B) „Über den Oppositionsblock in der KPdSU(B)“ und beschloss, sie als seine Entschließung den Beschlüssen des Plenums beizufügen. J. W. Stalins Referat „Innerparteiliche Fragen der KPdSU(B)“ und das Schlusswort zum Referat wurden im Dezember 1926 als Einzelbroschüre unter dem Titel „Noch einmal über die sozialdemokratische Abweichung in unserer Partei“ veröffentlicht.

  2. Das Ausnahmegesetz gegen die Sozialisten wurde in Deutschland 1878 von der Bismarckregierung erlassen. Durch dieses Gesetz wurden sämtliche Organisationen der Sozialdemokratischen Partei, die Massenorganisationen der Arbeiter und die Arbeiterpresse verboten. Auf Grund dieses Gesetzes wurde die sozialistische Literatur beschlagnahmt, und die Sozialdemokraten wurden Repressalien ausgesetzt. Die deutsche Sozialdemokratische Partei war gezwungen, in die Illegalität zu gehen. Unter dem Druck der Massenbewegung der Arbeiter wurde das Gesetz 1890 aufgehoben.

  3. „Der Sozialdemokrat“ - illegale Zeitung, Organ der deutschen Sozialdemokratie; erschien von September 1879 bis September 1890, zuerst in Zürich (Schweiz) und von Oktober 1888 in London.

  4. Siehe K. Marx und F. Engels, „Ausgewählte Briefe“, 1947, S. 358/359 [deutsche Ausgabe S. 423].

  5. Gemeint ist die parteifeindliche Gruppe in der KPR(B), die sich Gruppe des „demokratischen Zentralismus“ nannte. Die Gruppe, an deren Spitze Sapronow und Ossinski standen, bildete sich in der Periode des Kriegskommunismus. Die „demokratischen Zentralisten“ verneinten die führende Rolle der Partei in den Sowjets; sie traten gegen die individuelle Leitung und die persönliche Verantwortlichkeit der Direktoren in der Industrie, gegen die Lenin sche Linie in Organisationsfragen auf und forderten die Freiheit der Fraktionen und Gruppierungen in der Partei. Der IX. und der X. Parteitag verurteilten entschieden die „demokratischen Zentralisten“. Im Jahre 1927 wurde die Gruppe der „demokratischen Zentralisten“ zusammen mit den Anführern der trotzkistischen Opposition durch den XV. Parteitag der KPdSU(B) aus der Partei ausgeschlossen.

  6. „Arbeiteropposition“ - parteifeindliche anarcho-syndikalistische Gruppe in der KPR(B), an deren Spitze Schljapnikow, Medwedew und andere standen. Die Gruppe hatte sich in der zweiten Hälfte des Jahres 1920 formiert und führte einen Kampf gegen die Lenin sche Parteilinie. Der X. Parteitag der KPR(B) verurteilte die „Arbeiteropposition“ und erklärte die Propaganda der Ideen der anarcho-syndikalistischen Abweichung für unvereinbar mit der Zugehörigkeit zur Kommunistischen Partei. Späterhin schlossen sich die Überreste der zerschlagenen „Arbeiteropposition“ mit dem konterrevolutionären Trotzkismus zusammen und wurden als Feinde der Partei und der Sowjetmacht zerschmettert.

  7. Der V. Weltkongress der Kommunistischen Internationale, der vom 17. Juni bis zum 8. Juli 1924 in Moskau tagte, unterstützte nach Erörterung der Frage „Über die Wirtschaftslage der UdSSR und über die Diskussion in der KPR(B)“ einmütig die Partei der Bolschewiki in ihrem Kampf gegen den Trotzkismus. Der Kongress bestätigte die von der XIII. Konferenz der KPR(B) angenommene und vom XIII. Parteitag der KPR(B) gebilligte Resolution „Über die Ergebnisse der Diskussion und über die kleinbürgerliche Abweichung in der Partei“ und beschloss, diese Resolution als seinen Beschluss zu veröffentlichen.

  8. Die XV. Konferenz der KPdSU(B) fand vom 26. Oktober bis zum 3. November 1926 statt. Die Thesen „Über den Oppositionsblock in der KPdSU(B)“ wurden von J. W. Stalin im Auftrag des Politbüros des ZK der KPdSU(B) verfasst. Am 3. November wurden die Thesen einstimmig von der Konferenz als Resolution der Konferenz angenommen. Am gleichen Tage wurde die Resolution vom vereinigten Plenum des ZI: und der ZKK der KPdSU(B) bestätigt. (Siehe J. W. Stalin, „Werke“, Bd. 8, S.214-233 [deutsche Ausgabe S.192-208].)

  9. Generalrat - Exekutivorgan des Kongresses der englischen Trade-Unions; erstmalig gewählt 1921.

  10. Gemeint ist die Resolution der XIV. Konferenz der KPR(B) „Über die Aufgaben der Komintern und der KPR(B) im Zusammenhang mit dem erweiterten Plenum des EKKI“. (Siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK“, Teil II, 1941, S. 25-31, russ.)

  11. „Sozialdemokrat“ - illegale Zeitung, Zentralorgan der SDAPR. Erschien von Februar 1908 bis Januar 1917; es wurden 58 Nummern herausgegeben. Die erste Nummer erschien in Rußland, späterhin wurde die Herausgabe der Zeitung ins Ausland verlegt, zuerst nach Paris, dann nach Genf. Die Redaktion des „Sozialdemokrat“ bestand laut Beschluss des ZK der SDAPR aus Vertretern der Bolschewiki, der Menschewiki und der polnischen Sozialdemokraten. Der unversöhnliche Kampf Lenin s innerhalb der Redaktion des „Sozialdemokrat“ für die konsequente bolschewistische Linie führte zum Ausscheiden der Vertreter der Menschewiki und der polnischen Sozialdemokraten aus der Redaktion. Seit Dezember 1911 war W. I. Lenin Redakteur des „Sozialdemokrat“. In der Zeitung wurde eine Reihe von Artikeln J. W. Stalins veröffentlicht. W. I. Lenin s Artikel „Über die Losung der Vereinigten Staaten von Europa“ wurde in Nr.44 des „Sozialdemokrat“ vom 23. August 1915 veröffentlicht. (Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 21, S. 308 bis 311 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. 1, S. 750 bis 754].)

  12. „Nasche Slowo“ (Unser Wort) - menschewistisch-trotzkistische Zeitung, die von Januar 1915 bis September 1916 in Paris erschien.

  13. Siehe W.I. Lenin , „Über die Naturalsteuer“ („Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 32, S. 308-343 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. II, S. 825 bis 861]).

  14. Siehe J. W. Stalin, „LIber die sozialdemokratische Abweichung in unserer Partei“ („Werke“, Bd. 8, S. 234-297 [deutsche Ausgabe S. 209-265]).

  15. Gemeint ist der Generalstreik der englischen Arbeiter, der vom 3. bis zum 12. Mai 1926 stattfand. An dem Streik beteiligten sich über fünf Millionen organisierter Arbeiter aller wichtigen Zweige der Industrie und des Verkehrswesens. Über die Ursachen der Entstehung und des Scheiterns des Streiks siehe J. W. Stalin, „Werke“, Bd. 8, S. 155-168 [deutsche Ausgabe S. 138 bis 1491.

  16. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 32, S. 301 (russ.).

  17. Weddinger - eine der „ultralinken“ Gruppen in der deutschen Kommunistischen Partei, die in der Parteiorganisation des Weddings - eines Stadtteils im Nordwesten Berlins - bestand. Die Führer der „Weddinger Opposition“ solidarisierten sich mit dem trotzkistisch-sinowjewistischen Oppositionsblock in der KPdSU(B). Das VII. erweiterte Plenum des EKKI verurteilte entschieden die „Weddinger Opposition“, verlangte von ihr die vollständige Einstellung der Fraktionstätigkeit, den Abbruch jeglicher Beziehungen zu den aus der deutschen Kommunistischen Partei ausgeschlossenen und ihr feindlichen Elementen sowie die bedingungslose Unterwerfung unter die Beschlüsse der KPD und der Komintern.

  18. „Poslednije Notvosti“ (Letzte Neuigkeiten) - Tageszeitung, Zentralorgan der konterrevolutionären bürgerlichen Partei Miljukows; erschien in Paris von April 1920 bis Juli 1940.

  19. Siehe W. I. Lenin , „Über die Aufgaben des Proletariats in der gegenwärtigen Revolution“ („Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 24, S.1-7 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. 1I, S. 7-11]).

  20. Zimmerwalder Linke - Gruppe linker Internationalisten; wurde von W. I. Lenin auf der ersten internationalen Konferenz der Internationalisten gebildet, die vom 23. bis zum 26. August (5.-8. September) 1915 in Zimmerwald (Schweiz) stattfand. Die Partei der Bolschewiki mit W. I. Lenin an der Spitze nahm in der Zimmerwalder linken Gruppe den einzig richtigen, bis zu Ende konsequenten Standpunkt gegen den Krieg ein. Über die Zimmerwalder Linke siehe „Geschichte der KPdSU(B), Kurzer Lehrgang“, S. 160 [deutsche Ausgabe, Berlin 1952, S. 208].

  21. Smena-Wech-Mann - Anhänger einer 1921 im Ausland unter der russischen bürgerlichen Emigration entstandenen bürgerlichen politischen Strömung, die ihren Namen nach der Zeitschrift „Smena-Wech“ (Wechsel der Wegzeichen) erhielt. Die Smena-Wech-Strömung war die Widerspiegelung der Auffassungen der neuen Bourgeoisie und der bürgerlichen Intelligenz Sowjetrußlands, die im Zusammenhang mit der Einführung der Neuen Ökonomischen Politik auf den offenen bewaffneten Kampf gegen die Sowjetmacht verzichteten und auf eine allmähliche Entartung des Sowjetsystems zu einer gewöhnlichen bürgerlichen Republik rechneten. Ustrjalow war der Ideologe der Smena-Wech-Strömung.

  22. Netschajew-Methoden - Taktik des Verschwörertums und des Terrorismus; so benannt nach dem russischen Anarchisten und Bakunisten S. G. Netschajew. Ende der 60er Jahre des 19. Jahrhunderts schuf Netschajew in Rußland eine abgekapselte, von den Massen losgelöste Verschwörerorganisation, in der der Wille und die Meinung ihrer Mitglieder völlig unterdrückt wurden.

  23. Araktschejew-Regime - Regime des uneingeschränkten Polizeidespotismus, der Willkür der Militärkaste und der Gewalttätigkeit gegenüber dem Volk; dieses Regime, das in Rußland im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts bestand, erhielt seine Bezeichnung nach dem Namen des reaktionären Staatsmanns Graf Araktschejew.

  24. Siehe K. Marx und F. Engels, „Werke“, Bd. VIII, 1931, S. 71 [deutsch in „Ausgewählte Schriften“ in zwei Bänden, Bd. 1, S. 192].

  25. Siehe auch K. Marx und F. Engels, „Werke“, Bd. XXII, 1931, S. 362 [deutsch in „Briefwechsel“, Bd. II, 5.424].

  26. Siehe K. Marx und F. Engels, „Manifest der Kommunistischen Partei“, Anhang, 1939, S.75-97 [deutsch in „Gesamtausgabe“, Berlin 1932, Erste Abteilung, Bd. 6, S. 503-522].

  27. Siehe K. Marx und F. Engels, „Werke“, Bd. VII, 1930, S. 103 (russ.).

  28. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 3. Ausgabe, Bd. III, S.1-477 und 4. Ausgabe, Bd. 3, S.1-535 (russ.).

  29. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 25, S. 353-462 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. II, S. 158-253].

  30. Siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK“, Teil II, 1941, S.25-31 (russ.).

  31. Gemeint ist „Plan und Konspekte für die Broschüre ‚Über die Naturalsteuer’“. (Siehe W. 1. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 32, S.299-307, russ.)

  32. Siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK“, Teil I, 1941, S. 281-295 (russ.).

  33. Gemeint ist die Resolution „Über die Ergebnisse der Diskussion und über die kleinbürgerliche Abweichung in der Partei“, die auf der XIII. Konferenz der KPR(B) zu J.W. Stalins Referat „Über die nächsten Aufgaben des Parteiaufbaus“ angenommen wurde. (Siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK“, Teil I, 1941, S. 540-545, russ.)

  34. J. W. Stalins Buch „Über Lenin und den Lenin ismus“ erschien im Mai 1924. Das Buch enthält zwei Arbeiten: „Über Lenin . Rede auf dem Gedenkabend der Kremlkursanten, 28. Januar 1924“ und „Über die Grundlagen des Lenin ismus. Vorlesungen an der Swerdlow-Universität“. (Siehe J.W. Stalin, „Werke“, Bd. 6, S.52-64, 69-188 [deutsche Ausgabe S. 47-57, 62-166].)

  35. Die XV. Moskauer Gouvernementskonferenz der KPdSU(B) fand vom B. bis zum 15. Januar 1927 statt. Die Konferenz behandelte Fragen der internationalen und inneren Lage der UdSSR, das Referat über die nächsten Aufgaben der ZKK - Arbeiter- und Bauerninspektion, den Rechenschaftsbericht des Moskauer Komitees der KPdSU(B) und andere Fragen. J. W. Stalin hielt in der Abendsitzung der Konferenz am 14. Januar eine Rede. Die Konferenz billigte die Politik des Lenin schen ZK der KPdSU(B).

  36. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 33, S.271-276 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. II, S. 950-9561.

  37. „Borba“ (Der Kampf) - Zeitung, die seit Mai 1917 als Organ des Zarizyner Komitees der SDAPR(B) und seit Ende 1917 als Organ des Zarizyner Sowjets der Arbeiter-, Soldaten-, Bauern- und Kosakendeputierten erschien. Nach der Umbenennung Zarizyns in Stalingrad war die Zeitung das Organ der Partei- und Sowjetorganisationen im Gouvernement und in der Stadt Stalingrad. Die letzte Nummer der „Borba“, Nr. 58 (4670), erschien am 14. März 1933.

  38. Gemeint ist J. W. Stalins Referat „Über die nächsten Aufgaben der Partei in der nationalen Frage“ auf dem X. Parteitag der KPR(B) am 10. März 1921. (Siehe „Werke“, Bd. 5, S. 33-44 [deutsche Ausgabe S. 29-381.)

  39. Gemeint sind J. W. Stalins Thesen für den X. Parteitag der KPR(B) „Über die nächsten Aufgaben der Partei in der nationalen Frage“. (Siehe „Werke“, Bd. 5, S. 15-29 [deutsche Ausgabe S. 13-25].)

  40. Siehe J.W. Stalin, „Werke“, Bd. 5, S. 34 [deutsche Ausgabe S. 29/30].

  41. Siehe J.W. Stalin, „Werke“, Bd. 5, S. 15116 [deutsche Ausgabe S. 13].

  42. Siehe J.W. Stalin, „Werke“, Bd. 7, S. 156-211 [deutsche Ausgabe S. 135 bis 182].

  43. Siehe W.I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 32, S. 403 und Bd. 33, S. 279 (russ.).

  44. Die internationale Wirtschaftskonferenz in Genua (Italien) fand vom 10. April bis zum 19. Mai 1922 statt. An der Konferenz nahmen auf der einen Seite England, Frankreich, Italien, Japan und andere kapitalistische Staaten und auf der anderen Seite Sowjetrußland teil. Die Vertreter der kapitalistischen Länder stellten der Sowjetdelegation Forderungen, deren Erfüllung die Verwandlung des Sowjetlandes in eine Kolonie des westeuropäischen Kapitals bedeutet hätte (die Forderung nach Bezahlung aller Kriegs- und Vorkriegsschulden, nach Rückgabe des nationalisierten Eigentums an die ausländischen Besitzer u. a.). Die Sowjetdelegation lehnte die Ansprüche der ausländischen Kapitalisten ab. Über die Konferenz von Genua siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 33, S. 186-200 und S. 235-238 (russ.).

  45. Die V. Unionskonferenz des Lenin schen Kommunistischen Jugendverbands der Sowjetunion fand vom 24. bis zum 31. März 1927 in Moskau statt. Die Konferenz behandelte die Berichte über die Arbeit des ZK des Lenin schen Kommunistischen Jugendverbands der Sowjetunion, über die gegenwärtige Lage und die Politik der Partei, über die Teilnahme der Jugend am Produktionsleben und die Aufgaben der Arbeit des Kommunistischen Jugendverbands auf wirtschaftlichem Gebiet, über die Teilnahme des Kommunistischen Jugendverbands an der Hebung der Landwirtschaft und am genossenschaftlichen Zusammenschluss des Dorfes u. a. J. W. Stalin hielt in der Abendsitzung der Konferenz am 29. März eine Rede. In ihren Beschlüssen versicherte die Konferenz der Partei, dass der Lenin sche Kommunistische Jugendverband auch künftighin der getreue Helfer der Partei beim Aufbau des Sozialismus in der UdSSR bleiben wird.

  46. Im Verlauf der für die Vereinigung Chinas geführten erfolgreichen Kämpfe gegen die Militaristen des Nordens besetzten Truppenteile der national-revolutionären Armee am 23. März 1927 die Stadt Nanking. In dem Bestreben, die Revolution abzuwürgen, gingen die imperialistischen Staaten von Hilfeleistungen für die chinesischen Militaristen zur offenen Intervention in China über: Am 24. März eröffneten englische und amerikanische Kriegsschiffe Artilleriefeuer auf Nanking.

  47. Der Beschluss des ZK der KPdSU(B) vom 24. März 1927 über „Fragen der Rationalisierung der Produktion“ wurde in Nr.68 der „Prawda“ vom 25. März 1927 veröffentlicht.

  48. Kuomintang - politische Partei in China, im Jahre 1912 von Sun Yat-sen zum Kampf für die Republik und die nationale Unabhängigkeit des Landes gegründet. Der Eintritt der Kommunistischen Partei Chinas in die Kuomintang (1924) trug zur Verwandlung der Kuomintang in eine revolutionäre Massenpartei des Volkes bei. In der ersten Entwicklungsetappe der chinesischen Revolution von 1925 bis 1927, als die Revolution eine antiimperialistische Revolution der vereinigten gesamtnationalen Front war, war die Kuomintang eine Partei des Blocks des Proletariats, der Kleinbourgeoisie in Stadt und Land sowie eines Teils der nationalen Großbourgeoisie. In der zweiten Etappe, in der Periode der Agrarrevolution, der bürgerlich-demokratischen Revolution, nachdem die nationale Bourgeoisie ins Lager der Konterrevolution übergegangen war, stellte die Kuomintang einen Block des Proletariats, der Bauernschaft und der städtischen Kleinbourgeoisie dar und führte eine antiimperialistische revolutionäre Politik durch. Die Entfaltung der Agrarrevolution und der Druck der Feudalherren auf die Kuomintang einerseits und anderseits der Druck der Imperialisten, die von der Kuomintang den Bruch mit den Kommunisten forderten, erschreckten die kleinbürgerliche Intelligenz (die Linken in der Kuomintang), die sich der Konterrevolution zuwandte. Als die linken Kuomintangleute von der Revolution abzuschwenken begannen (Sommer 1927), traten die Kommunisten aus der Kuomintang aus, die Kuomintang aber verwandelte sich in ein Zentrum des Kampfes gegen die Revolution.

  49. Siehe W. I. Lenin , „Demokratie und Narodnikitum in China“. („Werke“, 3.Ausgabe, Bd. XVI, S. 26-31 und 4.Ausgabe, Bd. 18, 5.143-149, russ.)

  50. Siehe J. W. Stalin, „Werke“, Bd. 7, S. 293/294 [deutsche Ausgabe S. 255 bis 256].

  51. Siehe K. Marx und F. Engels, „Ausgewählte Schriften“ in zwei Bänden, Bd. II, 1948, S. 434 [deutsche Ausgabe S. 426].

  52. Gemeint ist der konterrevolutionäre Putsch der „linken“ Sozialrevolutionäre am 6.-7. Juli 1913 in Moskau. Der Putsch wurde im Laufe weniger Stunden niedergeschlagen.

  53. Siehe W.I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 31, S. 129-141 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. II, S. 758-769].

  54. Siehe J. W. Stalin, „Werke“, Bd. 7, S.325-333 [deutsche Ausgabe S.281 bis 289].

  55. Kompradoren - Mittelsmänner zwischen ausländischem Kapital und einheimischem Markt, die einen Teil der einheimischen Handelsgroßbourgeoisie in den Kolonien und abhängigen Ländern bilden. Die Kompradorenbourgeoisie in China trat als Agentur des ausländischen Imperialismus und als Erzfeind der chinesischen Revolution 1925-1927 auf.

  56. Gemeint ist das Plenum des ZK der KPdSU(B), das vom 13. bis zum 16. April 1927 tagte. Das Plenum behandelte eine Reihe von Fragen im Zusammenhang mit den Sowjetkongressen der UdSSR und der RSFSR und entschied über den Zeitpunkt der Einberufung des XV. Parteitags der KPdSU(B). Am 13. April sprach J. W. Stalin zur Frage der Tagesordnung des Plenums und ergriff in der Diskussion zu M. I. Kalinins Referat „Fragen der Sowjetkongresse der UdSSR und der RSFSR“ das Wort. Nach Erörterung der Mitteilung des Politbüros des ZK der KPdSU(B) über die von ihm im Zusammenhang mit den internationalen Ereignissen (Ereignisse in China u. a.) gefassten Beschlüsse billigte das Plenum die Politik des Politbüros des ZK in der internationalen Frage und verurteilte entschieden die parteifeindliche Plattform der trotzkistisch-sinowjewistischen Opposition.

  57. „Derewenski Kommunist“ (Der Dorfkommunist) - Halbmonatsschrift für das Parteiaktiv im Dorf, Organ des ZK der KPdSU(B). Die Zeitschrift erschien von Dezember 1924 bis August 1930. Verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift war bis Februar 1927 W. M. Molotow.

  58. Siehe W.I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 31, S. 122-128 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. II, S. 770-776] und S.215 bis 220 (russ.).

  59. Gemeint ist die Kölner Demokratische Gesellschaft, die in Deutschland in der Periode der bürgerlichen Revolution von 1848 entstand. Dieser Gesellschaft gehörten neben bürgerlich-demokratischen Elementen auch Arbeiter an. K. Marx wurde zum Mitglied des Kreisvorstandes der demokratischen Gesellschaften in Rheinland und Westfalen gewählt und war dort leitend tätig.

  60. Die „Neue Rheinische Zeitung“ wurde vom 1. Juni 1848 bis zum 19. Mai 1849 in Köln herausgegeben. Die Leiter der Zeitung waren K. Marx und F. Engels, Chefredakteur war K. Marx. Über die „Neue Rheinische Zeitung“ siehe K. Marx und F. Engels, „Werke“, Bd. XVI, Teil 1, 1937, S. 165 bis 173 [deutsch in „Ausgewählte Schriften“ in zwei Bänden, Bd. II, S. 305 bis 313].

  61. Siehe J. W. Stalin, „Werke“, Bd. 7, S. 147 [deutsche Ausgabe S. 127].

  62. Gemeint ist die Resolution des VII. erweiterten Plenums des Exekutivkomitees der Komintern über die Lage in China, die am 16. Dezember 1926 angenommen wurde. Die Resolution des Plenums siehe in dem Buch „Thesen und Resolutionen des siebenten erweiterten Plenums des Exekutivkomitees der Komintern“, Moskau/ Lenin grad 1927.

  63. „Rote Lanzen“ - bewaffnete Selbstschutzabteilungen im chinesischen Dorf, die gegen das Joch der Gutsbesitzer und Militaristen kämpften. In der Periode der chinesischen Revolution 1925-1927 leisteten die „Roten Lanzen“ und ähnliche Bauernorganisationen („Gelbe Lanzen“, „Schwarze Lanzen“, „Große Messer“, „Leere Bäuche“ u. a.) der national-revolutionären Armee im Kampf um die Unabhängigkeit Chinas bedeutende Hilfe.

  64. „Nowaja Shisn“ (Das neue Leben) - menschewistische Zeitung, die von April 1917 bis Juli 1918 in Petrograd erschien.

  65. Das VIII. Plenum des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale tagte vom 18. bis zum 30. Mai 1927 in Moskau. Das Plenum behandelte die Aufgaben der Komintern im Kampf gegen den Krieg und die Kriegsgefahr, die Aufgaben der Kommunistischen Partei Englands, die Fragen der chinesischen Revolution u. a. J. W. Stalin hielt am 24. Mai in der zehnten Sitzung des Plenums die Rede „Die Revolution in China und die Aufgaben der Komintern“. Das Plenum gab eine Einschätzung der internationalen Lage, legte das Kampfprogramm gegen die drohende Kriegsgefahr fest und nahm im Zusammenhang mit dem Abbruch der diplomatischen und Handelsbeziehungen zur UdSSR durch England den Aufruf an: „An die Arbeiter und Bauern der ganzen Welt. An alle unterdrückten Völker. An die Soldaten und Matrosen“. Die Führer des parteifeindlichen trotzkistisch-sinowjewistischen Blocks nutzten die Zuspitzung der internationalen Lage der UdSSR aus und machten auf der Plenartagung verleumderische Ausfälle gegen die Führung der Komintern und der KPdSU(B). In einem besonderen Beschluss verurteilte das Plenum scharf die Spaltertätigkeit der Oppositionsführer und warnte sie, dass sie im Falle der Fortsetzung ihres fraktionellen Kampfes aus dem Exekutivkomitee der Komintern ausgeschlossen würden.

  66. Gemeint ist der Aufruf des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale vom 14. April 1927 „An die Proletarier und Bauern der ganzen Welt. An alle unterdrückten Völker“. Der Aufruf wurde in Nr. 85 der „Prawda“ vom 15. April 1927 veröffentlicht.

  67. Siehe K. Marx und F. Engels, „Werke“, Bd. XV, 1935, S. 105-124 (russ.).

  68. Siehe J. W. Stalin, „Über die politischen Aufgaben der Universität der Völker des Ostens“, „Werke“, Bd. 7, S. 133-152 [deutsche Ausgabe S.115 bis 131].

  69. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 24, S. 1811182 (russ.).

  70. W.I. Lenin stellte in seinen Aufsätzen und Briefen aus der Illegalität an das Zentralkomitee und an die bolschewistischen Organisationen im September 1917 die Losung „Alle Macht den Sowjets“ als unmittelbare Aufgabe zur Organisierung des bewaffneten Aufstands auf (siehe „Werke“, 4. Ausgabe, Bd.25, S.288-294, 340-347; Bd.26, S.1-3 (russ.); Bd.26, S.4-9 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. II, S. 132-137]). Bei Erörterung der Briefe W. I. Lenin s in der Sitzung des Zentralkomitees der Partei am 15. September erteilte J. W. Stalin dem Kapitulanten Kamenew, der die Vernichtung dieser Dokumente forderte, eine entschiedene Abfuhr und schlug vor, die Briefe W. I. Lenin s an die größten Parteiorganisationen zur Erörterung zu schicken. Am 10. Oktober 1917 fand unter Teilnahme von W. I. Lenin , J. W. Stalin, J. M. Swerdlow, F. E. Dzierzynski, M. S. Uritzki die historische Sitzung des Zentralkomitees der Partei der Bolschewiki statt, in der die von W. I. Lenin verfasste Resolution über den bewaffneten Aufstand angenommen wurde. (Siehe W.I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 26, S. 162 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. II, S.151].)

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