"Stalin"

Werke

Band 10

ANMERKUNGEN

  1. Das vereinigte Plenum des ZK und der ZKK der KPdSU(B) tagte vom 29. Juli bis zum 9. August 1927. Das Plenum behandelte die Fragen: über die internationale Lage, über die wirtschaftlichen Direktiven für das Jahr 1927/28, über die Arbeit der ZKK - Arbeiter- und Bauerninspektion, über den XV. Parteitag, über die Verletzung der Parteidisziplin durch Sinowjew und Trotzki. In der Sitzung des Plenums am 1. August hielt J. W. Stalin die Rede „Die internationale Lage und die Verteidigung der UdSSR“. Am 2. August wählte das Plenum J. W. Stalin zum Mitglied der Kommission für die Ausarbeitung einer Resolution über die internationale Lage. Nachdem das Plenum die Verstärkung der Gefahr eines neuen kriegerischen Überfalls auf die Sowjetunion festgestellt hatte, verurteilte es die defätistische Position des trotzkistisch-sinowjewistischen Blocks und stellte die Aufgabe, die Wehrkraft der Sowjetunion mit allen Mitteln zu festigen. Das Plenum gab die wirtschaftlichen Direktiven für das Jahr 1927/28 und konstatierte den völligen Bankrott der Kapitulantenlinie der Opposition auf dem Gebiet der Wirtschaftspolitik. In dem Beschluss über die Arbeit der ZKK - Arbeiter- und Bauerninspektion umriss das Plenum das Programm zur weiteren Verbesserung der Arbeit des Staatsapparats. Bei der Erörterung des Berichts von G. K. Ordshonikidse über die Verletzung der Parteidisziplin durch Sinowjew und Trotzki hielt J. W. Stalin in der Sitzung des Plenums am 5. August eine Rede. Am 6. August wählte das Plenum J. W. Stalin in die Kommission für die Ausarbeitung eines Resolutionsentwurfs zum Bericht G. K. Ordshonikidses. Das Plenum entlarvte die verbrecherische Tätigkeit der Führer des trotzkistisch-sinowjewistischen Blocks und stellte die Frage des Ausschlusses Trotzkis und Sinowjews aus dem ZK der KPdSU(B). Erst danach überreichten die Führer der Opposition dein Plenum am 8. August eine „Erklärung“, in der sie doppelzünglerisch ihr Verhalten verurteilten und die Fraktionstätigkeit abschworen. In der Sitzung des Plenums am 9. August ergriff J. W. Stalin anlässlich der „Erklärung“ der Opposition das Wort. Das Plenum erteilte Trotzki und Sinowjew eine strenge Rüge mit Verwarnung, verpflichtete die Führer des trotzkistisch-sinowjewistischen Blocks, die Fraktion sofort aufzulösen und rief alle Organisationen und alle Mitglieder der Partei auf, die Einheit und die eiserne Disziplin in der Partei zu verteidigen. (Die Resolutionen des Plenums des ZK und der ZKK der KPdSU(B), siehe in „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK“, Teil II, 1941, S. 170-194, russ.)

  2. Gemeint ist der bewaffnete Umsturz in Polen, der von Pilsudski im Mai 1926 vollzogen wurde. Durch den Umsturz wurde das Diktaturregime Pilsudskis und seiner Clique errichtet, die die Faschisierung des Landes betrieben. (Über den Umsturz Pilsudskis siehe J. W. Stalin, „Werke“, Bd. 8, S. 168-172 [deutsche Ausgabe S. 149-153].)

  3. Es handelt sich um die revolutionäre Aktion des Wiener Proletariats vom 15.-18. Juli 1927. Ausgelöst wurde die Aktion dadurch, dass ein Wiener bürgerlicher Gerichtshof eine Gruppe von Faschisten, die mehrere Arbeiter ermordet hatten, freisprach. Die spontan ausgebrochene Aktion wurde zu einem Aufstand mit Straßenkämpfen gegen Polizei und Militär. Infolge des Verrats der Führer der österreichischen Sozialdemokratie wurde der Aufstand unterdrückt.

  4. Gemeint ist der „linke“ Flügel der österreichischen Sozialdemokratischen Partei, der im Jahre 1916 entstand und von F. Adler und O. Bauer geführt wurde. Unter dem Deckmantel revolutionärer Phrasen trat die sozialdemokratische „Linke“ in Wirklichkeit gegen die Interessen der Arbeiter auf und bildete daher den gefährlichsten Teil der Sozialdemokratie.

  5. Der Generalstreik und der Bergarbeiterstreik in England wurden ausgelöst durch den Angriff der Unternehmer auf den Lebensstandard der Arbeiterklasse. Die Bergarbeiter beantworteten die Aussperrung, die von den Grubenbesitzern verhängt worden war, weil die Bergarbeiter einen Abbau der Löhne und eine Verlängerung des Arbeitstages abgelehnt hatten, am 1. Mai 1926 mit dem Streik. Zum Zeichen der Solidarität mit den Bergarbeitern begann am 3. Mai ein Generalstreik, an dem mehrere Millionen organisierter Arbeiter der wichtigsten Zweige der Industrie und des Verkehrswesens teilnahmen. Am 12. Mai, mitten im Kampfe der Arbeiter, übten die Führer des Generalrats der englischen Trade-Unions an den streikenden Arbeitern Verrat und erklärten den Generalstreik für beendet. Aber der Kampf der Bergarbeiter ging weiter. Lediglich die Repressalien der Regierung und der Unternehmer sowie die schwere materielle Lage zwangen die Bergarbeiter, im November 1926 den Streik einzustellen und die Bedingungen der Grubenbesitzer anzunehmen. (Über den englischen Generalstreik siehe J.W. Stalin, „Werke“, Bd. 8, S.155-168 [deutsche Ausgabe 5.138-149].)

  6. Generalrat - Exekutivorgan des Kongresses der englischen Trade-Unions; erstmalig gewählt 1921.

  7. „Die Kommunistische Internationale“ - Zeitschrift, Organ des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale. Die Zeitschrift erschien von Mai 1919 bis Juni 1943 in russischer, französischer, deutscher, englischer und in anderen Sprachen. Die Herausgabe wurde eingestellt in Verbindung mit dem Beschluss des Präsidiums des Exekutivkomitees der Komintern vom 15. Mai 1943 über die Auflösung der Kommunistischen Internationale.

  8. Brandlerianertum - rechtsopportunistische Strömung in der Kommunistischen Partei Deutschlands. Wurde nach Brandler benannt, der in den Jahren 1922-1923 die Führung der Kommunistischen Partei Deutschlands innehatte und an der Spitze der Gruppe der Rechten stand. Die Kapitulantenpolitik der Brandlerleute und ihre Zusammenarbeit mit der Spitze der Sozialdemokratie führten zur Niederlage der Arbeiterklasse Deutschlands in der Revolution von 1923. Im Jahre 1929 wurde Brandler wegen parteifeindlicher fraktioneller Tätigkeit aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen.

  9. W.I. Lenin , „Über die Aufgaben des Proletariats in der gegenwärtigen Revolution“ (siehe „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 24, S.1-7 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. II, S.7-11]).

  10. Der Hongkonger Streik der chinesischen Arbeiter, der am 19. Juni 1925 begann, dauerte 16 Monate. Der Streik trug politischen Charakter und war gegen das Joch des ausländischen Imperialismus gerichtet.

  11. Kuomintang - politische Partei in China, im Jahre 1912 von Sun Yat-sen zum Kampf für die Republik und die nationale Unabhängigkeit des Landes gegründet. Der Eintritt der Kommunistischen Partei Chinas in die Kuomintang (1924) trug zur Verwandlung der Kuomintang in eine revolutionäre Massenpartei des Volkes bei. In der ersten Entwicklungsetappe der chinesischen Revolution von 1925 bis 1927, als die Revolution eine antiimperialistische Revolution der vereinigten gesamtnationalen Front war, war die Kuomintang eine Partei des Blocks des Proletariats, der Kleinbourgeoisie in Stadt und Land sowie eines Teils der nationalen Großbourgeoisie. In der zweiten Etappe, in der Periode der Agrarrevolution, der bürgerlich-demokratischen Revolution, nachdem die nationale Bourgeoisie ins Lager der Konterrevolution übergegangen war, stellte die Kuomintang einen Block des Proletariats, der Bauernschaft und der städtischen Kleinbourgeoisie dar und führte eine antiimperialistische revolutionäre Politik durch. Die Entfaltung der Agrarrevolution und der Druck der Feudalherren auf die Kuomintang einerseits und anderseits der Druck der Imperialisten, die von der Kuomintang den Bruch mit den Kommunisten forderten, erschreckten die kleinbürgerliche Intelligenz (die Linken in der Kuomintang), die sich der Konterrevolution zuwandte. Als die linken Kuomintangleute von der Revolution abzuschwenken begannen (Sommer 1927), traten die Kommunisten aus der Kuomintang aus, die Kuomintang aber verwandelte sich in ein Zentrum des Kampfes gegen die Revolution. (Über die Kuomintang siehe J. W. Stalin, „Werke“, Bd. 9, S. 242-251, 340-348 [deutsche Ausgabe S. 209-217, 293-301].)

  12. Siehe J. W. Stalin, „Werke“, Bd. 8, S. 368, 372 [deutsche Ausgabe S. 329, 332].

  13. Gemeint ist der konterrevolutionäre Umsturz in China, der von den rechten Kuomintangleuten mit Tschiang Kai-schek an der Spitze am 12. April 1927 vollzogen wurde. Im Ergebnis des Umsturzes wurde eine konterrevolutionäre Regierung in Nanking gebildet. (Über den Umsturz Tschiang Kai-scheks siehe J. W. Stalin, „Werke“, Bd. 9, S.225-227 [deutsche Ausgabe S. 195-197].)

  14. W.I. Lenin , „Ursprünglicher Entwurf der Thesen zur nationalen und kolonialen Frage“ (siehe „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 31, S. 122-128 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. II, S. 770-776]).

  15. Die von der Ostkommission des VI. erweiterten Plenums des Exekutivkomitees der Komintern ausgearbeitete Resolution zur chinesischen Frage wurde in der Plenarsitzung vom 13. März 1926 angenommen. (Siehe „Das VI. erweiterte Plenum des Exekutivkomitees der Komintern. Thesen und Resolutionen“, Moskau/ Lenin grad 1926, S. 131-136, russ.)

  16. In einem seiner Artikel über die Entwicklung der chinesischen Revolution von 1925-1927 stellte A. Martynow (ehemaliger Menschewik, der auf dem XII. Parteitag in die KPR(B) aufgenommen worden war) die These auf, dass in China ein friedlicher Übergang von der bürgerlich-demokratischen Revolution zur proletarischen Revolution möglich sei. Die Verantwortung für diese falsche These Martynows versuchte der antisowjetische trotzkistisch-sinowjewistische Block auf die Führung der Komintern und der KPdSU(B) zu wälzen.

  17. Siehe J. W. Stalin, „Werke“, Bd.9, S. 358 [deutsche Ausgabe S. 309/310].

  18. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 24, S. 15-18 (russ.).

  19. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 25, S.164-170 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. II, S. 68-75].

  20. Das Englisch-Sowjetische oder Englisch-Russische Einheitskomitee (Vereinigtes Beratendes Komitee der Gewerkschaftsbewegung Großbritanniens und der UdSSR) wurde auf Initiative des Zentralrats der Gewerkschaften der Sowjetunion auf der englisch-russischen Gewerkschaftskonferenz, die vom 6. bis zum 8. April 1925 in London tagte, gebildet. Dem Komitee gehörten Vertreter des Zentralrats der Gewerkschaften der Sowjetunion und des Generalrats des Kongresses der englischen Trade-Unions an. Wegen der verräterischen Politik der reaktionären Führer der englischen Trade-Unions hörte das Komitee im Herbst 1927 auf zu existieren. (über das Englisch-Russische Komitee siehe J.W. Stalin, „Werke“, Bd. 8, S. 183-191, 194-203 [deutsche Ausgabe S. 164-171, 174-1821.)

  21. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 31, S. 1-97 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. II, S. 669-757].

  22. Siehe J.W. Stalin, „Werke“, Bd.4, 5.2491250 [deutsche Ausgabe S.220/221].

  23. Gemeint ist die auf Grund des Urteils des Kollegiums der OGPU der UdSSR vom 9. Juni 1927 wegen terroristischer Tätigkeit, Diversions- und Spionagetätigkeit erfolgte Erschießung von 20 weißgardistischen Monarchisten, die von den Spionagediensten ausländischer Staaten in die UdSSR geschickt worden waren. Unter den Erschossenen befanden sich ehemalige russische Fürsten und Adlige, Großgrundbesitzer, Industrielle, Kaufleute und Gardeoffiziere der zaristischen Armee.

  24. Curzon-Ultimatum - Note des englischen Außenministers Curzon vom 8. Mai 1923, die die Androhung einer neuen Intervention gegen die UdSSR enthielt.

  25. „Sozialistitscheski Wjestnik“ (Der sozialistische Bote) - Zeitschrift der menschewistischen weißen Emigranten; erschien von Februar 1921 bis März 1933 in Deutschland, später in Frankreich und in den USA. Der „Sozialistitscheski Wjestnik“ ist ein Sprachrohr der reaktionären weißen Emigration.

  26. „Rulj“ (Das Steuer) - Zeitung der kadettischen weißen Emigranten, die von November 1920 bis Oktober 1931 in Berlin erschien.

  27. J.W. Stalin, „Über die politischen Aufgaben der Universität der Völker des Ostens“ (siehe „Werke“, Bd.7, S. 133-152 [deutsche Ausgabe S. 115 bis 1311).

  28. W. I. Lenin , „Über die Losung der Vereinigten Staaten von Europa“ (siehe „Werke“, 3. Ausgabe, Bd. XVIII, S. 232/233 und 4. Ausgabe, Bd. 21, S. 311 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. I, S. 753]).

  29. Gemeint ist die Resolution „Über die Aufgaben der Komintern und der KPR(B) im Zusammenhang mit dem erweiterten Plenum des EKKI“, angenommen von der XIV. Konferenz der KPR(B), die vom 27. bis zum 29. April 1925 tagte. (Siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK“, Teil II, 1941, S.25-31, russ.)

  30. Es handelt sich um die Resolution zum Rechenschaftsbericht des Zentralkomitees, angenommen vom XIV. Parteitag der KPdSU(B), der vom 18. bis zum 31. Dezember 1925 tagte. (Siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK“, Teil II, 1941, S. 47-53, russ.)

  31. Gemeint ist die Resolution „über den Oppositionsblock in der KPdSU(B)“, angenommen von der XV. Konferenz der KPdSU(B), die vom 26. Oktober bis zum 3. November 1926 tagte. (Siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK“, Teil II, 1941, S. 148-155, russ.)

  32. Gemeint ist die Resolution zur russischen Frage, angenommen vom VII. erweiterten Plenum des Exekutivkomitees der Komintern, das vom 22. November bis zum 16. Dezember 1926 tagte. (Siehe „Thesen und Resolutionen des VII. erweiterten Plenums des Exekutivkomitees der Komintern“, Moskau/ Lenin grad 1927, S.60-70, russ.)

  33. Es handelt sich um die Resolution zur russischen Frage, angenommen vom V. Kongress der Kommunistischen Internationale, der vom 17. Juni bis zum 8. Juli 1924 tagte. (Siehe „Der V. Weltkongress der Kommunistischen Internationale. Thesen, Resolutionen und Beschlüsse“, Moskau 1924, S. 175-186, russ.)

  34. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 33, S.427-435 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. II, S. 988-995].

  35. Ossowskitum“ - konterrevolutionäre „Theorie“, die die Bildung einer trotzkistischen Partei in der UdSSR zu begründen versuchte. Der Urheber dieser „Theorie“, der Trotzkist Ossowski, wurde im August 1926 aus der KPdSU(B) ausgeschlossen.

  36. Gemeint ist die Resolution „Über die Einheit der Partei“, angenommen vom X. Parteitag der KPR(B), der vom B. bis zum 16. März 1921 tagte. (Siehe „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK“, Teil I, 1941, S. 364-366, russ.)

  37. „Arbeiterwahrheit“ - illegale konterrevolutionäre Gruppe, die im Jahre 1921 entstand. Die Mitglieder dieser Gruppe wurden aus der KPR(B) ausgeschlossen.

  38. Konferenz in Genua - internationale Wirtschaftskonferenz, die vom 10. April bis zum 19. Mai 1922 in Genua (Italien) tagte. An der Konferenz nahmen auf der einen Seite England, Frankreich, Italien, Japan und andere kapitalistische Staaten, auf der anderen Seite Sowjetrußland teil. Bei Eröffnung der Konferenz entwickelte die Sowjetdelegation ein groß angelegtes Programm für den Wiederaufbau Europas und legte das Projekt einer allgemeinen Abrüstung vor. Die Anträge der Sowjetdelegation wurden abgelehnt. Die Vertreter der kapitalistischen Länder stellten der Sowjetdelegation Forderungen, deren Erfüllung die Verwandlung des Sowjetlandes in eine Kolonie des westeuropäischen Kapitals bedeutet hätte (Bezahlung aller Kriegs- und Vorkriegsschulden, Rückgabe des nationalisierten Eigentums an die ausländischen Besitzer u.a.). Die Sowjetdelegation lehnte die Ansprüche der ausländischen Kapitalisten ab.

  39. Es handelt sich um die internationale Vereinigung der reformistischen Gewerkschaften, die im Juli 1919 auf dem Kongress in Amsterdam (Holland) gegründet wurde. Die Amsterdamer Internationale betrieb eine reformistische Politik, arbeitete offen mit der Bourgeoisie zusammen, kämpfte gegen die revolutionäre Arbeiterbewegung und verhielt sich der Sowjetunion gegenüber feindselig. Während des zweiten Weltkriegs stellte die Amsterdamer Internationale faktisch ihre Tätigkeit ein; offiziell wurde sie am 14.Dezember 1945 im Zusammenhang mit der Gründung des Weltgewerkschaftsbundes aufgelöst.

  40. Amerikanische Arbeitsföderation - Vereinigung eines Teils der Gewerkschaftsverbände der USA, gegründet 1881. Die Führer der Föderation stellen eine Agentur des amerikanischen Imperialismus in der Gewerkschaftsbewegung der USA dar und betreiben eine Spaltertätigkeit in der internationalen Arbeiterbewegung.

  41. Vom 10. bis zum 21. Juli 1925 fand im Staate Tennessee (USA) ein Gerichtsprozess statt, der weithin bekannt wurde. Der Lehrer John Scopes, der gerichtlich belangt wurde, weil er im College Darwins Evolutionstheorie gelehrt hatte, wurde von amerikanischen reaktionären Dunkelmännern der Verletzung der Gesetze des Staates für schuldig erkannt und zu einer Geldstrafe verurteilt.

  42. J.W. Stalin, „Über die politischen Aufgaben der Universität der Völker des Ostens“ (siehe „Werke“, Bd. 7, S. 139 [deutsche Ausgabe S.121]).

  43. J.W. Stalin, „Über die politischen Aufgaben der Universität der Völker des Ostens“ (siehe „Werke“, Bd. 7, S. 138 [deutsche Ausgabe S.120]).

  44. W.I. Lenin , „Die sozialistische Revolution und das Recht der Nationen auf Selbstbestimmung“ (siehe „Werke“, 3. Ausgabe, Bd. XIX, S. 40 und 4. Ausgabe, Bd. 22, S. 135, russ.).

  45. Das vereinigte Plenum des ZK und der ZKK der KPdSU(B) tagte vom 21. bis zum 23. Oktober 1927. Das Plenum behandelte und bestätigte die vom Politbüro des ZK der KPdSU(B) vorgeschlagenen Thesenentwürfe zu den Fragen, die auf der Tagesordnung des XV. Parteitags der KPdSU(B) standen: über die Direktiven zur Ausarbeitung des Fünfjahrplans der Volkswirtschaft und über die Arbeit auf dem Lande; das Plenum bestätigte die Referenten, fasste einen Beschluss über die Diskussion und beschloss, die Thesen zum XV. Parteitag zu veröffentlichen, damit sie in den Parteiversammlungen und in der Presse erörtert werden können. In Verbindung mit dem Ausfall der Führer der trotzkistisch-sinowjewistischen Opposition gegen das zum zehnten Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution angenommene Manifest des ZEK der UdSSR und insbesondere gegen den Punkt über den Übergang zum Siebenstundentag behandelte das Plenum diese Frage und erkannte in einer besonderen Resolution die Initiative des Politbüros des ZK bei der Herausgabe des Manifests und das Manifest des ZEK der UdSSR selbst als richtig an. Das Plenum nahm den Bericht des Präsidiums der ZKK über die Fraktionstätigkeit Trotzkis und Sinowjews nach dem Augustplenum des ZK und der ZKK der KPdSU(B) (1927) entgegen. Bei Erörterung dieser Frage in der Sitzung des Plenums am 23. Oktober hielt J. W. Stalin die Rede „Die trotzkistische Opposition früher und jetzt“. Wegen Betrugs und fraktionellen Kampfes gegen die Partei schloss das Plenum Trotzki und Sinowjew aus dem ZK aus und beschloss, dem XV. Parteitag alle Materialien über die Spaltertätigkeit der Führer der trotzkistisch-sinowjewistischen Opposition zur Überprüfung vorzulegen. (Die Resolutionen und Beschlüsse des Plenums siehe in „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK“, Teil II, 1941, S. 195-220, russ.)

  46. W.I. Lenin , „Brief an die Mitglieder der Partei der Bolschewiki“ und „Brief an das Zentralkomitee der SDAPR“ (siehe „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 26, S. 185-188, 192-196, russ.).

  47. W.I. Lenin , Rechenschaftsbericht über die polnische Tätigkeit des ZK der KPR(B) vom 8. März 1921 (siehe „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 32, S. 152, russ.).

  48. W.I. Lenin , Schlusswort zum Rechenschaftsbericht des ZK der KPR(B) vom 9. März 1921 (siehe „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 32, S. 170, 177, russ.).

  49. „Nowaja Shisn“ (Das Neue Leben) - menschewistische Zeitung, die von April 1917 bis Juli 1918 in Petrograd erschien.

  50. Gruppe Mjasnikow - illegale konterrevolutionäre Gruppe, die sich „Arbeitergruppe“ nannte. Die Gruppe wurde im Jahre 1923 in Moskau von G. Mjasnikow und anderen aus der KPR(B) Ausgeschlossenen gegründet und vereinigte eine unbedeutende Anzahl von Mitgliedern. Die Gruppe wurde im gleichen Jahre liquidiert.

  51. „Vorwärts“ - Zentralorgan der deutschen Sozialdemokratie; erschien von 1876 bis 1933. In der Zeit nach der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution war der „Vorwärts“ ein Zentrum der antisowjetischen Propaganda.

  52. Gemeint sind die konterrevolutionären Aufstände in Georgien am 28. August 1924, die auf Direktive und mit finanzieller Unterstützung der imperialistischen Staaten und der Führer der II. Internationale von Resten der zerschlagenen bürgerlich-nationalistischen Parteien und von der menschewistischen Emigranten,,regierung“ N. Jordanias organisiert worden waren. Die Aufstände wurden mit aktiver Unterstützung der georgischen Arbeiter und der werktätigen Bauernschaft am Tage darauf, am 29. August, liquidiert.

  53. Gemeint ist der bewaffnete Überfall einer Abteilung chinesischer Soldaten und der Polizei auf die Sowjetbotschaft in Peking (Peiping) am 6. April 1927, der im Auftrage ausländischer Imperialisten mit dem Ziel unternommen wurde, einen kriegerischen Konflikt zwischen China und der UdSSR herbeizuführen.

  54. Gemeint ist der Überfall der englischen Polizei auf die Handelsvertretung der Sowjetunion und auf die Arcos (Sowjetgesellschaft für den Handel mit England) in London, der am 12. Mai 1927 von der englischen konservativen Regierung ins Werk gesetzt wurde.

  55. Gemeint ist die antisowjetische Kampagne in Frankreich im Herbst 1927. Die französische Regierung, die diese Kampagne inspiriert hatte, unterstützte jede Art antisowjetischer Tätigkeit, betrieb eine Hetze gegen die offiziellen sowjetischen Vertreter und Institutionen in Paris und verhielt sich wohlwollend zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit der UdSSR durch England.

  56. Smena-Wech-Leute - Vertreter einer 1921 im Ausland unter der russischen weißgardistischen Intelligenz entstandenen bürgerlichen politischen Strömung. An der Spitze der Smena-Wech-Strömung stand die Gruppe N. Ustrjalows, J. Kljutschnikows u. a., die die Zeitschrift „Smena Wech“ (Wechsel der Wegzeichen) herausgab. Die Smena-Wech-Leute brachten die Auffassungen der neuen Bourgeoisie und der bürgerlichen Intelligenz in Sowjetrußland zum Ausdruck, die im Zusammenhang mit der Einführung der Neuen Ökonomischen Politik auf eine allmähliche Entartung des Sowjetsystems im Geiste der bürgerlichen Demokratie rechneten. (Über die Smena-Wech-Leute siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 33, S.256/257 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. II, S. 934/935] und J. W. Stalin, „Werke“, Bd. 7, S. 341 /342 und Bd. 9, S. 70-74 [deutsche Ausgabe, Bd. 7, S. 296/297 und Bd. 9, S. 62-651.)

  57. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 3. Ausgabe, Bd. VI, S. 155-336 und 4. Ausgabe, Bd. 7, S. 185-392 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. I, S. 325-415].

  58. „Vossische Zeitung“ - deutsche bürgerliche Zeitung, die von 1704 bis April 1934 in Berlin erschien.

  59. Sacco und Vanzetti - italienische Arbeiter, die nach den Vereinigten Staaten von Amerika emigriert waren. Sie wurden am 5. Mai 1920 in Brockton (Staat Massachusetts) unter der wissentlich falschen Anschuldigung des Raubmords verhaftet und im Jahre 1921 von einem reaktionären amerikanischen Gerichtshof zum Tode verurteilt. Millionen von Werktätigen der ganzen Welt protestierten gegen das Urteil durch Massendemonstrationen, Kundgebungen und Streiks. Am 23. August 1927 wurden Sacco und Vanzetti hingerichtet.

  60. Das Dekret des Allrussischen Zentralexekutivkomitees der Sowjets der Arbeiter-, Soldaten- und Bauerndeputierten über die Annullierung der Staatsanleihen der zaristischen Regierung wurde am 21. Januar 1918 angenommen.

  61. Paul Lafargue, „Am Tage nach der Revolution“ (siehe „Werke“, Bd. I, 1925, S. 329/330, russ.).

  62. W.I. Lenin , „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“ (siehe „Werke“, 3. Ausgabe, Bd. XIX, S. 77 und 4. Ausgabe, Bd. 22, S. 182 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. I, S.774]).

  63. Die VII. Bezirksparteikonferenz des Moskauer Militärbezirks tagte vom 15. bis zum 17. November 1927. J. W. Stalins Begrüßung wurde in der Vormittagssitzung der Konferenz am 17. November verlesen.

  64. Die XVI. Moskauer Gouvernementskonferenz der KPdSU(B) tagte vom 20. bis zum 28. November 1927. Die Konferenz nahm die Berichte des ZK und der ZKK der KPdSU(B) entgegen, erörterte die Perspektiven des wirtschaftlichen Aufbaus des Moskauer Gouvernements in Verbindung mit dem allgemeinen Plan zur Entwicklung der Volkswirtschaft der UdSSR, die Rechenschaftsberichte des Moskauer Komitees und der Moskauer Kontrollkommission der KPdSU(B), den Bericht über die Arbeit» auf dem Lande und andere Fragen. J. W. Stalin hielt in der Vormittagssitzung der Konferenz am 23. November eine Rede. In der Resolution zum Bericht des ZK der KPdSU(B) billigte die Konferenz die politische und organisatorische Tätigkeit des Zentralkomitees und seine Beschlüsse über die trotzkistische Opposition. Die Konferenz wählte J. W. Stalin zum Delegierten für den XV. Parteitag der KPdSU(B).

  65. W.I. Lenin , „Plan und Konspekte für die Broschüre ‚über die Naturalsteuer’„ (siehe „Werke“, 3. Ausgabe, Bd. XXVI, S. 313, 4. Ausgabe, Bd. 32, S. 302/303, russ.).

  66. W.I. Lenin , Referat über die Taktik der KPR(B) am 5. Juli 1921 auf dem III. Kongress der Kommunistischen Internationale (siehe „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 32, 5.466, russ.).

  67. W. I. Lenin , Rede bei der Eröffnung des VIII. Parteitags der KPR(B) am 18. März 1919 (siehe „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 29, S. 125, russ.).

  68. W.I. Lenin , „Die Wahlen in Petersburg und die Heuchelei der 31 Menschewiki“ (siehe „Werke“, 3. Ausgabe, Bd. X, S. 303-315 und 4. Ausgabe, Bd. 12, S. 17-27, russ.).

  69. Der XV. Parteitag der KPdSU(B) tagte in Moskau vom 2. bis zum 19. Dezember 1927. Der Parteitag erörterte den politischen und den organisatorischen Rechenschaftsbericht des Zentralkomitees, die Rechenschaftsberichte der Zentralen Revisionskommission, der ZKK - Arbeiter- und Bauerninspektion, der Delegation der KPdSU(B) im Exekutivkomitee der Komintern, die Direktiven für die Ausarbeitung eines Fünfjahrplans zur Entwicklung der Volkswirtschaft, einen Bericht über die Arbeit auf dem Lande sowie ein Referat der Parteitagskommission über die Frage der Opposition und wählte die Zentralinstanzen der Partei. J. W. Stalin erstattete am 3. Dezember den politischen Rechenschaftsbericht des ZK der KPdSU(B) und hielt am 7. Dezember das Schlusswort. Am 12. Dezember wählte der Parteitag J.W. Stalin in die Kommission, die eine Resolution zu dem Bericht über die Tätigkeit der Delegation der KPdSU(B) im Exekutivkomitee der Komintern ausarbeiten sollte. Der Parteitag billigte die politische und die organisatorische Linie des Zentralkomitees der Partei und erteilte diesem den Auftrag, auch weiterhin eine Politik des Friedens und der Festigung der Wehrkraft der UdSSR durchzuführen, die sozialistische Industrialisierung des Landes in ungeschwächtem Tempo fortzusetzen, den sozialistischen Sektor in Stadt und Land zu erweitern und zu festigen sowie auf die Liquidierung der kapitalistischen Elemente in der Volkswirtschaft hinzusteuern. Der Parteitag fasste den Beschluss über die allseitige Entfaltung der Kollektivierung der Landwirtschaft, er legte einen Plan zur Erweiterung der Kollektivwirtschaften und Sowjetwirtschaften fest und gab Anweisungen über die Methoden zum Kampfe für die Kollektivierung der Landwirtschaft. Der XV. Parteitag der KPdSU(B) ist in die Geschichte der Partei als der Parteitag der Kollektivierung eingegangen. Der Parteitag erteilte die Direktive zur Ausarbeitung des ersten Fünfjahrplans der Volkswirtschaft der UdSSR. In seinen Beschlüssen über die Opposition, die auf die Liquidierung des trotzkistisch-sinowjewistischen Blocks gerichtet waren, konstatierte der Parteitag, dass die Meinungsverschiedenheiten zwischen der Partei und der Opposition in programmatische Meinungsverschiedenheiten umgeschlagen sind, dass die trotzkistische Opposition den Weg des antisowjetischen Kampfes betreten hat, und erklärte die Zugehörigkeit zur trotzkistischen Opposition und die Propagierung ihrer Anschauungen für unvereinbar mit dem Verbleiben in den Reihen der bolschewistischen Partei. Der Parteitag billigte den gemeinsamen Beschluss des ZK und der ZKK der KPdSU(B) (vom November 1927) über den Ausschluss Trotzkis und Sinowjews aus der Partei und beschloss, alle aktiven Teilnehmer des trotzkistisch-sinowjewistischen Blocks aus der Partei auszuschließen. (über den XV. Parteitag der KPdSU(B) siehe „Geschichte der KPdSU(B), Kurzer Lehrgang“, S. 2751276 [deutsche Ausgabe, Berlin 1951, S.359-3611. Die Resolutionen und Beschlüsse des Parteitags siehe in „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK“, Teil II, 1941, S. 222-262, russ.)

  70. Gemeint sind die Getreidearten: Weizen, Roggen, Gerste, Hafer und Mais.

  71. J.W. Stalin, Politischer Rechenschaftsbericht des Zentralkomitees an den XIV. Parteitag der KPdSU(B) am 18. Dezember 1925 (siehe „Werke“, Bd.7, S. 261-352 [deutsche Ausgabe S. 227-3051).

  72. Gemeint ist eine im Oktober 1926 veröffentlichte Deklaration von Bankiers, Industriellen und Kaufleuten der USA, Englands und anderer Länder. Die Deklaration verlangte die Aufhebung der von den europäischen Staaten eingeführten Zollbeschränkungen und war im Grunde ein Versuch des englisch-amerikanischen Finanzkapitals, seine Hegemonie in Europa zu errichten.

  73. „World’s Work“ - eine in Garden City (Staat New York) von 1899 bis 1932 erschienene Zeitschrift, die die Ansichten der herrschenden Kreise der Großbourgeoisie der USA zum Ausdruck brachte.

  74. Die Dreierkonferenz über die Einschränkung der Flottenrüstungen tagte vom 20. Juni bis zum 4. August 1927 in Genf (Schweiz).

  75. Am 30. November 1927 wurde in Genf die IV. Session der Völkerbundkommission eröffnet, die die bevorstehende Abrüstungskonferenz vorbereiten sollte. Die Sowjetdelegation verlas in der Kommission eine Deklaration, in der beantragt wurde, ein Programm allgemeiner und vollständiger Abrüstung zu verwirklichen. Das sowjetische Abrüstungsprojekt wurde abgelehnt.

  76. „Locarno-System“ - ein System von Verträgen und Abkommen, die auf der Konferenz in Locarno (Schweiz) vom 5. bis zum 16. Oktober 1925 von den imperialistischen Staaten abgeschlossen wurden, um die durch den Versailler Friedensvertrag festgesetzte Nachkriegsordnung in Europa zu verankern und Deutschland gegen die Sowjetunion auszunutzen. (über die Konferenz von Locarno siehe J. W. Stalin, „Werke“, Bd. 7, S. 271, 273-274 [deutsche Ausgabe, S. 236, 237/238].)

  77. Gemeint ist die Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand durch einen serbischen Nationalisten am 28. Juni 1914 in Sarajewo (Bosnien). Dieser Mord diente als äußerer Anlass zur Entfesselung des imperialistischen Weltkriegs von 1914-1918.

  78. Das von der konservativen Regierung Englands im Jahre 1927 angenommene Gewerkschaftsgesetz begünstigte das Streikbrechertum, behinderte die Gewerkschaften bei der Sammlung von Mitteln für politische Zwecke und verbot den Staatsangestellten den Eintritt in die dem Trade-Unions-Kongress und der Labourpartei angeschlossenen Gewerkschaften. Das Gesetz gewährte der Regierung das Recht, jeden Streik für ungesetzlich zu erklären.

  79. Das von der Deputiertenkammer Frankreichs im März 1927 beschlossene Gesetz über die „Bewaffnung der Nation“ war Teil eines allgemeinen Planes zur Reorganisierung der Kriegsmaschinerie des französischen Imperialismus und zur Vorbereitung eines neuen Krieges. Das Gesetz sah vor: Militarisierung des politischen und wirtschaftlichen Lebens im Lande, Mobilisierung der gesamten Bevölkerung sowohl der Metropole als auch der Kolonien im Kriegsfall, Militarisierung der Gewerkschaften und anderer Arbeiterorganisationen, Abschaffung des Streikrechts, Vergrößerung des stehenden Heeres und seine Ausnutzung zur Unterdrückung revolutionärer Aktionen des Proletariats in Frankreich und der unterdrückten Völker in den Kolonien.

  80. Der Weltkongress der Freunde der Sowjetunion tagte in Moskau vom 10. bis zum 12. November 1927. Einberufen wurde der Kongress auf Initiative ausländischer Arbeiterdelegationen, die anlässlich der 10. Jahresfeier der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution die Sowjetunion besuchten. Dem Kongress wohnten 947 Delegierte aus 43 Ländern bei. Es wurden Referate gehalten über die Ergebnisse des zehnjährigen sozialistischen Aufbaus in der UdSSR und über die Verteidigung des ersten proletarischen Staates der Welt gegen die Kriegsgefahr. Ein von dem Kongress beschlossener Aufruf endete mit dem folgenden Appell an die Werktätigen der ganzen Welt: „Kämpft, schützt und verteidigt mit allen Mitteln, mit allen Methoden die Sowjetunion, das Vaterland der Werktätigen, das Bollwerk des Friedens, die Heimstätte der Befreiung, die Festung des Sozialismus!“

  81. W.I. Lenin , „Plan und Konspekte für die Broschüre ‚Über die Naturalsteuer’ (siehe „Werke“, 3. Ausgabe, Bd. XXVI, S.312, 4. Ausgabe, Bd. 32, S. 301, russ.).

  82. „Trud“ (Die Arbeit) - Organ des Zentralrats der Gewerkschaften der Sowjetunion, erscheint seit dem 19. Februar 1921 als Tageszeitung in Moskau.

  83. W.I. Lenin , Brief an W. M. Molotow über den Plan des politischen Referats auf dem XI. Parteitag (siehe „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 33, S. 223/224, russ.).

  84. K. Marx, „Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte“ (siehe K. Marx und F. Engels, „Ausgewählte Schriften“ in zwei Bänden, Bd. I, 1948, S. 215 [deutsche Ausgabe S. 229]).

  85. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 3. Ausgabe, Bd. XIX, S. 3241325 und 4. Ausgabe, Bd. 23, S. 67 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. 1, S. 878].

  86. W.I. Lenin , Schlusswort zum Rechenschaftsbericht des ZK an den X. Parteitag der KPR(B) vom 9. März 1921 (siehe „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 32, S. 177, russ.).

  87. „Treue Freie Presse“ - bürgerlich-liberale Zeitung, die in Wien von 1864 bis Januar 1939 erschien.

  88. „New York American“ - Zeitung des amerikanischen Reaktionärs Hearst, die in New York von 1882 bis 1937 erschien. In den letzten Jahren ihres Erscheinens nahm die Zeitung eine profaschistische Position ein.

  89. „Daily Worker“ - Zeitung, Zentralorgan der Arbeiterpartei (Kommunistischen Partei) der USA. Vom Jahre 1922 an erschien die Zeitung in Chicago einmal wöchentlich unter dem Titel „Worker“, seit 1924 erscheint sie als Tageszeitung unter dem Titel „Daily Worker“. Seit 1927 wird die Zeitung in New York herausgegeben.

ENDE BAND 10

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