"Stalin"

Werke

Band 13

ANMERKUNGEN

  1. Der XVI. Parteitag der KPdSU(B) tagte in Moskau vom 26. Juni bis zum 13. Juli 1930. Der Parteitag erörterte den politischen und den organisatorischen Rechenschaftsbericht des Zentralkomitees der Partei; die Rechenschaftsberichte der Zentralen Revisionskommission, der ZKK, der Delegation der KPdSU(B) im Exekutivkomitee der Komintern; ferner folgende Referate: über die Erfüllung des Fünfjahrplans der Industrie, über die Kollektivwirtschaftsbewegung und den Aufstieg der Landwirtschaft, über die Aufgaben der Gewerkschaften in der Rekonstruktionsperiode. Der Parteitag billigte einstimmig die politische Linie und die Tätigkeit des Zentralkomitees der Partei und gab dem ZK die Anweisung, auch in Zukunft ein bolschewistisches Tempo des sozialistischen Aufbaus zu sichern, die Erfüllung des Fünfjahrplans in vier Jahren zu erreichen und die voll entfaltete sozialistische Offensive an der ganzen Front sowie die Liquidierung des Kulakentums als Klasse auf Basis der durchgängigen Kollektivierung unentwegt durchzuführen. Der Parteitag stellte fest, dass der Umschwung in der Entwicklung der Landwirtschaft, durch den die Kollektivbauernschaft zur wirklichen und festen Stütze der Sowjetmacht wurde, von weltgeschichtlicher Bedeutung ist. Der Parteitag beauftragte das Zentralkomitee der Partei, auch fernerhin eine feste Friedenspolitik zu betreiben und die Verteidigungskraft der UdSSR zu stärken. Der Parteitag gab Weisung, die Schwerindustrie mit allen Mitteln zu entfalten und eine neue, starke Kohlen- und Hüttenbasis im Osten des Landes zu schaffen; die Arbeit aller Massenorganisationen umzustellen und die Rolle der Gewerkschaften beim sozialistischen Aufbau zu verstärken; alle Arbeiter und die übrigen werktätigen Massen in den sozialistischen Wettbewerb einzubeziehen. Der Parteitag entlarvte vollends den Rechtsopportunismus als Agentur des Kulakentums innerhalb der Partei und erklärte die Anschauungen der rechten Opposition für unvereinbar mit der Zugehörigkeit zur KPdSU(B). Der Parteitag wies die Parteiorganisationen an, den Kampf gegen die Abweichungen in der nationalen Frage - den groß-russischen Chauvinismus und den lokalen Nationalismus sowie das Versöhnlertum ihnen gegenüber - zu verstärken und die Lenin sche nationale Politik unentwegt durchzuführen, die den Völkern der UdSSR eine großzügige Entwicklung ihrer der Form nach nationalen, dem Inhalt nach sozialistischen Kulturen sichert. Der XVI. Parteitag ist in die Geschichte der Partei eingegangen als der Parteitag der voll entfalteten Offensive des Sozialismus an der ganzen Front, der Liquidierung des Kulakentums als Klasse und der Verwirklichung der durchgängigen Kollektivierung. J. W. Stalin erstattete dem Parteitag am 27. Juni den politischen Rechenschaftsbericht des ZK der KPdSU(B) (siehe „Werke“, Bd. 12) und hielt am 2. Juli das Schlusswort. (Über den XVI. Parteitag der KPdSU(B) siehe „Geschichte der KPdSU(B), Kurzer Lehrgang“, S. 296-298 [deutsche Ausgabe, Berlin 1951, S. 386-389]). Die Resolutionen des Parteitags siehe in „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK“, Teil II, 1941, S. 394-436, russ.)

  2. J. W. Stalin, „Über die politischen Aufgaben der Universität der Völker des Ostens“ (siehe „Werke“, Bd. 7).

  3. W.I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 27, S.291-319 (russ.).

  4. Das Plenum des Zentralkomitees der KPdSU(B), das vom 10. bis zum 17. November 1929 tagte, behandelte folgende Fragen: die Kontrollzahlen der Volkswirtschaft für das Jahr 1929130; die Ergebnisse und die weiteren Aufgaben des kollektivwirtschaftlichen Aufbaus und andere. Nach Erörterung der Frage hinsichtlich der Gruppe der rechten Abweichler erklärte das Plenum die Propagierung der Anschauungen des rechten Opportunismus und des Versöhnlertums ihm gegenüber für unvereinbar mit dem Verbleiben in der KPdSU(B), fasste den Beschluss, Bucharin als den Anführer der rechten Kapitulanten aus dem Politbüro des ZK der KPdSU(B) auszuschließen, und erteilte Rykow, Tomski und anderen Teilnehmern der rechten Opposition eine Verwarnung. (Die Resolutionen des Plenums des ZK der KPdSU(B) siehe in „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK“, Teil II, 1941, S. 359-388, russ.)

  5. Die X. Uraler Gebietsparteikonferenz tagte in Swerdlowsk vom 3. bis zum 13. Juni 1930. Die Konferenz billigte voll und ganz die politische und organisatorische Linie des ZK der Partei. Die Konferenz entlarvte die rechts-opportunistischen Manöver Rykows, betonte die konterrevolutionäre verräterische Rolle der rechten Abweichung in der kommunistischen Bewegung und forderte in ihren Beschlüssen die Uraler Parteiorganisation zum schonungslosen Kampf gegen alle Versuche der rechten Kapitulanten auf, gegen die Linie der Partei und ihr Lenin sches Zentralkomitee aufzutreten.

  6. Gemeint ist der VI. Kongress der kommunistischen Organisationen Transkaukasiens (Aserbaidshans, Armeniens und Georgiens), der in Tiflis vom 5. bis zum 12. Juni 1930 tagte. Der Kongress billigte voll und ganz die politische und organisatorische Linie sowie die praktische Tätigkeit des ZK der KPdSU(B).

  7. J. W. Stalin, „Zu Fragen der Agrarpolitik in der UdSSR“. Rede auf der Konferenz marxistischer Agrarwissenschaftler am 27. Dezember 1929 (siehe „Werke“, Bd. 12).

  8. J. W. Stalin, Politischer Rechenschaftsbericht des Zentralkomitees an den XVI. Parteitag der KPdSU(B) (siehe „Werke“, Bd. 12).

  9. W. I. Lenin , „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“ (siehe „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 22, S. 173-290 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, BdI., S. 767-875]).

  10. J. W. Stalin, Politischer Rechenschaftsbericht des Zentralkomitees an den XVI. Parteitag der KPdSU(B) (siehe „Werke“, Bd. 12).

  11. Siehe J. W. Stalin, „Werke“, Bd. 8, S. 287 [deutsche Ausgabe S.256].

  12. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 21, S. 85 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. 1, S. 746].

  13. Siehe W.1. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 21, S. 87 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. 1, S. 748].

  14. Die erste Unionskonferenz der Funktionäre der sozialistischen Industrie tagte in Moskau vom 30. Januar bis zum 4. Februar 1931. Auf der Konferenz waren 728 Delegierte anwesend. Unter den Delegierten der Konferenz befanden sich Vertreter der Industrievereinigungen, Werkdirektoren und Bauleiter, Ingenieure, Meister und die besten Stoßarbeiter, führende Funktionäre von Partei- und Gewerkschaftsorganisationen. Die Konferenz nahm den Bericht des Vorsitzenden des Obersten Volkswirtschaftsrats, G. K. Ordshonikidse, „Die Kontrollzahlen für das Jahr 1931 und die Aufgaben der Wirtschaftsorganisationen“ entgegen. Am 3. Februar hielt der Vorsitzende des Rates der Volkskommissare, W. M. Molotow, auf der Konferenz die Rede „Die grundlegenden Voraussetzungen des Wirtschaftsplans und seine Erfüllung“. J. W. Stalin hielt am 4. Februar in der Schlusssitzung der Konferenz die Rede „Über die Aufgaben der Wirtschaftler“. Gestützt auf die Weisungen J. W. Stalins legte die Konferenz praktische Maßnahmen zur Erfüllung des Volkswirtschaftsplans des dritten, entscheidenden Jahres des ersten Fünfjahrplans fest. Die Konferenz hob hervor, dass die wichtigsten Aufgaben der Wirtschaftler die folgenden sind: Meisterung der Technik, Verbesserung der Leitung der Produktion, konsequente Verwirklichung der persönlichen Leitung, Einführung der wirtschaftlichen Rechnungsführung und Kampf um die Erhöhung der Arbeitsproduktivität, die Senkung der Selbstkosten und die Verbesserung der Qualität der Erzeugnisse. Die Konferenz sandte ein Begrüßungsschreiben an das Zentralkomitee der KPdSU(B).

  15. Gemeint ist die Schädlingsarbeit der konterrevolutionären Organisation bürgerlicher Spezialisten im Schachty-Bezirk und in anderen Bezirken des Donezbeckens. Diese Organisation wurde Anfang 1928 aufgedeckt. Der Prozess gegen die Schachty-Verbrecher fand vor einem Sonderkollegium des Obersten Gerichtshofes der UdSSR in Moskau vom 18. Mai bis zum 5. Juli 1928 statt. (Über die Schachty-Affäre siehe J. W. Stalin, „Werke“, Bd. 11, S. 34/35, 53-64 [deutsche Ausgabe S. 31/32, 47-57], siehe auch „Geschichte der KPdSU(B), Kurzer Lehrgang“, S. 279 [deutsche Ausgabe, Berlin 1951, S. 3641365].)

  16. Der Prozess gegen die konterrevolutionäre Schädlings- und Spionageorganisation „Industriepartei“ fand vom 25. November bis zum 7. Dezember 1930 in Moskau statt. Die Verhandlungen wurden vor einem Sonderkollegium des Obersten Gerichtshofes der UdSSR geführt. Wie während des Prozesses festgestellt wurde, war die „Industriepartei“, in der sich konterrevolutionäre Elemente aus der Oberschicht der alten bürgerlichen technischen Intelligenz zusammengeschlossen hatten, eine Spionage- und Militäragentur des internationalen Kapitals in der Sowjetunion. Sie stand mit weißen Emigranten - den früheren Großkapitalisten des zaristischen Rußlands - in Verbindung und bereitete auf direkte Anweisung des französischen Generalstabs eine militärische Intervention der Imperialisten und den bewaffneten Sturz der Sowjetmacht vor. Von den ausländischen Imperialisten erhielten die Schädlinge Direktiven und Mittel zur Durchführung ihrer Spionage- und Diversionstätigkeit in den verschiedenen Zweigen der Volkswirtschaft der UdSSR.

  17. Aus dem Poem N. A. Nekrassows „Wer lebt glücklich in Rußland?“. (Siehe N. A. Nekrassow, „Ausgewählte Werke“, 1947, S. 323, russ.)

  18. Am 14. Mai 1931 teilten die Erbauer der Magnitogorslcer Hüttenwerke in einem Telegramm an J. W. Stalin die Inbetriebnahme des Bergwerks am Magnitnaja-Berg mit.

  19. Die Beratung der Wirtschaftler fand vom 22. bis zum 23. Juni 1931 beim ZK der KPdSU(B) statt. An der Beratung nahmen Vertreter der dem Obersten Volkswirtschaftsrat der UdSSR unterstehenden Wirtschaftsorganisationen sowie des Volkskommissariats für Versorgung der UdSSR teil. J. W. Stalin wohnte der Beratung am 22. und 23. Juni bei und hielt in der Sitzung am 23. Juni 1931 die Rede „Neue Verhältnisse - neue Aufgaben des wirtschaftlichen Aufbaus“. An den Arbeiten der Beratung nahmen teil: W. M. Molotow, K. J. Woroschilow, A. A. Andrejew, L. M. Kaganowitsch, A. 1. Ivlikojan, N. M. Schwernik, M. I. Kalinin, G. K. Ordshonikidse und W. W. Kujbyschew.

  20. Das Begrüßungsschreiben wurde von J. W. Stalin anlässlich der Inbetriebnahme des Industriegiganten - des Moskauer Autowerks „AMO“ - verfasst, die am 1. Oktober 1931 erfolgte. Am Tage der Inbetriebnahme wurde dem Werk auf die Bitte der Arbeiter in einer Betriebskonferenz der Arbeiter, Ingenieure, Techniker und Angestellten der Name des Genossen Stalin verliehen, es hieß fortan Autowerk „Stalin“.

  21. „Technika“ (Die Technik) - Zeitung, die vorn Oktober 1931 bis zum Jahre 1937 jeden dritten Tag erschien. Bis Januar 1932 war die Zeitung das Organ des Obersten Volkswirtschaftsrats der UdSSR, später - das Organ des Volkskommissariats für Schwerindustrie der UdSSR. Das Begrüßungsschreiben J. W. Stalins wurde in Nr. 1 der „Technika“ am 10. Oktober 1931 veröffentlicht.

  22. „Proletarskaja Rewo1uzija“ (Die proletarische Revolution) - Zeitschrift für Geschichte. Von 1921 bis 1928 wurde die Zeitschrift von der Kommission für die Geschichte der Oktoberrevolution und der KPR(B), später von der Abteilung des ZK der KPdSU(B) für das Studium der Geschichte der Oktoberrevolution und der KPdSU(B) und von Oktober 1928 bis 1931 vom Lenin -Institut beim ZK der KPdSU(B) herausgegeben. Nach einjähriger Unterbrechung wurde die Zeitschrift von 1933 bis 1941 vom Marx-Engels- Lenin -Institut beim ZK der KPdSU(B) herausgegeben.

  23. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 22, S. 305, 304 (russ.).

  24. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 5, S.345 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. I, S. 197].

  25. W.I. Lenin , „Das Verhältnis der Sozialdemokratie zur Bauernbewegung“ (siehe „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 9, S. 213 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. 1, S. 541]).

  26. K. Marx, „Das Elend der Philosophie. Antwort auf Proudhons ‚Philosophie des Elends’, 1941 [deutsche Ausgabe, Berlin 1952].

  27. Versailler System - das System der politischen und ökonomischen Beziehungen zwischen den kapitalistischen Ländern, das von England, den USA und Frankreich nach der Zerschlagung Deutschlands und seiner Verbündeten im imperialistischen Weltkrieg 1914/1918 geschaffen wurde. Die Grundlage dieses Systems bildeten der Versailler Friedensvertrag und eine Reihe mit ihm zusammenhängender anderer Verträge, in denen unter anderem die neuen Grenzen der europäischen Staaten festgelegt wurden.

  28. K. Marx und F. Engels, „Die deutsche Ideologie. Teil I. Kritik der neuesten deutschen Philosophie in ihren Repräsentanten, Feuerbach, B. Bauer und Stirner“ (siehe „Werke“, Bd. IV, 1938, S.1-442 [deutsche Ausgabe, Berlin 1953].

  29. K. Marx und F. Engels, „Ausgewählte Schriften“ in zwei Bänden, Bd. II, 1948, S. 5-34 [deutsche Ausgabe S. 7-36].

  30. Gemeint sind die Begegnungen J. W. Stalins mit W.I. Lenin in Stockholm auf dem IV. Parteitag der SDAPR (1906), in London während des V. Parteitags der SDAPR (1907) und während der Reisen J. W. Stalins ins Ausland - Krakau, Wien (1912 und 1913).

  31. Siehe J. W. Stalin, „Werke“, Bd. 6, S. 358-401 [deutsche Ausgabe S.320 bis 358].

  32. In einem Brief an J. W. Stalin vom 25. März 1932 bat der Vertreter der Telegrafenagentur „Associated Press“ Richardson um Beantwortung der Frage, ob die in der ausländischen Presse verbreiteten Gerüchte, dass der Berliner Arzt Zondek zur Behandlung J. W. Stalins nach Moskau eingeladen worden sei, der Wahrheit entsprechen.

  33. Das Beschwerdebüro wurde im April 1919 beim Volkskommissariat für Staatliche Kontrolle gebildet, das im Jahre 1920 in Volkskommissariat für die Arbeiter- und Bauerninspektion umgewandelt wurde. Die Aufgaben und der Inhalt der Arbeit des Zentralen Büros für Beschwerden und Eingaben wurden in der Verordnung vom 4. Mai 1919, die Aufgaben der örtlichen Zweigstellen des Zentralen Beschwerdebüros in der Verordnung vom 24. Mai 1919 festgelegt, die mit Unterschrift des Volkskommissars für Staatliche Kontrolle, J. W. Stalin, erlassen wurden. Seit dem Tage ihrer Gründung leisten das Zentrale Beschwerdebüro und die örtlichen Beschwerdebüros bei der Prüfung und Behandlung von Beschwerden und Eingaben der Werktätigen eine bedeutende Arbeit, zu der sie ein breites Aktiv von Arbeitern und Bauern heranziehen. Im Februar 1934 wurde das Büro für Beschwerden und Eingaben in das System der Kommission für Sowjetkontrolle beim Rat der Volkskommissare der UdSSR eingegliedert, und seit September 1940 ist es eine Abteilung des Volkskommissariats (später - Ministeriums) für Staatliche Kontrolle der UdSSR. J. W. Stalins Artikel „Ober die Bedeutung und die Aufgaben der Beschwerdebüros“ wurde anlässlich der Woche zur Überprüfung der Arbeit der Beschwerdebüros geschrieben, die auf Beschluss des Präsidiums der Zentralen Kontrollkommission der KPdSU(B) und des Kollegiums des Volkskommissariats für die Arbeiter- und Bauerninspektion der UdSSR vom 9. bis zum 14. April 1932 in der ganzen Sowjetunion durchgeführt wurde.

  34. Die VII. Unionskonferenz des Lenin schen Kommunistischen Jugendverbands fand vom 1. bis zum 8. Juli 1932 in Moskau statt. Die Konferenz behandelte folgende Fragen: das vierte, abschließende Jahr des Fünfjahrplans und die Aufgaben des Lenin schen Kommunistischen Jugendverbands (sozialistischer Wettbewerb, Stoßbrigadenbewegung usw.); das Wachstum des Kommunistischen Jugendverbands und der Pionierorganisation 'und der Stand der politischen Erziehungsarbeit im Kommunistischen Jugendverband und unter den Pionieren. J. W. Stalins Begrüßungsschreiben wurde am 8. Juli in der Schlusssitzung der Konferenz verlesen.

  35. Das „Begrüßungsschreiben an Maxim Gorki“ wurde anlässlich des vierzigjährigen Jubiläums der literarischen und revolutionären Tätigkeit des großen proletarischen Schriftstellers Alexej Maximowitsch Gorki geschrieben, das am 25. September 1932 begangen wurde.

  36. Es handelt sich um den Bürgerkrieg zwischen den Süd- und den Nordstaaten Amerikas 1861-1865.

  37. Das vereinigte Plenum des Zentralkomitees und der Zentralen Kontrollkommission der KPdSU(B), das vom 7. bis zum 12. Januar 1933 tagte, erörterte folgende Fragen: die Ergebnisse des ersten Fünfjahrplans und der Volkswirtschaftsplan für das Jahr 1933, das erste Jahr des zweiten Fünfjahrplans (Berichte der Genossen Stalin, Molotow und Kujbyschew); die Ziele und Aufgaben der Politischen Abteilungen der Maschinen- und Traktorenstationen und der Sowjetwirtschaften; innerparteiliche Fragen. J. W. Stalin erstattete in der Sitzung des Plenums am 7. Januar den Bericht „Die Ergebnisse des ersten Fünfjahrplans“ und hielt in der Sitzung am 11. Januar die Rede „Über die Arbeit auf dem Lande“. In seinen Beschlüssen hob das Plenum die Bedeutung der Ergebnisse der Erfüllung des ersten Fünfjahrplans in vier Jahren als die hervorragendste Tatsache in der Geschichte der Gegenwart hervor. Das Plenum wies darauf hin, dass die Losung des Neuaufbaus im zweiten Fünfjahrplan ergänzt werden müsse durch die Losung der Meisterung der neuen Betriebe in der Industrie und der organisatorischen Festigung der neuen Betriebe in der Landwirtschaft. Das Plenum forderte alle Wirtschafts-, Partei- und Gewerkschaftsorganisationen auf, die Hauptaufmerksamkeit auf die vollständige Erfüllung der Aufgaben zur Steigerung der Arbeitsproduktivität und zur Senkung der Selbstkosten zu lenken. Um die Maschinen- und Traktorenstationen sowie die Sowjetwirtschaften politisch zu festigen, ihre politische Rolle und ihren Einfluss im Dorfe zu erhöhen und die Arbeit der Parteiorganisationen in den Kollektiv- und Sowjetwirtschaften zu verbessern, fasste das Plenum einen Beschluss über die Organisierung von Politischen Abteilungen bei den MTS und Sowjetwirtschaften. Das Plenum billigte den Beschluss des Politbüros des ZK über die Durchführung einer Parteireinigung im Jahre 1933 und über die zeitweilige Aufnahmesperre für neue Mitglieder bis zur Beendigung der Parteireinigung. (Die Resolutionen des vereinigten Plenums des ZK und der ZKK der KPdSU(B) siehe in „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK“, Teil II, 1941, S. 507-524, russ.)

  38. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 32, S. 413 (russ.).

  39. „The New York Times“ - bürgerliche Tageszeitung in den USA, einflussreiches Organ der amerikanischen kapitalistischen Monopole, das mit der so genannten Demokratischen Partei verbunden ist; erscheint in New York seit dem Jahre 1851.

  40. „The Daily Telegraph“ - englische reaktionäre Tageszeitung, die der Führung der Konservativen Partei nahe steht; erscheint in London seit dem Jahre 1855. Seit 1937, nach der Verschmelzung mit der Zeitung „The Morning Post“, erscheint sie in London und Manchester unter dem Titel „Daily Telegraph and Morning Post“.

  41. „Gazeta Polska“ - polnische bürgerliche Zeitung, Sprachrohr der faschistischen Pilsudskiclique; erschien in Warschau von 1929 bis 1939.

  42. „The Tinancial Times“ - bürgerliche Tageszeitung in England, Organ der Industrie- und Finanzkreise der Londoner City; erscheint in London seit 1888.

  43. „Politica“ - italienische gesellschaftspolitische Zeitschrift, die die Anschauungen der italienischen Großbourgeoisie zum Ausdruck brachte; erschien in Rom seit 1918.

  44. „Current History“ - Zeitschrift, die die Anschauungen der amerikanischen bürgerlichen Historiker, der Ideologen des aggressiven außenpolitischen Kurses des Staatsdepartements (Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten) der USA propagiert. Die Zeitschrift erscheint seit 1914 in New York.

  45. „Le Teelps“ - französische bürgerliche Tageszeitung, die seit 1931 der Vereinigung der Schwerindustrie („Comitd des Forges“) gehörte; erschien in Paris von 1861 bis 1942.

  46. „The Round Table“ - englische bürgerliche Zeitschrift, die sich mit Fragen der Kolonialpolitik des Britischen Imperiums und der internationalen Beziehungen befasste. Die Zeitschrift brachte die Anschauungen der konservativsten Kreise der englischen Bourgeoisie zum Ausdruck; erschien in London seit 1910.

  47. „Neue Freie Presse“ - österreichische bürgerliche Zeitung, die die Anschauungen der Handels- und Industriebourgeoisie und der Bankkreise zum Ausdruck brachte; erschien in Wien von 1864 bis 1939.

  48. „The Nation“ - amerikanische gesellschaftspolitische und literarische Zeitschrift liberaler Richtung, die die Anschauungen kleinbürgerlicher Kreise zum Ausdruck bringt. Die Zeitschrift erscheint seit 1865 in New York.

  49. „Forward“ - trade-unionistische Wochenzeitschrift „links“-reformistischer Richtung; erschien in Glasgow (Schottland) seit 1906.

  50. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 25, S. 338 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. II, S. 129/130].

  51. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 31, S. 483/484 (russ.).

  52. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 33, S.388/389 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. II, S. 972].

  53. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 33, S. 459 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. II, S.1018/1019].

  54. Ende 1931 ließ das imperialistische Japan in dem Bestreben, seine Herrschaft in China und im Fernen Osten aufzurichten, ohne Kriegserklärung seine Truppen in die Mandschurei einmarschieren. Die Okkupation der Mandschurei war begleitet von einer Konzentration japanischer Truppen an der Grenze der UdSSR und von der Mobilisierung weißgardistischer Spione und Banditen zum Krieg gegen die Sowjetunion. Die japanischen Imperialisten bereiteten günstige Positionen für einen Überfall auf die UdSSR vor mit dem Ziel, den sowjetischen Fernen Osten und Sibirien an sich zu reißen.

  55. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 30, S. 127 (russ.).

  56. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 24, S. 465 (russ.).

  57. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 30, S. 123 (russ.).

  58. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 24, S. 466 (russ.).

  59. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 30, S.173/174 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. I1, 5.629].

  60. Gemeint ist der Beschluss des Zentralexekutivkomitees und des Rates der Volkskommissare der UdSSR vom 22. August 1932 „Über den Kampf gegen die Spekulation“. Der Beschluss wurde in Nr.233 der „Prawda“ vom 23. August 1932 veröffentlicht.

  61. Es handelt sich um den Beschluss des Zentralexekutivkomitees und des Rates der Volkskommissare der UdSSR „Über den Schutz des Eigentums der staatlichen Betriebe, der Kollektivwirtschaften und Genossenschaften sowie über die Festigung des gesellschaftlichen (sozialistischen) Eigentums“, der am 7. August 1932 angenommen wurde. In diesem von J. W. Stalin verfassten Beschluss heißt es: „Das ZEK und der Rat der Volkskommissare der UdSSR sind der Auffassung, dass das gesellschaftliche (staatliche, kollektivwirtschaftliche, genossenschaftliche) Eigentum die Grundlage der sowjetischen Gesellschaftsordnung bildet, es ist heilig und unantastbar, und Personen, die sich am gesellschaftlichen Eigentum vergreifen, sind als Feinde des Volkes zu betrachten; deshalb ist der entschlossene Kampf gegen Diebe am gesellschaftlichen Eigentum die erste Pflicht der Organe der Sowjetmacht.“ Der Beschluss wurde in Nr. 218 der „Prawda“ vom B. August 1932 veröffentlicht.

  62. Der Beschluss des Rates der Volkskommissare der UdSSR und des Zentralkomitees der KPdSU(B) vom 6. Mai 1932 „über den Plan der Getreidebeschaffung aus der Ernte des Jahres 1932 und über die Entfaltung des kollektivwirtschaftlichen Getreidehandels“ wurde in Nr. 125 der „Prawda“ vom 7. Mai 1932 veröffentlicht.

  63. Gemeint ist die konterrevolutionäre Meuterei in Kronstadt im März 1921. An der Spitze der Meuterei standen Weißgardisten, die mit den Sozialrevolutionären, den Menschewiki und Vertretern fremder Staaten in Verbindung standen.

  64. „Rabotniza“ (Die Arbeiterin) - Zeitschrift, die vom Verlag der „Prawda“ herausgegeben wird; erscheint seit Januar 1923.

  65. Der erste Unionskongress der Stoßarbeiter der Kollektivwirtschaften tagte in Moskau vom 15. bis zum 19. Februar 1933. Auf dem Kongress waren 1513 Delegierte anwesend. J. W. Stalin nahm an den Arbeiten des Kongresses teil. Der Kongress wählte J. W. Stalin ins Ehrenpräsidium und begrüßte ihn im Namen der Millionen Kollektivbauern. Der Kongress erörterte die Frage der Festigung der Kollektivwirtschaften und die Aufgaben bei der Frühjahrsaussaat. J. W. Stalin hielt auf der Schlusssitzung des Kongresses am 19. Februar eine Rede. Auf dem Kongress sprachen ferner W. M. Molotow, L. M. Kaganowitsch, M.I. Kalinin, K. J. Woroschilow, S. M. Budjonny. Der Kongress wandte sich mit einem Aufruf an alle Kollektivbauern der UdSSR und forderte sie auf, die Kollektivwirtschaften bolschewistisch zu machen, den sozialistischen Unionswettbewerb in den Sowjet- und Kollektivwirtschaften für eine hohe Ernte, für eine vorbildliche Vorbereitung und Durchführung der Frühjahrsaussaat zu entfalten.

  66. Gemeint ist ein Brief, den die Kollektivbauern des Tätigkeitsbereichs der Besentschuker MTS im Mittleren Wolgagebiet (dem heutigen Kujbyschewer Gebiet) an J. W. Stalin schrieben und der in Nr. 28 der „Prawda“ vom 29. Januar 1933 veröffentlicht wurde.

  67. „Metro-Vickers“ - englische elektrotechnische Firma, die mit der UdSSR einen Vertrag über technische Hilfe für die Betriebe der Elektroindustrie der Sowjetunion hatte. Im März 1933 wurden 6 Engländer - Angestellte des Moskauer Kontors der „Metro-Vickers“ - wegen Schädlingsarbeit in sowjetischen Großkraftwerken zur gerichtlichen Verantwortung gezogen. Die Untersuchung und der Prozess, der vom 12. bis zum 19. April 1933 stattfand, ergaben, dass die verhafteten Angestellten der „Metro-Vickers“ in der UdSSR Spionage getrieben und mit Hilfe eines Häufleins verbrecherischer Elemente die Beschädigung von Maschinenanlagen, Havarien und Diversionsakte in den Großkraftwerken der UdSSR organisiert hatten mit dem Ziel, die Leistung der Sowjetindustrie zu untergraben und den Sowjetstaat zu schwächen.

  68. Gemeint ist die Rundfunkansprache, die M. I. Kalinin anlässlich der am 16. November 1933 erfolgten Herstellung diplomatischer Beziehungen zwischen der UdSSR und den USA am 20. November 1933 an das amerikanische Volk richtete.

  69. Die Weltwirtschaftskonferenz in London fand in der Zeit vom 12. Juni bis zum 27. Juli 1933 statt. Die Initiatoren der Einberufung der Konferenz - England und andere kapitalistische Länder - versuchten sie als Heilmittel für die Liquidierung der Wirtschaftskrise und die „Sanierung“ des Kapitalismus hinzustellen. Auf der Konferenz sollten Fragen der Stabilisierung der Währungen, der Organisierung der Produktion und des Handels, der Aufhebung der Zollschranken und der Herstellung des Wirtschaftsfriedens zwischen allen kapitalistischen Ländern behandelt werden. Die sowjetische Delegation verlieh dem unbeirrbaren Bestreben der UdSSR, die Sache des Friedens und die Festigung sachlicher Beziehungen zu fördern, Ausdruck, als sie auf der Konferenz den Abschluss eines wirtschaftlichen Nichtangriffspaktes vorschlug und erklärte, dass die Sowjetunion bereit sei, auf der Basis des Erhalts langfristiger Kredite und der Schaffung normaler Bedingungen für den sowjetischen Export Aufträge in Höhe von einer Milliarde Dollar an das Ausland zu vergeben. Die Vorschläge der Sowjetdelegation wurden von der Konferenz nicht unterstützt. Die Konferenz offenbarte die völlige Ohnmacht der kapitalistischen Welt, einen Ausweg aus der Wirtschaftskrise zu finden, sowie die weitere Verschärfung der Gegensätze zwischen den kapitalistischen Ländern, in erster Linie zwischen England und Amerika und zwischen Deutschland und seinen Gläubigem. Nach fruchtlosen Debatten endete die Konferenz mit einem Fiasko, ohne eine einzige der von ihr aufgeworfenen Fragen gelöst zu haben.

  70. Der XVII. Parteitag der KPdSU(B) tagte in Moskau vom 26. Januar bis zum 10. Februar 1934. Der Parteitag erörterte den Rechenschaftsbericht des Zentralkomitees der KPdSU(B), die Rechenschaftsberichte der Zentralen Revisionskommission, der ZKK - Arbeiter- und Bauerninspektion, der Delegation der KPdSU(B) im Exekutivkomitee der Komintern, die Berichte über den zweiten Fünfjahrplan und über Organisationsfragen (Partei- und Sowjetaufbau). Zu dem Rechenschaftsbericht J. W. Stalins über die Arbeit des ZK der KPdSU(B) nahm der Parteitag eine Entschließung an, in der er die politische Linie und die praktische Tätigkeit des ZK der KPdSU(B) voll und ganz billigte und alle Parteiorganisationen aufforderte, sich in ihrer Arbeit von den in J. W. Stalins Bericht dargelegten Grundsätzen und Aufgaben leiten zu lassen. Der Parteitag hob die entscheidenden Erfolge des sozialistischen Aufbaus in der UdSSR hervor und stellte fest, dass die Generallinie der Partei gesiegt hat. Der XVII. Parteitag ging als Parteitag der Sieger in die Geschichte der Partei ein. Zu den Berichten W. M. Molotows und W. W. Kujbyschews nahm der Parteitag eine Resolution an „über den zweiten Fünfjahrplan der Entwicklung der Volkswirtschaft der UdSSR (1933-1937)“, den Plan der Errichtung der sozialistischen Gesellschaft; er bestätigte das grandiose Programm der Vollendung der technischen Rekonstruktion der gesamten Volkswirtschaft, der noch schnelleren Hebung des materiellen und kulturellen Niveaus der Arbeiter und Bauern. Der Parteitag hob hervor, dass die politische Hauptaufgabe des zweiten Fünfjahrplans die endgültige Liquidierung der kapitalistischen Elemente, die Überwindung der Überreste des Kapitalismus im Wirtschaftsleben und im Bewusstsein der Menschen ist. Zum Bericht L. M. Kaganowitschs nahm der Parteitag Beschlüsse zu Organisationsfragen (Partei- und Sowjetaufbau) an. Der Parteitag wies darauf hin, dass die Hauptaufgaben des zweiten Fünfjahrplans in aller Schärfe die Frage der Verbesserung der Arbeit auf allen Gebieten und in erster Linie der Verbesserung der praktisch-organisatorischen Leitung stellen. Auf dem Parteitag wurde das neue Parteistatut angenommen. An Stelle der Zentralen Kontrollkommission - Arbeiter- und Bauerninspektion schuf der Parteitag die Kommission für Parteikontrolle beim ZK der KPdSU(B) und die Kommission für Sowjetkontrolle beim Rat der Volkskommissare der UdSSR. (Über den XVII. Parteitag der KPdSU(B) siehe „Geschichte der KPdSU(B), Kurzer Lehrgang“, S. 305-309 [deutsche Ausgabe, Berlin 1951, S.399-404]. Die Resolutionen und Beschlüsse des Parteitags siehe in „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK“, Teil 11, 1941, S. 567-596, russ.)

  71. Im Jahre 1931 stürzten das Proletariat und die Bauernschaft Spaniens die 1923 errichtete faschistische Militärdiktatur des Generals Primo de Rivera und beseitigten die Monarchie. Am 14. April 1931 wurde in Spanien die Republik ausgerufen. Jedoch infolge der politischen Schwäche und der organisatorischen Zersplitterung des Proletariats, des Verrats der Führung der Sozialistischen Partei und der Anarchisten rissen die Bourgeoisie und die Gutsbesitzer die Macht an sich; es wurde eine Koalitionsregierung aus Vertretern der bürgerlichen Parteien und der Sozialisten gebildet. Ungeachtet der Versuche der Koalitionsregierung, die weitere Entwicklung der Revolution aufzuhalten, dauerten die revolutionären Massenkämpfe der Arbeiter und Bauern gegen die Gutsbesitzer und die Bourgeoisie an. Der Höhepunkt der revolutionären Bewegung dieser Periode war der Generalstreik und der bewaffnete Kampf der Bergarbeiter Asturiens im Oktober 1934.

  72. „Aktionskomitees“ - revolutionäre Organisationen der Arbeiter in England, Frankreich und anderen an der militärischen Intervention gegen die Sowjetrepublik in den Jahren 1918 bis 1920 beteiligten kapitalistischen Länder. Die „Aktionskomitees“ waren unter der Losung „Hände weg von Sowjetrußland!“ gebildet worden. Unter Führung der „Aktionskomitees“ veranstalteten die Arbeiter Streiks, Demonstrationen, verweigerten sie die Verladung von Kriegsmaterial, um die Intervention zum Scheitern zu bringen. Am weitesten verbreitet waren die „Aktionskomitees“ im Jahre 1920 in England.

  73. Der zweite Kongress der Kommunistischen Internationale fand vom 19. Juli bis zum 7. August 1920 statt. Der Kongress wurde in Petrograd eröffnet; die folgenden Sitzungen fanden in Moskau statt. Auf dem Kongress waren mehr als 200 Delegierte anwesend, die die Arbeiterorganisationen aus 37 Ländern vertraten. Die gesamte Vorbereitungsarbeit zur Einberufung des Kongresses wurde von W. I. Lenin geleitet. Auf dem Kongress hielt W. I. Lenin das Referat über die internationale Lage und die Hauptaufgaben der Kommunistischen Internationale sowie weitere Referate und Reden. W. I. Lenin und J. W. Stalin wurden von der Delegation der KPR(B) in das Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale gewählt. Der zweite Kongress arbeitete die Grundlagen für das Programm, die Organisationsprinzipien sowie die Strategie und Taktik der Kommunistischen Internationale aus.

  74. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 31, S. 202/203 (russ.).

  75. Kleine Entente - politisches Bündnis zwischen der Tschechoslowakei, Rumänien und Jugoslawien, das von 1920 bis 1938 bestand. Die Kleine Entente stand unter dem Einfluss Frankreichs und trug fast bis zum Ende ihres Bestehens den Charakter eines antisowjetischen Blocks. Die herrschenden Bourgeois- und Gutsbesitzerkreise in den der Kleinen Entente angehörenden Ländern betrachteten sie als Mittel zur Sicherung der Gebiete, die sie auf Grund des Versailler Friedensvertrags erhalten hatten, sowie als Werkzeug des Kampfes gegen die Revolution in Zentraleuropa. Die Gefahr einer Aggression seitens des deutschen Faschismus und das Anwachsen der internationalen Autorität der UdSSR riefen eine Änderung in der Stellung der Länder der Kleinen Entente zur UdSSR hervor. Im Jahre 1933 unterzeichneten die Länder der Kleinen Entente neben anderen Ländern gemeinsam mit der UdSSR eine Konvention über die Definition der Aggression, der der von der Sowjetunion vorgeschlagene Entwurf zugrunde lag.

  76. W. I. Lenin , „Über die Naturalsteuer“ (siehe „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 32, 5.3091310 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. II, S. 826]).

  77. W.I. Lenin , Bericht über die Arbeit im Dorf auf dem VIII. Parteitag der KPR(B) am 23. März 1919 (siehe „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 29, S. 190 [deutsch in „Ausgewählte Werke“ in zwei Bänden, Bd. II, S. 540]).

  78. Der XV. Parteitag der KPdSU(B) tagte in Moskau vom 2. bis zum 19. Dezember 1927. J. W. Stalin erstattete am 3. Dezember den politischen Rechenschaftsbericht des ZK der KPdSU(B) und hielt am 7. Dezember das Schlusswort. Der Parteitag billigte die politische und die organisatorische Linie des Zentralkomitees der Partei und erteilte dem ZK den Auftrag, auch weiterhin eine Politik des Friedens und der Festigung der Verteidigungskraft der UdSSR durchzuführen, die sozialistische Industrialisierung des Landes in ungeschwächtem Tempo fortzusetzen und die Kollektivierung der Landwirtschaft mit allen Mitteln zu entfalten, auf die Liquidierung der kapitalistischen Elemente in der Volkswirtschaft hinzusteuern. In seinen Beschlüssen über die Opposition konstatierte der Parteitag, dass die Meinungsverschiedenheiten zwischen der Partei und der Opposition in programmatische Meinungsverschiedenheiten umgeschlagen sind, dass die trotzkistische Opposition den Weg des antisowjetischen Kampfes betreten hat, und erklärte die Zugehörigkeit zur trotzkistischen Opposition und die Propagierung ihrer Anschauungen für unvereinbar mit dem Verbleiben in den Reihen der bolschewistischen Partei. Der Parteitag billigte den Beschluss des ZK und der ZKK vom 14. November 1927 über den Ausschluss Trotzkis und Sinowjews aus der Partei und schloss alle aktiven Teilnehmer des trotzkistisch-sinowjewistischen Blocks und die ganze Gruppe des „demokratischen Zentralismus“ aus der Partei aus. (Über den XV. Parteitag siehe „Geschichte der KPdSU(B), Kurzer Lehrgang“, S. 275/276 [deutsche Ausgabe, Berlin 1951, S.359-361]. Die Resolutionen und Beschlüsse des Parteitags siehe in „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK“, Teil II, 1941, S. 222-262, russ.)

  79. Die XVII. Konferenz der KPdSU(B) tagte in Moskau vom 30. Januar bis zum 4. Februar 1932. Die Konferenz wurde von J. W. Stalin geleitet. Die Konferenz erörterte den Bericht G. K. Ordshonikidses über die Ergebnisse der Entwicklung der Industrie im Jahre 1931 und über die Aufgaben für das Jahr 1932 sowie die Berichte W. M. Molotows und W. W. Kujbyschews über die Direktiven für die Aufstellung des zweiten Fünfjahrplans der Entwicklung der Volkswirtschaft der UdSSR für die Jahre 1933-1937. Die Konferenz hob hervor, dass die Beschlüsse der Parteitage über die Errichtung und Vollendung des Fundaments der sozialistischen Wirtschaft und die Sicherung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit der UdSSR mit großem Erfolg erfüllt worden sind. Die Konferenz billigte den Plan der Entwicklung der sozialistischen Industrie für das Jahr 1932, der die Erfüllung des ersten Fünfjahrplans in vier Jahren gewährleistete. In den Direktiven für die Aufstellung des zweiten Fünfjahrplans legte die Konferenz die politischen und wirtschaftlichen Hauptaufgaben des zweiten Fünfjahrplans fest und wies darauf hin, dass die grundlegende und entscheidende wirtschaftliche Aufgabe des zweiten Fünfjahrplans die Vollendung der Rekonstruktion der gesamten Volkswirtschaft auf der modernsten technischen Basis ist. (Die Resolutionen der XVII. Konferenz der KPdSU(B) siehe in „Die KPdSU(B) in Resolutionen und Beschlüssen der Parteitage, Parteikonferenzen und Plenartagungen des ZK“, Teil II, 1941, 5.479-493, russ.)

  80. Siehe K. Marx und F. Engels, „Ausgewählte Schriften“ in zwei Bänden, Bd. 1, 1948, S. 36 [deutsche Ausgabe S. 50].

  81. Siehe F. Engels, „Anti-Dühring“, 1950, S. 101 [deutsche Ausgabe, Berlin 1954, S. 129].

  82. Siehe W. I. Lenin , „Werke“, 4. Ausgabe, Bd. 29, S. 329 (russ.).

ENDE BAND 13

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