"Stalin"

Werke

Band 14

REDE AUF DER BERATUNG DER BESTEN
MÄHDRESCHERFÜHRER UND -FÜHRERINNEN

mit Mitgliedern des ZK der KPdSU (B) und der Regierung

1. Dezember 1935

Genossen! Gestatten Sie mir vor allem, Sie zu den Errungenschaften zu beglückwünschen, die Sie an der Front der Ernteeinbringung erzielt haben. Ihre Errungenschaften sind nicht gering. Wenn die Leistung pro Mähdrescher in der ganzen UdSSR in einem Jahr durchschnittlich auf das Doppelte gestiegen ist, so ist das keine geringe Errungenschaft. Diese Errungenschaft ist besonders wichtig unter den Verhältnissen unseres Landes, wo es noch immer wenig technisch geschulte Leute gibt. Es ist kennzeichnend für unser Land, dass es stets Mangel an technisch geschulten Kadern litt, besonders in der Landwirtschaft. Die technische Ausbildung von Kadern für ein ganzes Land ist eine sehr große Aufgabe. Das erfordert Jahrzehnte. Und wenn wir es in einem verhältnismäßig kurzen Zeitraum geschafft haben, aus den Bauernsöhnen und -töchtern von gestern ausgezeichnete Mähdrescherführer und -führerinnen zu machen, die die Normen der kapitalistischen Länder überbieten, so bedeutet dies, dass die Heranbildung technischer Kader bei uns mit Siebenmeilenstiefeln vorwärts schreitet. Ja, Genossen, Ihre Erfolge sind ernst und bedeutend, und Sie verdienen es durchaus, dass die Führer der Partei und Regierung Sie beglückwünschen. (Beifall).

Jetzt aber gestatten Sie mir, zum Wesen der Sache zu kommen.

Bei uns wird oft gesagt, dass wir das Getreideproblem bereits gelöst haben. Das ist natürlich richtig, wenn man von der gegenwärtigen Periode spricht. Wir ernten in diesem Jahr über fünfeinhalb Milliarden Pud Getreide. Das genügt durchaus, um die Bevölkerung reichlich zu ernähren und darüber hinaus genügend Vorräte für allerlei unvorhergesehene Fälle zurückzulegen. Das ist natürlich für den heutigen Tag nicht schlecht. Aber wir dürfen uns nicht allein auf den heutigen Tag beschränken. Wir müssen auch an den morgigen Tag, an die nächste Zukunft denken. Wenn man aber die Dinge vom Standpunkt des morgigen Tages betrachtet, können uns die erreichten Resultate nicht befriedigen. Wie viel Getreide werden wir in nächster Zukunft, sagen wir in drei, vier Jahren, brauchen? Wir werden nicht weniger als sieben bis acht Milliarden Pud Getreide brauchen. So liegen die Dinge, Genossen. Folglich müssen wir schon jetzt Maßnahmen treffen, um zu gewährleisten, dass die Getreideproduktion bei uns von Jahr zu Jahr wächst und dass wir zu diesem Zeitpunkt voll und ganz zur Erfüllung dieser äußerst wichtigen Aufgabe vorbereitet sind. In der alten Zeit, vor der Revolution, wurden in unserem Land jährlich ungefähr vier bis fünf Milliarden Pud Getreide erzeugt. Ob dieses Getreide ausreichte oder nicht, das ist eine andere Frage. Jedenfalls waren alle der Ansicht, dass es ausreichte, da alljährlich 400 bis 500 Millionen Pud Getreide ausgeführt wurden. So lagen die Dinge in der Vergangenheit. Anders ist es jetzt, unter unsern sowjetischen Verhältnissen. Ich sagte bereits, dass wir uns schon jetzt darauf vorbereiten müssen, die jährliche Getreideerzeugung in nächster Zukunft, in drei, vier Jahren, auf sieben bis acht Milliarden Pud zu bringen. Der Unterschied ist, wie Sie sehen, nicht gering. Damals vier bis fünf Milliarden Pud Getreide, nun sieben bis acht Milliarden Pud.

Woher dieser Unterschied? Wie ist diese gewaltige Zunahme des Getreidebedarfs in unserem Land zu erklären?

Sie erklärt sich daraus, dass unser Land schon nicht mehr das gleiche ist wie in der alten, vorrevolutionären Zeit.

Nehmen wir als erstes bloß die Tatsache, dass unsere Industrie und unsere Städte in den letzten Jahren im Vergleich zur alten Zeit mindestens auf das Doppelte gewachsen sind. Es gibt jetzt bei uns mindestens doppelt soviel Städte, Stadtbewohner, Industrie und in der Industrie beschäftigte Arbeiter wie in der alten Zeit. Was bedeutet das? Das bedeutet, dass wir einige Millionen Werktätige dem Dorf entzogen, in die Stadt übergeführt, sie zu Arbeitern und Angestellten gemacht haben, und sie bringen jetzt gemeinsam mit den übrigen Arbeitern unsere Industrie vorwärts. Das bedeutet, dass einige Millionen Werktätige, die früher mit dem Dorf verbunden waren und Getreide erzeugten, jetzt nicht nur kein Getreide erzeugen, sondern im Gegenteil selbst mit Getreide aus dem Dorf beliefert werden müssen. Unsere Städte werden aber weiter wachsen, und der Bedarf an Getreide wird weiterhin zunehmen.

Das ist die erste Ursache für die Zunahme des Getreidebedarfs.

Weiter. In der alten Zeit hatten wir weniger gewerbliche Nutzpflanzen als jetzt. Wir erzeugen jetzt doppelt soviel Baumwolle wie in der alten Zeit. Was Flachs, Zuckerrüben und sonstige gewerbliche Nutzpflanzen anbetrifft, so erzeugen wir unvergleichlich mehr als in der alten Zeit. Was ergibt sich daraus? Daraus ergibt sich, dass alle, die mit der Produktion von gewerblichen Nutzpflanzen beschäftigt sind, sich nicht in genügendem Maße mit der Erzeugung von Getreide befassen können. Folglich brauchen wir große Getreidevorräte für die mit der Produktion von gewerblichen Nutzpflanzen beschäftigten Menschen, um die Produktion von gewerblichen Nutzpflanzen, die Produktion von Baumwolle, Flachs, Zuckerrüben, Sonnenblumen usw., immer mehr steigern zu können. Die Produktion von gewerblichen Nutzpflanzen müssen wir aber immer mehr steigern, wenn wir unsere Leichtindustrie und unsere Nahrungsmittelindustrie voranbringen wollen.

Das ist die zweite Ursache für die Zunahme des Getreidebedarfs.

Weiter. Ich sagte bereits, dass bei uns in der alten Zeit jährlich vier bis fünf Milliarden Pud Getreide erzeugt wurden. Die zaristischen Minister pflegten damals zu sagen: „Wir selbst werden uns nicht satt essen, aber Getreide ausführen werden wir.“ Wer waren die Leute, die sich nicht satt aßen? Natürlich nicht die zaristischen Minister. Die Leute, die sich nicht satt aßen - das waren die 20 bis 30 Millionen der Dorfarmut, die wirklich nicht satt wurden, sondern ein Hungerdasein führten, damit die zaristischen Minister Getreide ausführen konnten. So war es in der alten Zeit. Jetzt aber ist die Zeit eine ganz andere. Die Sowjetregierung kann nicht zulassen, dass die Bevölkerung sich nicht satt isst. Jetzt gibt es bei uns bereits seit zwei, drei Jahren keine Dorfarmut mehr, die Arbeitslosigkeit ist beseitigt, die Bevölkerung hat genug zu essen, und wir haben den Weg des Wohlstands ein für allemal beschritten. Sie werden fragen: Was ist denn aus den 20 bis 30 Millionen hungernden armen Bauern geworden? Sie sind den Kollektivwirtschaften beigetreten, haben dort eine feste Existenzgrundlage gefunden und bauen mit Erfolg ein Leben in Wohlstand auf. Was bedeutet das aber? Das bedeutet, dass wir jetzt zur Ernährung der werktätigen Bauern weit mehr Getreide brauchen als in der alten Zeit, denn die armen Bauern von gestern, die heutigen Kollektivbauern, die in den Kollektivwirtschaften eine feste Existenzgrundlage gefunden haben, müssen genügend Getreide haben, um ein Leben in Wohlstand aufbauen zu können. Sie wissen, dass sie dies Getreide haben und in Zukunft noch mehr haben werden.

Das ist die dritte Ursache für die gewaltige Zunahme des Getreidebedarfs in unserem Land.

Weiter. Bei uns sagen jetzt alle, dass sich die materielle Lage der Werktätigen bedeutend gebessert hat, dass es sich jetzt besser, fröhlicher lebt. Das ist natürlich richtig. Das hat jedoch zur Folge, dass die Bevölkerung jetzt viel rascher zunimmt als in der alten Zeit. Die Sterblichkeit ist geringer, die Geburtenziffer höher geworden, und der absolute Bevölkerungszuwachs ist unvergleichlich größer. Das ist natürlich gut, und wir begrüßen das. (Fröhliche Bewegung im Saal). Der absolute Bevölkerungszuwachs beträgt bei uns jetzt etwa drei Millionen im Jahr. Das bedeutet, dass wir alljährlich einen Bevölkerungszuwachs so groß wie ganz Finnland erhalten. (Allgemeine Heiterkeit). Nun, das hat aber zur Folge, dass wir immer mehr Menschen zu ernähren haben.

Das ist eine weitere Ursache für die Zunahme des Getreidebedarfs.

Und schließlich noch eine Ursache. Ich sprach von den Menschen und ihrem zunehmenden Getreidebedarf. Aber die Nahrung der Menschen beschränkt sich nicht auf Brot allein. Sie brauchen außerdem Fleisch, Fett. Das Wachstum der Städte, die zunehmende Produktion gewerblicher Nutzpflanzen, der allgemeine Bevölkerungszuwachs, das Leben in Wohlstand - all das führt zu einer Steigerung des Bedarfs an Fleisch und Fett. Folglich brauchen wir eine gut organisierte Viehwirtschaft mit einem großen Bestand an Klein- und Großvieh, um in der Lage zu sein, den wachsenden Bedarf der Bevölkerung an Fleischprodukten zu befriedigen. Das alles ist klar. Aber eine Erweiterung der Viehwirtschaft ist undenkbar ohne große Getreidevorräte für das Vieh. Nur eine wachsende und sich entfaltende Getreidewirtschaft kann die für eine Erweiterung der Viehwirtschaft erforderlichen Voraussetzungen schaffen.

Das ist eine weitere Ursache für die gewaltige Zunahme des Getreidebedarfs in unserem Lande.

Dies, Genossen, sind die Ursachen, die das Antlitz unseres Landes von Grund aus verändert haben und uns vor die unaufschiebbare Aufgabe stellen, die jährliche Getreideerzeugung in der nächsten Zukunft auf sieben bis acht Milliarden Pud zu bringen.

Sind wir imstande, diese Aufgabe zu erfüllen?

Ja, wir sind dazu imstande. Darüber kann kein Zweifel bestehen. Was ist erforderlich, um diese Aufgabe zu erfüllen?

Dazu ist vor allem erforderlich, dass in unserer Landwirtschaft nicht der Kleinbetrieb, sondern der Großbetrieb die herrschende Wirtschaftsform bildet. Weshalb gerade der Großbetrieb? Weil nur der Großbetrieb imstande ist, die moderne Technik anzuwenden, weil nur der Großbetrieb imstande ist, sich die modernen agrotechnischen Erkenntnisse in genügendem Maße nutzbar zu machen, weil nur der Großbetrieb imstande ist, Düngemittel rationell anzuwenden. In den kapitalistischen Ländern, wo die kleine Einzelwirtschaft die herrschende Form in der Landwirtschaft ist, beruht die Bildung von Großwirtschaften auf der Bereicherung einer kleinen Gruppe von Grundbesitzern und der Ruinierung der Mehrheit der Bauern. Dort geht der Boden der ruinierten Bauern gewöhnlich in die Hände der reichen Grundbesitzer über, während die Bauern selbst sich diesen Grundbesitzern verdingen, um nicht Hungers zu sterben. Wir halten diesen Weg für falsch und verderblich. Er ist für uns unannehmbar. Wir haben deshalb einen anderen Weg zur Bildung von Großbetrieben in der Landwirtschaft eingeschlagen. Wir haben den Weg der Vereinigung der kleinen Bauernwirtschaften zu kollektiven Großwirtschaften betreten, die den Boden in kollektiver Arbeit bestellen und aller Vorzüge und Möglichkeiten des Großbetriebs teilhaftig werden. Das ist der Weg der Kollektivwirtschaften. Stellt die kollektivwirtschaftliche Form des Großbetriebs gegenwärtig die herrschende Form unserer Landwirtschaft dar? Ja, das ist der Fall. Unsere Kollektivwirtschaften erfassen gegenwärtig etwa 90 Prozent der gesamten Bauernschaft. Folglich ist der landwirtschaftliche Großbetrieb, die Kollektivwirtschaft als herrschende Form, bei uns bereits eine Tatsache.

Dazu ist zweitens erforderlich, dass die Kollektivwirtschaften, unsere Großbetriebe, in ausreichendem Maße geeigneten Boden besitzen. Haben unsere Kollektivwirtschaften solchen Boden? Ja, sie haben ihn. Sie wissen, dass alle Ländereien des Zaren, der Gutsbesitzer und der Kulaken den Kollektiv wirtschaften bereits übergeben worden sind. Sie wissen, dass diese Ländereien den Kollektivwirtschaften bereits urkundlich zu ewiger Nutzung zuerkannt worden sind. Folglich besitzen die Kollektivwirtschaften in ausreichendem Maße geeigneten Boden, um die Getreideproduktion voll zu entfalten.

Dazu ist drittens erforderlich, dass die Kollektivwirtschaften über eine ausreichende technische Ausrüstung, über genügend Traktoren, landwirtschaftliche Maschinen, Mähdrescher verfügen. Sie wissen selbst, dass man mit Handarbeit allein nicht weit kommt. Folglich ist eine kochentwickelte Technik nötig, damit die Kollektivwirtschaften die Getreideproduktion entfalten können. Verfügen die Kollektivwirtschaften über eine solche technische Ausrüstung? Ja, sie verfügen darüber. Und je weiter, desto mehr werden sie über eine solche technische Ausrüstung verfügen.

Dazu ist schließlich erforderlich, dass in den Kollektivwirtschaften Menschen, Kader vorhanden sind, die mit Maschinen umzugehen verstehen, die die Technik gemeistert und die gelernt haben, sie sich dienstbar zu machen. Gibt es in den Kollektivwirtschaften solche Menschen, solche Kader? Ja, es gibt sie. Zwar ist ihre Zahl noch gering, aber immerhin gibt es sie. Die heutige Beratung, an der die besten Mähdrescherführer und -führerinnen teilnehmen und auf der nur ein kleiner Teil jener Armee von Mähdrescherführern und -führerinnen vertreten ist, die in unseren Kollektivwirtschaften arbeiten - diese Beratung ist ein Beweis dafür, dass solche Kader in den Kollektivwirtschaften bereits herangewachsen sind. Gewiss, die Zahl dieser Kader ist immer noch gering, und das, Genossen, ist unsere größte Schwierigkeit. Aber es besteht kein Grund, daran zu zweifeln, dass die Zahl dieser Kader bei uns nicht nur mit jedem Jahr und Monat, sondern mit jedem Tag und jeder Stunde wachsen wird.

Es zeigt sich also, dass wir über alle erforderlichen Voraussetzungen verfügen, um in nächster Zukunft eine Getreideproduktion von sieben bis acht Milliarden Pud im Jahr zu erreichen.

Aus diesem Grunde glaube ich, dass die unaufschiebbare Aufgabe, von der ich vorhin sprach, unbedingt gelöst werden kann.

Die Hauptsache ist jetzt, die Aufmerksamkeit auf die Kader zu konzentrieren, Kader auszubilden, den Zurückbleibenden bei der Meisterung der Technik zu helfen-, Tag für Tag Menschen heranzubilden, die fähig sind, die Technik zu meistern und sie vorwärts zu treiben. Das ist jetzt die Hauptsache, Genossen.

Besonderes Augenmerk muss auf die Mähdrescher und die Mähdrescherführer gerichtet werden. Sie wissen, dass die Einbringung der Ernte die verantwortlichste Aufgabe in der Getreidewirtschaft ist. Die Ernteeinbringung ist saisonbedingt und duldet keinen Aufschub. Hast du die Ernte rechtzeitig eingebracht, so hast du gewonnen, verspätest du dich mit der Ernte, so hast du verloren. Die Bedeutung des Mähdreschers besteht darin, dass er uns hilft, die Ernte rechtzeitig einzubringen. Das ist eine sehr große und bedeutsame Angelegenheit, Genossen.

Aber die Bedeutung des Mähdreschers beschränkt sich nicht hierauf. Seine Bedeutung besteht ferner darin, dass er uns vor gewaltigen Verlusten bewahrt. Sie wissen selbst, dass das Ernten mit der einfachen Mähmaschine ungeheure Verluste an Getreide mit sich bringt. Erst mähen, dann Garben binden, dann die Garben aufstellen und dann das Getreide zu den Dreschmaschinen hinfahren - das alles bedeutet Verluste und abermals Verluste. Jedermann gibt zu, dass wir bei diesem Erntesystem 20 bis 25 Prozent des Ernteertrages verlieren. Die große Bedeutung des Mähdreschers besteht darin, dass er diese Verluste auf ein geringfügiges Minimum reduziert. Fachleute erklären, dass die Ernte mit einfachen Mähmaschinen, unter sonst gleichen Bedingungen, einen um zehn Pud geringeren Ernteertrag pro Hektar ergibt als die Ernte mit Mähdreschern. Bei einer Aussaatfläche von 100 Millionen Hektar - bekanntlich ist sie aber bei uns viel größer - betragen die Verluste bei der Ernte mit einfachen Mähmaschinen eine Milliarde Pud Getreide. Organisieren Sie dagegen die Ernteeinbringung auf diesen 100 Millionen Hektar mit Hilfe von Mähdreschern, so erhalten Sie - vorausgesetzt, dass die Mähdrescher nicht schlecht arbeiten - einen Gewinn von einer ganzen Milliarde Pud Getreide. Das ist keine geringe Ziffer, wie Sie sehen.

So gewaltig ist die Bedeutung des Mähdreschers und der Menschen, die mit ihm arbeiten.

Deshalb bin ich der Meinung, dass die Verbreitung des Mähdreschers in der Landwirtschaft und die Heranbildung zahlreicher Kader von Mähdrescherführern und -führerinnen eine Aufgabe ersten Ranges ist.

Deshalb möchte ich zum Schluss meiner Rede den Wunsch aussprechen, dass die Zahl unserer Mähdrescherführer und -führerinnen nicht täglich, sondern stündlich wachsen möge, dass sie die Technik des Mähdreschers meistern lernen, ihre Genossen darin unterweisen, dass sie schließlich zu wirklichen Siegern in der Landwirtschaft unseres Landes werden mögen.

(Stürmischer, lang anhaltender Beifall, der in eine Ovation übergeht, brausendes „Hurra“. Rufe im Saal: „Es lebe der geliebte Stalin!“).

Noch zwei Worte, Genossen, Wir haben hier im Präsidium unter uns beraten und sind zu dem Schluss gekommen, dass die Teilnehmer dieser Beratung für ihre gute Arbeit zur höchsten Auszeichnung, zu einem Orden, vorgeschlagen werden sollten. Wir denken, dies in den nächsten Tagen zu tun, Genossen.

(Stürmischer, lang anhaltender Beifall, Hurrarufe. Zurufe: „Dank dem Genossen Stalin!“).

„Prawda“, Nr. 333,
4. Dezember 1935.

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