GESCHICHTE DER KOMMUNISTISCHEN PARTEI DER SOWJETUNION (BOLSCHEWIKI)

KAPITEL IX
Die Partei der Volkswirtschaft
(1921-1925)

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Der Kampf mit den Schwierigkeiten der Wiederherstellung der Volkswirtschaft
Die verstärkte Aktivität der Trotzkisten im Zusammenhang mit Lenin s Krankheit
Die neue Parteidiskussion
Die Niederlage der Trotzkisten
Lenin s Tod
Das Lenin -Aufgebot
Der XIII. Parteitag

Gleich die ersten Jahre des Kampfes für die Wiederherstellung der Volkswirtschaft führten zu bedeutenden Erfolgen. Zu Beginn des Jahres 1924 war auf allen Gebieten ein Aufschwung zu beobachten. Die Saatfläche hatte sich seit 1921 bedeutend vergrößert, die bäuerliche Wirtschaft festigte sich immer mehr. Die sozialistische Industrie wuchs und entwickelte sich. Bedeutend war das zahlenmäßige Wachstum der Arbeiterklasse. Der Arbeitslohn stieg. Für die Arbeiter und Bauern wurde das Leben leichter und besser als in den Jahren 1920 und 1921.

Aber immer noch machten sich die Auswirkungen der noch nicht überwundenen Zerrüttung fühlbar. Die Industrie blieb noch hinter dem Vorkriegsniveau zurück, ihr Wachstum blieb hinter dem steigenden Bedarf des Landes bedeutend zurück. Gegen Ende 1923 wurden ungefähr 1 Million Arbeitslose gezählt, denn das langsame Wachstum der Volkswirtschaft bot noch nicht die Möglichkeit, die Arbeitslosen aufzusaugen. Der Handel entwickelte sich unter Stockungen, eine Folge davon, dass die städtischen Erzeugnisse übermäßig hohe Preise hatten, die dem Lande von den Nöpleuten und von den in unsere Handelsorganisationen eingedrungenen Nöpelementen aufgezwungen wurden. Infolgedessen begann der Sowjetrubel stark zu schwanken, sein Wert sank. All dies hemmte die Besserung der Lage der Arbeiter und Bauern.

Im Spätsommer 1923 erfuhren die wirtschaftlichen Schwierigkeiten infolge der Durchbrechung der von der Sowjetmacht betriebenen Preispolitik durch unsere Industrie- und Handelsorgane eine gewisse Verschärfung. Die Preise für Industriewaren und für Produkte der Landwirtschaft gingen stark auseinander. Die Getreidepreise waren niedrig, die Preise für Industriewaren aber übermäßig hoch. Die Verwaltungsausgaben der Industrie waren hoch, und dies verteuerte die Waren. Das Geld, das die Bauernschaft für das verkaufte Getreide erhielt, entwertete sich rasch. Zu alledem kam noch, dass der Trotzkist Pjatakow, der damals im Obersten Volkswirtschaftsrat (WSNCh) saß, den Wirtschaftlern die verbrecherische Direktive erteilte, aus dem Verkauf von Industriewaren soviel Gewinn wie möglich herauszuschlagen, die Preise rücksichtslos zu erhöhen, angeblich zugunsten der Entwicklung der Industrie. In Wirklichkeit konnte diese Nöpmannlosung nur zur Einengung der Basis der Industrieproduktion und zur Untergrabung der Industrie führen. Unter diesen Bedingungen war es für die Bauernschaft unvorteilhaft, städtische Waren zu erwerben, und die Bauern stellten den Ankauf solcher Waren ein. Es setzte eine Absatzkrise ein, die auf die Industrie zurückwirkte. In der Lohnzahlung entstanden Schwierigkeiten. Das rief Unzufriedenheit unter den Arbeitern hervor. Die rückständigsten Arbeiter in einigen Fabriken verließen die Arbeitsstätten.

Das Zentralkomitee der Partei zeichnete die Wege zur Beseitigung aller dieser Schwierigkeiten und Mängel vor. Es wurden Maßnahmen zur Überwindung der Absatzkrise getroffen. Es wurde eine Senkung der Preise für Gegenstände des Massenbedarfs durchgeführt. Es wurde beschlossen. eine Geldreform durchzuführen, zu einer festen und stabilen Valuta, zum Tscherwonez, überzugehen. Die ordnungsgemäße Auszahlung der Löhne wurde gesichert. Es wurden Maßnahmen zur Entfaltung des Handels durch die Sowjet- und Genossenschaftsorgane und zur Verdrängung aller Arten von Privathändlern und Spekulanten aus dem Handel vorgesehen.

Es galt, einmütig, mit aufgekrempelten Ärmeln, ans Werk zu gehen. So dachten und handelten die der Partei ergebenen Menschen. Aber anders benahmen sich die Trotzkisten. Die Abwesenheit Lenin s, der infolge seiner schweren Krankheit nicht mehr an der Arbeit teilnehmen konnte, nutzten sie aus, um einen neuen Angriff gegen die Partei und ihre Führung zu unternehmen. Sie wähnten, dass der geeignete Augenblick gekommen sei, um die Partei zu zertrümmern und ihre Führung zu beseitigen. In ihrem Kampf gegen die Partei nutzten sie alles aus: sowohl die Niederlage der Revolution in Deutschland und Bulgarien im Herbst 1923 als auch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten im Lande, sowie Lenin s Krankheit. Gerade in diesem für den Sowjetstaat schwierigen Augenblick, als der Führer der Partei ans Krankenlager gefesselt war, begann Trotzki seine Attacke gegen die bolschewistische Partei. Er sammelte alle anti Lenin istischen Elemente in der Partei um sich und schusterte eine oppositionelle, gegen die Partei, gegen ihre Führung, gegen ihre Politik gerichtete Plattform zusammen. Die Plattform nannte sich: Erklärung von 46 Oppositionellen. Im Kampfe gegen die Lenin sche Partei vereinigten sich alle oppositionellen Gruppierungen - die Trotzkisten, die Dezisten, die Überreste der „linken Kommunisten“ und der „Arbeiteropposition“. Sie prophezeiten in ihrer Erklärung eine schwere Wirtschaftskrise und den Untergang der Sowjetmacht und forderten als einzigen Ausweg aus der Lage Freiheit für Fraktionen und Gruppierungen.

Das war ein Kampf für die Wiederherstellung der Fraktionen, die der X. Parteitag auf Vorschlag Lenin s verboten hatte.

Von den Trotzkisten wurden keinerlei konkrete Fragen der Verbesserung der Industrie oder der Landwirtschaft, der Verbesserung des Warenumsatzes im Lande, der Verbesserung der Lage der Werk-tätigen aufgeworfen. Ja, dafür interessierten sie sich auch gar nicht. Sie waren nur an einem interessiert: die Abwesenheit Lenin s auszunutzen, die Fraktionen innerhalb der Partei wiederherzustellen und die Grundlagen der Partei ins Wanken zu bringen, ihr Zentralkomitee zu erschüttern.

Gleich nach der Plattform der 46 wurde ein Brief Trotzkis in Umlauf gesetzt, worin er die Parteikader mit Schmutz bewarf und eine ganze Reihe neuer verleumderischer Beschuldigungen gegen die Partei erhob. In diesem Brief wiederholte Trotzki die alte menschewistische Litanei, die die Partei von ihm nicht das erste Mal zu hören bekam.

Vor allem fielen die Trotzkisten über den Parteiapparat her. Sie begriffen, dass die Partei ohne einen starken Parteiapparat nicht leben und arbeiten kann. Die Opposition versuchte diesen Apparat zu erschüttern, ihn zu zerstören, die Parteimitglieder dem Parteiapparat und die Jugend den alten Parteikadern gegenüberzustellen. Trotzkis Brief war eine Spekulation auf die studierende Jugend, auf die jungen Parteimitglieder, die die Geschichte des Kampfes der Partei gegen den Trotzkismus nicht kannten. Um die studierende Jugend zu gewinnen, schmeichelte ihr Trotzki, indem er sie „das sicherste Barometer der Partei“ nannte und gleichzeitig behauptete, dass die alte Lenin sche Garde entartet sei. Mit einer Anspielung auf die entarteten Führer der II. Internationale machte er die niederträchtige Andeutung, dass die alte bolschewistische Garde denselben Weg gehe. Durch sein Geschrei über eine Entartung der Partei versuchte Trotzki seine eigene Entartung und seine parteifeindlichen Ränke zu maskieren.

Beide Dokumente der Oppositionellen, sowohl die Plattform der 46 als auch der Brief Trotzkis, wurden von den Trotzkisten an die Rayons und Zellen versandt und den Parteimitgliedern zur Erörterung unterbreitet.

Die Partei wurde zu einer Auseinandersetzung, zur Parteidiskussion, herausgefordert.

Somit wurde der Partei, wie vor dem X. Parteitag während der Gewerkschaftsdiskussion, auch jetzt von den Trotzkisten eine allgemeine Parteidiskussion aufgezwungen.

Obwohl die Partei von wichtigeren, von wirtschaftlichen Fragen in Anspruch genommen war, nahm sie die Herausforderung an und eröffnete die Diskussion.

Die Diskussion erfasste die gesamte Partei. Der Kampf trug sehr heftigen Charakter. Besondere Schärfe nahm der Kampf in Moskau an. Die Trotzkisten trachteten danach, vor allem die Organisation der Hauptstadt in die Hand zu bekommen. Aber die Diskussion half den Trotzkisten nicht. Sie brachte ihnen nur Schmach und Schande.

Die Trotzkisten wurden sowohl in Moskau als auch in der gesamten Sowjetunion aufs Haupt geschlagen. Für die Trotzkisten stimmte nur eine kleine Anzahl von Zellen in Hochschulen und Bürobetrieben.

Im Januar 1924 trat die XIII. Parteikonferenz zusammen. Sie nahm das Referat des Genossen Stalin entgegen, der die Bilanz der Diskussion zog. Die Konferenz verurteilte die trotzkistische Opposition und erklärte, dass die Partei es in dieser Opposition mit einer kleinbürgerlichen Abweichung vom Marxismus zu tun hatte. Die Beschlüsse der Konferenz wurden in der Folge vom XIII. Parteitag und vom V. Weltkongress der Komintern gebilligt. Das internationale kommunistische Proletariat unterstützte die bolschewistische Partei in ihrem Kampf gegen den Trotzkismus.

Die Trotzkisten stellten jedoch ihre Wühlarbeit nicht ein. Im Herbst 1924 veröffentlichte Trotzki seinen Artikel „Die Lehren des Oktober“, worin er den Versuch unternahm, den Lenin ismus durch den Trotzkismus zu ersetzen. Dieser Artikel war eine einzige Verleumdung unserer Partei und ihres Führers - Lenin s. Dies verleumderische Machwerk wurde von allen Feinden des Kommunismus und der Sowjetmacht aufgegriffen. Die Partei nahm diese Verleumdung der heroischen Geschichte des Bolschewismus durch Trotzki mit Entrüstung auf. Genosse Stalin entlarvte den Versuch Trotzkis, den Lenin ismus durch den Trotzkismus zu ersetzen. In seinen Reden betonte Genosse Stalin, dass „die Aufgabe der Partei darin besteht, den Trotzkismus als ideologische Strömung zu begraben“.

Von großer Bedeutung für die ideologische Zertrümmerung des Trotzkismus und die Verfechtung des Lenin ismus war das theoretische Werk des Genossen Stalin. „Ober die Grundlagen des Lenin ismus“, das im Jahre 1924 erschien. Diese Schrift ist eine meisterhafte Darlegung und eine bündige theoretische Begründung des Lenin ismus. Sie wappnete damals und wappnet heute die Bolschewiki in der ganzen Welt mit der scharfen Waffe der marxistisch- Lenin istischen Theorie.

In den Kämpfen gegen den Trotzkismus schloss Genosse Stalin die Partei um ihr Zentralkomitee zusammen und mobilisierte sie zum weiteren Kampf für den Sieg des Sozialismus in unserem Lande. Genosse Stalin konnte den Beweis erbringen, dass die ideologische Zertrümmerung des Trotzkismus eine notwendige Bedingung für die Sicherung des Weiteren siegreichen Vormarsches zum Sozialismus war.

Bei der Zusammenfassung der Ergebnisse. dieser Periode des Kampfes gegen den Trotzkismus sagte Genosse Stalin:

„Ohne den Trotzkismus zu zerschlagen, kann man unter den Bedingungen der NÖP nicht den Sieg erringen, kann man nicht die Verwandlung des heutigen Russland in ein sozialistisches Russland erreichen.“

Aber die Erfolge der Lenin schen Politik der Partei wurden getrübt durch das größte Unglück, das die Partei und die Arbeiterklasse betroffen hat. Am 21. Januar 1924 starb in Gorki bei Moskau unser Führer und Lehrer, der Schöpfer der bolschewistischen Partei, Lenin . Die Arbeiterklasse der ganzen Welt nahm die Kunde von Lenin s Tod als den allerschwersten Verlust auf. Am Tage der Beisetzung Lenin s führte das internationale Proletariat eine fünf Minuten lange allgemeine Arbeitseinstellung durch. Die Eisenbahnen standen still, die Arbeit in den Werken und Fabriken ruhte. In tiefster Trauer. geleiteten die Werktätigen der ganzen Welt Lenin , ihren Vater und Lehrer, ihren besten Freund und Verteidiger, zu Grabe.

Auf Lenin s Tod antwortete die Arbeiterklasse der Sowjetunion mit einem noch stärkeren Zusammenschluss um die Lenin sche Partei. Jeder klassenbewusste Arbeiter besann sich in diesen Trauertagen auf sein Verhältnis zur Kommunistischen Partei, die das Vermächtnis Lenin s verwirklicht. Im Zentralkomitee der Partei liefen tausende und aber tausende Erklärungen von parteilosen Arbeitern mit dem Ersuchen ein, sie in die Partei aufzunehmen. Das Zentralkomitee kam dieser Bewegung der fortgeschrittenen Arbeiter entgegen und verkündete eine Massenaufnahme fortgeschrittener Arbeiter in die Partei, ließ das Lenin sche Parteiaufgebot ergehen. Weitere zehntausende Arbeiter kamen zur Partei. Es kamen diejenigen, die bereit waren, für die Sache der Partei, für die Sache Lenin s das Leben hinzugeben. Mehr als zweihundertvierzigtausend Arbeiter traten damals in kurzer Zeit in die Reihen der bolschewistischen Partei ein. In die Partei trat der fortgeschrittene, der klassenbewussteste und revolutionärste, der kühnste und disziplinierteste Teil der Arbeiter-klasse ein. Dies war das Lenin sche Parteiaufgebot.

Lenin s Tod zeigte, wie nahe unsere Partei den Arbeitermassen ist und wie sehr die Arbeiter die Lenin sche Partei lieben.

In den Lenin -Trauertagen, auf dem II. Sowjetkongress der UdSSR, legte Genosse Stalin im Namen der Partei den großen Schwur ab:

Lenin schwur">„Wir Kommunisten sind Menschen von besonderem Schlage. Wir sind aus besonderem Material geformt. Wir sind diejenigen, die die Armee des großen proletarischen Strategen bilden, die Armee des Genossen Lenin . Es gibt nichts Höheres als die Ehre, dieser Armee anzugehören. Es gibt nichts Höheres als den Namen eines Mitglieds der Partei, deren Gründer und Führer Genosse Lenin ist...

Lenin schwur">Als Genosse Lenin von uns schied, hinterließ er uns das Vermächtnis, den erhabenen Namen eines Mitglieds der Partei hochzuhalten und in Reinheit zu bewahren. Wir schwören dir, Genosse Lenin , dass wir dieses dein Gebot in Ehren erfüllen werden!...

Lenin schwur">Als Genosse Lenin von uns schied, hinterließ er uns das Vermächtnis, die Einheit unserer Partei wie unseren Augapfel zu hüten. Wir schwören dir, Genosse Lenin , dass wir auch dieses dein Gebot in Ehren erfüllen werden!...

Lenin schwur">Als Genosse Lenin von uns schied, hinterließ er uns das Vermächtnis, die Diktatur des Proletariats zu schützen und zu festigen. Wir schwören dir, Genosse Lenin , dass wir unsere Kräfte nicht schonen werden, um auch dieses dein Gebot in Ehren zu erfüllen!...

Lenin schwur">Als Genosse Lenin von uns schied, hinterließ er uns das Vermächtnis, mit allen Kräften das Bündnis der Arbeiter und Bauern zu festigen. Wir schwören dir, Genosse Lenin , dass wir auch dieses dein Gebot in Ehren erfüllen werden!...

Lenin schwur">Genosse Lenin sprach uns unermüdlich von der Notwendigkeit eines freiwilligen Bündnisses der Völker unseres Landes, von der Notwendigkeit ihres brüderlichen Zusammenwirkens im Rahmen der Union der Republiken. Als Genosse Lenin von uns schied, hinterließ er uns das Vermächtnis, die Union der Republiken zu festigen und zu erweitern. Wir schwören dir, Genosse Lenin , dass wir auch dieses dein Gebot in Ehren erfüllen werden!...

Lenin schwur"> Lenin hat uns wiederholt darauf verwiesen, dass die Stärkung der Roten Armee und ihre Vervollkommnung eine der wichtigsten Aufgaben unserer Partei ist ... Schwören wir denn, Genossen, dass wir unsere Kräfte nicht schonen werden, um unsere Rote Armee und unsere Rote Flotte zu stärken...

Lenin schwur">Als Genosse Lenin von uns schied, hinterließ er uns das Vermächtnis, den Grundsätzen der Kommunistischen Internationale die Treue zu bewahren. Wir schwören dir, Genosse Lenin , dass wir unser Leben nicht schonen werden, um den Bund der Werktätigen der ganzen Welt, die Kommunistische Internationale, zu festigen und zu erweitern!“

Diesen Schwur leistete die bolschewistische Partei ihrem Führer Lenin , der durch die Jahrhunderte leben wird.

Im Mai 1924 fand der XIII. Parteitag statt. Auf dem Parteitag waren 748 Delegierte mit beschließender Stimme anwesend, die 735881 Parteimitglieder vertraten. Die starke Zunahme der Zahl der Parteimitglieder im Vergleich mit dem vorhergehenden Parteitag erklärt sich dadurch, dass auf Grund des Lenin -Aufgebots ungefähr 250000 neue Mitglieder in die Reihen der Partei eingetreten waren. Delegierte mit beratender Stimme gab es 416.

Der Parteitag verurteilte einstimmig die Plattform der trotzkistischen Opposition, die er als kleinbürgerliche Abweichung vom Marxismus, als Revision des Lenin ismus kennzeichnete, und bestätigte die Resolutionen der XIII. Parteikonferenz „Über den Parteiaufbau“ und „Über die Ergebnisse der Diskussion“.

Ausgehend von der Aufgabe der Stärkung des Zusammenschlusses von Stadt und Land gab der Parteitag Anweisung zur weiteren Ausdehnung der Industrie, in erster Linie der Leichtindustrie, wobei er gleichzeitig die Notwendigkeit einer raschen Entwicklung des Hüttenwesens hervorhob.

Der Parteitag bestätigte die Schaffung des Volkskommissariats für Innenhandel und stellte allen Handelsorganen die Aufgabe, die Herrschaft über den Markt zu erlangen und das Privatkapital aus dem Handel zu verdrängen.

Der Parteitag setzte es als Aufgabe fest, den billigen Staatskredit an die Bauernschaft zu erweitern und den Wucherer aus dem Dorf zu verdrängen.

Die Hauptaufgabe der Arbeit auf dem Lande wurde vom Parteitag durch die Losung festgesetzt, den genossenschaftlichen Zusammenschluss der Bauernmassen in jeder Weise zu fördern.

Schließlich wies der Parteitag auf die gewaltige Bedeutung des Lenin -Aufgebots hin und lenkte die Aufmerksamkeit der Partei auf die Notwendigkeit einer verstärkten Arbeit zur Schulung der jungen Parteimitglieder, vor allein des Lenin -Aufgebots, um ihnen die Grundlagen des Lenin ismus zu vermitteln.

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