PROZESSBERICHT ÜBER DIE STRAFSACHE
DES SOWJETFEINDLICHEN
TROTZKISTISCHEN ZENTRUMS

ABENDSITZUNG VOM 27. JANUAR 1937

SACHVERSTÄNDIGENGUTACHTEN

VORSITZENDER: Genosse Monossowitsch, sind die Antworten auf die von der Staatsanwaltschaft gestellten Fragen fertig?

MONOSSOWITSCH: Jawohl. (Liest)

  1. „Über die Explosion am 11. November 1935 in der Wasserstoffsynthese-Abteilung des Stickstoffdüngerwerkes in Gorlowka.

    1. Welche unmittelbaren Ursachen haben die Explosion des Stickstoffapparats in den Luftverflüssigungskammern der Wasserstoffsynthese-Abteilung des Stickstoffdüngerkombinats in Gorlowka am 11. November 1935 hervorgerufen?
      Antwort: Die unmittelbare Ursache für die Explosion des Stickstoffapparats in den Luftverflüssigungskammern war die Ansammlung von Azetylen in den Kondensatoren und in der Isolation des Apparats.
        Die Ansammlung von Azetylen war durch folgende Umstände verursacht:
      1. Der Ventilator für die Luftzufuhr aus den oberen Luftschichten funktionierte nicht, und folglich wurde Luft aus dem Ventilatorenraum, d. h. mit großem Azetylengehalt, zugeführt.
      2. Auf der Zufuhrlinie der Luftkompressoren bildete sich angesichts des nicht funktionierenden Ventilators ein Vakuum, wodurch Luft aus der Atmosphäre um die ganze Luftleitung zugeführt wurde; diese war mit Azetylen verunreinigt. Diese Luft war besonders deshalb durch Azetylen verunreinigt, weil direkt neben der Abteilung Schweißarbeiten mit Azetylengeneratoren vorgenommen wurden.
      3. Wie aus dem technischen Protokoll und den Erklärungen des Ingenieurs Tanun hervorgeht, war der Stickstoffapparat vor der Explosion 15 Tage lang mit ausgeschaltetem Ergänzungskondensator in Betrieb, wobei die Analyse auf Azetylengehalt im flüssigen Sauerstoff nicht gemacht wurde (während mehrerer Tage fehlten sogar die Reagenzien), und das Abzapfen flüssigen Sauerstoffs aus dem Hauptkondensator wurde entweder nicht oft genug oder überhaupt nicht gemacht.

    2. Bestand eine Möglichkeit, diese Explosion zu verhindern?
      Antwort: Zweifellos. Dazu hätte man sich nur an die Instruktionen halten müssen, die für den Arbeitsprozess obligatorisch sind und das normale und gefahrlose Funktionieren dieser Aggregate gewährleisten, und zwar: Zufuhr der Luft aus den oberen Atmosphärenschichten, systematische Analyse des flüssigen Sauerstoffs und systematisches Abzapfen des flüssigen Sauerstoffs aus dem Kondensator.

    3. Kann diese Explosion als zufällig oder muss sie als Folge böser Absicht gewertet werden?
      Antwort: Wären die für den Betrieb obligatorischen Instruktionen eingehalten worden und die Explosion hätte stattgefunden, so könnte man von einem Zufall sprechen. Im betreffenden Fall, in dem die Instruktionen absolut unbeachtet blieben und dadurch alle Voraussetzungen für die Explosion herbeigeführt wurden, kann von einem Zufall nicht die Rede sein. Die Tatsache der bösen Absicht ist unbestreitbar.

    4. Entsprechen die Erklärungen, die der Zeuge Tamm während der Voruntersuchung über die Begleitumstände und Ursachen der Explosion machte, den objektiven technischen Angaben, die den Sachverständigen vorliegen?
      Antwort: Jawohl, im Großen und Ganzen entsprechen sie ihnen.

  2. Über die Explosion am 7. April 1934 im Stickstoffdüngerwerk in Gorlowka.

    1. Welche unmittelbaren Gründe verursachten die Explosion?
      Antwort: Die Explosion war eine Folge autogener Schneidearbeiten an den Röhrchen der Messgeräte, da das Schweißen, bzw. Schneiden von mit Gas gefüllten Röhren kategorisch verboten ist, wenn sie nicht vorher durchgeblasen wurden. Im betreffenden Fall wurde das Schneiden ohne vorheriges Durchblasen vorgenommen, und dies führte zur Explosion.

    2. Entsprechen die Aussagen, die der Zeuge Tamm und der Angeklagte Puschin während der Voruntersuchung über die Begleitumstände und Ursachen der betreffenden Explosion machten, den objektiven technischen Angaben, die den Sachverständigen vorliegen?
      Antwort: Sie entsprechen ihnen.

    3. Kann diese Explosion als zufällig oder muss sie als böse Absicht gewertet werden?
      Antwort: Angesichts der strengen Anweisungen und der Notwendigkeit der speziellen Genehmigung einer solchen Arbeit durch den technischen Direktor bzw. den Abteilungsleiter, kann die Tatsache der Verletzung dieser Anweisungen nicht als zufällig, sondern muss als Folge böser Absicht gewertet werden.

  3. Über den Bruch der Gasleitung im Stickstoffwerk in Gorlowka am 14. November 1934.

    1. Welche Gründe verursachten am 14. November 1934 den Bruch der Gasleitung im Stickstoffdüngerwerk in Gorlowka?
      Antwort: Der Bruch der Gasleitung erfolgte, weil sich in ihr eine übermäßig große Wassermenge (ca. 13 Tonnen) angesammelt hatte. Die Ansammlung war dadurch hervorgerufen, dass das Kondensat aus der Gasleitung nicht abgelassen wurde. Zwei Ablasshähne waren geschlossen. Das Wasser sammelte sich an der niedrigsten Stelle der Gasleitung, wobei die angesammelte Wassermenge bis zu zwei Drittel des freien Leitungsquerschnitts ausfüllte und eine Steigerung der Gasgeschwindigkeit bis auf 16-20 Meter pro Sekunde verursachte.
      Die davon herrührende Erschütterung der Konstruktion der Gasleitung und die hydraulischen Stöße brachten im Metall Spannungen hervor, die größer waren als die Fließgrenze, weshalb die Gasleitung zerstört wurde.

    2. Entsprechen die Aussagen, die der Zeuge Tamm und der Angeklagte Puschin während der Voruntersuchung über die Begleitumstände und Ursachen des Bruches machten, den objektiven technischen Angaben, die den Sachverständigen vorliegen?
      Antwort: Jawohl.

    3. Kann dieser Bruch als zufällig oder muss er als Folge böser Absicht gewertet werden?
      Antwort: Der Bruch der Gasleitung kann nicht als zufällig gewertet werden. Dreieinhalb Stunden vor dem Bruch der Gasleitung war im Betrieb bereits ein starkes Geräusch in der Gasleitung zu hören, das von der übermäßigen Wasseransammlung herrührte. Das sofortige Ablassen des Wassers und die Stilllegung der Kompressoren während des Ablassens des Kondensats waren unerlässliche technische Maßnahmen. Das Unterlassen dieser Maßnahmen seitens der qualifizierten Ingenieure Tamm und Chalesow weist auf die böswillige Absicht ihrer Handlungen hin, die zum Bruch der Gasleitung führten.“

WYSCHINSKI: Ich bitte, die Antwort auf folgende Frage zu erläutern (liest): „Entsprechen die Erklärungen, die der Zeuge Tanzen während der Voruntersuchung über die Begleitumstände und Ursachen der Explosion machte, den objektiven technischen Angaben, die den Sachverständigen vorliegen?“
Der Sachverständige Monossowitsch sagt: „Jawohl, im großen und ganzen entsprechen sie ihnen.“ Was bedeutet das?

MONOSSOWITSCH: Ich möchte folgendes ausführen: In den Aussagen des Zeugen Tamm heißt es, dass in den letzten 3 bis 4 Tagen vor der Explosion keine Analysen auf das Vorhandensein von Azetylen im flüssigen Sauerstoff durchgeführt wurden, während es im technischen Akt, der von Seiten des Materials des Betriebs vorliegt, heißt, dass, angefangen vom 2. September keine Eintragungen über Analysen in den Tagebüchern vorhanden sind, so dass aus den Eintragungen ersichtlich ist, dass im Verlaufe von neun Tagen keine Analysen gemacht wurden, nach der Erklärung des Zeugen Tamm aber im Verlauf von 3 bis 4 Tagen. Deshalb stimmt das technische Material im Großen und Ganzen, es besteht nur diese Unstimmigkeit.

WYSCHINSKI: Im Großen und Ganzen bedeutet das, dass die Analysen wirklich nicht gemacht wurden?

MONOSSOWITSCH: Ja.

WYSCHINSKI: Die Meinungsverschiedenheit besteht in bezug auf die Frist. Folglich war nach den Erklärungen des Angeklagten Puschin die Frist ziemlich kurz?

MONOSSOWITSCH: Ja.

WYSCHINSKI: Ist es im Interesse der Sache, dass die Analysen im Laufe einer längeren oder einer kürzeren Frist gemacht werden, liegt das im Interesse der Vorbeugung?

MONOSSOWITSCH: Im Interesse der Vorbeugung liegt eine Analyse in kürzeren Fristen.

WYSCHINSKI: Ist das so zu verstehen, dass drei Tage vor der Explosion diese Analysen gemacht worden sind?

MONOSSOWITSCH: Aus seiner Erklärung ergibt sich, dass 3 bis 4 Tage vor der Explosion Analysen gemacht worden sind.

WYSCHINSKI: Nach dem Material aber?

MONOSSOWITSCH: Aus dem Material ergibt sich, dass schon elf Tage vor der Explosion keine Analysen gemacht worden sind, und je länger die Frist, desto größer die Gefahr.

WYSCHINSKI: Also war Ihrer Meinung nach die Lage noch schlechter und gefährlicher als der Angeklagte das darstellt?

MONOSSOWITSCH: Tatsächlich war sie gefährlicher.

VORSITZENDER: Hat die Verteidigung Fragen?

KOMMODOW: Was für eine Frist ist in der Instruktion vorgesehen?

MONOSSOWITSCH: Laut Instruktion wird zweimalige Probenahme in jeder Schicht verlangt.

KOMMODOW: Also täglich zweimal.

VORSITZENDER: Angeklagter Puschin, haben Sie Fragen?

PUSCHIN: Das war die Aussage nicht des Angeklagten, sondern des Zeugen Tamm. In meinen Aussagen heißt es, dass im Laufe von zehn Tagen keine Analysen gemacht worden sind.

MONOSSOWITSCH: Tatsächlich war das im Material von Tamm.

WYSCHINSKI: Ich ersuche, die Aufmerksamkeit auf den Umstand zu lenken, dass die Frage selbst folgendermaßen formuliert ist: Stimmt die Erklärung des Zeugen Tamm in der Voruntersuchung über Umstände und Ursachen der Explosion? Und die Antwort: „Im großen und ganzen stimmt sie“ bezieht sich auf Tamm; Puschin hat damit nichts zu tun.

KOMMODOW: Das ist in einem anderen Fall so, dass sowohl Tamm als auch Puschin gemeint sind.

WYSCHINSKI: Puschin bestätigt aber, dass im Laufe von 10 Tagen keine Analysen gemacht wurden.

KOMMODOW: Habe ich recht gehört, dass in einem anderen Fall, wo Aussagen sowohl von Puschin als auch von Tamm vorliegen, ihre Erklärungen miteinander übereinstimmen?

MONOSSOWITSCH: Sie stimmen überein.

VORSITZENDER: Sind keine Fragen mehr?

WYSCHINSKI: Nein.

VORSITZENDER: Genosse Lekus hat das Wort zu seinem Gutachten.

LEKUS: Auf Antrag der Untersuchungsbehörden haben im Kusnetzkrevier im Laufe der Monate Oktober, November und Dezember 1936 eine ganze Reihe von Sachverständigenkommissionen über die im Zusammenhang mit der verbrecherischen Tätigkeit der Angeklagten Schestow und Stroilow im Kusnetzkrevier stehenden Fragen gearbeitet, wie sie von uns formuliert worden sind. Diese Sachverständigenkommissionen haben eine große Menge des Tatsachenmaterials, das von der Bergwerksverwaltung gesammelt worden war, studiert. Außerdem haben sie alle jene Gruben besucht, die sie der Sache nach zu besuchen für notwendig hielten, und haben selbst jene Abbauanlagen besichtigt, auf die sich das eine oder andere Material bezogen hat.
Der Kommission, die bereits alle Materialien, die in den Bergwerken im Kusnetzkrevier gesammelt wurden, geprüft hat, gehörten an: Bergingenieur Gorbatschow, Bergtechniker Dmitrow und ich.
Im Zusammenhang mit den gestern vom staatlichen Ankläger, dem Staatsanwalt der UdSSR, Genossen Wyschinski, gestellten und vom Gericht bestätigten Fragen habe ich, um diese Fragen zu beantworten, alle Materialien verwendet, die ich hiermit auch dem Gericht vorlege.
Jetzt gehe ich konkret zur Beantwortung über (liest):

„Gutachten über die Fragen, die vom staatlichen Ankläger, dem Staatsanwalt der Union der SSR Genossen Wyschinski im Zusammenhang mit der verbrecherischen Tätigkeit der Angeklagten Schestow und Stroilow im Kusnetzkrevier an den Sachverständigen Lekus gestellt und vom Gericht bestätigt wurden.
  1. Grubenbrände im Prokopjewsker Bergwerk.

    1. Ursachen der Entstehung der Brände.
      Die Grubenbrände entstanden infolge:
      1. Der Anwendung des Kammern- und Pfeilersystems mit dem Bruchbauverfahren bei den Abbauarbeiten und des Zonensystems mit Bergfesten zwischen den Zonen, beim Abbau von mächtigen Flözen ebenfalls mit dem Bruchbauverfahren.
        Die in den Lagerstätten verbleibende Kohle erwies sich dadurch in Verhältnissen, die die Selbsterwärmung und Selbstentzündung begünstigten.
      2. Der technisch unrichtigen Anwendung des oben erwähnten Systems mit einem Bruchbau, bei dem die Zahl der Unfälle bei den Reinigungsabbauarbeiten stark anstieg. (S. Akten, Bd. Nr. 44, S. 68, 73-74)“

        Weiter folgt hier ein Absatz, den ich in der geschlossenen Sitzung bekannt zu geben ersuche.

        VORSITZENDER: Bitte.

        LEKUS: Ich habe eine Erklärung zu Punkt „b“ meines Gutachtens. Das Wesen der Sache besteht hier darin, dass das System selbst unrichtig und unzweckmäßig war; es konnte aber angewendet werden, wenn man bestrebt gewesen wäre, die Arbeit möglichst gut zu organisieren, hier aber wurde ein schlechtes System schlecht angewendet (liest): „Durch Nichtanwendung der Methoden des Versatzbetriebes...“.

        VORSITZENDER: Verlesen Sie Ihre Tabelle.

        LEKUS (liest):

        Abbauarbeiten

        Im Versatzbetrieb
        (in Prozent)
        Im Bruchbauverfahren
        (in Prozent)
        19345,1294,88
        19353,1296,88
        19364,1795,83

        (s. Bd. 46, S. 20)

    2. „Die Folgen dieser Brände.
      1. In geschlossener Sitzung.
      2. In geschlossener Sitzung.
      3. Eine so große Anzahl von Grubenbränden in den oberen Sohlen auf den steil abfallenden mächtigen Flözen des Prokopjewsker Bergwerks erschwert außerordentlich die Abbauarbeiten auf den tiefer liegenden Sohlen. Dabei ist, solange die Grubenbrände nicht beseitigt werden, die Arbeit auf den unteren Sohlen, unter den Brandherden, von großer Gefahr für die Menschen, die auf den oberen Abbaustellen arbeiten.
        Sowohl die Entstehung neuer Brandherde als auch das Vorhandensein alter Brandherde erschwert und desorganisiert die Abbauarbeiten, unterbindet die Planerfüllung der Kohlenförderung und erhöht die Gestehungskosten der Kohle.

    3. Bestand eine Möglichkeit, diese Brände abzuwenden?
      In der Regel wird durch die Anwendung rationeller Systeme der Abbauarbeiten, in erster Linie der Systeme mit Versatzbetrieb, die Möglichkeit der Entstehung von Grubenbränden praktisch beseitigt.
      Im Prokopjewsker Bergwerk bestand die Möglichkeit, die Versatzarbeiten mit den einfachsten Methoden durchzuführen, solange Anlagen für mechanisierten Versatzbetrieb nicht errichtet sind.
      Bd. 44, S. 56)
      Es bestand die Möglichkeit, den Bau einer provisorischen mechanisierten Versatzmaschinenanlage zu forcieren, doch wurde das für den Bau bestimmte Geld nicht verwendet. (Bd. 44, S. 43)
      Somit bestand die Möglichkeit, die Brände abzuwenden; diese Möglichkeit wurde aber mit Vorbedacht nicht ausgenutzt.

  2. Der Zustand der Ventilation im Prokopjewsker Bergwerk.

    Die Ventilation der Gruben im Bergwerk befindet sich in einem äußerst schlechten, desorganisierten Zustand und bietet keine Gewähr für den normalen Gang der Abbauarbeiten.

    1. Die Ursachen des schlechten Zustandes der Ventilation.
      1. Der Bau von Ventilationsvorrichtungen blieb hinter dem Abteufen des Hauptbaus stark zurück, wodurch taube, von der künstlichen Ventilation nicht erfasste Stöße entstanden.
      2. Die durch den Hauptventilator zugeführte Luft wurde äußerst ungleichmäßig auf die einzelnen Abbaustellen und Stöße verteilt.
      3. Die übertragbaren Ventilatoren wurden in einer Weise aufgestellt, dass sie den Kreislauf eines Stromes verdorbener Luft erzeugten.
      4. Das Ventilationsgewölbe und die Ventilationstüren wurden nicht rechtzeitig gebaut und repariert, wodurch ein Luftverlust entstand und das Ventilationsschema gestört wurde.
      5. Der Übergang zur künstlichen Ventilation wurde verschleppt.

    2. Die Folgen des schlechten Zustandes der Ventilation.
      1. In geschlossener Sitzung.
        Vergiftungen mit tödlichem Ausgang im Jahre 1935 - 2 Fälle und in 9 Monaten 1936 - 2 Fälle.
        (Bd. 46, S. 26)
      2. Von 1933 bis Oktober 1936 fanden 10 Gas- und Kohlenstaubexplosionen statt. Hierbei sind 21 Menschen durch Brandwunden auf Gesicht und Händen zu Schaden gekommen, ein Fall hatte tödlichen Ausgang.
        (Bd. 46, S. 139, 140, 141)
      3. Das Vorhandensein von vergasten Abbaustellen führte zur Desorganisierung der Arbeit und zur Verringerung der Planerfüllung der Kohlenförderung.

    3. Bestand eine Möglichkeit, die Ventilation zu verbessern?
      Eine Möglichkeit, die Ventilation zu verbessern, bestand. Wie aus §1, Abschnitt „B“ des vorliegenden Gutachtens ersichtlich, konnten so elementare Maßnahmen, wie die rechtzeitige Errichtung von Ventilationsvorrichtungen, die gleichmäßige Verteilung der vom Hauptventilator zugeführten Luft, die rationelle Aufstellung übertragbarer Ventilatoren und die normale Beaufsichtigung der Ventilationsvorrichtungen, die Lüftung der Abbaustellen im Prokopjewsker Bergwerk wesentlich verbessern.
      Die Nichtanwendung der angeführten Maßnahmen konnte nur die Folge böser Absicht sein.

  3. Neubauten und Rekonstruktionsbau des Trustes Kusbassugol in den Jahren 1932-1936.

    1. Übereinstimmung der Pläne der durchzuführenden Bautätigkeit mit den Interessen der Entwicklung des Reviers.
      1. Die Hauptaufgabe des Kusnetzkreviers besteht in der Versorgung der kokschemischen Industrie des Ostens mit Kohle spezieller Sorten. Vom Standpunkt der Interessen der Entwicklung des Reviers war es notwendig, eine Reihe von Gruben der erforderlichen Kohlensorten zu bauen, wobei diese Gruben die Perspektive der nächsten Entwicklung des Reviers sicherstellen sollten.
        Die Grube „Kapitalnaja“ Nr. 1 des Kisselewkaer Rayons, für die über 7 Millionen Rubel ausgegeben wurden, die über große Lager der Kohle Sorte „K“ verfügt, wird Ende 1935 konserviert. Die Sohle von 100 Metern der Stalingrube des Prokopjewsker Bergwerks, das über große Lager der Kohle Sorte „K“ verfügt, wird seit 1934 konserviert. Die Konservierung wird mit dem Mangel an Geldmitteln begründet.
        Bd. 46, S. 326 u. 331)
        Gleichzeitig erfolgt der Bau von 4 flachen Schächten in Kisselewka mit 6315000 Rubel Gesamtkosten, die weniger als 30 Prozent der Kohle Sorte „K“ liefern.
        (Bd. 44, S. 132)
        Die Überleitung von Finanzmitteln vom Bau zweitrangiger Objekte auf den Bau von Hauptobjekten im Rahmen der für den Trust Kusbassugol assignierten Kredite hätte die Möglichkeit geboten, die vorhandenen Gruben mit Lagern der Kohle Sorte „K“ rechtzeitig in Betrieb zu setzen.

    2. Die Folgen der unrichtigen Planung der Bauarbeiten.
      1. Sechs Gruben mit einer projektmäßigen Leistungsfähigkeit von insgesamt 12,5 Millionen Tonnen jährlich wurden konserviert. Für diese Gruben wurden 15 657 000 Rubel ausgegeben.
        (Bd. 44, S. 134)
      2. Eine Reihe von Bergwerken des Kusnetzkreviers darunter das Kisselewkaer, Ossinowsker, Kuibyschewer, Lenin sker, zum Teil das Prokopjewsker, wurden in Kleingrubenbergwerke verwandelt, die selbst die nächste Perspektive dieser Bergwerke und dadurch auch die des Kusnetzkreviers insgesamt nicht sicherstellen.
        (Bd. 44, S. 132)
      3. Der Hauptlieferant der Kohle Sorte „K“, das Prokopjewsker Bergwerk, wurde in eine äußerst schwierige Lage gebracht, da die provisorische Versatzmaschinenanlage nicht fertig gestellt, nicht zu Ende projektiert und das Bergwerk nicht ausgerüstet und für die Abbauarbeiten auf den zweiten (unteren) Sohlen mit Versatzbetrieb nicht vorbereitet wurde.
      4. Die vorhandenen Gruben der Kohle Sorte „K“ sichern nicht die Möglichkeit der Förderung der nötigen Menge dieser Kohle in den nächsten Jahren.“

VORSITZENDER: Genosse Wyschinski, haben Sie Fragen?

WYSCHINSKI: Nein.

VORSITZENDER: Haben die Angeklagten keine Fragen?

SCHESTOW: Wir haben keine Fragen. Das Gutachten der Expertise ist richtig.

VORSITZENDER: Sie sind kein Sachverständiger in der vorliegenden Frage. Hat Stroilow irgendwelche Bemerkungen?

STROILOW: Ich habe Bemerkungen.

VORSITZENDER: Bitte.

STROILOW: Die erste Bemerkung bezieht sich auf die Anwendung des Kammern- und Pfeilersystems der Einrichtung. Ich nehme die Schuld für die Anwendung dieses Systems ohne Durchführung der notwendigen Rationisierungs- und technischen Maßnahmen auf mich. Urheber dieses Abbausystems war aber nicht die Schädlingsorganisation. Unsere Schädlingstätigkeit bestand in der Beibehaltung dieses Systems, das einen sehr großen, vorübergehenden Effekt erzielt und daher für breite Anwendung keinerlei Verdacht aufkommen ließ.

Die zweite Bemerkung betrifft die Ventilation. Die Ventilation war, um von Prokopjewsk zu sprechen, die hauptsächliche und nahezu grundlegende Folge des in Anwendung stehenden Zerkleinerungssystems, wodurch es im Ergebnis unmöglich war, die Ventilation durch Druckpumpe oder durch Aufsaugen zu konzentrieren, sondern eine dekonzentrierte Durchlüftung nötig war; die zweite Ursache bestand in dem Übergang zum mechanisierten Abbau nahezu ausschließlich mit Hilfe von Sprengmaterial und nicht durch Abbau oder Presslufthämmer. Da aber die Anwendung von Sprengmaterial einen größeren wirtschaftlichen Effekt im Vergleich zu den Schrämmaschinen erzielte, machte das auf die ganze technische Öffentlichkeit einen guten Eindruck, sie nahm das als etwas Notwendiges hin und ergriff nicht die nötigen Maßnahmen im Arbeitsplan, und wenn man die Böswilligkeit und Vorsätzlichkeit, die verwirklicht wurden, dazu nimmt, so ergaben sich natürlich die Resultate, von denen der Sachverständige Lekus gesprochen hat. Ich würde das Gericht aber um folgendes bitten. Ich bestätige die Richtigkeit, die volle Richtigkeit des Gutachtens der Expertise in diesen beiden Fragen im Sinne der Resultate für die Zukunft, wenn die nötigen Maßnahmen nicht ergriffen werden, doch sind die technischen Ursachen etwas anderer Natur.

Ich habe im Jahre 1935 Maßnahmen zur Inbetriebsetzung einer vollen Mechanisierung der pneumatischen Fundamentierung in der Grube „Koksowaja“ ergriffen, was unter meiner Leitung und mit Einrichtungen, die in der Union hergestellt waren, durchgeführt wurde, und die vollkommen mechanisierte Fundamentierung in Betrieb gesetzt.

Ich möchte das Gericht bitten, das zu berücksichtigen. Das ist das eine. Angefangen von 1935 und im Jahre 1936 sind Schritte zur künstlichen Bekleidung der Kammern und zu einer intensiveren Durchspülung unternommen worden. Die Zahl der Brände ist in den Jahren 1935 und 1936 geringer geworden. Auf diese Weise sind einige Schritte zur Verringerung unternommen worden, doch sind sie natürlich im Vergleich mit jenen Resultaten, die unsere Schädlingsarbeit gezeitigt hat, vollkommen unzureichend.

Was die Planarbeit anbetrifft, so schließe ich mich dem Gutachten der Sachverständigen vollständig an, dass die Lage bezüglich der Kokskohle gespannt ist. Jedoch wurden im Jahre 1935 riesige Erfolge in der Entwicklung der Kokskohlen erzielt und ein Fünfjahrplan bis 1942 aufgestellt.

Ich möchte das Gericht bitten, auch das zu berücksichtigen. Hauptsächlich wurde auch eine Frage aufgerollt, die die Hemmung der Kohlenförderung betrifft. Das ist die Unterstellung des Kraftwerks unter die Kraftwerkeverwaltung.

Und als letzte Frage die Projektierung. Hier wurde sogar bedeutend mehr Schädlingstätigkeit geleistet, als das im Gutachten des Sachverständigen Lekus aufgezählt ist, und ich ersuche das Gericht wiederum, zu berücksichtigen, dass im Jahre 1935 eine vollständige Revision der Hauptkostenvoranschläge vorgenommen wurde, dass hierauf die Typisierung und Standardisierung der Projektierung erfolgt ist, dass ferner 11 Gruben dem Betrieb übergeben wurden, im Vergleich zu früheren Jahren in besserem Zustand, dass sie sogar mit „gut“ und selbst etwas höher bewertet wurden. Natürlich hätte es für den Fall, dass unsere Schädlingstätigkeit bei der Projektierung der Neubauten eingestellt worden wäre, jene zweiprozentige Verteuerung nicht gegeben, die eingetreten ist, ferner wäre die technische Organisation und die Fertigstellung der Gruben viel besser gewesen.

Im Ganzen bin ich der Meinung, dass die Bemerkungen und das Gutachten der Sachverständigen, die von Lekus dargelegt wurden, richtig sind. Was die personelle Zusammensetzung der Sachverständigenkommission anbelangt, so sind die genannten Personen mir nahezu alle bekannt.

WYSCHINSKI: Ich würde bitten, die Angeklagten wissen zu lassen, dass sie, falls sie irgendwelche Richtigstellungen oder ergänzende Fragen zu dem, was die Sachverständigen berichten, zu stellen haben, sie diese Fragen stellen können.

Wenn sie keine Fragen haben, kann man die Frage als erledigt betrachten.

VORSITZENDER: Dem Angeklagten Stroilow wurde vom Gericht das Wort erteilt. Er hat keine Fragen, hat aber eine ausführliche Bemerkung zu machen.

STROILOW: Ich habe keine Bemerkung zur Expertise gemacht, sondern dem Gericht eine Schlussfolgerung dargelegt.

VORSITZENDER: Also gibt es keine anderen Bemerkungen?

WYSCHINSKI: Ich habe keine mehr.

VORSITZENDER: Gehen wir zum dritten Gutachten der Expertise über. Ich erteile dem Genossen Pokrowski das Wort.

POKROWSKI (liest): „Gutachten des Vorsitzenden der Sachverständigenkommission Pokrowski zu den vom öffentlichen Ankläger, Staatsanwalt Genosse Wyschinski, gestellten, vom Gericht bestätigten Fragen im Zusammenhang mit der verbrecherischen Tätigkeit der Angeklagten Norkin und Drobnis im Kemerowokombinatstroi.
Das vorliegende Gutachten hat zur Grundlage: die Materialien der Sachverständigenkommissionen, die die einzelnen Bauten des Kemerowokombinatstroi vom 29. Oktober bis 14. November 1936 untersuchten; ihnen gehörten an: 1. Belgorodski - Ingenieur-Technolog, 2. Pakuro - Bauingenieur, 3. Iwanow - Bautechniker, 4. Kotljar - Ingenieur-Technolog, 5. Schutikow - Ingenieur-Technolog, 6. Gerassimow - Finanzfachmann, 7. Wesenizyn - Ingenieur-Technolog, 8. Bozlarj - Ingenieur-Technolog, 9. Uwarowa - Ingenieur-Technolog, 10. Smirnow - Bauingenieur, 11. Trofimenko - Ingenieur-Technolog, 12. Orsherowski - Ingenieur-Elektriker, 13. Woizechowski - Ingenieur-Technolog, 14. Pokrowski - Ingenieur-Technolog, Vorsitzender der Sachverständigenkommission.“
Die Kommission ist auf die zahlreichen Betriebe des Kemerowokombinatstroi und seiner Nebenbetriebe verteilt worden, es ist eine Besichtigung an Ort und Stelle vorgenommen, es sind Aufnahmen von einzelnen Objekten gemacht worden. Ferner ist die Dokumentierung einer ganzen Reihe von Materialien durchgeführt worden, die ich dem Gericht vorlege und auf deren Grundlage das Gutachten in den mir gestellten Fragen abgegeben wurde. Bevor ich jedoch zur Beantwortung der Fragen übergehe, möchte ich den Genossen Vorsitzenden bitten, eine ganze Reihe von Fragen in die geschlossene Sitzung zu verlegen, da sie vertraulichen Charakter haben.

VORSITZENDER: Beantworten Sie Fragen, die nicht vertraulich sind.

POKROWSKI: Die erste Gruppe der Hauptfragen (liest):

A) Die Explosionen im Kemerowoer Staatlichen Rayonelektrizitätswerk am 3. und 9. Februar 1936.

Antwort:

1. Die Ursachen der Explosionen im Kemerowoer Rayonelektrizitätswerk. - Die Kessel des Kemerowoer Staatlichen Rayonelektrizitätswerks sind auf Kohlenstaubfeuerung eingerichtet. Das Staubzubereitungssystem des Kraftwerks ist auf das Mahlen von Kohlen mit einem Gehalt an flüchtigen Stoffen von nicht über 25 Prozent berechnet.
Die ( Lenin sker) Gaskohlen, die bis zu 42 Prozent flüchtiger Stoffe enthalten, scheiden beim Mahlen und Trocknen bei 140°-120° C intensivflüchtige Stoffe mit niedriger Entzündungstemperatur aus.
Das ganze Staubzubereitungssystenm enthält in großen Mengen brennbare flüchtige Stoffe im Gemisch mit Luft. Es genügt ein kleiner Funke, um eine Explosion hervorzurufen, die die Zerstörung der Kessel, den Tod des Personals und eine lange Unterbrechung der Kraftbelieferung zur Folge haben kann.
Funkenbildung ist beim Arbeiten der Kugelmühle durchaus wahrscheinlich. Außerdem kann sich der Staub solcher Kohlen, wie es die Lenin sker Gaskohle ist, bei relativ niedrigen Temperaturen von 140° C von selbst entzünden.
Somit ist die Ursache der Explosionen im Kemerowoer Staatlichen Rayonelektrizitätswerk am 3. Februar und 9. Februar 1936 die Verwendung von Kohle mit einem 30,1 %igen Gehalt an flüchtigen Stoffen (siehe Akt 1106, Band III, Seite 377-388, Band 55).

2. Gab es eine Möglichkeit, diese Explosion zu verhindern?
Antwort: Jawohl. Es hätte im Kemerowoer Staatlichen Rayonelektrizitätswerk keine Kohle verbrannt werden dürfen, die mehr flüchtige Stoffe als die Norm von 25 Prozent enthält, für die die Kohlenstaubmahlanlage des Elektrizitätswerks berechnet war.

3. Kann diese Explosion als zufällig gewertet werden oder war sie das Resultat böswilliger Absicht?
Antwort: Die Explosion kann nicht als zufällig gewertet werden. Den Sachverständigen liegen Dokumente vor, die darauf hinweisen, dass die Leitung des Kemerowokombinatstroi mehrfach gewarnt wurde. Insbesondere vom Direktor des Kraftwerks Skripkin, vom Leiter des Kesselhauses Ponomarjow und von der Staatlichen technischen Aufsicht (siehe Dokumente Band 55, Seite 369, 370, 371, 372, 374, 375 und 378). Diese Warnungen der Ingenieure und Techniker beantwortete der Leiter des Kemerowokombinatstroi Norkin mit einer schriftlichen Verfügung, nach wie vor Kohle mit hohem Gehalt an flüchtigen Stoffen zu verfeuern.
Infolgedessen gelangten die Sachverständigen zu der Schlussfolgerung, dass alle Explosionen im Kraftwerk die Folge böswilliger Absicht waren. Alle Dokumente, auf die Bezug genommen wird, befinden sich in den Untersuchungsakten (siehe Band 55, Seite 369, 370, 371, 373, 374, 375 und 378).

B) Die Havarien im Asotstroi am 22. März und 5. April 1936.

1. Die Ursachen der Havarien.
Antwort: Am 22. März 1936 stürzte in einer Abteilung des Asotstroi, als die Betonierung der Decke gerade fertig war, die ganze Decke ein. Der Einsturz erfolgte, weil das Gerüst, das die Verschalung stützte, ohne Berechnung aufgestellt wurde: das Material, aus dem das Gerüst hergestellt wurde, war untauglich (Band 55, Seite 354).
Am 5. April 1936 stürzte das Gerüst des Luftgebläses ein, weil es aus untauglichem alten Material ohne Berechnung -und ohne technische Anweisungen gebaut war (siehe Akt 55, Seite 357).

2. Gab es eine Möglichkeit, diese Havarien zu verhindern?
Antwort: Durch vorhergehende Berechnung des Gerüsts, durch Verwendung neuen Materials und durch technische Beaufsichtigung des Gerüstbaus wäre es absolut möglich gewesen, diese Havarien zu verhindern.

3. Die Folgen dieser Havarien.
Antwort: Diese Havarien hatten Sachschaden, Verzögerung des Baus und die Verletzung von sechs Arbeitern (bei der Havarie am Luftgebläse) zur Folge.

4. Können diese Havarien als zufällig gewertet werden oder waren sie das Resultat böswilliger Absicht?
Antwort: Den Charakter beider Havarien untersuchend und ausgehend von den Tatsachen:
1. dass die Verwendung untauglichen morschen Materials zum Bau von Gerüsten, die Arbeiter besteigen sollen, weder technisch noch administrativ zulässig ist.
2. dass aus der ersten Havarie nicht die entsprechenden Lehren gezogen wurden und 14 Tage später aus demselben Grunde eine zweite Havarie stattfand,
sind die Sachverständigen der Ansicht, dass diese Havarien nicht als zufällig zu werten, sondern das Resultat böswilliger Absicht sind.

Die übrigen Fragen bitte ich, bis zur geschlossenen Sitzung zu vertagen.

VORSITZENDER: Genosse Wyschinski, haben Sie keine Fragen? Haben Sie keine Bemerkungen?

WYSCHINSKI: Nein.

VORSITZENDER: Angeklagter Drobnis, haben Sie keine Fragen?

DROBNIS: Nein.

VORSITZENDER (zu Drobnis): Keine Bemerkungen?

DROBNIS: Nein.

VORSITZENDER: Angeklagter Norkin, haben Sie Fragen oder Bemerkungen?

NORKIN: Besondere Fragen nicht, nur technische Richtigstellungen, denen aber keine wesentliche Bedeutung zukommt.

VORSITZENDER: Hat Genosse Wyschinski irgendwelche ergänzende Fragen an die Angeklagten?

WYSCHINSKI: Zum Abschluss der Untersuchung? Ich würde bitten, die Untersuchung heute nicht abzuschließen, jetzt habe ich vorläufig keine Fragen.

VORSITZENDER: Hat die Verteidigung keine Fragen?

DIE VERTEIDIGER: (verneinen).

VORSITZENDER: Die nächste Sitzung wird auf Grund des Artikels 19 der Strafprozessordnung unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Ich gebe allen Anwesenden bekannt, dass die nächste öffentliche Gerichtssitzung für morgen 4 Uhr nachmittags anberaumt wird, der Staatsanwalt der UdSSR, Genosse Wyschinski, wird sein Plädoyer beginnen.

 

(Unterschrift)

 

Der Vorsitzende:

Vorsitzender des Militärkollegiums des

Obersten Gerichtshofes der UdSSR

Armee-Militärjurist W. Ulrich

 

Der Sekretär:

Militärjurist I. Ranges A. Kostjuschko

 

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