PROZESSBERICHT ÜBER DIE STRAFSACHE
DES SOWJETFEINDLICHEN
TROTZKISTISCHEN ZENTRUMS

SITZUNG VOM 28. JANUAR 1937

REDE DES STAATLICHEN ANKLÄGERS, DES STAATSANWALTS DER UdSSR, WYSCHINSKI

GERICHTSKOMMANDANT: Das Gericht erscheint. Bitte sich von den Plätzen zu erheben.

VORSITZENDER: Die Verhandlung wird fortgesetzt. Das Wort hat der staatliche Ankläger, der Staatsanwalt der UdSSR Genosse Wyschinski

WYSCHINSKI: Genossen Richter und Mitglieder des Obersten Gerichtshofes der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken! An die Ausübung meiner letzten Obliegenheit in gegenwärtiger Strafsache schreitend, kann ich nicht umhin, bei einigen in hohem Maße wichtigen Besonderheiten des gegenwärtigen Gerichtsprozesses zu verweilen.

Diese Besonderheiten bestehen meiner Ansicht nach vor allem darin, dass der gegenwärtige Gerichtsprozess in gewissem Sinne die Bilanz der verbrecherischen Tätigkeit der trotzkistischen Verschwörer zieht, die im Laufe vieler Jahre systematisch und mit Hilfe der niederträchtigsten, der gemeinsten Kampfmittel gegen die Sowjetordnung, den Sowjetstaat, gegen die Sowjetmacht und unsere Partei gekämpft haben. Dieser Prozess zieht die Bilanz des Kampfes dieser Leute gegen den Sowjetstaat und die Partei, dieser Leute, die den Kampf schon vor langem, noch zu Lebzeiten Lenin s, unseres großen Lehrmeisters und Organisators des Sowjetstaates begonnen haben; dieser Leute, die zu Lebzeiten Lenin s gegen Lenin , nach dem Ableben Lenin s gegen seinen genialen Schüler, den treuen Sachwalter des Lenin schen Vermächtnisses und den Fortführer seines Werks, Stalin, gekämpft haben.

Die Besonderheiten des gegenwärtigen Prozesses bestehen auch noch darin, dass gerade dieser Prozess gleichsam mit dem Lichtkegel eines Scheinwerfers in die heimlichsten Eckchen, in die geheimen Schlupfwinkel, in die widerlichen Verstecke der trotzkistischen illegalen Organisationen hineingeleuchtet hat.

Dieser Prozess hat gezeigt und bewiesen, mit welch verbohrter Hartnäckigkeit, mit welch schlangenhafter Kaltblütigkeit, mit welcher Verschlagenheit von Berufsverbrechern die trotzkistischen Banditen ihren Kampf gegen die UdSSR geführt haben und noch führen, vor nichts haltmachend, sei es Schädlingsarbeit, seien es Diversionsanschläge, sei es Spionage, Terror, sei es Vaterlandsverrat.

Als vor einigen Monaten in diesem selben Saal, auf dieser selben Anklagebank die Mitglieder des so genannten vereinigten trotzkistisch-sinowjewistischen terroristischen Zentrums saßen, als der Oberste Gerichtshof in Gestalt des Militärkollegiums diese Verbrecher aburteilte, - konnte keiner von uns angesichts dieser, einem grauenhaften Bilde gleich vor unseren Augen vorbeiziehenden Verbrechen umhin, entsetzt und angewidert zurückzuschaudern.

Jeder ehrliche Mensch unseres Landes, jeder ehrliche Mensch in einem beliebigen Lande der Welt musste damals sagen: das ist ein Fall in abgrundlose Tiefe!

Das ist der Gipfel, das ist die äußerste Grenze moralischer und politischer Verkommenheit!

Das ist diabolische Grenzenlosigkeit der Verbrechen!

Jeder ehrliche Sohn unserer Heimat dachte: solch gemeine Verbrechen können sich nicht mehr wiederholen, so tief gesunkene Leute, die uns so niederträchtig verraten haben, gibt es in unserem Lande nicht mehr.

Und nun überkommt uns von neuem das Gefühl, das wir unlängst erlebt haben! Von neuem ziehen vor unserem alarmierten und empörten Bewusstsein die furchtbaren Bilder ungeheuerlicher Verbrechen, ungeheuerlicher Treulosigkeiten, ungeheuerlichen Verrats vorüber.

Dieser Prozess, in dem die Angeklagten selber ihre Schuld gestanden haben, dieser Prozess, in dem neben den Führern des so genannten trotzkistischen Parallelzentrums - den Angeklagten Pjatakow, Sokolnikow, Radek, Serebrjakow- auf derselben Anklagebank so bekannte Trotzkisten sitzen wie Muralow, Drobnis, Boguslawski, Liwschitz, neben diesen Trotzkisten aber einfache Spione und Kundschafter sitzen - Rataitschak, Schestow, Stroilow, Hrasché -, dieser Prozess hat gezeigt, wie weit diese Herrschaften heruntergekommen sind, in welchen abgründigen Morast der längst bereits zum erbittertsten Vortrupp des internationalen Faschismus gewordene konterrevolutionäre Trotzkismus endgültig und unwiderruflich hinab gesunken ist.

Dieser Prozess hat alle geheimen Triebfedern der illegalen verbrecherischen Tätigkeit des Trotzkismus, den ganzen Mechanismus seiner bluttriefenden Verrätertaktik aufgedeckt. Er hat noch einmal das Gesicht des wirklichen, des echten Trotzkismus gezeigt - dieses Erzfeindes der Arbeiter und Bauern, dieses Erzfeindes des Sozialismus, dieses treuen Lakaien des Kapitalismus.

Dieser Prozess hat noch einmal gezeigt, wem Trotzki und seine Handlanger dienen, was der Trotzkismus in Wirklichkeit, in der Praxis darstellt.

Vor Gericht, vor dem ganzen Lande, vor der ganzen Welt ist hier in diesem Saal der Rattenschwanz von Verbrechen entrollt worden, die diese Leute begangen haben.

Wem nützen ihre Verbrechen? Im Namen welches Zieles, im Namen welcher Ideen, schließlich im Namen welcher politischer Plattform oder welches politischen Programms haben diese Leute gehandelt? In wessen Namen? Und schließlich, warum sind sie zu Vaterlandsverrätern geworden zu Verrätern an der Sache des Sozialismus und des internationalen Proletariats?

Der gegenwärtige Prozess hat meiner Ansicht nach alle diese Fragen mit erschöpfender Vollständigkeit beantwortet, er hat klar und genau die Antwort darauf gegeben, warum und wie es kam, dass sie bei einem solchen Leben landeten.

Wie ein nach rückwärts abrollender Filmstreifen hat dieser Prozess uns alle Hauptetappen des geschichtlichen Weges der Trotzkisten und des Trotzkismus in Erinnerung gerufen und aufgezeigt - des Trotzkismus, der die mehr als 30 Jahre seiner Existenz darauf verwandt hat, um schließlich und endlich seine endgültige Verwandlung in einen Stoßtrupp des Faschismus, in eine Abteilung der faschistischen Polizei vorzubereiten.

Die Angeklagten selber haben geschildert, wem sie dienten. Doch noch beredter sprechen davon ihre eigenen Taten, ihre schmutzigen, blutigen, verbrecherischen Taten.

Vor vielen Jahren haben unsere Partei, unsere Arbeiterklasse, unser ganzes Volk die trotzkistisch-sinowjewistische Plattform verworfen, als eine sowjetfeindliche, eine antisozialistische Plattform. Trotzki wurde von unserem Volk aus dem Lande gejagt, seine Helfershelfer wurden als Verräter an der Sache der Arbeiterklasse und am Sozialismus aus den Reihen der Partei hinausgeworfen. Trotzki und Sinowjew waren zerschmettert, sie ließen nicht nach, sie streckten nicht die Waffen.

Die Trotzkisten gingen in die Illegalität und legten die Maske von Leuten an, die bereut und angeblich die Waffen gestreckt haben. Den Anweisungen Trotzkis, Pjatakows und anderer Anführer dieser Verbrecherbande folgend, eine Politik des Doppelzünglertums betreibend, sich maskierend, drangen sie von neuem in die Partei ein, gelangten sie in Sowjetorgane, erschlichen sich sogar mitunter verantwortliche Staatsposten und versteckten, wie dies jetzt eindeutig festgestellt ist, bis zum passenden Zeitpunkt ihr altes trotzkistisches, sowjetfeindliches Gepäck in ihren illegalen Quartieren, zusammen mit Waffen, Chiffres, Parolen, Verbindungen und ihren Kadern.

Sie begannen mit der Bildung einer winzigen parteifeindlichen Fraktion, gingen mehr und mehr zu verschärften Methoden des Kampfes gegen die Partei über, wurden nach ihrer Vertreibung aus der Partei zum hauptsächlichen Sprachrohr aller sowjetfeindlichen Gruppen und Strömungen und verwandelten sich in den nach direkten Weisungen des Geheimdienstes ausländischer Mächte handelnden Vortrupp der Faschisten.

Der Gerichtsprozess gegen das vereinigte trotzkistisch-sinowjewistische Zentrum hat bereits die Verbindungen der Trotzkisten mit der Gestapo und den Faschisten entlarvt. Der gegenwärtige Prozess ging in dieser Beziehung weiter. Er hat außerordentlich beweiskräftiges Material geliefert, durch das diese Verbindungen noch einmal bestätigt und präzisiert wurden, durch das, in gerichtlichem Beweisverfahren erhärtet, restlos die verräterische Rolle des Trotzkismus bestätigt wurde, der vollständig und vorbehaltlos in das Lager der Feinde übergegangen ist, sich in eine Abteilung der SS und der Gestapo verwandelt hat.

Der Weg der Trotzkisten, der Weg des Trotzkismus ist vollendet. Im Verlauf ihrer ganzen schmachvollen und traurigen Geschichte suchten die Trotzkisten, der proletarischen Revolution und dem sozialistischen Sowjetaufbau an den empfindlichsten und gefährdetsten Stellen Schläge zu versetzen und haben sie ihnen versetzt.

Die Direktive, von der hier Pjatakow sprach, die er von Trotzki erhalten hatte - „mit den fühlbarsten Methoden, an den empfindlichsten Stellen Schläge zu versetzen“, - diese Direktive ist die alte trotzkistische Einstellung gegenüber der Sowjetmacht, gegenüber dem sozialistischen Aufbau in unserem Lande.

Durch besondere Aktivität, durch besondere Entschlossenheit. Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit der Trotzkisten im Kampf gegen die Sowjetmacht ist jene Periode gekennzeichnet, die mit dem endgültigen Sieg des Sozialismus in der UdSSR zusammenfiel. Und das ist durchaus natürlich. Diesen Sieg haben wir nicht ohne die Überwindung gewaltiger Schwierigkeiten errungen. Die Schwierigkeiten, speziell jene, auf die wir auf unserem Weg in der Periode 1929-1931, besonders auf dem Lande, stießen, diese Schwierigkeiten beflügelten die trotzkistisch-sinowjewistischen illegalen Organisationen, die sich zu regen begannen, ihre Fühler ausstreckten, nach der Weisung Trotzkis einen Schlag an der empfindlichsten Stelle zu versetzen versuchten.

Ihren unvermeidlichen Untergang witternd, gingen die Überreste der durch die proletarische Diktatur vernichteten Ausbeuterklassen samt ihrer Agentur zu einer neuen Taktik über, zu neuen Formen, zu einem neuen Kurs im Kampf gegen die Sowjetmacht, die hier von den Angeklagten ausführlich genug dem Gericht geschildert wurden.

Der zunehmende Widerstand der der proletarischen Diktatur feindlichen Klassen beflügelte die trotzkistisch-sinowjewistische Bande, die überdies auch von der bis heute bestehenden kapitalistischen Umwelt der UdSSR zu Verbrechen gegen die UdSSR angeregt und angespornt wurde.

In der Hoffnung auf eine Schwächung des Sowjethinterlandes beschleunigte die internationale Konterrevolution die Vorbereitung der Intervention. Ist es doch bekannt, dass die Interventen jedes Jahr den Schlag gegen die Sowjetunion vorbereiten. Die Splitterreste der konterrevolutionären trotzkistisch-sinowjewistischen Gruppierung wussten, dass neben ihnen andere Verfechter der Wiederherstellung des Kapitalismus am Werke sind, andere Abteilungen der kapitalistischen Agentur in unserem Lande. Die „Industriepartei“, die „Bäuerliche Arbeitspartei“ Kondratjews - eine Kulakenpartei, das „Unionsbüro der Menschewiki“, deren Tätigkeit seinerzeit in der Gerichtsverhandlung vor dem Obersten Gerichtshof untersucht wurde - alle diese Organisationen wurden als Schädlingsorganisationen und Diversantengruppen entlarvt, die den Kampf Trotzkis gegen unsere Partei, gegen die Sowjetmacht begrüßten, da sie wussten, dass sie in den Trotzkisten tatsächlich ebenbürtige, jedoch noch zynischere, dreistere Verfechter des Sturzes der Diktatur des Proletariats haben.

Was bedeutet Wiederherstellung des Kapitalismus in unserem Lande? Im Jahre 1932 verstärken die Trotzkisten ihre Verquickung mit den konterrevolutionären sowjetfeindlichen Gruppen, sie knüpfen Verbindungen zur Rechtsopposition zwecks gemeinsamen Kampfes gegen die Partei, gegen die Sowjetmacht an. Den tatsächlichen Inhalt dieser Verbindung entlarvte Genosse Stalin auf dem XVI. und dem XVII. Parteitag, wo er aufzeigte, dass die konterrevolutionären Trotzkisten und Sinowjewleute mit den „Kapitulanten ohne Maske“, wie er sich ausdrückte, das Bestreben zur Wiederherstellung des Kapitalismus in der UdSSR vereinigt. Dieses Programm nannte Genosse Stalin damals ein Programm verächtlicher Feiglinge und Kapitulanten, ein konterrevolutionäres Programm der Wiederherstellung des Kapitalismus in der UdSSR.

Im Lichte des heutigen Tages ist es besonders klar, welch gewaltiges historisches Werk Genosse Stalin vollbrachte, als er im Jahre 1931 das wahre Wesen der trotzkistisch-sinowjewistischen konterrevolutionären Organisation in ihrer „neuen“ Eigenschaft aufzeigte. In seinem Brief an die Zeitschrift „Proletarskaja Rewoluzija“ schrieb Genosse Stalin: „In Wirklichkeit ist der Trotzkismus der Vortrupp der konterrevolutionären Bourgeoisie, die den Kampf gegen den Kommunismus, gegen die Sowjetmacht, gegen den Aufbau des Sozialismus in der UdSSR führt.“ Genosse Stalin brandmarkte den Trotzkismus als den Vortrupp der konterrevolutionären Bourgeoisie, der gerade aus den Händen der Trotzkisten die geistige, taktische und organisatorische Waffe für ihren Kampf gegen den Bolschewismus, gegen den Aufbau des Sozialismus erhalten hat.

Im Lichte des gegenwärtigen Prozesses ist es besonders klar, von welch außerordentlicher historischer Bedeutung dieser Hinweis ist. Im Lichte des gegenwärtigen Prozesses tritt besonders prägnant die Rolle der illegalen sowjetfeindlichen Gruppen zutage - dieses hauptsächlichen Kanals aller möglichen sowjetfeindlichen Stimmungen, Hoffnungen und Erwartungen, des hauptsächlichen Hebels, des Sturmbocks, mit dem die Feinde der Sowjets versuchen, in die Mauern unseres Staates eine Bresche zu schlagen, die Festung des Sozialismus, die wir errichtet, zu zerstören.

Diese Rolle der Vorhut der sowjetfeindlichen faschistischen Kräfte haben die Trotzkisten keineswegs zufällig gespielt. Dass der Trotzkismus sich in die sowjetfeindliche Illegalität zurückzog, dass er sich in eine faschistische Agentur verwandelte, - das ist nur die Vollendung seiner geschichtlichen Entwicklung.

Die Verwandlung der trotzkistischen Gruppen in Diversanten- und Mördergruppen, die nach Anweisungen des Geheimdienstes ausländischer Mächte und der Generalstäbe der Aggressoren handeln, vollendete lediglich den Kampf des Trotzkismus gegen die Arbeiterklasse und die Partei, den Kampf gegen Lenin und den Lenin ismus, der jahrzehntelang währte. Mit einem widerwärtigen Kampf begann der Trotzkismus seinen Weg, auf diesem Weg steht der Trotzkismus auch heute, diesen Weg verfolgt er weiter und weiter und kennt im Kampf keine Grenze für seinen Hass und seine Wut. Die ganze Geschichte der politischen Tätigkeit der Trotzkisten ist eine ununterbrochene Kette des Verrats an der Sache der Arbeiterklasse, an der Sache des. Sozialismus.

Im Jahre 1904 veröffentlichte Trotzki bekanntlich eine niederträchtige Broschüre, betitelt „Unsere politischen Aufgaben“. Diese Broschüre strotzte von schmutzigen Verleumdungen gegen unseren großen Lehrmeister, den Führer des internationalen Proletariats, Lenin, gegen die große Lenin sche Lehre von den Wegen des bolschewistischen Sieges, des Sieges der Werktätigen, des Sieges des Sozialismus. In dieser Broschüre verspritzt Trotzki giftigen Geifer und bespeit die großen Ideen des Marxismus- Lenin ismus. Er versucht, das Proletariat mit diesem Gift zu durchsetzen, er versucht, das Proletariat vom Wege des unversöhnlichen Klassenkampfes abzubringen, er verleumdet das Proletariat, verleumdet die proletarische Revolution, verleumdet den Bolschewismus, verleumdet Lenin , indem er Lenin mit „Maximilian“ - dem Vornamen Robespierres, des Helden der bürgerlichen französischen Revolution benennt, in dem Wunsch, den großen Führer des internationalen Proletariats dadurch herabzusetzen.

Dieser Herr gestattete sich, Lenin den Führer des reaktionären Flügels der Arbeiterbewegung zu nennen, und kannte keine Grenzen in seiner Frechheit und politischen Schamlosigkeit. Während Lenin und Stalin die besten Leute aussuchten, sie in den politischen Kämpfen gegen den Absolutismus, gegen den Zarismus, gegen die Bourgeoisie erzogen und aus ihnen den Kern der bolschewistischen Partei schmiedeten, organisierte Judas-Trotzki die Einheitsfront der Lakaien des Kapitalismus zum Kampf gegen die Sache des Proletariats. Im Jahre 1911/12 organisierte Trotzki ebenfalls einen Block, ähnlich, wie er später den trotzkistisch-sinowjewistischen Block organisierte, er organisierte den so genannten „August-Block“ aus Helfershelfern des Kapitals, aus den Menschewiki, aus Leuten, die aus den Reihen der bolschewistischen Partei hinausgeworfen worden waren, aus haltlosen Intellektuellen und dem Auswurf der Arbeiterbewegung. Über diesen Block schrieb Stalin: „Es ist bekannt, dass diese Flicken,,partei“ sich die Zerstörung der bolschewistischen Partei zum Ziel setzte.“

Lenin schrieb, dass dieser Block „auf Prinzipienlosigkeit, Heuchelei und leerer Phrase aufgebaut ist“. Trotzki und seine Handlanger antworteten mit einer Flut schmutziger Verleumdungen, schwärzten Lenin und die Bolschewiki an, nannten sie „barbarische“, „sektiererisch-fanatische“ Asiaten. Lenin schrieb über Trotzki: „Solche Typen sind charakteristisch als Splitter gestriger historischer Gebilde und Formationen, als die Massenbewegung der Arbeiter in Rußland noch schlummerte...“ Vor einem solchen „Typ“, wie Lenin damals Trotzki nannte, warnte Lenin die Partei und die Arbeiterklasse vor 20 Jahren. In dem Artikel „lieber die Verletzung der Einheit, bemäntelt durch Geschrei über Einheit“ schrieb Lenin : „Es ist notwendig, dass die junge Arbeitergeneration gut Bescheid weiß, mit wem sie es zu tun hat.“

Unser Prozess hilft Millionen und aber Millionen junger Arbeiter und Bauern, Werktätiger aller Länder, sich eine klare und deutliche Vorstellung davon zu machen, mit wem wir es tatsächlich zu tun haben. Natürlich gelang es dem verächtlichen trotzkistischen Block nicht, die bolschewistische Partei zu zerstören, doch die Trotzkisten hörten auch nach dem Fiasko des Blocks nicht auf, die bolschewistische Partei anzugreifen, wie sie nur konnten. Die ganze Periode der Geschichte unserer Arbeiterbewegung von 1903 bis unmittelbar zum Vorabend der Revolution ist von dem Kampf Trotzkis und der Trotzkisten gegen die in Rußland erstarkende und wachsende revolutionäre Stimmung der Massen angefüllt, vom Kampf gegen Lenin und gegen seine Partei.

Im Jahre 1915 tritt Trotzki gegen die Lenin sche Lehre von der Möglichkeit des Sieges des Sozialismus in einem einzelnen Lande auf und kapituliert auf diese Weise bereits vor mehr als 20 Jahren restlos vor dem Kapitalismus.

Trotzki dient der Reihe nach dem Ökonomismus, dem Menschewismus, dem Liquidantentum, dem Kautskyanertum, dem Sozialdemokratismus und dem Nationalchauvinismus im Kampf gegen Lenin , so wie er jetzt dem Imperialismus und dem Faschismus im Kampf gegen die UdSSR dient.

Ist es ein Zufall, dass sich die Trotzkisten schließlich und endlich in ein Nest und eine Brutstätte der Entartung und des Thermidorianertums verwandelt haben, wie es seinerzeit Genosse Stalin sagte? Ist es ein Zufall, dass Trotzki, nach der Revolution in die Reihen unserer Partei geraten, den Halt verlor, zu konterrevolutionären Positionen hinab sank, aus unserem Staate, aus der Sowjetunion hinausgeworfen wurde? Ist es ein Zufall, dass sich der Trotzkismus in einen Stoßtrupp der kapitalistischen Restauration verwandelte?

Das ist kein Zufall, denn die Entwicklung verlief von der Entstehung des Trotzkismus an in dieser Richtung. Es ist kein Zufall, da Trotzki und seine Freunde auch vor der Oktoberrevolution Lenin und die Lenin sche Partei in gleicher Weise bekämpften, wie sie jetzt Stalin und die Partei Lenin s - Stalins bekämpfen.

Die Voraussagen des Genossen Stalin haben sich restlos bewahrheitet. Der Trotzkismus hat sich tatsächlich in den zentralen Sammelpunkt aller dem Sozialismus feindlichen Kräfte verwandelt, in einen Trupp gewöhnlicher Banditen, Spione und Mörder, die sich restlos dem Geheimdienst ausländischer Mächte zur Verfügung gestellt, sich endgültig und unwiderruflich in Lakaien des Kapitalismus, in Restauratoren des Kapitalismus in unserem Lande verwandelt haben.

Und hier, vor Gericht, wurde mit außerordentlicher Vollständigkeit und Klarheit gerade dieses niederträchtige Wesen des Trotzkismus aufgedeckt. Sie sind bei diesem schmählichen Ende angelangt, weil sie Jahrzehnte diesen Weg verfolgt, Loblieder auf den Kapitalismus gesungen, an die Erfolge des sozialistischen Aufbaus, an den Sieg des Sozialismus nicht geglaubt haben. Darum sind sie im Endeffekt zum voll entfalteten Programm der kapitalistischen Restauration gelangt, darum sind sie so weit gekommen, dass sie unsere Heimat zu verraten und zu verschachern begannen.

Die Entwicklung verlief in dieser Richtung bereits damals, als Trotzki, wie es 1922 der Fall war, den Vorschlag machte, unseren Industriebetrieben, unseren Trusts zu gestatten, unser Vermögen, darunter auch das fixe Kapital, Privatkapitalisten zu verpfänden, um Kredite zu erhalten, die der Sowjetstaat damals tatsächlich benötigte.

Dieser Vorschlag Trotzkis war bereits damals eine Stufe zur Rückkehr der Kapitalisten zur Macht, dazu, die Kapitalisten, die Finanzleute, die Industriellen von neuem zu Herren über unsere Fabriken und Werke zu machen und unseren Arbeitern die unter der Sowjetmacht eroberten Rechte zu nehmen. Diese Herrschaften versicherten, dass die Sowjetwirtschaft „mehr und mehr mit der kapitalistischen Wirtschaft verwachse“, d. h. sich in ein Anhängsel des Weltkapitalismus verwandle. Sie versicherten, dass „wir die ganze Zeit unter der Kontrolle der Weltwirtschaft stehen werden“, d. h. sie behaupteten das, wovon die kapitalistischen Haie träumten.

Genosse Stalin entlarvte damals diese Schädlingshaltung des Trotzkismus, indem er sagte: „Kapitalistische Kontrolle - das bedeutet vor allem finanzielle Kontrolle... Finanzielle Kontrolle - das bedeutet die Errichtung von Filialen kapitalistischer Großbanken in unserem Land, das bedeutet die Bildung so genannter -„Tochter“banken. Haben wir aber - sagte Stalin - solche Banken? Natürlich nicht! Und wir haben sie nicht nur nicht, sondern werden sie, solange die Sowjetmacht lebt, auch niemals haben.“

Die kapitalistische Kontrolle, von der damals die Trotzkisten und diese, hier auf der Anklagebank sitzenden Anführer des trotzkistischen Blocks sprachen, träumten und die sie forderten, - das ist das Recht der Kapitalisten, mit unserer Heimat, mit unseren Märkten zu schalten und zu walten. Kapitalistische Kontrolle bedeutet endlich - erklärte Genosse Stalin - politische Kontrolle, die Vernichtung der politischen Selbständigkeit unseres Landes, die Anpassung der Gesetze des Landes an die Interessen und den Geschmack der internationalen kapitalistischen Wirtschaft. Das bedeutet diese so genannte kapitalistische Kontrolle, nach der sich Trotzki und ein gewisser Teil, die Spitze des hier auf der Anklagebank sitzenden so genannten sowjetfeindlichen trotzkistischen Zentrums sehnten.

Genosse Stalin führte, als er das sowjetfeindliche Wesen solcher Vorschläge entlarvte, aus: „Wenn es sich um eine solche wirkliche kapitalistische Kontrolle handelt, ... dann muss ich sagen, dass es eine solche Kontrolle bei uns nicht gibt und sie niemals geben wird, solange unser Proletariat lebt und solange wir die Diktatur des Proletariats haben.“

Darum ist es kein Zufall, dass diese beiden Aufgaben so organisch miteinander verbunden sind - die Vorbereitung der Wiederherstellung des Kapitalismus und der Kampf gegen die Diktatur des Proletariats.

Ist es ein Zufall, dass diese Leute, die mit der kapitalistischen Kontrolle begonnen haben, bis zur offenen Plattform der Wiederherstellung des Kapitalismus, bis zu einem offenen Kampf zur Verwirklichung dieser Plattform, im Bunde mit den Kapitalisten, gegen die Diktatur des Proletariats, gelangt sind!

Es ist bekannt, dass die trotzkistischen Führer an den Wendepunkten unseres Kampfes sich bei jedem steilen Aufstieg unserer proletarischen Revolution in der Regel stets im Lager unserer Feinde, jenseits der Barrikaden, befanden.

Die Leugnung des sozialistischen Charakters unserer Revolution, die Leugnung der Möglichkeit der Errichtung des Sozialismus in unserem Lande, bedingte die feindselige Einstellung der Trotzkisten zur Sache des sozialistischen Aufbaus in der UdSSR und nahm sie vorweg.

Dies hinderte jedoch die Trotzkisten nicht, sich mit dem Namen des Sozialismus zu bemänteln, wie es zahlreiche Feinde des Sozialismus nicht hinderte und gegenwärtig nicht hindert, sich damit zu bemänteln.

So war es stets in der Geschichte. Es ist bekannt, dass die Menschewiki und die Sozialrevolutionäre, diese schlimmsten Feinde des Sozialismus, sich immer mit dem Namen des Sozialismus bemäntelten. Aber dies hinderte sie nicht, der Bourgeoisie, den Gutsbesitzern, den weißen Generalen zu Füßen zu fallen. Wir erinnern uns, wie die Menschewiki in der Petljura-Rada die Truppen Wilhelms II. nach der Ukraine riefen, wie sie mit der Freiheit und der Ehre des ukrainischen Volkes Schacher trieben;
wie unter dem Aushängeschild der sozialrevolutionären Regierung Tschaikowskis in Archangelsk die Interventen schalteten und walteten;
wie die so genannte „sozialistische“ „Regierung des Komitees der Konstituierenden Versammlung“ Koltschak zur Macht verhalf;
wie die menschewistische Regierung Noe Jordanias treu und ergeben den ausländischen Interventen diente!

Alle diese Herrschaften nannten sich Sozialisten, sie alle bedienten sich des Sozialismus als eines Deckmantels, es ist aber jedermann bekannt, dass es keine konsequenteren und brutaleren, bestialischeren Feinde des Sozialismus gab und gibt als die Menschewiki und die Sozialrevolutionäre.

Trotzki und die Trotzkisten waren stets eine kapitalistische Agentur in der Arbeiterbewegung. Sie sind jetzt zu einem faschistischen Vortrupp, zu einem Sturmbataillon des Faschismus geworden.

Im Jahre 1926/27 gingen sie auf den Weg offener sowjetfeindlicher, bereits kriminell strafbarer Verbrechen über. Sie verlegten ihren Kampf gegen die Führung unserer Partei, gegen die Sowjetregierung auf die Straße, - versuchten es wenigstens zu tun. Dies war eine schwere und komplizierte Zeit im Leben des Sowjetstaates. Dies war die Zeit des Übergangs von der Wiederherstellungsperiode zur Periode der Rekonstruktion unserer Industrie und Landwirtschaft auf der Grundlage einer kochentwickelten Technik. In dieser Periode musste es zwangsläufig eine Reihe ernster Schwierigkeiten geben, die die Kompliziertheit des Kampfes zwischen den kapitalistischen und den sozialistischen Elementen unserer Wirtschaft widerspiegelten.

Der „Oppositionsblock“, die so genannte „Neue Opposition“ mit Trotzki, Sinowjew, Kamenew an der Spitze und unter Beteiligung fast aller hier vor Gericht Stehenden - der Angeklagten Pjatakow, Radek, Serebrjakow, Sokolnikow, Muralow, Drobnis, Boguslawski -, versuchte damals, diese Schwierigkeiten auszunutzen, um noch einmal den Versuch zu wagen, dem Sowjetstaat, und dazu möglichst kräftig, in den Rücken zu fallen.

Der trotzkistisch-sinowjewistische Block von 1926 war ein Block, der seinen Kampf mit voller Schärfe gegen die Sache des Sozialismus in unserem Lande zugunsten des Kapitalismus richtete. Unter dem Deckmantel verlogener, manchmal äußerlich „linker“ Phrasen von einer „Überindustrialisierung“ usw. trat die trotzkistisch-sinowjewistische Bande von den Jahren 1926-1927 an mit Vorschlägen hervor, deren Durchführung das Bündnis der Arbeiter und Bauern unterwühlt und gesprengt, die Grundlagen des Sowjetstaates unterminiert hätte. Sie erhob Forderungen wie verstärkter Druck auf die Bauernschaft, wie „ursprüngliche sozialistische Akkumulation“ durch Ruinierung und Ausplünderung der Bauernschaft, sie stellte eine Reihe von Forderungen auf, die zu einem Bruch des Bündnisses zwischen Stadt und Dorf führen und dadurch die Möglichkeit einer tatsächlichen Industrialisierung hinfällig machen mussten. Dies waren im Grunde genommen die gleichen Diversions- und Schädlingsmaßnahmen. Im Grunde genommen besteht zwischen den Schädlings- und Diversionsmaßnahmen von 1926-1927 und denen von heute ein Unterschied nur in der Form. Auch damals versuchte der Oppositionsblock mit seinen scheinbar „linken“, in Wirklichkeit aber konterrevolutionären Vorschlägen das Bündnis zwischen Arbeiterklasse und Bauernschaft in einer Form, die den Umständen des Klassenkampfes jener Zeit entsprach, zu sprengen. Dies war ebenfalls eine besondere Form der Diversion, die Form der Unterwühlungsanschläge, die gegen die Diktatur des Proletariats und die Sache des sozialistischen Aufbaus gerichtet war. Diese Vorschläge der damaligen Opposition stellten lediglich eine besondere Form des Kampfes gegen den Sowjetstaat dar, wie sie der damaligen geschichtlichen Situation entsprach. Zehn Jahre sind vergangen, und wir sehen, dass diese Leute den Weg offener Diversionsanschläge, den Weg der Schädlingsarbeit, den Weg der Unterwühlungsarbeit einschlagen. Aber in bereits bedeutend schärferen Formen, die den neuen Umständen entsprechen - den Umständen des erbitterten Klassenkampfes mit den Überresten der kapitalistischen Elemente.

Die „Neue Opposition“, wie dieser Block hieß, vereinigte nicht zufällig einen solchen „Überindustrialisator“, wie es Trotzki war, mit einem solchen Gegner der Industrialisierung, wie es vor zehn Jahren Sokolnikow war und wie er es bis auf den heutigen Tag geblieben ist. Die „Neue Opposition“ trat dem Wesen der Dinge nach für ein bestimmtes politisches und sozialökonomisches Programm ein, das zwangsläufig, unvermeidlich zur Liquidierung der Diktatur des Proletariats, dadurch wiederum unvermeidlich zur Wiederaufrichtung des Kapitalismus in der UdSSR führen musste.

Genossen Richter, wenn wir gegenwärtig auf dem Prozess aus den Aussagen der Anführer dieser Bande, der Anführer der trotzkistischen illegalen Organisation das Geständnis vernehmen, dass sie tatsächlich von Trotzki Direktiven zur Wiederaufrichtung des Kapitalismus in der UdSSR empfingen, diese Direktiven akzeptierten und zum Zwecke ihre Verwirklichung ihre Schädlings-, Diversions- und Spionagetätigkeit betrieben, so kann die Frage gestellt werden, die bei dem einen und dem anderen auch auftaucht: wie kann man diese Leute, die so viele Jahre für den Sozialismus gekämpft haben, Leute, die sich frevlerisch Bolschewiki- Lenin isten nannten - wie kann man sie solcher ungeheuerlichen Verbrechen bezichtigen? Ist dies nicht etwa ein Beweis dafür, dass die Anklage fälschlich erhoben wird, dass diese Leute dessen beschuldigt werden, wessen sie, schon dem Wesen all ihrer früheren sozialistischen, revolutionären, bolschewistischen Tätigkeit nach nicht beschuldigt werden können?

Ich antworte auf diese Frage. Gegen die Angeklagten wird in diesem Prozess die Beschuldigung erhoben, dass sie in der Tat mit allen, mit den verabscheuungswürdigsten und ehrlosesten Mitteln versucht haben, unser Land wieder unter das Joch des Kapitalismus zu zwingen. Wir beschuldigen diese Herrschaften dessen, dass sie Verräter am Sozialismus sind. Diese Beschuldigung stützen wir nicht nur auf das, was sie jetzt verübt haben - das ist Gegenstand der Anklage -, sondern sagen, dass die Geschichte ihres Hinabsinkens beginnt, noch lange bevor sie das so genannte „Parallelzentrum“, diesen Ableger des verbrecherischen vereinigten trotzkistisch-sinowjewistischen Blocks, organisiert hatten. Der organische Zusammenhang liegt auf der Hand. Der geschichtliche Zusammenhang liegt auf der Hand. Und es würde genügen, sich auf das zu beschränken, was ich gesagt habe, um keinen Zweifel daran aufkommen zu lassen, dass die Hauptbeschuldigung, die von der Staatsanwaltschaft gegen die hier auf der Anklagebank Sitzenden erhoben wird: Versuch zur Wiederherstellung der in unserem Lande vor 19 Jahren gestürzten kapitalistischen Gesellschaftsordnung -vollkommen begründet und dokumentarisch erwiesen ist. Durch diese Anklage werden die hier sitzenden Verbrecher für ewig an den Schandpfahl genagelt und dem ewigen Fluch aller ehrlichen Werktätigen, aller ehrlichen Menschen unseres Landes und der ganzen Welt preisgegeben.

Von der Plattform von 1926, von den sowjetfeindlichen Straßendemonstrationen, von den illegalen Druckereien, von dem Bündnis mit weißgardistischen Offizieren, zu dem sie damals gleichfalls schritten, bis zu den Diversionsanschlägen, der Spionage, dem Terror, dem Vaterlandsverrat in den Jahren 1932-1936 war nur ein Schritt. Und diesen Schritt haben sie getan!

Wir haben dies schon am Beispiel des trotzkistisch-sinowjewistischen vereinigten Blocks gesehen, am Beispiel des politischen Schicksals Sinowjews, Kamenews, Smirnows, Mratschkowskis, Ter-Waganjans und anderer, die schmachbedeckt, gebrandmarkt als Söldlinge des Geheimdienstes ausländischer Mächte ihr Leben beendet haben.

Das gleiche sehen wir auch heute an dem Beispiel des Schicksals der im gegenwärtigen Prozess Angeklagten, die in ihrer Mehrzahl lange Jahre sowohl vor als auch nach der Oktoberrevolution gegen Lenin und den Lenin ismus, gegen die Partei Lenin s-Stalins, gegen die Sache des Aufbaus des Sozialismus in unserem Lande gekämpft haben.

Pjatakow, K. Radek, Sokolnikow, Serebrjakow, Drobnis, Muralow, Liwschitz, Boguslawski, Schestow - sie alle haben jahrelang gegen die Sache des Sozialismus, gegen die Sache Lenin s-Stalins gekämpft.

Diese Herrschaften richteten schon damals ihre Kräfte, wie Stalin sagte, darauf, „der Partei das Rückgrat zu brechen“ und damit zugleich auch der Sowjetregierung das Rückgrat zu brechen, von deren Untergang alle konterrevolutionären Raben zu krächzen nicht müde wurden.

In diesem Kampf gegen die Sowjetregierung sind diese Herrschaften so tief gesunken, wie noch niemals und nirgendwo Jemand gesunken sein dürfte.

Lenin hat die Unvermeidlichkeit eines so schmachvollen Endes vorausgesehen, zu dem die Angeklagten gelangt sind, zu dem jeder gelangen muss, der den Weg betritt, den sie betreten haben. In der auf Antrag Lenin s angenommenen Resolution des X. Parteitages unserer Partei, die damals noch Kommunistische Partei Rußlands hieß, war eine drohende Warnung enthalten, dass derjenige, der unter dem Sowjetregime auf seiner Fraktionstätigkeit und auf seinen Irrtümern beharrt, unvermeidlich in das Lager der Feinde der Arbeiterklasse, in das Lager der Weißgardisten und Imperialisten abgleiten muss. Diese Herrschaften haben durch alle ihre Handlungen die ganze Richtigkeit dieser geschichtlichen Voraussage bewiesen.

Was stellen die Mitglieder des Zentrums in ihrer politischen Vergangenheit dar? Pjatakow und Radek, Serebrjakow und Sokolnikow und Boguslawski nährten lange Jahre hindurch in sich den Hass gegen die Sowjetordnung, gegen den Sozialismus. Sie verstanden es, ihre wahren Gefühle und Ansichten zu tarnen, zu verheimlichen; sie benahmen sich als Doppelzüngler, sie betrogen, was sie jetzt auch alle eingestehen. Einige behaupten, dass sie in gewissen Perioden dem Trotzkismus den Rücken gekehrt haben. Das ist schwer zu glauben. Wir wissen, dass die gesamte Tätigkeit der im gegebenen Verfahren Angeklagten in hohem Grade konsequent gewesen ist. Solche, ich möchte sagen, verdienstvolle Männer des Trotzkismus, wie Pjatakow, Radek, Drobnis, Serebrjakow und Boguslawski maskierten sich, übten Erpressungen und betrogen sowohl ihre eigenen Leute als auch Fremde. Nur in einer solchen Gesellschaft, wie sie die Pjatakows und Radeks schufen - diese vollkommen prinzipienlosen, endgültig verkommenen Leute, die ihre hochverantwortliche Stellung im sowjetischen Staatssystem zur Verübung ihrer schändlichen, schmutzigen und blutigen Verbrechen ausnutzten, konnten sich unter dem sozusagen trotzkistischen Aktiv solche Abenteurer und Schurken befinden wie die Rataitschaks, Knjasews, Schestows, Arnolds, Stroilows und Hraschés.

Sie haben, Genossen Richter, hier diese Herrschaften gesehen, Sie haben sie gehört, Sie haben sie kennen gelernt. Da ist Rataitschak, der ein deutscher oder ein polnischer Spion ist, - aber dass er ein Spion ist, darüber kann es keinen Zweifel geben und - wie es sich für ihn gehört - ein Lügner, Betrüger und Gauner. Ein Mensch, der nach seinen eigenen Worten eine alte Autobiographie und eine neue Autobiographie besitzt. Ein Mensch, der diese Autobiographien je nach den Umständen fälscht und ändert. Ein Mensch, der als Stellvertreter des Vorsitzenden des Gouvernements-Volkswirtschaftsrates in Wolhynien nicht nur den Raub, den Diebstahl und die Spekulation seines Untergebenen deckt, sondern gemeinsam mit ihm an direkten niedrigen Verbrechen teilnimmt. Er wird nach seinen eigenen Worten von diesem Dieb, Defraudanten und Spekulanten ausgehalten. Und siehe da, dieser Rataitschak wird mit allen seinen großartigen, in der Voruntersuchung und während der Gerichtsverhandlung aufgedeckten Eigenschaften nächster Gehilfe Pjatakows in der chemischen Industrie. Ein großartiger Chemiker!

Pjatakow wusste, wen er wählte. Man kann sagen, dem guten Jäger läuft das Wild zu. Rataitschak drängt zu hohen Würden. Er schweigt von den Motiven, von denen er sich leiten lässt, und spricht nicht so schwatzhaft, wie, sagen wir, Arnold, der eingestand, dass ihn „der Drang nach den oberen Schichten der Gesellschaft“ gequält hatte. Darüber schweigt Rataitschak.

Er ist natürlich schlauer als Arnold: Er weiß, dass Reden Silber, Schweigen aber Gold ist. Und dieser Rataitschak erweist sich mit allen seinen moralischen Eigenschaften als ein Mensch, der es verstanden hat, gewisse Rangstufen zu erreichen. Er ist Leiter des Glawchimprom! Man muss sich nur hineindenken, was diese Worte bedeuten: Leiter der Hauptverwaltung der gesamten chemischen Industrie unseres Landes!

Wenn Pjatakow keine anderen Verbrechen begangen hätte, so müsste er allein schon dafür, dass er diesen Menschen näher als auf die Entfernung von einem Kilometer an die chemische Industrie herangelassen hat, zur strengsten Verantwortung gezogen werden.

Auf dem verantwortlichen Posten eines Leiters des Glawchimprom entfacht Rataitschak, dieser Oberschädling, seine verbrecherischen Talente, fährt weit hinaus auf das Meer der Verbrechen, lässt die Segel voll anschwellen - sprengt, vernichtet die Früchte der Arbeit des Volkes, richtet Menschen zugrunde und mordet sie.

Oder man nehme Drobnis, den alten berufsmäßigen Trotzkisten, diesen Arbeitermörder nach der Formel - „Je mehr Opfer, desto besser“. Oder man nehme Knjasew, den japanischen Spion, der nicht nur ein Dutzend Eisenbahntransporte zur Entgleisung brachte. Oder Liwschitz, - den ehemaligen Stellvertreter des Volkskommissars für Verkehrswesen und gleichzeitigen Stellvertreter Pjatakows für verbrecherische Aktionen im Verkehrswesen. Die Doppelbeschäftigung war bei dieser Gesellschaft gang und gäbe... Schließlich der trotzkistische „Soldat“ Muralow, einer der ergebensten und verstocktesten Adjutanten Trotzkis, - er hat gleichfalls eingestanden, dass er ein Schädling und Diversant war. Und daneben Arnold, alias Iwanow, alias Wassiljew, alias Rask, alias Külpenen - wie er sonst noch hieß, das weiß niemand. Dieser durchtriebene, abgefeimte und mit allen Wassern gewaschene Schurke, dieser Halunke und Abenteurer erweist sich gleichfalls als trotzkistische Vertrauensperson... Und als erstrangiger Bandit. Oder Hrasché, ein Mensch nicht nur von drei Dimensionen, sondern von mindestens drei Staatsbürgerschaften, der selber seinen Hauptberuf sehr beredt, wenn auch mit dem nicht besonders angenehmen Wort Spion definierte und hinzufügte, dass es ihm als Spion seiner Stellung nach nicht zukam, eine Überzeugung zu haben...

Das ist die flüchtige Charakteristik jener Kader, die hier vor dem Gericht, vor dem ganzen Lande, vor der ganzen Welt vorbeidefilierten, - der Kader, die das Parallelzentrum sammelte, der Armee, die von diesem Parallelzentrum auf Weisung Trotzkis organisiert, erzogen und in den trotzkistischen Kampf gegen die Sowjetmacht und den Sowjetstaat geworfen wurde.

Wenn man von diesen Kadern spricht, muss man natürlich besonders von ihren Häuptlingen, ihren Atamanen sprechen. Beginnen wir selbstverständlich mit Pjatakow, - der nach Trotzki der erste Anführer dieses Banditengesindels ist. Pjatakow ist unter den Trotzkisten keine Zufallsperson. Pjatakow, der sich bisher zähe und geschickt verstellte, war immer und ist geblieben der alte Feind des Lenin ismus, der Feind unserer Partei und ein Feind der Sowjetmacht. Man verfolge die politische Laufbahn Pjatakows.

Im Jahre 1915 tritt er gemeinsam mit Bucharin mit einer anti Lenin istischen Plattform in der Frage des Selbstbestimmungsrechtes der Völker auf, in einer Frage, die für die Bestimmung der Stellung des Bolschewismus von der größten prinzipiellen Bedeutung ist, wobei er, beiläufig gesagt, Lenin nebenbei einen „Talmudisten der Selbstbestimmung“ schimpfte.

Im Jahre 1916 tritt derselbe Mann unter dem Pseudonym P. Kiewski als bereits herausgebildeter Ideologe des Trotzkismus auf. Er sucht zu beweisen, dass die soziale Umwälzung (er sagt - der soziale Prozess) nur als eine vereinte Aktion der Proletarier aller Länder gedacht werden kann, die die Grenzen des bürgerlichen Staates zerstört, die Grenzpfähle niederreißt. Eine äußerlich ultra„linke“, in Wirklichkeit rein trotzkistische Fragestellung. Pjatakow wiederholt hier vollständig die trotzkistische These von der Unmöglichkeit des Aufbaus des Sozialismus in einem Lande. Er tritt gegen Lenin auf. Lenin entlarvt den antimarxistischen Charakter dieses Pjatakowschen Auftretens. Lenin qualifiziert diesen Artikel schon damals als einen Artikel, der geeignet ist, „unserer Richtung und unserer Partei den ernstesten Schlag“ zu versetzen, als einen Artikel, der die Partei von innen heraus, aus ihren eigenen Reihen her, kompromittieren konnte, „sie - wie Lenin schrieb - in die Vertreterin eines zur Karikatur gemachten Marxismus verwandeln würde“.

1917. Pjatakow tritt wieder gegen die Lenin sche These des Selbstbestimmungsrechtes der Völker auf. Er nennt dies Recht „ein inhaltsloses Recht“, das den revolutionären Kampf auf einen falschen Weg drängt. Er spricht sich gegen die Möglichkeit des Aufbaus des Sozialismus in einem Lande aus. Pjatakow ist im Jahre 1917 gegen die Aprilthesen Lenin s.

Im Jahre 1918 ist er wieder gegen Lenin . Das war das schwere Jahr des heldenmütigen Kampfes der Arbeiter und Bauern unseres Landes, die unter unglaublich komplizierten und schweren Verhältnissen mit der Waffe in der Hand ihre Unabhängigkeit verteidigten. Das war das Jahr, wo wir nach den Worten Lenin s zum ersten Mal „mitten in den Kern der Revolution vorgedrungen waren“. Das war das Jahr, wo Lenin rief: „Lieber unendlich große nationale und staatliche Demütigungen und Drangsale durchmachen und erleben und ertragen, aber auf dem Posten bleiben, als sozialistischer Trupp, der kraft der Ereignisse von den Reihen der sozialistischen Armee getrennt wurde und gezwungen ist, abzuwarten, bis die sozialistische Revolution in den anderen Ländern ihr zu Hilfe. kommen wird.“

Die Stellung Pjatakows samt Radek war gegen diese These, war gegen Lenin gerichtet. Sie, diese „linken“ Kommunisten, waren bereit, sogar in den Verlust der Sowjetmacht einzuwilligen. Schon im Jahre 1918 sprachen diese Herrschaften, als sie sich im Büro des Moskauer Parteikomitees festgesetzt hatten, von der Notwendigkeit, den Brester Frieden zu vereiteln, sei es auch um den Preis des Verlustes der Sowjetmacht, die sich, wie sie sagten, in einen formalen Begriff verwandelt habe. Den Abschluss des Brester Friedens hat Stalin mit Recht ein Musterbeispiel Lenin scher Strategie genannt, die die Kräfte für die Vorbereitung der Abwehr der Banden Denikins und Koltschaks gab.

Pjatakow, Radek und ihre Gesinnungsfreunde dachten und handelten bereits damals so, wie sie dann später von Felix Dzierzynski treffend und stark gekennzeichnet wurden, der den Trotzkisten und den Sinowjewleuten den Ruf „Kronstädter Meuterer“ ins Gesicht schleuderte! Die Pjatakows und Radeks legten keinen Wert auf die Sowjetmacht. Sie verstiegen sich in ihrem Kampf gegen Lenin bis zu einer solchen Raserei, dass sie von einer Ablösung des damals bestehenden Rates der Volkskommissare und seiner Ersetzung durch einen aus Leuten des Grüppchens der „Linken“ zusammengesetzten Rat der Volkskommissare sprachen. Pjatakow und seine Kumpane führten im Jahre 1918, im Augenblick der größten Gefahr für das Sowjetland, Verhandlungen mit den Sozialrevolutionären über die Vorbereitung eines konterrevolutionären Staatsstreichs, über die Verhaftung Lenin s, damit Pjatakow den Posten eines Leiters der Regierung, des Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare einnehme. Durch die Verhaftung Lenin s, durch einen Staatsstreich suchten diese politischen Abenteurer sich den Weg zur Macht zu bahnen!

Und was tun sie jetzt? Durch den Sturz der Sowjetmacht, durch die Ermordung des Führers unserer Partei und des Sowjetstaates, des Genossen Stalin, und seiner Kampfgefährten suchen sie denselben Weg zur Restaurierung des Kapitalismus mit Hilfe der Bajonette ausländischer interventionistischer Angreifer, mit Hilfe des Terrors, mit Hilfe von Diversionsakten, Spionage, Schädlingstätigkeit und allen möglichen schweren Staatsverbrechen zu bahnen. Die historische Kontinuität liegt auf der Hand. Gemeinsam mit Trotzki lehnte sich Pjatakow gegen Lenin in den für unser Land schweren Tagen von Brest auf. Gemeinsam mit Trotzki lehnte sich Pjatakow gegen Lenin in den Tagen auf, als die Partei die äußerst komplizierte Schwenkung zur Neuen Ökonomischen Politik ausführte. Gemeinsam mit Trotzki kämpfte Pjatakow gegen den Lenin schen Plan des Aufbaus des Sozialismus in unserem Lande, gegen die Industrialisierung und Kollektivierung unseres Landes, die unter der genialen Leitung unseres Führers und Lehrers Genossen Stalin durchgeführt worden sind.

1915, 1916, 1917, 1918 und 1919, 1921 und 1923, 1926 und 1927, mehr als ein Jahrzehnt verteidigt Pjatakow unveränderlich die trotzkistischen Einstellungen, führt er einen offenen Kampf gegen Lenin , gegen die Generallinie der Partei und gegen den Sowjetstaat.

1926 bis 1936 - das ist das zweite Jahrzehnt eines fast ununterbrochenen, aber schon heimlichen, illegalen Kampfes Pjatakows gegen den Sowjetstaat und unsere Partei, eines Kampfes, den er systematisch und unermüdlich führte, bis er schließlich auf frischer Tat ertappt und überführt, bis er als Verräter auf diese Anklagebank gesetzt wurde!

Das ist Pjatakow und das ist sein Bild.

Vieles von dem, was ich über Pjatakow gesagt habe, kann man auch bezüglich des Angeklagten Radek wiederholen. Sowohl vor als auch nach der Revolution ist Radek wiederholt gegen Lenin aufgetreten. Dieser Radek verspottete und verhöhnte im Jahre 1926 auf einem Diskussionsabend in der Kommunistischen Akademie die Theorie der Errichtung des Sozialismus in unserem Lande, wobei er sie eine Theorie des Aufbaus des Sozialismus in einem Landkreis, ja sogar in einer Straße, wobei er diese Idee eine Schtschedrinsche Idee nannte.

Aus diesem Anlass schrieb Stalin: „Kann man dieses banale, liberale Gekicher Radeks über die Idee der Errichtung des Sozialismus in einem Lande anders nennen, als einen völligen Bruch mit dem Lenin ismus?

Radek ist einer der prominentesten und, man muss ihm Gerechtigkeit widerfahren lassen, talentvollsten und hartnäckigsten Trotzkisten. Bei Lebzeiten Lenin s führt er einen Krieg gegen Lenin , nach Lenin s Tod bekriegt er Stalin. In proportionalem Verhältnis zu seinen persönlichen Fähigkeiten steht seine soziale Gefährlichkeit, seine politische Gefährlichkeit. Er ist unverbesserlich. Er hat im sowjetfeindlichen trotzkistischen Zentrum das außenpolitische Portefeuille inne. Im Auftrage Trotzkis führt er mit einigen ausländischen Persönlichkeiten diplomatische Verhandlungen, oder, wie er sich ausdrückt, „visiert“ er Trotzkis Mandat. Er steht durch seinen eigenen sozusagen diplomatischen Kurier Romm mit Trotzki in regelmäßigem Briefwechsel, erhält von ihm das, was sie hier hochtrabend „Direktiven“ genannt haben. Er ist einer derjenigen, die dem Haupträdelsführer dieser Bande, Trotzki, am nächsten stehen und sein größtes Vertrauen genießen.

Sokolnikow. Im Jahre 1918 ist er ebenfalls gegen Lenin . Er droht in demselben Jahr in einem politischen Konflikt Lenin sogar mit dem Rücktritt. Im Jahre 1921 unterzeichnet er die anti Lenin sche Bucharinsche Gewerkschaftsplattform. Im Jahre 1924 unterschreibt er die „Höhlenplattform“, die in einer Höhle bei Kislowodsk abgefasst worden war. Im Jahre 1925 verleumdet Sokolnikow den Sowjetstaat, indem er behauptet, dass unser Außenhandel wie unsere inländischen Handelsbetriebe staatskapitalistische Betriebe seien. Die Staatsbank sei ebenso ein staatskapitalistisches Unternehmen, unser Geldsystem sei von den Prinzipien der kapitalistischen Wirtschaft durchdrungen. Ein Apologet und Ideologe einer kapitalistischen Wirtschaftspolitik!

Genosse Stalin hat damals darauf hingewiesen, dass Sokolnikow Anhänger der Dawesierung unseres Landes sei. Sokolnikow war ein waschechter Anhänger der Erhaltung der wirtschaftlichen Rückständigkeit unseres Landes, d. h. der Versklavung unseres Landes durch die kapitalistischen Länder, der „Verwandlung unseres Landes in ein Anhängsel des kapitalistischen Systems“. Wie Sie sehen, ist Sokolnikow bis zum heutigen Tage von dieser Position nicht im Geringsten abgewichen.

Im Jahre 1925, als Sokolnikow Volkskommissar für das Finanzwesen war, beklagte er sich über unsere Partei und die Sowjetregierung und verleumdete sie, indem er sagte, dass sie ihn daran hinderten, die Diktatur des Proletariats zu schützen und den Kulaken zu bekämpfen, dass sie ihn daran hinderten, dem Kulaken Zügel anzulegen. Jetzt aber hat Sokolnikow vor der ganzen Welt gestanden, dass das trotzkistische Zentrum, zu dessen Rädelsführern er gehört, seine Hoffnungen gerade auf den Kulaken, oder richtiger bereits auf die Überreste des Kulaken setzte. Vor Gericht hat er selbst erklärt: „Wir verstanden, dass wir in unseren programmatischen Einstellungen zum Kapitalismus zurückkehren und ein Programm der Restauration des Kapitalismus aufstellen müssen, weil wir uns dann auf einige Schichten in unserem Lande werden stützen können.“

Frage: Konkret gesprochen, auf welche Kräfte rechneten Sie im Innern des Landes? Auf die Arbeiterklasse?
Sokolnikow: Nein.
Frage: Auf die Kollektivbauernschaft?
Sokolnikow: Natürlich nicht.
Frage: Auf wen denn?
Sokolnikow: Rundheraus gesprochen muss gesagt werden, dass wir darauf rechneten, wir würden uns auf Elemente der bäuerlichen Bourgeoisie stützen können...
Frage: Auf den Kulaken, auf die letzten Überreste des Kulaken?
Sokolnikow: Richtig.

So gelangte Sokolnikow zum offenen Kulakenprogramm, zur offenen Verteidigung der Kulakeninteressen und vollendete so seinen Fall. Von Sokolnikows Position in den Jahren 1925-1926 zum Programm des trotzkistischen Zentrums in den Jahren 1933 bis 1936 - das ist ein vollkommen natürlicher Übergang.

Zwei Worte über Serebrjakow - das vierte Mitglied dieses sowjetfeindlichen trotzkistischen Zentrums. Er unterschreibt das Bucharinsche Programm zur Zeit der Gewerkschaftsdiskussion 1920, er ist ein aktiver Teilnehmer der Opposition im Jahre 1923, er ist ein aktiver Teilnehmer der Opposition in den Jahren 1926 bis 1927, er hat, wie er selbst hier vor Gericht zugab, im Grunde niemals mit dem Trotzkismus gebrochen. Es ist klar, dass er allen Grund hatte, auf eine führende Stellung in diesem sowjetfeindlichen trotzkistischen Zentrum Anspruch zu erheben.

Als alte Trotzkisten sind uns N. Muralow, Drobnis, Boguslawski und Liwschitz bekannt. Wir wissen, dass sie eine Reihe von Jahren im Kampf gegen Lenin und den sozialistischen Aufbau in unserem Lande gestanden haben. Ist es nicht klar, dass die Teilnahme dieser Leute an' der sowjetfeindlichen illegalen trotzkistischen Arbeit, ihre Teilnahme an der trotzkistischen Schädlingstätigkeit, an Diversionsakten und Terrorgruppen, ihr Verrat an der Heimat durch ihre ganze trotzkistische Tätigkeit in der Vergangenheit vorbereitet wurden und eine direkte Folge davon waren, ein direktes Ergebnis ihres langjährigen Kampfes gegen die UdSSR, gegen das Sowjetvolk. Das haben die Angeklagten selbst zugeben müssen. Lange, hartnäckig und niederträchtig haben sie ihren Kampf gegen den Sozialismus geführt. Jetzt sind sie auf frischer Tat ertappt. Die letzte Maske ist ihnen vom Gesicht gerissen. Sie sind entlarvt als Feinde des Volkes, als ein klägliches, verabscheuungswürdiges Häuflein von Leuten, die zu Agenten eines ausländischen Spionagedienstes geworden sind.

Diese Herrschaften versuchten, sich als eine Art politische Partei aufzuspielen. Pjatakow sprach vor Gericht von seinen Komplicen als von einer „Fraktion“, er sprach von dem „politischen Misstrauen“ seiner „Fraktion“ gegenüber dem Sinowjewschen Teil des Blocks. Er sprach von einer „eigenen Organisation“, wobei er diesen Begriff in politischem Sinn gebrauchte, und sogar von einer „eigenen“ Politik, die Trotzki zu betreiben sich anschickte. Radek sprach ebenfalls von seinen Komplicen als von politischen Führern. Als der Angeklagte Pjatakow von den verbrecherischen Schädlingsforderungen Trotzkis sprach, die ihm in einem persönlichen Gespräch mit Trotzki übermittelt worden waren, sprach er von ihnen als von einem Bestandteil der Politik Trotzkis.

In hohem Stil sprach auch Radek, einer jener „Realpolitiker“, die die Heimat real verraten und den Feinden reale und territoriale Zugeständnisse versprochen haben. Sogar von solchen prosaischen Dingen, wie von gewöhnlicher krimineller Schädlingstätigkeit, versuchte Radek im hohen Stile wie von einer politischen Materie zu sprechen. In der Gerichtsverhandlung vom 24. Januar sagte Radek: „Es war klar, dass man mich über die Haltung des Blocks befragte. Ich sagte ihm, dass die Realpolitiker in der UdSSR die Bedeutung einer deutsch-sowjetischen Annäherung verstehen und bereit sind, die Zugeständnisse zu machen, die für diese Annäherung notwendig sind. Dieser Vertreter begriff, dass es, insofern ich von Realpolitikern sprach, in der UdSSR Realpolitiker und Nichtrealpolitiker gibt: die Nichtrealpolitiker - das ist die Sowjetregierung, die Realpolitiker - das ist der trotzkistisch-sinowjewistische Block.“ Da sind sie, diese Realpolitiker, sie sitzen hier unter Bewachung von... insgesamt nur drei Rotarmisten! Es ist nicht schwer, sich davon zu überzeugen, dass dieser ganze hohe Stil im Grunde genommen aus einer gewissen alten Gewohnheit hier angewandt wurde. Es ist nicht schwer, sich davon zu überzeugen, dass dies überhaupt keine politische Partei, dass dies einfach eine Bande von kriminellen Verbrechern ist, die sich von Banditen, die in finsterer Nacht auf der Landstraße mit Knüppel und Messer operieren, überhaupt nicht oder - im für sie besten Falle - nur wenig unterscheiden.

Das ist keine politische Partei. Das ist eine Bande von Verbrechern, die eine einfache Agentur von ausländischen Spionagediensten darstellen. Auf die an Pjatakow direkt gestellte Frage: „Standen die Mitglieder Ihrer Organisation mit ausländischen Spionagediensten in Verbindung?“ antwortete Pjatakow: „Ja.“ Und er erzählte, wie diese Verbindung auf direkte Weisung Trotzkis hergestellt wurde. Das hat auch Radek bestätigt, der Spezialist für „auswärtige Angelegenheiten“ des Parallelzentrums. Das haben Liwschitz, Knjasew, Schestow und eine Reihe anderer Angeklagter - direkte und unmittelbare Agenten dieser Spionagedienste - bestätigt. Das ist es, was diese Sippschaft darstellt, die sich eine „politische Kraft“ nannte, als die sie erscheinen wollte, die aber in Wirklichkeit keine politische Partei, sondern eine Bande von Geheimagenten, Spionen, Banditen, Terroristen und Diversanten war.

Die Wurzeln dieser Gruppe reichen nicht in die Volksmassen unseres Landes, vor denen diese Bande sich fürchtet, vor denen sie flieht wie der Teufel vor dem Weihwasser. Vor den Volksmassen verbirgt diese Bande ihr Gesicht, vor ihnen verbirgt sie ihre Hauer, ihr Raubtiergebiss. Die Wurzeln dieser Sippschaft, dieser Bande muss man in den geheimen Verstecken der ausländischen Spionagedienste suchen, die diese Leute gekauft, sie ausgehalten, sie für treue Lakaiendienste bezahlt haben. Ihr habt diese Polizeispitzel und Spione im Haupt- und Nebenberuf gesehen.

Pjatakow überzeugt seine Handlanger von der Notwendigkeit, Explosionen und Diversionsakte vorwiegend mit Opfern an Menschenleben zu organisieren. Drobnis sucht nachzuweisen: „je mehr Opfer, desto besser“ für die Trotzkisten. Schestow organisiert Mordtaten. Liwschitz, Knjasew und Turok organisieren Eisenbahnkatastrophen. Radek aber befasst sich mit „Außenpolitik“, deren Sinn darin besteht, ebenso wie Liwschitz und Knjasew Züge zum Entgleisen zu bringen, die Sache des Sozialismus zum Entgleisen zu bringen, dem fremdländischen Feind, dem angriffslustigen. Feind die Tore zu öffnen. Hier habt ihr sie alle vor euch, die in diesem Morast von Verbrechen und Blut waten. Nehmt die einzelnen Gruppen; sie waren verflochten mit ausländischen Spionen, von denen sie mit Versprechungen auf Unterstützung oder auch einfach gegen bare Münze gekauft wurden.

Sie sprengen Gruben, setzen Fabrikabteilungen in Brand, zertrümmern Züge, verstümmeln, morden Hunderte der besten Menschen, Söhne unserer Heimat. 800 Arbeiter der Stickstoffdüngerfabrik Gorlowka teilten durch die Zeitung „Prawda“ die Namen der durch die Verräterhand der Diversanten zugrunde gegangenen besten Stachanowarbeiter dieser Fabrik mit. Hier die Namensliste dieser Opfer: Lunew - Stachanowarbeiter, geboren 1902; Judin - ein begabter Ingenieur, geboren 1913; Kurkin - . Mitglied des Kommunistischen Jugendverbandes, Stachanowarbeiter, 23 Jahre alt; Strelnikowa - Stoßarbeiterin, geboren 1913; Mossijez - Stoßarbeiter, ebenfalls 1913 geboren. Das sind die Ermordeten. Verletzt wurden mehr als zehn Personen. Ermordet wurden Maximenko - ein Stachanowarbeiter, der seine Norm zu 125 bis 150 Prozent erfüllte; Njemichin - einer der besten Stoßarbeiter, der in die Grube „Zentralnaja“ eingefahren ist, obwohl er einen zehntägigen Urlaub hatte, und dem sie dort auflauerten, um ihn zu ermorden; ermordet wurde der Sprengmeister Jurjew - Teilnehmer an den Kämpfen gegen die weißgardistischen Chinesen; ermordet wurde Lanin - Teilnehmer am Bürgerkrieg, ein alter Bergarbeiter. Und so weiter und so fort.

Genossen Richter! Hier vor euch sitzen ihre Mörder!...

Schestow organisiert einen Bankraub. Schestow organisiert einen Meuchelmord an dem Ingenieur Bojarschinow, dem er zutraute, er könnte ihre verbrecherische Tätigkeit entlarven.

Arnold ist ein internationaler Vagabund, der wohl in allen Ländern der Welt gewesen ist und überall Spuren seiner betrügerischen Machenschaften hinterlassen hat. In Minsk fälscht er ein Dokument. In Amerika ist er Sergeant der amerikanischen Armee und gerät, nach seinem eigenen Geständnis, unter dem Verdacht der Unterschlagung von Staatseigentum ins Gefängnis. Ich glaube, wenn dieser Mensch jemals an Staatseigentum herangekommen ist, so ist es diesem Staatseigentum nicht gut ergangen. Das ist ein Mensch, der auf dem Wege über die Freimaurer in die „höheren Schichten der Gesellschaft“ in Amerika und durch die Trotzkisten, unter der geschickten Führung eines solchen Erziehers, wie es der Henkersknecht Schestow war, zur Macht gelangen wollte, nach der er insgeheim und gierig dürstete...

Im buchstäblichen Sinne des Wortes eine Horde von Banditen, Räubern, Dokumentenfälschern, Diversanten, Spitzeln, Mördern! Mit dieser Horde von Mördern, Brandstiftern und Banditen kann sich nur die mittelalterliche Kamorra messen, die italienische Würdenträger, Landstreicher und gemeine Banditen vereinte. Das ist die moralische Physiognomie dieser moralisch zersetzten und verkommenen Herrschaften! Diese Leute haben jede Scham verloren, auch die Scham vor ihren eigenen Komplicen und vor sich selbst.

Für diese „Politiker“ war es eine Kleinigkeit, Schienen aufzureißen, einen Zug auf den anderen zu jagen. Es war für sie eine Kleinigkeit, eine Grube zu vergasen und ein oder mehrere Dutzend Arbeiter in die Grube einfahren zu lassen. Es war für sie eine Kleinigkeit, einen ehrlich arbeitenden Ingenieur aus dem Hinterhalt zu ermorden. Eine Fabrik in Brand zu setzen. Kinder, die in eine Grube mit Dynamit geraten waren, in die Luft zu sprengen.

Eine schöne politische Partei! Wenn das eine Partei gewesen wäre, so hätte sie nicht ihr Programm vor den Massen verborgen gehalten. Politische Parteien verbergen ihre Programme, ihre politischen Auffassungen nicht. Die Partei der Bolschewiki - diese wirkliche politische Partei, eine Partei im wahrsten und höchsten Sinne dieses Wortes - hat sich niemals vor den Massen versteckt und ihr Programm niemals verborgen gehalten.

In den ersten Anfängen der russischen Revolution schrieb Lenin über die gewaltige Bedeutung, die die revolutionäre Sozialdemokratie der offenen Propaganda ihrer Ideen, der offenen Verkündung ihrer Ziele, der offenen Agitation unter den Massen für ihre programmatischen, taktischen und organisatorischen Ansichten und Prinzipien beimisst. Die Partei Lenin s-Stalins hat sich entwickelt, gefestigt und in eine gewaltige, machtvolle Kraft verwandelt, als eine Partei, die sich auf die Massen stützt, als eine Partei, die organisch mit den Massen verbunden ist. Das ist das Kennzeichen einer wirklichen politischen Partei. Sie verbirgt nicht ihre Ansichten vor den Massen, sondern bemüht sich, diese Ansichten möglichst weit unter den Massen zu verbreiten. Diese „Partei“ aber, wie sie sich nennen, fürchtete und fürchtet sich, dem Volk die Wahrheit über sich zu sagen, fürchtet sich, über ihre Programme zu sprechen.

Warum? Darum, weil ihre Ansichten, ihr Programm unserem Volke versaßt sind, ebenso wie ihm die kapitalistische Knechtschaft versaßt ist, wie ihm das kapitalistische Joch versaßt ist, das diese Herrschaften wieder herbeiführen, unter das sie unser Volk wieder zwingen wollen, weil sie sich in eine vom Volk losgerissene Gruppe von Abtrünnigen, in eine Verbrecherbande mit dem Rädelsführer Trotzki und seinen Helfershelfern Pjatakow, Radek und anderen Banditenhäuptlingen an der Spitze verwandelt haben. Das ist kein Gewächs des Sowjetlandes. Das ist ein Gewächs ausländischen Ursprungs, und auf dem Sowjethoden kann es nicht wachsen, hier wird es nicht blühen...

Es hört sich sonderbar an, wenn diese Herrschaften hier von irgendeinem Abkommen dieser „Partei“, einfach gesagt Verbrecherbande, mit den japanischen und deutschen faschistischen Kräften sprechen. Mit ernster Miene sprachen Pjatakow, Radek und Sokolnikow von einem „Abkommen“, das Trotzki geschlossen oder das Trotzki mit Deutschland und Japan vereinbart hat. Diese Herrschaften berichteter mit ernster Miene, dass sie gehofft hätten, diese Länder in ihrem Interesse auszunutzen. Wie aber kann man ernsthaft davon sprechen, wo doch dieses Parallelzentrum einfach ein unglückliches Zicklein ist im Vergleich zum Wolf.

Ein Abkommen! Hätten sie doch einfach gesagt: „Wir haben uns dem Sieger auf Gnade und Ungnade ergeben.“ Das ist natürlich kein Abkommen, sondern eine Kapitulation vor dem Sieger auf Gnade und Ungnade.

Wenn man Pjatakow und Radek hört, so könnte man meinen, dass es sich wirklich um ein Abkommen gehandelt habe. Radek hat ausgesagt, dass er Trotzki einen Brief gesandt hat, „in dem ich ihm von dem Erhalt seiner Direktive sowie davon Mitteilung machte, dass wir uns darüber einig wurden, in unseren Schritten nicht über eine Visierung seiner Vollmachten für Verhandlungen mit auswärtigen Staaten hinauszugehen. Außerdem fügte ich hinzu: „Nicht nur wir, offiziell als Zentrum, sondern ich persönlich billige es, dass er einen Kontakt mit auswärtigen Staaten sucht.“

Sehen Sie, Radek und Pjatakow „visieren das Mandat“ Trotzkis, mit ausländischen Mächten zu unterhandeln. Aber das ist noch nicht die Hauptsache, dass das Zentrum diese Unterhandlungen billigt. Die Hauptsache ist, dass ich, Karl Radek, Block-Minister des Zentrums für Auswärtige Angelegenheiten, es persönlich billige, dass Trotzki, dieser Block-Ministerpräsident mit auswärtigen Staaten Kontakt sucht. Das würde natürlich sehr komisch klingen, wenn die Lage Pjatakows und Radeks nicht so tragisch wäre. Aber für jeden Menschen, der nicht endgültig den Kopf verloren hat, für jeden, der ein Minimum an Verstand besitzt, müsste es klar sein, dass dieses Abkommen, von dem Pjatakow mit Trotzki und Radek sprach, kein Abkommen, sondern eine beschönigte Kapitulation ist, dass sich die Trotzkisten damit dem Sieger auf Gnade und Ungnade auslieferten, dass dies Versklavung ist, dass auf ein solches Abkommen eingehen das gleiche bedeutete wie dem Wolf in den Rachen kriechen, sich damit tröstend, dass der Wolf nicht bösartig sei und einen nicht verschlingen werde.

Dieses Abkommen erinnert mich an die Fabel Krylows „Der Löwe auf der Jagd“. In der Fabel wird erzählt, wie der Hund, der Löwe, der Wolf und der Fuchs miteinander ein Abkommen trafen – „einen Bund schlossen“, gemeinsam auf die Jagd zu gehen. Der Fuchs fing einen Hirsch, man schritt zur Teilung. Da sagt eine der „vertragschließenden Parteien“: „Dieser Teil hier gehört mir nach dem Vertrag, dieser hier gehört unbestritten mir als Löwen, dieses ist mein Teil, weil ich der Stärkste bin, und wer von euch nach diesem Teil die Pfote ausstreckt, der kommt nicht lebendig davon.“

Dieser „Bund“ gleicht außerordentlich Ihrem Abkommen, meine Herren Angeklagten, meine Herren Offiziere des deutschen und japanischen Faschismus! So ist es auch bei Ihnen herausgekommen, vielleicht mir mit dem Unterschied, dass in Ihrem Abkommen der Löwe in der Rolle eines Kettenhundes auftritt. Das ist der Grund, warum ich behaupte, dass wir hier überhaupt keine politische Partei vor uns haben, sondern eine Bande von Verbrechern, moralisch nichtswürdige, in moralischer Hinsicht verkommene Menschen, die Gewissen und Verstand verloren haben.

Kann nach dem, was wir hier vor Gericht von diesen Leuten gehört haben, noch irgendwelcher Zweifel bestehen, dass es wirklich und endgültig zersetzte und moralisch heruntergekommene Menschen sind?! Nein, ein Zweifel ist unmöglich.

Während das Sowjetvolk unter der Führung unserer Partei an der Festigung seiner neuen sozialistischen Positionen arbeitete, versuchte unser Feind - und das ist sein Vortrupp - langsam, heimtückisch die Front unserer Siege zu durchbrechen, uns zu umgehen und uns in den Rücken zu fallen. Unermüdlich sind die ausländischen Spione tätig, sie suchen, und finden leider, Bundesgenossen in unserem Lande, Helfer aus der Mitte - allerdings zersetzter, der Sowjetordnung feindlicher Menschen, und wie jetzt restlos und schlagend bewiesen ist, in erster Linie unter den Trotzkisten.

Warum findet der ausländische Spionagedienst seine Agenten unter den Trotzkisten? Weil die Trotzkisten durch ihre ganze Vergangenheit und ihre Gegenwart ihre unversöhnliche Feindschaft den Sowjets gegenüber, ihre Bereitschaft, dem Kapitalismus zu dienen - nicht der Not gehorchend, sondern dem eigenen Triebe -, und auch ihre Fähigkeit, sich der widerlichsten und niedrigsten Kampfmethoden zu bedienen, ohne vor irgendetwas haltzumachen, bewiesen haben.

Bereits auf der 15. Unions-Parteikonferenz betonte Genosse Stalin, für die Trotzkisten und den von ihnen seinerzeit organisierten Block seien gerade „Skrupellosigkeit in der Wahl von Mitteln und Prinzipienlosigkeit in der Politik“ bezeichnend. Diese Skrupellosigkeit in der Wahl von Mitteln hat im politischen Kampf gegenwärtig alle Grenzen überschritten, ein ungeheuerliches Ausmaß erreicht, ist jetzt auf das Tausendfache gestiegen.

Zeugen die Aufsätze Pjatakows und Radeks, die ihren Komplicen Sinowjew und Kamenew gewidmet sind, den gemeinsten Verrätern, wirklichen Banditen, die den unvergesslichen Sergej Mironowitsch Kirow ermordet haben, nicht von der äußersten Grenze moralischer Zersetzung! Sind etwa die Aufsätze, in denen Radek und Pjatakow mit der geheuchelten Miene empörter Gerechter die Erschießung ihrer eigenen Bundesgenossen, Gleichgesinnten und Komplicen forderten, nicht der Gipfel des Zynismus und der Verhöhnung der letzten Überreste menschlichen Gewissens, der letzten Moralbegriffe?!

Wollt ihr wissen, wie das moralische Gesicht dieser Herrschaften aussieht? Lest ihre Aufsätze, zwischen deren Veröffentlichung in unseren Zeitungen und dem heutigen Tage nur einige Monate liegen.

Da enthüllt Radek in Nummer 3 des „Bolschewik“ 1935 - was meint ihr wohl? Die Doppelzüngigkeit Sinowjews und der ganzen Spitzen der Sinowjewfraktion, wie er sich ausdrückt. Der Spezialist in diesen Dingen, Radek, legt hier große Kenntnisse an den Tag. Dozierend erzählt er, was Doppelzüngigkeit bedeutet...

Gestatten Sie mir, ein Zeugnis Radeks in der Frage anzuführen, was die Doppelzüngigkeit... Radeks ist. Er schreibt:

„Nachdem sie zur Konterrevolution hinab geglitten waren, wandten die ehemaligen Häuptlinge des trotzkistisch-sinowjewistischen Blocks diese Methode der Spione der Intervention, der Unterwühler und Schädlinge an. Die Doppelzüngigkeit erwies sich als ein Maskierungsmittel, welches ihnen gestattete, gegen den proletarischen Stab ihr Feuer zu richten.“

Wir wissen, dass Radek, als er diesen Artikel schrieb, bereits seit langem von dem vorbereiteten ruchlosen Mord an Sergej Mironowitsch Kirow unterrichtet war. Wir wissen, dass er, Radek, im Komplott und im Einvernehmen mit Sinowjew und Kamenew stand, die den Genossen Kirow ermordet haben, der von demselben Radek und seinen neben ihm sitzenden Freunden, dem Tode geweiht war.

Und nun erzählt Radek, um die Spuren seiner Beteiligung an diesem verruchten Verbrechen zu verwischen, von entlarvten Doppelzünglern, die dem Gesetze überantwortet wurden, das „wisse, wie man mit jenen umzugehen hat, die es versuchen, die Grundpfeiler der proletarischen Revolution zu erschüttern.“

Ja, Angeklagter Radek, Sie haben recht! Das Sowjetgesetz weiß, wie man mit Doppelzünglern und Verrätern von Ihrer und Ihrer Freunde Art umgeht.

Was schrieb am Vorabend der Gerichtsverhandlung gegen Sinowjew, Kamenew und die anderen, am Vorabend der Gerichtsverhandlung gegen die des sowjetfeindlichen, verbrecherischen Kampfes überführten Staatsverräter - dieser Radek? Er schrieb von der „trotzkistisch-sinowjewistischen faschistischen Bande und ihrem Hetman-Trotzki“ (das ist sein eigener Ausdruck), dass aus dem Saal, wo der Prozess und die Verhandlungen stattfanden, ein „Verwesungsgeruch“ wehe, und rief pathetisch aus: „Vernichtet dieses Geschmeiß! Es handelt sich nicht um die Vernichtung von Ehrgeizigen, die bei dem größten Verbrechen gelandet sind, es handelt sich um die Vernichtung von Agenten des Faschismus, die bereit waren, zu helfen, um den Kriegsbrand zu entfachen, den Sieg des Faschismus zu erleichtern, um aus seinen Händen, sei es auch nur einen Schemen der Macht zu erhalten.“

So schrieb Radek. Radek dachte, dass er über Kamenew und Sinowjew schreibe. Er hat sich ein wenig verrechnet! Dieser Prozess wird diesen Fehler Radeks berichtigen: er hat über sich selbst geschrieben!

Doppelzünglerisch und grimassenschneidend schrieb er damals, dass Trotzki im Jahre 1928 ihn, Radek, verführen wollte, ins Ausland zu fliehen, und wie er - dieser Radek - „sich entsetzte vor dem Gedanken an Handlungen gegen die UdSSR unter dem Schutz bürgerlicher Staaten und den Fluchtversuch sabotierte“. Radeks Worten zufolge hat im Jahre 1929 „er, Trotzki, den Trotzkisten Blumkin überredet, den Literaturversand in die UdSSR zu organisieren und seinen Sohn Sedow zu ihm mit dem Auftrag ins Hotel geschickt, einen Überfall auf die Handelsvertretungen im Ausland zu organisieren, um Geld zu erbeuten, das Trotzki für seine sowjetfeindliche Tätigkeit brauchte. Von den Expropriationen, die Trotzki im Jahre 1929 vorbereitete, ging er 1931 zur Vorbereitung des Terrors über, worüber er Smirnow und Mratschkowski unmittelbare Direktiven erteilte, d. h. Leuten, die mit ihm 18 Jahre lang verbunden waren. Smirnow und Mratschkowski, welche die Waffen gegen Stalin und die Partei erhoben, traten das ihnen erwiesene Vertrauen mit Füßen und sind so tief gesunken, dass man nicht ohne Ekel ihrer Namen gedenken kann“.

Genossen Richter! Damals stand Radek noch nicht vor Gericht und saß nicht auf der Anklagebank. Das war nicht im Jahre 1936 und auch nicht im Jahre 1935, das war im Jahre 1929. Und hier bezeugt Radek, wie Trotzki ihm den Auftrag erteilt hatte, einen Raubüberfall auf unsere Handelsvertretungen zu organisieren. Damals befand sich Radek in Freiheit, keinerlei Tscheka, GPU oder Volkskommissariat für Innere Angelegenheiten hielten ihn fest, kein Untersuchungsrichter oder Staatsanwalt belästigten ihn mit Verhören, er war freier Bürger, er war Journalist, in Freiheit rauchte er überall und allerwärts seine Pfeife und blies den Rauch nicht nur seinen Gesprächspartnern in die Augen. Was schrieb er damals? Er schrieb, dass er von Trotzki den Auftrag erhalten hatte, einen Überfall auf Handelsvertretungen zu organisieren, um Geld zu erbeuten, das Trotzki für sowjetfeindliche Arbeit brauchte. Ich denke, man kann nicht umhin, diesem aus maßgebender Quelle stammenden Geständnis zu glauben, das vor der Sowjetöffentlichkeit nicht von der Anklagebank aus, sondern in der Sowjetpresse abgelegt wurde. Wie Ihr seht, wiederholt sich die Geschichte. Und wenn man uns jetzt sagt, dass Trotzki im Jahre 1935 Pjatakow überredet - richtiger, nicht überredet, sondern beauftragt hat -, den Diebstahl von Sowjetgeldern mit Hilfe der Firmen „Demag“ und „Borsig“ zu organisieren, während Sedow zu denselben Zwecken mit der Firma „Dehlmann“ Verbindung herstellte, so sehen wir, dass die Geschichte sich wiederholt.

Weiter. Als Radek damals schrieb: „Von den Expropriationen...“- was ist das, Expropriationen? Auf Russisch heißt das einfach Raub... „Von den Expropriationen, die Trotzki im Jahre 1929 vorbereitete, ging er 1931 zur Vorbereitung des Terrors über, worüber er Smirnow und Mratschkowski unmittelbare Direktiven erteilte, d. h. Leuten, die mit ihm 18 Jahre lang verbunden waren“, da dachten wir, dass Radek auf Grund des offiziellen Untersuchungsmaterials schrieb. Es stellt sich heraus, dass das, was Radek schrieb, sozusagen ein authentischer Kommentar war, d. h. ein Kommentar aus dem Munde eines Autors, eines der Mitautoren. Er fährt fort: „Smirnow und Mratschkowski... sind so tief gesunken, dass man nicht ohne Ekel ihrer Namen gedenken kann.“ Hat Radek das geschrieben oder nicht? Ja. Es ist nicht anders, er hat es geschrieben! Radek heuchelte damals Aufrichtigkeit, er tat so, als übe er Reue und spreche aufrichtig. Er empörte sich, beschimpfte sich, verwünschte sich, schwor, versicherte, bereute... Aus reinem Herzen? Nein, er log... Als er das Jahr 1929 erwähnte, in dem Trotzki Raubüberfälle auf unsere Handelsvertretungen im Ausland vorbereitete, tat er so, als spräche er aus reinem Herzen. Aber nein, er log, er verstellte sich nur, als ob er die Wahrheit spräche, und verwünschte seine Freunde, um die Aufmerksamkeit von sich selbst abzulenken, um, wie er sich hier in seiner Gaunersprache ausdrückte, „nicht verschüttzugehen“. Und trotzdem ist er „verschüttgegangen“. Er griff zur Methode eingefleischter Verbrecher. „Haltet den Dieb!“ schrie er, um selbst den Händen der Gerechtigkeit zu entgehen. Das ist die bekannte Methode jener, die die Sprache des „Verschüttgehens“ und des „Killens“ sprechen. Er versuchte sich herauszuwinden, der Verantwortung zu entschlüpfen. Er, dieser Radek, versuchte, über die Leichen seiner Freunde und Komplicen hinweg aus jener übel riechenden, blutigen Kloake herauszukommen, in der er schon damals bis über die Ohren steckte. Mit gekünstelter und lügenhafter vorsätzlicher Affektation rief er aus:

„Das proletarische Gericht wird über diese Bande bluttriefender Verbrecher das Urteil fällen, das sie hundertfach verdient haben. Leute, die gegen das Leben der geliebten Führer des Proletariats die Hand erheben, müssen ihre grenzenlose Schuld mit dem Kopf bezahlen. Der Hauptorganisator dieser Bande und ihrer Taten, Trotzki, ist bereits an den Schandpfahl der Geschichte genagelt. Er wird dem Urteil des Weltproletariats nicht entgehen.“

Erinnern Sie sich, Radek, Sie sagten damals, dass diese Leute, solche Leute ihre Schuld mit dem Kopf bezahlen müssen? Radek schrieb: „Der Hauptorganisator dieser Bande, Trotzki, ist bereits an den Schandpfahl der Geschichte genagelt, er kann dem Fluch des Weltproletariats nicht entgehen.“ Das ist richtig. Verräter entgehen nicht dem Urteil des Weltproletariats, ebenso wenig, wie sie dem Urteil unseres Sowjetgerichtes entgehen, des Gerichtes des großen sozialistischen Staates der Arbeiter und Bauern!

Und Pjatakow? Pjatakow äußerte sich ebenfalls anlässlich der Entlarvung des terroristischen vereinigten trotzkistisch-sinowjewistischen Banditenzentrums in der Presse. Pjatakow schreit Zeter und Mordio über die niederträchtige konterrevolutionäre Tätigkeit, über die, wie er schrieb, vom unerträglichen Gestank der Doppelzüngigkeit, der Lüge und des Betrugs umwehte Tätigkeit. Was wird Pjatakow jetzt sagen, um seinen eigenen moralischen Fall, seinen eigenen „Gestank der Lüge, der Doppelzüngigkeit und des Betrugs“ zu brandmarken? Wird Pjatakow diese Worte finden, und wenn er sie findet, was sind diese Worte wert, wer wird diesen Worten glauben?

Pjatakow schrieb:

„Man findet keine Worte, um seiner Entrüstung und seinem Abscheu restlos Ausdruck zu geben. Das sind Leute, die die letzten menschlichen Züge verloren haben. Sie müssen vernichtet werden, vernichtet wie ein Aas, das die reine frische Luft des Sowjetlandes verpestet, wie ein gefährliches Aas, das unseren Führern hätte Tod bringen können und einen der besten Menschen unseres Landes, einen so wundervollen Genossen und Führer wie S. M. Kirow es war, bereits den Tod gebracht hat.“

Pjatakow schluchzt über der Leiche des von ihm ermordeten Kirow. Er schluchzt bitterlich. „Verschlagen ist der Feind in unserem Lande des siegreichen Sozialismus“, schreibt Pjatakow und blickt in den Spiegel. „Er passt sich der Situation an“, putzt sich Pjatakow vor dem Spiegel auf. „Er verstellt sich“, denkt Pjatakow bei sich, ich verstelle mich aber geschickt... „Er lügt.“ Hm, denkt Pjatakow, muss man in einer solchen Situation nicht lügen? „Er verwischt die Spuren“... „erschleicht sich das Vertrauen“...

So schreibt Pjatakow und verwischt die blutigen Spuren seiner Verbrechen:

„Viele von uns, darunter auch ich, haben durch ihre Maulafferei, ihre Einfalt, ihre Unachtsamkeit gegenüber ihrer Umgebung, ohne es selbst zu bemerken, diesen Banditen ihr schmutziges Handwerk erleichtert.“ Ein bewundernswerter Trick! Pjatakow mangelte es an Wachsamkeit! Da liegt also Pjatakows Schuld. Das ist wiederum eine alte Methode gemeiner Verbrecher. Wenn man einen Menschen des Raubmords bezichtigt, bekennt er sich des Raubes schuldig. Wenn man einen Menschen des Einbruchdiebstahls beschuldigt, bekennt er sich nur des Diebstahls schuldig. Wenn man ihn des Diebstahls beschuldigt, bekennt er sich zu guter Letzt nur der Hehlerei oder des Ankaufs von gestohlenem Gut schuldig.

Das ist die alte Taktik von Berufsverbrechern. Pjatakow fürchtet, erwischt und entlarvt zu werden, und er tritt in der Presse auf, fällt über den Feind her und schont sich selbst nicht. Ach, du Maulaffe Pjatakow, sagt er, bemerkst nicht, was rings um dich vorgeht. Aber es geht ja nicht rings um dich vor, du tust es ja selber!

Pjatakow schrieb: „Es ist gut, dass die Organe des Volkskommissariats der Inneren Angelegenheiten diese Bande entlarvt haben.“ Das ist freilich gut. Dank den Organen des Volkskommissariats der Inneren Angelegenheiten, dass sie diese Sande hier endlich entlarvt haben! „Es ist gut, dass man sie vernichten kann.“ Richtig, Angeklagter Pjatakow, es ist gut, dass man sie vernichten kann, und man kann sie nicht nur, man muss sie vernichten. „Ehre und Ruhm den Mitarbeitern des Volkskommissariats der Inneren Angelegenheiten.“ Sie lästern, Angeklagter Pjatakow.

Über wen schrieb Pjatakow am 21. August 1936? Pjatakow schrieb über sich selbst. Pjatakow kam dem unerbittlichen Gang der Geschichte zuvor.

Wovon sprechen aber diese Artikel Pjatakows und Radeks? Sprechen sie denn nicht von dem im buchstäblichen Sinne des Wortes grenzenlos tiefen moralischen Fall dieser Leute, von der moralischen Nichtswürdigkeit, von der Verfaulung dieser Leute? Bei lebendigem Leibe verfaulte Nichtswürdige, die den letzten Rest nicht nur der Ehre, sondern auch des Verstandes verloren haben, niederträchtige, verkommene Leute, Marlboroughs, die gegen den Sowjetstaat zu Felde zu ziehen versuchten, abscheuliche Politiker, kleine politische Falschspieler und große Banditen.

Das vereinigte sinowjewistisch-trotzkistische Zentrum und seine Teilnehmer versuchten hartnäckig nachzuweisen, dass sie keinerlei politische Programmforderungen hatten, dass sie allein von „nackter Machtgier“ getrieben wurden. Das ist unwahr. Das war ein Versuch, die öffentliche Meinung zu täuschen. Es kann keinen Kampf um die Macht geben ohne irgendwelches Programm, ohne ein Programm, das die Ziele, die Aufgaben, die Bestrebungen, die Kampfmittel formulieren muss. Wir haben auch damals nicht geglaubt, dass das vereinigte trotzkistisch-sinowjewistische terroristische Zentrum keinerlei Programm hatte. Wir wussten, dass sie es beharrlich verheimlichen; und wirklich: sie hatten ein Programm, ebenso wie dieses trotzkistische terroristische Zentrum ein Programm hatte. Es lief auf die offene Anerkennung der Notwendigkeit der kapitalistischen Restauration in der UdSSR hinaus. Sokolnikow bestätigte, dass es dem Wesen der Sache nach das alte sowjetfeindliche Rjutinsche Programm war. Und das ist richtig. Sokolnikow sagte:

„Was die programmatischen Auffassungen betrifft, so hatten sich sowohl die Trotzkisten als auch die Sinowjewleute und die Rechten bereits im Jahre 1932 in der Hauptsache auf das Programm geeinigt, das früher als das Programm der Rechten bezeichnet wurde. Es ist dies die so genannte Rjutin-Plattform; bereits im Jahre 1932 brachte sie in bedeutendem Maße eben diese allen drei Gruppen gemeinsamen programmatischen Einstellungen zum Ausdruck.

Was die Weiterentwicklung dieses Programms betrifft, so waren die führenden Mitglieder des Zentrums der Ansicht, dass unsere Revolution als isolierte Revolution sich nicht als eine sozialistische Revolution wird behaupten können, dass die Theorie des Kautskyschen Ultraimperialismus und die ihr verwandte Theorie des Bucharinschen organisierten Kapitalismus sich als richtig erwiesen haben. Wir waren der Meinung, dass der Faschismus höchstorganisierter Kapitalismus sei, dass er siegen, Europa erobern und uns erwürgen wird. Es sei darum besser, sich mit ihm zu verständigen, es sei besser, irgendein Kompromiss im Sinne des Rückzugs vom Sozialismus zum Kapitalismus einzugehen.“

Aber wie „sich verständigen“? Wird der Faschismus „sich verständigen“ wollen? Wird er nicht vorziehen, ohne jede Verständigung zu handeln, so wie er überall, in der ganzen Welt handelt - mit Ungestüm, über die Schwachen herfällt, sie zermalmt und vernichtet? Radek sagte, es sei klar, dass „der Faschismus Herr der Lage sein wird, und zwar einerseits der deutsche Faschismus und anderseits der Militärfaschismus eines fernöstlichen Landes.“

Nicht schlechter als sie hat das natürlich auch ihr Lehrer Trotzki begriffen, das ganze trotzkistische Zentrum hat das begriffen. Darauf gingen sie mit offenen Augen ein. Das war der zweite Punkt ihres „großartigen“ Programms.

Der dritte Punkt, das war die Frage von Krieg und Niederlage der UdSSR.

Die vierte - die Frage der Folgen einer Niederlage: nicht nur die für die imperialistischen Staaten wichtigen. Industriebetriebe sollten als Konzession vergeben, sondern auch wichtige von ihnen bestimmte Wirtschaftsobjekte sollten als Privateigentum verkauft werden; das waren die Anleihen, von denen Radek sprach, das ist die Zulassung des ausländischen Kapitals in die Fabriken, die nur formell in Händen des Sowjetstaates verbleiben sollten.

Der fünfte Punkt - die Agrarfrage, wie sie sagten. Diese Agrarfrage wurde von dem Parallelzentrum sehr einfach gelöst, genau so, wie Famussow die Kulturfrage gelöst hat - „gut wäre es; alle Bücher wegzunehmen und zu verbrennen“. So wurde auch bei ihnen die Agrarfrage gelöst: die Errungenschaften der proletarischen Revolution verbrennen - die Kollektivwirtschaften auflösen, die Sowjetwirtschaften liquidieren, die Traktoren und anderen komplizierten Landwirtschaftsmaschinen den Einzelbauern übergeben. Wozu? Das wurde offen gesagt: „Zur Wiederherstellung einer neuen Kulakenordnung.“ Einer „neuen“? Vielleicht einfach der alten?

Die sechste Frage - die der Demokratie. Radek erzählte, was Trotzki ihm darüber geschrieben hatte. Das zu wissen, ist für uns sehr wichtig, besonders jetzt, da unser Land die höchste Entfaltung der proletarischen sozialistischen Demokratie erreicht hat, was in der vor kurzem angenommenen und von unserem Volk bestätigten großen Stalinschen Verfassung zum Ausdruck gelangt ist. Wie wurde die Frage der Demokratie im trotzkistischen Programm gestellt? Was sagte K. Radek, der von seinem Lehrer einen Brief erhalten hat, über die Frage der Demokratie?

„Trotzki sagte in dem Briefe (ich zitiere die Aussagen Radeks):

Von einer Demokratie kann keine Rede sein. Die Arbeiterklasse hat 18 Jahre Revolution hinter sich (jetzt schon 19 Jahre A. W.) und hat einen Riesenappetit...“

Das ist richtig. Ihr Appetit ist so groß, dass sie jeden beliebigen Feind vernichten wird, wie sie es wiederholt getan hat.

„... nun soll dieser Arbeiter teils in Privatbetriebe, teils in staatliche Betriebe zurückgebracht werden, welche sich im Zustande heftigster Konkurrenz mit dem Auslandskapital befinden werden. Das heißt also, dass eine schroffe Verschlechterung der Lage der Arbeiterklasse eintreten wird.“

Und auf dem Lande?

„Auf dem Lande wird der Kampf der armen und mittleren Bauern gegen das Kulakentum wiederaufleben. Und darum wird, um sich zu behaupten, eine feste Macht notwendig sein, abgesehen davon, durch welche Formen das verschleiert wird. Wenn Sie historische Vergleiche wollen, so nehmen Sie den Vergleich mit der Macht Napoleons I. und durchdenken Sie diese Analogie.“

Nun, Radek hat sie wahrscheinlich sehr gut durchdacht. Und schließlich die siebente Frage - das außenpolitische Programm, die Aufteilung des Landes:

„Deutschland erhält die Ukraine, Japan das „Primorje“-Gebiet und das „Priamurje“-Gebiet.“ Wir haben uns weiter dafür interessiert, wie es um irgendwelche andere wirtschaftliche Zugeständnisse steht.

Radek antwortete:

„Ja, es wurden jene Entscheidungen erweitert, von denen ich bereits sprach. Die Bezahlung einer Kontribution in Form von Lebensmittel-, Rohstoff- und Fettlieferungen auf lange Jahre hinaus. Ferner sollte den Siegerländern ein bestimmter Prozentsatz ihres Anteils am Sowjetimport gesichert werden, wobei Trotzki ursprünglich keine Ziffern nannte, sich aber später bestimmter darüber äußerte. All das zusammen bedeutete eine vollkommene Unterjochung des Landes.“

Ich fragte: War von dem Sachalin-Erdöl die Rede?

Radek: „Was Japan anbetrifft, so wurde darüber gesagt, dass man ihm nicht nur das Sachaliner Erdöl geben solle, sondern es im Falle eines Krieges mit den Vereinigten Staaten von Amerika mit Erdöl versorgen müsse. Es wurde auf die Notwendigkeit hingewiesen, dem japanischen Imperialismus bei der Eroberung Chinas keine Hindernisse in den Weg zu legen.“

- Und hinsichtlich der Donauländer?

Radek: „lieber die Donau- und Balkanländer schrieb Trotzki in seinem Brief, dass eine Expansion des deutschen Faschismus stattfinde und dass wir dieser Tatsache nichts in den Weg stellen sollten. Es handelte sich natürlich um den Abbruch unserer sämtlichen Beziehungen zur Tschechoslowakei, die diesem Lande einen Schutz gewähren könnten.“

Das sind die sieben Grundfragen dieses so genannten Programms des Zentrums, das sich den gewaltsamen Sturz der Sowjetmacht zwecks Änderung der in der UdSSR bestehenden Gesellschafts- und Staatsordnung und Wiederherstellung der Herrschaft der Bourgeoisie in unserem Lande zum Ziele setzte, das der Demokratie, der Sache des Friedens, den friedlichen demokratischen Ländern einen Schlag versetzen sollte, um den blutrünstigen imperialistischen Angreiferstaaten faschistischen Typs zu helfen.

Was bedeutete und was bedeutet dieses Programm für die Arbeiterklasse, für die Bauern, für die Sache des Friedens, für die Interessen des Sowjetvolks?

Dieses Programm bedeutet die Rückkehr zur Vergangenheit, die Liquidierung aller Errungenschaften der Arbeiter und Bauern, die Liquidierung der Siege des Sozialismus, die Liquidierung der sozialistischen Gesellschaftsordnung. Die sozialistische Gesellschaftsordnung - das ist die Gesellschaftsordnung ohne Ausbeutung und ohne Ausbeuter, das ist die Gesellschaftsordnung ohne Händler und Fabrikanten, ohne Elend und Arbeitslosigkeit, das ist die Gesellschaftsordnung, in der die Arbeiter und Bauern die Herren sind, die Gesellschaftsordnung, in der alle Ausbeuterklassen vernichtet sind, in der die Arbeiterklasse, die Klasse der Bauern, die Intellektuellen geblieben sind.

Die Trotzkisten sind damit unzufrieden. Sie wollen die bei uns jetzt bestehende Gesellschaftsordnung verändern. Sie wollen die Arbeiterklasse vernichten, die dank dem Siege des Sozialismus zu einer vollständig neuen Klasse geworden ist, zur Arbeiterklasse der UdSSR, sie wollen sie in die Lage zurückversetzen, in der sie sich bis zur Oktoberrevolution befand, in die Lage. von Sklaven, die in kapitalistische Ketten geschlagen sind.

Dies also bedeutet für die Arbeiter unseres Landes und für die Arbeiter aller Länder der Welt die trotzkistische Plattform der kapitalistischen Restauration in der UdSSR.

Unsere Sowjetbauernschaft, das ist die neue Kollektivbauernschaft, die der Bauernschaft der kapitalistischen Länder ganz und gar nicht ähnlich ist. In den kapitalistischen Ländern fristet die Bauernschaft ein Elendsdasein und ist ganz oder zum Teil dem Hunger preisgegeben. Über das ganze Land verstreut „buddeln sie - wie Genosse Stalin sagte - einzeln in ihren Kleinwirtschaften mit deren rückständigen Technik herum, sind Sklaven des Privateigentums und werden von Gutsbesitzern, Kulaken, Kaufleuten, Spekulanten, Wucherern usw. ungestraft ausgebeutet“.

„Eine solche Bauernschaft - sagte Stalin auf dem Außer-ordentlichen VIII. Sowjetkongress - gibt es bei uns nicht mehr... Bei uns gibt es keine Gutsbesitzer und Kulaken, keine Kaufleute und Wucherer mehr, die die Bauernschaft ausbeuten könnten. Also ist unsere Bauernschaft eine von der Ausbeutung befreite Bauernschaft... Wie ihr seht - sagte Genosse Stalin - ist die Bauernschaft eine völlig neue Bauernschaft, wie sie die Geschichte der Menschheit noch nicht gekannt hat.“

Das gefällt den Trotzkisten nicht und sie wollen auch diese Lage ändern. Sie wollen Kulaken und Gutsbesitzer ins Dorf zurückkehren lassen, wiederum die Macht der Kulaken aufrichten, die Herren und Kulaken auf dem Lande wieder einsetzen, die Bauern in die Kulakenknechtschaft bringen, unsere Kollektivbauernschaft der mit Blut erkämpften Rechte berauben.

Das also bedeutet für die Bauern unseres Landes das trotzkistische Programm der kapitalistischen Restauration, die Rückgabe unseres Landes an die Kapitalisten, Kulaken und Gutsbesitzer.

Die Trotzkisten sind schließlich auch damit unzufrieden, dass der Sieg des Sozialismus in der UdSSR die Intellektuellen aus einem Dienstboten des Kapitals in ein gleichberechtigtes Mitglied der Sowjetgesellschaft verwandelt hat. Die Trotzkisten sind damit unzufrieden, dass unsere Intelligenz „zusammen mit den Arbeitern und Bauern an demselben Strang ziehend, den Aufbau der neuen, klassenlosen, sozialistischen Gesellschaft betreibt“ (Stalin). Sie sind auch damit unzufrieden. Sie wollen die gesellschaftliche und politische Ordnung in der UdSSR verändern. Das bedeutet, die gesellschaftliche und politische Stellung und die Rolle der Arbeiter, der Bauern und der Intellektuellen in unserem Staate zu verändern und sie wieder in die Lage zu versetzen, in der sie sich in der alten kapitalistischen Gesellschaft befinden, sie in den Abgrund der Ausbeutung, Arbeitslosigkeit, von lichtloser, stumpfer Zwangsarbeit, in ewiges Elend und Hungerdasein zu stürzen.

Das also bedeuten die sieben Punkte des Programms der Restauration des Kapitalismus, von denen ich eben gesprochen habe.

Darum verheimlichten auch Sinowjew, Kamenew und andere Häuptlinge des vereinigten sowjetfeindlichen trotzkistischen Blocks dieses Programm, indem sie hartnäckig sein Bestehen leugneten. Dieses Programm verheimlichten auch die Häuptlinge des Parallelzentrums, Trotzki, Pjatakow, Radek, Sokolnikow u. a.

Trotzki hat - wie Radek aussagte - darauf hingewiesen, dass man „jetzt vor den einfachen Mitgliedern des Blocks die Programmfragen nicht in ihrem ganzen Umfang stellen soll. Sie werden erschrecken...“ Radek erklärte:

„Es war sowohl für mich als auch für Pjatakow klar, dass die Direktive den Block bis zur letzten Grenze trieb, indem sie das Fazit zog und die Perspektiven der Arbeit des Blocks vorzeichnete, jeden Zweifel über ihren bourgeoisen Charakter beseitigte. Natürlich offen konnten wir es nicht zugeben, denn das hätte uns vor die Notwendigkeit gestellt - uns entweder als Faschisten zu bekennen oder die Frage der Liquidierung des Blocks zu stellen“... (Band 5, Blatt 147).

Ist Radek unter anderem nicht aus diesem Grunde die Einberufung einer Beratung nicht gelungen? Worüber hätten sie auf dieser Beratung sprechen können? Über die Restauration des Kapitalismus? Über die Zerstückelung der UdSSR? Über die Aufteilung des Territoriums der UdSSR? Über territoriale Zugeständnisse? Über den Ausverkauf unseres Territoriums an die japanischen und deutschen Eroberer? Über Spionage, Schädlingsarbeit? Sie verheimlichten diese Punkte ihres Programms, die die grundlegenden Punkte ihres Programms sind. Aber bekanntlich ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch endlich an die Sonnen. Auch dieses schmähliche Programm des sowjetfeindlichen trotzkistischen Blocks ist an die Sonne gekommen.

Dieses Programm gestanden hier Pjatakow, Radek, Sokolnikow ein, darüber sprachen sie selbst hier vor Gericht.

Aber vielleicht sind das Erfindungen? Vielleicht sprechen sie einfach deshalb so, weil sie die Komödie des reuigen Sünders spielen wollen? Wenn man schon bereut, so muss man über irgendetwas sprechen, so muss man irgendetwas entlarven. Hat Trotzki vielleicht nie solche Richtlinien gegeben?

Aber, Genossen Richter. Sie wissen, es ist allbekannt, dass Trotzki im Ausland sein so genanntes „Bulletin der Opposition“ herausgibt, und wenn Sie die Nummer 10 dieses „Bulletins“ vom April 1930 nehmen, so sehen Sie, dass dort im Grunde dasselbe steht:

„...Der Rückzug ist sowieso unvermeidlich. Man muss ihn so schnell als möglich vollziehen...

...Die „kompakte” Kollektivierung aufhalten...

...Das Preisrennen der Industrialisierung unterbrechen. Die Frage des Tempos im Lichte der Erfahrung überprüfen...

...Auf die „Ideale” einer geschlossenen Wirtschaft verzichten. Eine neue Planvariante ausarbeiten, die auf möglichst umfassende Wechselwirkungen mit dem Weltmarkt berechnet ist...

...Den notwendigen Rückzug vollziehen und dann strategische Umrüstung...

...Ohne Krisen und Kampf gibt es aus den heutigen Widersprüchen keinen Ausweg...“

Im Jahre 1933 forderte L. Trotzki:

a) Auflösung des größten Teils der Kollektivwirtschaften als fiktive;
b) Auflösung der Sowjetgüter als unrentable;
c) Verzicht auf die Politik der Liquidierung des Kulakentums;
d) Rückkehr zur Konzessionspolitik und Vergebung einer ganzen Reihe unserer industriellen Unternehmungen als unrentable in Konzession.

Nicht nur brachte dieses Programm die Ansichten, die Hoffnungen und die Sehnsucht der trotzkistischen Konterrevolutionäre zum Ausdruck, es diente auch, wie durch die Untersuchung festgestellt wurde, als Grundlage für das Abkommen der Trotzkisten mit den ausländischen Aggressoren, die es nach Sowjetland dürstet. Wurde doch durch die Untersuchung festgestellt, dass Radek, Pjatakow und ihre Komplicen auf der Grundlage dieses Programms mit den ausländischen Aggressoren, mit ihren Vertretern in Verhandlungen traten und Verhandlungen führten, wobei sie von ihnen militärische Hilfe erwarteten und ihnen verschiedene wirtschaftliche und politische Vorteile versprachen, bis zur Abtretung eines Teiles des Sowjetterritoriums. Die Verräter waren zu allem bereit, sogar zur Verschacherung des Heimatlandes. Sie übten schwärzesten Verrat, sie sind tiefer gesunken als der letzte Denikin- oder Koltschakmann. Der letzte Denikin- oder Koltschakmann steht höher als diese Verräter. Die Denikin-, Koltschak-, Miljukowleute sanken nicht so tief wie diese trotzkistischen Judasse, die die Heimat für 30 Silberlinge verkauften, und noch dazu für falsche, die bestrebt waren, unserem Land das Joch des ausländischen Kapitals aufzuerlegen. Das sind Tatsachen. Das ist in der Untersuchung festgestellt worden, daran ist nicht zu rütteln.

Ist es verwunderlich, dass ein solches Programm des Verrats von unserem Volk zurückgewiesen wird, dass, wenn jemand mit diesem Programm in unsere Betriebe, in die Kollektivwirtschaften, in unsere Rotarmisten-Kasernen ginge, der Agitator sofort ergriffen und an den ersten besten Pfahl gehängt würde. Und mit Recht, denn für Verräter kann es nichts anderes geben als den Galgen. Das ist das Programm des schwarzen Verrats. Wir stellen ihm unser Programm gegenüber - das Programm der Sowjetregierung. Es wäre vergeblich, die Sache so hinzustellen, als handle es sich hier um einen Kampf, einen Streit zwischen zwei Fraktionen, von denen die eine Glück gehabt hat und an die Macht gelangte, die andere aber kein Glück hatte, „Pech hatte“ und nicht zur Macht kam.

Hier handelt es sich um den Kampf auf Leben und Tod zwischen zwei Programmen, zwei einander entgegen gesetzten Systemen von Prinzipien, einander feindlich gegenüberstehenden Richtungen, Auffassungen, die diese Prinzipien widerspiegeln. Diesem schwarzen Programm der Trotzkisten stellen wir unser Programm der Liquidierung des Kapitalismus gegenüber, der Liquidierung aller Überreste des Kapitalismus in unserem Lande. Das ganze Sowjetland, die Arbeiter, die Bauern und die Intelligenz kämpfen heldenhaft unter der Führung unserer großen Partei, der Partei Lenin s und Stalins, unter der Leitung unseres großen Führers und Lehrers Stalin für dieses Programm, arbeiten unermüdlich an der Festigung unserer staatlichen Unabhängigkeit, Selbständigkeit und der Unantastbarkeit unserer Grenzen und unseres Landes.

Mit einer einmütigen großen Begeisterung, wie sie weder die Geschichte des zaristischen Rußland noch irgendein kapitalistischer Staat gekannt hat, mit der Begeisterung des Sowjetpatriotismus erbauen die Werktätigen der UdSSR heldenhaft unser neues sozialistisches Vaterland. Alle Völker unseres Landes sind von einem in der Geschichte beispiellosen Enthusiasmus erfasst, der Wunder schafft. Machtvoll ist die Liebe zu unserer Heimat, zu unserem Vaterland! ...

„In der Vergangenheit hatten wir kein Vaterland und konnten keins haben“, sagte Genosse Stalin im Jahre 1931. „Jetzt aber, wo wir den Kapitalismus gestürzt haben und die Macht bei uns eine Arbeitermacht ist, haben wir ein Vaterland, und wir werden seine Unabhängigkeit verteidigen.“ Unser ganzes Land wiederholt laut vor der ganzen Welt diese Worte des Genossen Stalin, und es ist bereit, auf den ersten Ruf der Partei und der Regierung sich wie ein Mann zum Schutze des Vaterlandes zu erheben.

Genosse Stalin sagte: „Unsere Politik ist die Politik des Friedens“, und wir werden „diese Politik des Friedens auch fernerhin mit allen Kräften, mit allen Mitteln verfolgen. Wir wollen keinen Fußbreit fremden Bodens. Aber auch von unserem Boden über-lassen wir niemandem auch nur einen Zollbreit...“ Mögen unsere Feinde dessen fest eingedenk sein.

Unser großes russisches Volk, unsere großen Völker, das ukrainische, belorussische, usbekische, georgische, aserbaidshanische, armenische, tatarische Volk und alle die anderen Millionenvölker der UdSSR stehen gleich einer lebendigen Mauer auf der Wacht unserer Grenzen und verteidigen jeden Fußbreit, jeden Zollbreit unserer geheiligten Sowjeterde!

„Wir sind erfüllt vom Gefühl nationalen Stolzes“, schrieb Lenin , „denn die großrussische Nation hat ebenfalls eine revolutionäre Klasse geschaffen, hat ebenfalls bewiesen, dass sie imstande ist, der Menschheit gewaltige Vorbilder des Kampfes für die Freiheit und den Sozialismus zu geben und nicht nur gewaltige Pogrome, Reihen von Galgen, Folterkammern, gewaltige Hungersnöte und gewaltige Kriecherei vor den Popen, den Zaren', den Gutsbesitzern und Kapitalisten zu liefern.“ (Sämtliche Werke, Band 18, Seite 105.)

Und hier vor Ihnen, Genossen Richter, sitzen Leute, die im Begriff waren, unser Land mit Hilfe ausländischer Bajonette in kapitalistische Sklaverei zu stürzen. Von diesen und ähnlichen Leuten schrieb seinerzeit Lenin , dass sie „Lakaien und Lumpen sind, die das berechtigte Gefühl der Entrüstung, der Verachtung und des Abscheus hervorrufen“. Und diese Leute, diese Lakaien und Lumpen des Kapitalismus, versuchten das große, heilige Gefühl unseres nationalen, unseres sowjetischen patriotischen Stolzes in den Schmutz zu treten, sie wollten über unsere Freiheit, über die von unserem Volke für seine Freiheit gebrachten Opfer spotten, sie haben unser Volk verraten, sind auf die Seite des Feindes übergegangen, auf die Seite der Aggressoren und der Agenten des Kapitalismus. Der Zorn unseres Volkes wird die Verräter vernichten, wird sie zu Staub machen und vom Antlitz der Erde hinwegfegen.

Wie in der Voruntersuchung festgestellt wurde, war einer der Punkte des Programms des sowjetfeindlichen trotzkistischen Zentrums die Einstellung auf die beschleunigte Herbeiführung des Krieges und auf die Niederlage der Union der SSR in diesem Kriege. Und durch Krieg und Niederlage - Machtantritt, Machtergreifung und Ausnutzung der Macht für die Restauration des Kapitalismus.

Das trotzkistische Zentrum, bestehend aus Pjatakow, Radek, Sokolnikow und Serebrjakow, begriff selbstverständlich die ganze Hoffnungslosigkeit seiner verbrecherischen Absichten hinsichtlich des Sturzes der Sowjetmacht und der Ergreifung dieser Macht bei friedlicher Existenz unserer Union, bei friedlicher Entwicklung der UdSSR. Sie verstanden natürlich, dass im Innern unseres Landes keine Kräfte vorhanden sind, auf die als auf wirklich reale Kräfte gerechnet werden konnte. Die Anführer dieses Zentrums setzten darum ihre Hoffnungen vor allem auf den bevorstehenden Krieg, auf die Unausbleiblichkeit des Kriegsüberfalls eines Angreifers auf die UdSSR, auf die Unausbleiblichkeit der Entfesselung des Krieges, auf die Notwendigkeit, in diesem Krieg den Sieg unseres Feindes und unsere Niederlage sicherzustellen.

In der Unterredung mit Pjatakow im Dezember 1935 sprach Trotzki, nach den Worten Pjatakows, direkt von der Unausbleiblichkeit des Krieges schon in der nächsten Zeit. Wir haben dies hier, soweit als möglich, nachgeprüft. Es wurde der Zeitpunkt 1937 genannt.

Ich kann hier nicht umhin, von einem Umstand zu sprechen, der gestern in der geschlossenen Sitzung behandelt wurde. Eben im Zusammenhang mit der Einstellung Trotzkis und offenbar der entsprechenden in dieser Sache kompetenten Kreise und Institutionen eines ausländischen Staates, mit dem Trotzki unterhandelt hatte, wurde an die Einstellung auf das Jahr 1937 die Notwendigkeit einer Reihe solcher Maßnahmen geknüpft, die tatsächlich zu diesem Zeitpunkt die Unvermeidlichkeit der Niederlage der UdSSR vorbereiten sollten. Gestern in der geschlossenen Gerichtssitzung gaben Pjatakow und Rataitschak eine ausführliche Erklärung darüber ab, was sie unternahmen, um unsere Niederlage im Falle des Ausbruchs eines Krieges im Jahre 1937 zu gewährleisten, und insbesondere auf dem Gebiete der Versorgung unserer Armee mit den notwendigen Verteidigungsmitteln. Sie zeigten uns gestern, wie ungeheuer niederträchtig und gemein ihr Plan war, unser Land an den Feind auszuliefern. Sie zeigten, wie sie mit ihrem Plan im Falle des Ausbruchs von Kriegshandlungen - im wichtigsten und gefährlichsten Zeitabschnitt - unsere Rote Armee, unser Land, unser Volk entwaffnen wollten.

Jetzt wird es verständlich, warum ihre Pläne darauf eingestellt waren, gerade im Jahre 1937 auf dem Gebiet gewisser Maßnahmen der Landesverteidigung uns in eine schwere Lage zu versetzen.

Gerade für das Jahr 1937 wurde das ungeheuerliche Verbrechen festgesetzt, das gestern in der geschlossenen Gerichtssitzung festgestellt wurde. Gerade für das Jahr 1937 wurden die Hoffnungen auf die Niederlage gesetzt.

Man muss in Erinnerung rufen, dass Trotzki schon vor zehn Jahren seine defätistische Stellungnahme gegenüber der UdSSR unter Berufung auf die bekannte These von Clemenceau rechtfertigte. Trotzki schrieb damals: es muss die Taktik Clemenceaus wiederhergestellt werden; wie bekannt, lehnte sich Clemenceau gegen die französische Regierung in dem Augenblick auf, als die Deutschen 80 Kilometer vor Paris standen. Genosse Stalin verspottete bissig Trotzki, diesen „Operetten-Clemenceau“, und seine „Don-Quichnte-Gruppe“. Trotzki und seine Komplicen haben nicht zufällig ihre Clemenceau-These aufgestellt. Sie haben erneut auf diese These zurückgegriffen, jetzt aber nicht mehr im Sinne theoretischer, sondern vielmehr praktischer tatsächlicher Vorbereitung im Bunde mit ausländischen Spionagediensten zur militärischen Niederlage der UdSSR.

L. Trotzki und das sowjetfeindliche trotzkistische Zentrum bemühten sich, auf jede Art und Weise mit allen ihnen zugänglichen Mitteln den Überfall der Angreifer auf die UdSSR zu beschleunigen.

„Beschleunigung des Zusammenstoßes“, Provozierung des Krieges, Vorbereitung der Niederlage der UdSSR - darauf lief das Programm des trotzkistischen „Zentrums“ auf dem Gebiete, sozusagen, der Außenpolitik hinaus.

Das ist das „Programm“ ausländischer Kundschafter, Agenten ausländischer Spionagedienste, die, falls es ihnen gelingt, sich mitten in die Reihen des Gegners einschleichen, um zu. versuchen, die Reihen von innen zu sprengen. Darauf lief das Programm des trotzkistischen Zentrums auf dem Gebiet, sozusagen, der Außenpolitik hinaus.

Zwei Programme, unversöhnlich wie Todfeinde, stehen einander gegenüber. Zwei Programme, zwei Lager. Einerseits ein vom Volke losgerissenes und dem Volke feindlich gegenüberstehendes klägliches Häuflein von Leuten, die zu Agenten ausländischer Spionagedienste geworden sind, anderseits die Sowjetregierung, die durch die gesamte Bevölkerung der UdSSR unterstützt wird. Zwei Programme, zwei einander prinzipiell entgegengesetzte Kampflinien.

Es ist vollständig begreiflich, dass, gerade ausgehend von dieser ihrer prinzipiellen Einstellung auf den Krieg, auf die Niederlage, auf die Desorganisierung unseres Staates, auf den Verrat seiner Interessen an den kriegerischen Faschismus, sich bereits eine Reihe anderer praktischer Schritte und Maßnahmen ergab, die die trotzkistische Organisation unter der Leitung ihres trotzkistischen antisowjetischen Zentrums durchführte.

Radek und Pjatakow haben vor Gericht bestätigt, dass bei der Vorbereitung der militärischen Niederlage die Hauptmethode der Verräter aus dem „Zentrum“ Schädlingsmaßnahmen und Diversionsanschläge waren.

Pjatakow hat ausgesagt, dass Trotzki bei der Zusammenkunft mit ihm erläuterte, dass einer der Punkte des von Trotzki mit den Vertretern der Nationalsozialistischen Partei Deutschlands erzielten Abkommens die Verpflichtung war,

„...während eines Krieges Deutschlands gegen die UdSSR... eine defätistische Position einzunehmen, die Diversionstätigkeit, besonders in Betrieben von militärischer Bedeutung, zu verstärken,... nach den mit dem deutschen Generalstab vereinbarten Weisungen Trotzkis zu handeln“.

In Ausführung der auf diese Weise übernommenen Verpflichtungen organisierte das Parallel- oder einfach sowjetfeindliche trotzkistische Zentrum in einer Reihe von Betrieben unserer Union tatsächlich, wie dies durch die Untersuchung festgestellt wurde, ein groß angelegtes System von Schädlings- und sogar Diversionsanschlägen, die durch speziell von ihnen organisierte Diversions- und Schädlingsgruppen ausgeführt wurden. In Übereinstimmung damit verteilte das Parallelzentrum seine Leute nicht allein auf unsere Industrie, sondern auch auf das Eisenbahnwesen. Wir haben ja gesehen, wie dies gemacht wurde. Sobald sich die Schädlings- und Diversionstätigkeit in Westsibirien - vom Standpunkt des Zentrums - schlecht oder wenig befriedigend entfaltet, eilt Pjatakow dorthin, schickt Drobnis speziell hin, um das Westsibirische Zentrum, das die Diversions- und Schädlingsarbeit leitet, zu verstärken.

Wir wissen, dass die Verteilung der Kräfte nach einem bestimmten Plan und nicht zufällig durchgeführt wurde. Es gab besondere Leute, an die die aus dem Auslande eingetroffenen Spione gewiesen wurden. Diese Spione wurden gleichfalls nach einem bestimmten Plan verteilt, sie wurden gerade dorthin geschickt, wo, wie es schien, der empfindlichste Schlag versetzt werden musste, wie Pjatakow und Trotzki erklärt hatten.

Pjatakow behält sich im Zentrum die Leitung der Diversions- und Schädlingstätigkeit vor. Mit der Leitung der Schädlings und Diversionstätigkeit im Verkehrswesen wird Serebrjakow zusammen mit Knjasew, Turok und Boguslawski betraut.

Naturgemäß hat das verbrecherische Zentrum dem Kusnetzkrevier, insbesondere Kemerowo, große Aufmerksamkeit gewidmet. Es ist kein Zufall, dass gerade in Westsibirien ein genügend starkes Landeszentrum aus erfahrenen Trotzkisten - Muralow, Drobnis und Boguslawski - geschaffen wird. Pjatakow zieht als seine nächsten Gehilfen Rataitschak und Norkin heran; Muralow und Drobnis stützen sich auf Schestow und Stroilow.

Die hauptsächlichsten Schädlings- und Diversionskräfte werden ziemlich geschickt und nach einem bestimmten Plan verteilt. Das Hauptaktiv der Schädlinge und Diversanten wird nicht zersplittert, sondern eher konzentriert. Diese Kräfte werden unter Einhaltung aller notwendigen Forderungen der Konspiration konzentriert. Diese Kräfte werden in den größten, wichtigsten Betrieben, die vorwiegend für die Landesverteidigung von Bedeutung sind, konzentriert. Hier werden auch eine Reihe solcher naturgemäß entstehender Schwierigkeiten in Betracht gezogen, die mit der Organisierung einer neuen Sache zusammenhängen, wie z. B. der Organisierung des mächtigen Kemerowoer Kombinats. Alles wird in Betracht gezogen. Man kann sagen, dass jede Kleinigkeit aufs strengste berücksichtigt wird. Alles wird vom Standpunkt eines „tüchtigen Wirtschaftlers“ erwogen, - wenn man beim Gebrauch dieses Ausdrucks dem Begriff „tüchtiger Wirtschaftler“ Hohn sprechen will. Pjatakow tritt hier gerade als Herr, als Organisator dieser Schädlingswirtschaft auf.

Das ist ein Mensch, der ein Doppelleben führt. Er tritt an alles, sogar an einen Schädlings- und Diversionsakt, mit Überlegung und Berechnung heran, indem er erwägt, wie das eine mit dem anderen zusammenhängt, was wann geboten ist, und handelt nicht einfach drauflos auf Partisanenart. Pjatakow ist sowohl auf dem Gebiet des Terrors als auch auf dem Gebiet der Schädlingstätigkeit und der Diversionen ein Feind der Partisanenmethoden. Er handelt nach streng wirtschaftlicher Berechnung; er schädigt dort und dann soundso viel, wo, wann, wie und wie viel ihm dabei die Umstände helfen und zugute kommen. Die Einschätzung der Umstände liegt in seiner Hand, die Einschätzung der Lage liegt in seiner Hand, die Einschätzung der Kräfte liegt in seiner Hand, die Einschätzung der Mittel liegt in seiner Hand. Die Mittel der Tarnung liegen ebenfalls in seiner Hand. Daher eine so umfangreiche, planmäßige, verzweigte Schädlings- und Diversionstätigkeit, deren Ungeheuerlichkeit manchmal geradezu erschauern lässt. In der Voruntersuchung sagte Pjatakow aus: „Ich empfahl meinen Leuten (und tat es auch selbst), sich bei ihrer Schädlingstätigkeit nicht zu zersplittern, ihre Aufmerksamkeit auf die wichtigsten großen Objekte der Industrie, die für die Landesverteidigung und für die gesamte Sowjetunion von Bedeutung sind, zu konzentrieren.

In diesem Punkt handelte ich nach der Direktive Trotzkis: „Empfindliche Schläge an den empfindlichsten Stellen versetzen.“

Man muss Pjatakow Gerechtigkeit widerfahren lassen - er verstand es, empfindliche Schläge an tatsächlich empfindlichen Stellen zu versetzen.

Wir haben in der Gerichtsverhandlung gesehen, was diese Trotzki-Pjatakow-Formel in der Praxis bedeutete: sie bedeutete die Beschädigung und Vernichtung von Maschinen, Aggregaten und ganzen Betrieben, die Inbrandsetzung und Sprengung ganzer Werkstätten, Gruben und Werke, die Organisierung von Eisenbahnkatastrophen, den Untergang von Menschen.

Unsere Geschichte kennt nicht wenig Verbrechen gegen die Macht der Arbeiter, gegen die proletarische Diktatur. In unserer Geschichte stehen verabscheuungswürdige Seiten empörender Verschwörungen gegen die Sowjets eingeschrieben. Wir erinnern uns des „Schachty-Prozesses“ und als lebendige Zeugen der Prozesse, die vor unseren Augen vorbeigezogen sind, erinnern wir uns des Prozesses der „Industrie-Partei“, des Prozesses des „Unionsbüros der Sozialdemokraten-Menschewiki“. Es wird jedoch kaum eine Übertreibung sein, zu sagen, dass die Trotzkisten in der Kunst der Schädlingstätigkeit, des Zynismus und der gemeinen Diversionspraxis ihre Vorgänger weit hinter sich gelassen haben, dass sie auf diesem Gebiet die abgefeimtesten und eingefleischtesten Verbrecher übertrumpft haben. Wenn man Pjatakow mit seinen Vorgängern auf diesem Gebiet vergleicht, so glaube ich, dass die Figuren seiner Vorgänger vor dem Kaliber, der 'Bodenlosigkeit und dem Ausmaß jener verräterischen, verbrecherischen Handlungen verblassen, die Pjatakow fertig brachte, woher er seine verbrecherische Tätigkeit mit seiner hohen Stellung im Volkskommissariat für Schwerindustrie bemäntelte.

Durch die Organisierung von Schädlings- und Diversionsakten wollte das trotzkistische sowjetfeindliche Zentrum im Grunde genommen gleichzeitig zwei Aufgaben lösen: die eine Aufgabe - Untergrabung der wirtschaftlichen Macht des Sowjetstaates und der Wehrfähigkeit unseres Landes, die andere Aufgabe - Auslösung einer Erbitterung der Arbeiter, der Werktätigen, der Bevölkerung gegen die Sowjetmacht, Aufhetzung des Volkes gegen die Sowjetmacht. Diese zweite Aufgabe wollten sie mit Hilfe der ruchlosesten Verbrechen lösen. Sie machten nicht nur vor diesen Verbrechen nicht halt, im Gegenteil, sie bemühten sich, diese Verbrechen in einem möglichst großen Umfang zu organisieren, sie waren bestrebt, die Zahl der Opfer möglichst zu vergrößern. Und Pjatakow hat nicht Recht, wenn er erklärt, dass er „dies“ als etwas Unvermeidliches hinnahm. Er hat hier nicht den Mut, die ganze Wahrheit zu sagen, die der hinter seinem Rücken sitzende Drobnis gesagt hat.

Nicht als etwas Notwendiges und Unvermeidliches wurde vorn Zentrum das System der Sprengungen, Brandstiftungen, Eisenbahnkatastrophen mit Opfern an Menschenleben hingenommen. Die Organisierung von Verbrechen dieser Art gehörte zum Plan des Zentrums, bildete einen Bestandteil desselben. Drobnis hat erklärt:

„Es ist sogar besser, wenn es in der Grube Opfer gibt, denn sie werden bei den Arbeitern unzweifelhaft Erbitterung hervorrufen und das brauchen wir gerade.“

Knjasew hat erklärt, dass Liwschitz ihm den Auftrag gab, „eine Reihe von Diversionsakten (Sprengungen, Zugentgleisungen oder Vergiftungen) vorzubereiten und zu verüben, die eine große Anzahl von Opfern an Menschenleben erfordern würden“.

Genossen Richter! In der Gerichtsverhandlung zogen vor unseren Augen einige furchtbare Bilder vorüber, die ich jetzt in Ihr Gedächtnis werde zurückrufen müssen. Ich muss die Explosion in der Grube „Zentralnaja“ in Erinnerung bringen, die den Tod von zehn Arbeitern und schwere Verletzung von 14 Arbeitern nach sich zog. Ich werde auch an die Eisenbahnkatastrophe auf der Station Schumicha erinnern müssen, die den Tod von 29 Rotarmisten und Verletzung von weiteren 29 Rotarmisten nach sich zog.

Es ist charakteristisch, dass die Verschwörer bei der Ausführung der Verbrechen sehr kaltblütig und bedacht ihre Spuren verwischten, diese Spuren zu verwischen suchten. Wir haben gesehen, dass die Mitglieder der trotzkistischen Schädlingsorganisation, Peschechonow und andere, anlässlich der Vergiftung von Arbeitern im Dezember 1935 auf dem 6. Revier im Bereich von Sewerny Chodok in Kemerowo einen besonderen Akt abfassten, der den vorsätzlichen Charakter dieser Vergiftung verheimlichte. Hier aber vor Gericht mussten Knjasew und Turok bestätigen, dass eine Reihe von ihnen organisierter Eisenbahnkatastrophen ungestraft blieb, weil sie mit zynischer Meisterschaft die Spuren ziemlich erfolgreich verwischten.

Wir wissen, dass diese Leute auch nicht davor haltmachten, den Untersuchungsbehörden bewusst falsche Angaben über die Schuldigen der von ihnen organisierten Katastrophen zu machen, dass sie die Schuld auf ganz unschuldige Leute abzuwälzen verstanden, wie das mit der Weichenstellerin Tschudinowa der Fall war.

Hier wirkte ein ungeheuerliches Banditensystem, das niemanden schont, das vor nichts haltmacht, ein System, das seine Schläge nicht allein gegen diejenigen richtet, gegen die es unmittelbar den Kampf führt, sondern auch gegen alle diejenigen, denen es überhaupt auf seinem verbrecherischen Wege begegnet.

Es muss gesagt werden, dass die Organisierung von Diversions- und Schädlingsanschlägen und ihre Durchführung den Verbrechern dadurch sehr erleichtert wurde, dass diese Leute, die es verstanden hatten, uns zu betrügen, sich einer Reihe von Kommandoposten in der Industrie und im Transportwesen bemächtigt hatten. Die technischen Sachverständigenkommissionen, die hier ihr Gutachten abgegeben haben, haben mit absoluter Genauigkeit und Konkretheit festgestellt, dass alle so genannten Betriebsunfälle, Explosionen, Brandstiftungen, die man zuerst als Ergebnis von Unglücksfällen darzustellen versucht hatte, tatsächlich von den Schädlingen bewusst und bedacht herbeigeführt wurden. Es ist festgestellt worden, dass unter der Leitung des Angeklagten Rataitschak im Gorlowkaer Stickstoffdüngerkombinat in verhältnismäßig kurzer Frist drei Diversionsakte organisiert wurden, darunter zwei Explosionen, die Opfer an Menschenleben forderten und dazu unserem Staat einen schweren materiellen Verlust zufügten.

Genossen Richter! Um die unermessliche Ungeheuerlichkeit dieser Verbrechen voll und ganz beurteilen zu können, darf nicht nur der Umstand nicht außer acht gelassen werden, dass diese Verbrechen ausgeführt wurden, sondern auch, dass sie von Leuten ausgeführt wurden, denen der Schutz der Interessen unseres Staates vor aller Art Anschlägen auf diese Interessen anvertraut war. Rataitschak, der in erster Linie unsere chemische Industrie vor aller Art Anschlägen auf sie und vor aller Art Schaden zu behüten hatte - dieser Mensch übt Verrat. Er handelt als direkter Verräter: für Verbrechen dieser Art würde er in Kriegszeiten an Ort und Stelle erschossen, sofort vernichtet werden.

Analoge Diversionsanschläge sind im Auftrage Rataitschaks von der trotzkistischen Organisation auch in anderen chemischen Betrieben der Union begangen worden. Der Diversionscharakter dieser Explosionen wurde sowohl durch die Angeklagten als auch durch die Zeugenaussagen zugegeben, und schließlich durch eine besondere technische Expertise festgestellt, eine Expertise, die das Tüpfelchen aufs „i“ gesetzt hat und keinen Zweifel bestehen ließ, dass es sich tatsächlich um Diversionsakte handelt.

Ich möchte kurz auf diese Angaben der Expertise eingehen. Ich habe die Sachverständigen gebeten, uns eine Reihe von Fragen in bezug auf die Explosion zu beantworten, die sich im November 1935 im Gorlowkaer Kunstdüngerwerk in der Wasserstoff-Syntheseabteilung ereignet hat. Auf die direkte Frage, ob die Möglichkeit bestand, diese Explosion zu verhüten, antworteten die Sachverständigen, dass das unstreitig möglich war. Was musste nun geschehen, um es nicht zu diesen Explosionen kommen zu lassen?

Es stellt sich heraus, nicht viel. Zu diesem Zweck bedurfte es lediglich der Einhaltung der Instruktion über die Betriebssicherheitsvorschriften. Die Instruktion gewährleistet ein normales und gefahrloses Arbeiten. Dies ist nicht geschehen. Daher die Explosion. Und als wir den Sachverständigen die Frage stellten: Vielleicht war diese Explosion aber doch eine zufällige, antworteten die Sachverständigen: wir haben die Aussagen der Angeklagten geprüft, „die Tatsache böswilliger Vorsätzlichkeit ist nicht abzustreiten“.

Wir haben mit Hilfe der Expertise die Aussagen der Angeklagten selber nachgeprüft. Wir wissen zwar, dass auf Grund der Gesetzgebung einiger europäischer Staaten das Eingeständnis der Schuld durch den Angeklagten bereits als autoritativ genug gilt, um an seiner Schuld schon nicht mehr zu zweifeln, so dass das Gericht sich für berechtigt hält, auf die Nachprüfung dieser Aussagen zu verzichten. Wir haben dennoch, um absolute Objektivität zu wahren, und obwohl eigene Aussagen der Verbrecher vorliegen, diese noch vom technischen Standpunkt aus nachgeprüft und eine eindeutige Antwort sowohl bezüglich der Explosion vom 11. November als auch der Grubenbrände im Prokopjewsk-Bergwerk und der Brände und Explosionen im Kombinat Kemerowo erhalten. Es ist festgestellt worden, dass keinerlei Zweifel am Bestehen böswilliger Vorsätzlichkeit vorliegen können.

Somit haben wir ein ganzes System weit verzweigter Schädlings- und Diversionsmaßnahmen vor uns, die jene Zweige unserer Industrie betrafen, die vom Standpunkt der Interessen, der Gesamtinteressen der Union wie vom Standpunkt der Interessen der Landesverteidigung und der Wehrfähigkeit unseres Staates die größte Bedeutung haben.

Das trotzkistische Zentrum organisierte ziemlich umfassende Schädlings- und Diversionsmaßnahmen auch im Eisenbahnwesen. Wir haben bereits festgestellt, dass bei diesem grauenhaften Verbrechen oder richtiger bei dieser Summe grauenhafter Verbrechen Liwschitz, Turok, Knjasew und Boguslawski eine aktive Rolle spielten. Aber auch hier kann ich nicht umhin, Liwschitz hervorzuheben, handelt es sich doch hier, wie es uns schon in dem Falle mit Pjatakow begegnet war, bereits um den Gipfel jedes denkbaren Verbrechens. In der Tat, Liwschitz war nicht einfach Eisenbahnangestellter, nicht einfach einer der verantwortlichen Mitarbeiter des Volkskommissariats für Verkehrswesen. Liwschitz war Stellvertretender Volkskommissar für Verkehrswesen. In dieser Hinsicht unterscheidet er sich in nichts von Pjatakow, ungeachtet dessen, dass er im Vergleich zu Pjatakow eine Rolle zweiten Grades spielte. Als unsere Industrie und unser Eisenbahnwesen, unter der glänzenden Führung der Genossen Sergo Ordshonikidse bzw. Lasar Moissejewitsch Kaganowitsch die Schwierigkeiten aller Art überwindend, von Tag zu Tag, von Monat zu Monat, von Jahr zu Jahr sich aufwärts entwickelten, haben zur selben Zeit jene, die berufen waren, ihnen zu helfen, sie dreist und verräterisch betrogen, haben sie uns alle, unsere Partei, unser Volk betrogen.

Das ist der Grund, warum ich annehme, dass in bezug auf Pjatakow, ehemaligen Stellvertreter des Volkskommissars für Schwerindustrie der UdSSR, in bezug auf Liwschitz, ehemaligen Stellvertreter des Volkskommissars für Verkehrswesen, und in bezug auf Sokolnikow, ehemaligen Stellvertreter des Volkskommissars für Auswärtige Angelegenheiten, - dass in bezug auf diese drei Personen, als Personen, die besonderes Vertrauen genossen haben, die besondere staatliche Verantwortung unserem Lande gegenüber trugen, die Frage ihrer kriminellen Verantwortung besonders gestellt werden muss, selbst wenn sie keine anderen ungeheuerlichen Verbrechen begangen hätten.

Der Angeklagte Knjasew hat in unmittelbarem Auftrag des trotzkistischen „Parallelzentrums“ eine Reihe von Eisenbahnkatastrophen organisiert und herbeigeführt, vor allem bei Militärtransporten, die eine bedeutende Zahl von Menschenopfern forderten. Es kam zu einer Katastrophe auf der Station Schumicha, bei der 29 Rotarmisten den Tod fanden und 29 Rotarmisten verletzt wurden, zu einer Katastrophe auf der Strecke Jachino-Ustj-Kataw, zu Militärtransportkatastrophen, zu Güterzugskatastrophen. Knjasew organisierte sie, wie sich herausgestellt hat, nicht nur im Auftrag und auf Weisung des trotzkistischen „Parallelzentrums“ und insbesondere Liwschitz, sondern auch auf Grund direkter Weisungen eines Agenten einer ausländischen Macht - des Agenten des japanischen Spionagedienstes Herrn H., der in der Tat einer der Drahtzieher der verbrecherischen Tätigkeit Knjasews und Turoks war.

Knjasew hat ausgesagt, dass die Organisierung von Militärtransportkatastrophen zum Kreis jener Maßnahmen gehörte, die als Schlag gegen unsere Rote Armee vorgesehen waren. Und man kann nicht umhin, zuzugeben, dass diese verbrecherischen Maßnahmen uns in der Tat einen empfindlichen Schlag zu versetzen vermocht hätten.

So verflochten sich die Interessen der trotzkistischen Organisationen mit den Interessen des Spionagedienstes auswärtiger Mächte. Sie mussten sich zwangsläufig verflechten, da sie eine gemeinsame politische Aufgabe, gemeinsame Arbeitsmethoden hatten und organisatorisch miteinander verbunden waren, was im Grunde genommen jegliche Scheidelinie zwischen der trotzkistischen Organisation und der Organisation des japanischen bzw. des deutschen Spionagedienstes verwischte.

Die Verbindungen Knjasews und Turoks, Verbindungen, die Spionage- und Diversionszwecken dienten, wurden von uns in der geschlossenen Sitzung untersucht, in der völlig einwandfrei sowohl die Persönlichkeit dieses Herrn H. als auch alle jene Umstände festgestellt wurden, über die die Angeklagten vor Gericht ausgesagt hatten.

Ich sehe mich hier genötigt, an die bei den Akten liegenden zwei Briefe zu erinnern, die Knjasew der Verbindung mit diesem Herrn H. überführen. Diese Briefe bestätigen nur ein übriges Mal und vollkommen objektiv die Aussagen Knjasews.

Knjasew hat ausgesagt, dass er auf Grund einer Übereinkunft mit diesem selben Herrn H. Aufträge erteilt und ausgeführt habe, im Kriegsfalle Brandstiftungen in Heeresgutlagern, Verpflegungsstellen, militärischen Desinfektionsstellen zu organisieren. Knjasew hat bestätigt, dass der japanische Spionagedienst besonderen Nachdruck auf die Frage der Organisierung von Diversionsanschlägen durch Anwendung bakteriologischer Mittel im Kriegsfalle legte, zwecks Infizierung der für Truppentransporte bestimmten Züge ebenso wie von Verpflegungsstellen und militärischen Desinfektionsstellen mit hochgradig ansteckenden Bakterien.

Da haben wir zwei besonders charakteristische Tatsachen, die schon an und für sich von der wirklich grenzenlosen Verkommenheit, von der wirklichen moralischen Korruptheit zeugen, der sowohl die kleinen als auch die großen Teilnehmer dieses sowjetfeindlichen trotzkistischen Zentrums verfallen waren. Die Episode mit dem Kombinat in Kemerowo und der Auftrag, den Knjasew von H. für den Kriegsfall erhielt, - Infizierung von Rotarmisten mir hochgradig ansteckenden Bakterien – sind zwei Tatsachen, die vollkommen genügen, um die hier erhobene Anklage wegen Vaterlandsverrats als völlig bewiesen zu erachten.

Die Verbrecher gingen frech und zynisch zu Werke. Einen gewissen Einfluss übte auf sie ihre Stellung aus, die ihnen anzunehmen erlaubte, sie seien derart stark konspirativ verkappt und maskiert, dass sie nicht restlos entlarvt werden würden. In der Tat, wie konnten sie verhältnismäßig lange Zeit hindurch diese Verbrechen ungestraft begehen? Diese Frage ist natürlich berechtigt. Was soll man angesichts dessen sagen, dass jene selben Konsuln, denen die Pflicht obliegt, dafür zu sorgen, dass der Staat nicht Schaden nehme (eine alte Formel lautet, dass die Konsuln verpflichtet sind, keinerlei Schädigung des Staates zuzulassen), - dass diese selben Konsuln sich als Hauptschädlinge, als Hauptorganisatoren dieser Verbrechen entpuppt haben! Da kann man natürlich einen Monat, ein Jahr, zwei, fünf Jahre, vielleicht sogar ein ganzes Jahrzehnt hindurch Schädlingsarbeit leisten, wenn man dieses ganz gemeine Doppelspiel betreibt, wenn man jenes Doppelleben führt, welches die Angeklagten dieses Prozesses geführt haben. Ja, diese Verbrechen waren deshalb möglich, weil sie unter dem Schutze derjenigen verübt wurden, deren Pflicht es gewesen wäre, als erste Alarm zu schlagen, zu signalisieren und sich in einen Kampf auf Leben und Tod gegen solche Verbrechen zu stürzen. Das erklärt alles.

Aber ich will hier eine andere Frage stellen: Wie konnte es, ungeachtet des Umstandes, dass sich solche Spitzel und Spione wie Rataitschak, solche Verräter wie Liwschitz und Pjatakow in die Führung eingeschlichen hatten, geschehen, dass nichtsdestoweniger ihre Bemühungen, die Macht der Industrie zu unterwühlen, die Wehrindustrie zu schwächen, die Wehrfähigkeit unseres Landes zu erschüttern, sich als vergeblich erwiesen? Dies ist die allerwichtigste Frage, und sie erheischt eine genaue und erschöpfende Antwort.

Gewiss, in einer gewissen Periode, in einem bestimmten Moment und auf bestimmten Gebieten hatten wir es schwer. Aber trotz der durch Schädlingsarbeit und Diversionen versetzten Schläge entwickeln sich unsere Industrie und unser Eisenbahnwesen die ganze Zeit hindurch aufwärts, sind sie in stetem Aufstieg begriffen. Ich werde einige Angaben aus Industriezweigen anführen, die der Schauplatz der verbrecherischen Tätigkeit der trotzkistischen Verschwörer waren.

Im Kohlenbergbau haben wir eine Steigerung der Kohlenförderung:
im Donezrevier von 25288000 t im Jahre 1913 auf 75202000 t im Jahre 1936;
im Kusnetzkrevier von 799000 t im Jahre 1913 auf 17259000 t im Jahre 1936;
im Moskauer Kohlenrevier von 300000 t auf 7201000 t im Jahre 1936.
Ein gigantisches Wachstum!

Innerhalb von 19 Jahren hat unser Land eine machtvolle chemische Industrie geschaffen, ist es an die dritte, ja in einzelnen Industriezweigen sogar an die zweite Stelle in der Welt gerückt.

Zu Beginn des ersten Fünfjahrplans ist unser Land um eine Reihe neuer Industriezweige reicher geworden, die für die gesamte Volkswirtschaft von Bedeutung sind, wie die Anilinfarbenindustrie, Koks- und Benzolindustrie, chemisch-pharmazeutische Industrie usw. Der erste und der zweite Fünfjahrplan der chemischen Industrie der Sowjetunion sind die glänzendsten Etappen in der Entwicklung dieser Industrie. Man muss sich vor Augen halten, dass die Geschichte der chemischen Industrie der Welt bereits mit dem Ende des 18. Jahrhunderts beginnt. Somit kann die gegenwärtige chemische Industrie der Welt eine etwa 150jährige Entwicklung aufweisen, während unsere sowjetische chemische Industrie nicht mehr als ein Jahrzehnt der Entwicklung hinter sich hat. Und in diesen zehn Jahren hat sie den Weg von 150 Jahren kapitalistischer Weltwirtschaft zurückgelegt. Wir haben in Bezug auf Schwefelsäure und Soda Erfolge aufzuweisen, dank denen wir die dritte Stelle einnehmen, so dass wir nur hinter Deutschland und den Vereinigten Staaten zurückstehen; in Bezug auf Superphosphat stehen wir an erster Stelle nach den Vereinigten Staaten, in Bezug auf Stickstoff-Düngemittel rückt unser Land auf den vierten Platz in der Welt vor. Das sind bedeutsame Tatsachen, besonders im Lichte jener grauenhaften Verbrechen, von denen wir hier gehört und die die allgemeine Entrüstung unseres Landes hervorgerufen haben. Das zeugt davon, dass dies die Art ist, wie unser Volk, unsere sozialistische Industrie die Wühlarbeit der Verräter und Agenten faschistischer Spionagezentralen beantwortet. Trotz der Schädlingsarbeit, trotz der Diversionsanschläge, der Hunderte durch die Hand der Spione und Diversanten zugrunde gegangener bester Stachanowarbeiter, trotz der systematischen und planmäßig durchgeführten Maßnahmen zur bewussten Hintertreibung der Stachanowbewegung entwickelte sich unsere Industrie stürmisch, überbietet sie ihre Produktionsplan!

Eine analoge Lage haben wir im Verkehrswesen. Auch hier begegnen wir einem heroischen Aufschwung, wovon besonders eindringlich die täglichen Durchschnittszahlen der Waggongestellung zeugen. Diese Gestellung belief sich im Jahre 1934 auf 55417 Waggons, im Jahre 1935 auf 68098 Waggons; im Jahre 1936 auf 86160 Waggons! Der jährliche Güterumschlag belief sich in denselben Jahren, in Milliarden Tonnenkilometer ausgedrückt, auf 205 bzw. 258 bzw. 323! Im Verkehrswesen wurden die früheren Schwierigkeiten in heroischer Weise überwunden.

Wie lässt sich dieses Wunder erklären, wie lässt sich diese Erscheinung erklären? Wunder gibt es auf der Welt nicht. Warum haben wir also ein so glänzendes Wachstum, eine solche Entfaltung unserer Industrie und unseres Verkehrswesens zu verzeichnen? Weil auf Seiten der Schädlinge nur Einzelne stehen. Der durch diese Einzelnen zugefügte Schaden wird von den Millionen rasch wettgemacht. Denn auf Seiten der Sowjetregierung und des Aufbaus des Sozialismus stehen die Millionen!

Auf Grund des Materials der Voruntersuchung und durch die eigenen Aussagen der Angeklagten Rataitschak, Knjasew, Puschin, Turok, Hrasché, Schestow und Stroilow ist festgestellt, dass neben der Diversions- und Schädlingstätigkeit das trotzkistische sowjetfeindliche Zentrum sich in weitem Umfange und systematisch mit Spionage zugunsten ausländischer Spionagedienste befasst hat. Bei dieser Frage werde ich mich nicht lange aufhalten, ich will nur das Wichtigste sagen. Die Herstellung der Verbindung mit dem japanischen und dem deutschen Spionagedienst wurde nicht durch persönliche Initiative eines Turok oder Schestow bewerkstelligt. Diese Verbindung wurde in Ausführung der Direktive Trotzkis verwirklicht. Die Leute, die sich unter der Leitung Trotzkis und Pjatakows mit dem ausländischen Spionagedienst, dem deutschen und dem japanischen, in Verbindung setzten, bereiteten durch ihre Spionagearbeit Resultate vor, die nicht nur die Interessen unseres Staates, sondern auch die Interessen einer ganzen Reihe von Staaten, die gemeinsam mit uns den Frieden wünschen und gemeinsam mit uns für den Frieden kämpfen, auf das schwerste beeinträchtigen mussten.

Genosse Stalin hat in seinem Telegramm an das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Spaniens, an Genossen Jose Diaz, gesagt: „Die Werktätigen der Sowjetunion erfüllen lediglich ihre Pflicht, wenn sie den revolutionären Massen Spaniens nach Kräften helfen. Sie legen sich - sagte Genosse Stalin - Rechenschaft darüber ab, dass die Befreiung Spaniens vom Joche der faschistischen Reaktionäre keine Privatangelegenheit der Spanier ist, sondern die gemeinsame Sache der gesamten fortgeschrittenen und progressiven Menschheit.“ Und ich möchte Sie bitten, Genossen Richter, dass auch Sie, wenn Sie alle Umstände dieses Prozesses abwägen und die Bedeutung der von den Angeklagten verübten Verbrechen einschätzen, ebenfalls an diese Sache vom Standpunkt der Wahrung der Interessen unseres Staates herantreten, vom Standpunkt der Wahrung der Interessen der gesamten fortgeschrittenen und progressiven Menschheit.

Wir sind in hohem Maße daran interessiert, dass in jedem Lande, das Frieden wünscht und für den Frieden kämpft, mit den entschiedensten Maßnahmen der Regierung alle Versuche verbrecherischer Spionage-, Diversions- und Terrortätigkeit unterbunden werden, die von den Feinden des Friedens, den Feinden der Demokratie, den dunklen faschistischen Kräften organisiert werden, welche den Krieg vorbereiten und darauf hinarbeiten, die Sache des Friedens und somit die Sache der gesamten fortgeschrittenen, der gesamten progressiven Menschheit zunichte zu machen. Es ist mit ausreichender Vollständigkeit festgestellt, was gerade auf diesem Gebiet sowohl die kleinen Spitzel, die hier auf der Anklagebank sitzen, wie Hrasché, Rataitschak, als auch die großen Spitzel, die auf dieser Anklagebank den ersten Platz einnehmen, getrieben haben. Knjasew und Liwschitz, Rataitschak, Schestow, Stroilow, Puschin, Hrasché - das ist die unmittelbare Agentur des deutschen und des japanischen Spionagedienstes. Das Bestehen dieser Agentur schließt natürlich die gleiche Verantwortung der Rädelsführer dieses Zentrums, die die Agentur organisiert und sich ihrer bedient haben, nicht nur nicht aus, sondern setzt sie im Gegenteil voraus.

Die Anklageschrift beschuldigt die Mitglieder des trotzkistischen Zentrums und ihre Komplicen der Organisierung von Terrorakten.

Hier muss man vor allem auf die grundlegende, die allgemeine Frage eingehen - es ist festgestellt, dass in dem Programm des trotzkistischen sowjetfeindlichen Zentrums der Terror figurierte, dass dieser Terror ausgeübt wurde.

In unseren Händen befinden sich Dokumente, die davon zeugen, dass Trotzki mindestens zweimal und dabei in ziemlich offener, unverschleierter Form, die Einstellung auf Terror gegeben hat, - Dokumente, die von ihrem Verfasser orbi et urbi (der ganzen Welt) verkündet worden sind. Ich habe erstens jenen Brief von 1932 im Auge, in dem Trotzki seinen verräterischen schmählichen Ruf ausstieß „Stalin beiseite schaffen“, und zweitens habe ich ein Dokument im Auge, das bereits in eine spätere Zeit fällt, das trotzkistische „Bulletin der Opposition“ Nr. 36-37 vom Oktober 1934, wo wir eine Reihe unmittelbarer Hinweise auf den Terror als die Methode des Kampfes gegen die Sowjetmacht finden.

In der Tat, hier, in dem Artikel, der programmatischen Charakter hat, in dem Artikel, der neben seinem offiziellen Titel noch den Untertitel „Probleme der IV. Internationale“ trägt, spricht Trotzki vollkommen unverhüllt vom Terror als von einer Methode, die bereits in jenen Jahren zum Bestandteil der praktischen Tätigkeit der Trotzkisten gemacht worden war. Diesen Terror haben sie, zu unserem großen Schmerz, im Jahre 1934 zu verwirklichen verstanden, als sie Sergej Mironowitsch Kirow ermordeten.

In demselben Artikel, der programmatischen Charakter trägt, ist ein Kapitel enthalten, in dem es heißt: „Ist eine friedliche Beseitigung der Bürokratie möglich“? Trotzki und die Trotzkisten halten unseren Sowjetapparat für einen bürokratischen Apparat.

Hier heißt es:

„Man nehme die nicht unwichtige Frage, wie man an die Reorganisierung des Sowjetstaates herantreten soll“.

Trotzki, sehen Sie, macht sich Sorgen um die Reorganisierung des Sowjetstaates, die - wie wir es in diesem Prozess gesehen haben - auch seinen nächsten Gehilfen Pjatakow, Sokolnikow, Radek, Serebrjakow und den anderen, Sorge macht.

Wie soll man an die Reorganisierung des Sowjetstaates herantreten, und kann man diese Aufgabe auf friedliche Weise lösen? Eine durchaus klare Fragestellung. Ein Gegner des Terrors, der Gewalt müsste sagen: Ja, es ist auf friedliche Weise möglich, sagen wir auf der Grundlage der Verfassung.

Und was sagen Trotzki und die Trotzkisten? Sie erklären:

„Es wäre kindisch zu denken, dass man die Stalinsche Bürokratie durch einen Parteitag oder einen Sowjetkongress beseitigen kann. Zur Beseitigung der herrschenden Clique (wie sie unsere Regierung verleumderisch nennen) sind keine normalen verfassungsmäßigen Wege geblieben.“

„Sie können nur mit Gewalt gezwungen werden, die Macht in die Hände der proletarischen Vorhut zu übergeben.“ (Sie bezeichnen sich als Vorhut, wobei sie augenscheinlich eine diesen Herrschaften ähnliche „Vorhut“ im Auge haben, die sich mit Morden, Diversionsakten und Spionage beschäftigte.)

Hierbei ist „mit Gewalt“, wie man sich überzeugen kann, fett gedruckt. Eine klare Stellung der Frage! Friedliche Mittel? Friedliche Mittel sind machtlos. Das einzige Mittel ist die Gewalt, mit Gewalt gilt es denn auch, zu beseitigen. Wir wissen aber, wie man durch Gewalt beseitigt, insbesondere wenn es sich darum handelt, diese Gewalt in den Händen einer solchen „Vorhut“ zu belassen, wie sie diese Herrschaften hier darstellen.

Sie sprechen weiter direkt vom „Stalinschen Apparat“, erklären, dass man, falls dieser Apparat, unser Staatsapparat, dennoch Widerstand leisten sollte, gegen ihn besondere Maßnahmen werde ergreifen müssen.

Das, was ich zitiert habe und was ich einfach aus politischem Ekel nicht weiter zu zitieren imstande bin, spricht vollkommen deutlich davon, wie die Trotzkisten in ihren Blättchen die Frage der Kampfmethoden stellen, welches die Einstellung Trotzkis zu dieser so genannten „Reorganisierung“ des Sowjetstaates ist. Von diesem „Bulletin“ der trotzkistischen Opposition hat uns übrigens Pjatakow erzählt, dass ihm Trotzki gesagt hatte: achtet nicht allzu sehr darauf, was im „Bulletin“ geschrieben werden wird. Zieht in Betracht, dass wir im „Bulletin“ nicht alles offen sagen können, was wir euch sagen und von euch fordern. Wisst, dass wir im „Bulletin“ manchmal sogar möglicherweise das gerade Gegenteil von dem sagen werden, was wir von euch fordern. Und wenn unter diesen Umständen das gesagt wird, was ich jetzt zitiert habe, wie kann das anders genannt werden als direkter Aufruf zu gewaltsamen Handlungen gegen unseren Staat, gegen unsere Führer? Wie ist das anders zu nennen als direkte Aufforderung zum Terror? Eine andere Bezeichnung kann ich dem nicht geben.

Und dies ist der objektivste Beweis dafür, dass, wenn einige - Pjatakow, Radek und andere Mitglieder dieser Verbrecherbande - gesagt haben, sie hätten Terrorakte nach den direkten Anweisungen Trotzkis organisiert, sie nur gezwungen waren, das zu sagen, was der Wirklichkeit entspricht. Und diese Tatsache ist durch kein Geschwätz, keine Verleumdung, keine Insinuation und keine trotzkistische Lüge zu vertuschen! In unseren Händen befinden sich Dokumente, die objektiv besagen, dass der Terror auf der Tagesordnung der trotzkistischen Organisation steht, dass der Terror von Trotzki vorgeschrieben, dass er von Pjatakow angenommen wurde.

Vor uns sitzen Terroristen, die Terrorakte nicht nur selbst, sondern auch in Übereinkommen mit dem trotzkistisch-sinowjewistischen Block organisierten, mit dem sie in einer gewissen Konkurrenz standen. Sehen Sie nach: die veröffentlichten Protokolle der Gerichtsverhandlungen gegen das Vereinigte trotzkistisch-sinowjewistische Zentrum besagen, dass die Sinowjewleute von der Furcht angetrieben wurden, die Trotzkisten könnten sie in ihrer verbrecherischen Tätigkeit „überholen“. Haben wir vielleicht auf diesem Prozess nicht das gleiche gehört? Haben es vielleicht die Trotzkisten aus dem Parallelzentrum nicht für ihre Aufgabe angesehen, wie Radek hier gestanden hat, die Sinowjewleute in der Hand zu halten, den Sinowjewleuten nicht zu erlauben, sie in dem Augenblick von der Macht wegzudrängen, wo sie die Portefeuilles verteilen werden. Diese „Vorhut“ träumte im Gehen und Stehen von Portefeuilles, Radek von dem Portefeuille eines Ministers für auswärtige Angelegenheiten, Rataitschak wahrscheinlich eines Ministers für religiöse Glaubensbekenntnisse, weil er ausgesagt hat, dass er sich noch durch den Eid gebunden fühlt, den er irgendwo irgend jemandem geschworen hat. Für Pjatakow aber war (uns ist dies bekannt) der Posten eines Kriegsministers und überhaupt eines Oberbefehlshabers aller Landstreitkräfte (Seestreitkräfte hatten sie keine) und - ich habe den „alten Flieger“ Rataitschak. im Auge - der Luftstreitkräfte bestimmt.

Das Zentrum organisierte ein Netz von Terrorgruppen. Pjatakow hat Loginow, Golubenko und andere; Radek hat Prigoshin und andere; Sokolnikow hat Sachs-Gladnew, Tiwel und andere; Serebrjakow hat seine eigene Gruppe-Mdiwani; Drobnis hat eine gewisse Podolskaja, die gleichfalls einen Terrorakt vorbereitete. Drobnis hat eine eigene Gruppe. Von Muralow schon ganz zu schweigen. Er ist doch ehemaliger Befehlshaber, wie kann er ohne Armee sein? Wenn man keine Sowjetkräfte kommandieren kann, warum soll man nicht sowjetfeindliche Kräfte kommandieren? Er ist „Soldat“ - was und wie man befiehlt, so wird er kommandieren. Sogar Schestow, auch er hatte eine eigene Gruppe - Arnold und Kompanie, und keine schlechte Gruppe, vom Standpunkt ihrer Aufgaben. Allerdings ist sie äußerlich nicht sehr repräsentabel, praktisch aber verstand sie zu handeln.

Pjatakow bereitet durch seine ukrainischen Vertreter einen Terroranschlag gegen die Genossen Postyschew und Kossior vor, und im Jahre 1935 gegen den Genossen Stalin. Wir haben Pjatakow darüber befragt, wir haben Loginow als Zeugen vernommen, und er hat dies bestätigt. Radek bereitet terroristische Kader in Lenin grad vor; Sachs-Gladnew und andere bereiten unter der Leitung Sokolnikows einen Terroranschlag gegen den Genossen Stalin vor; Mdiwani bereitet unter der Leitung Serebrjakows einen Terroranschlag gegen den Genossen Beria vor, er sammelt Terroristen, die man in Moskau zusammenziehen könnte, um eine möglichst erfolgreiche Verwirklichung der so genannten Gruppenterrorakte sicherzustellen. Dieselben bereiten einen Terroranschlag gegen den Genossen Jeshow vor. Drobnis bereitet gleichfalls einen Terroranschlag gegen den Genossen Jeshow vor. Muralow bereitet einen Terroranschlag gegen diejenigen vor, die zu ihm nach Sibirien kommen werden, Genossen Eiche, der dort lebt, nicht mitgerechnet. Dies ist der Plan: die Reisen der Führer der Partei und der Regierung an die Peripherie im Auge zu haben und zur Organisierung ihrer Ermordung auszunutzen. Da ist Muralow, der durchaus damit nicht einverstanden ist, dass ihm die Vorbereitung eines Attentats auf den Genossen Ordshonikidse zugeschrieben wird; derselbe Muralow gesteht fest und aufrichtig (ich kann nicht sagen „ehrlich“, weil dieses Wort zu solchen Sachen nicht passt), dass er tatsächlich einen Terroranschlag gegen den Genossen Molotow, den Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare unserer Union, organisiert hat. Er hat den Terroranschlag nicht nur organisiert, sondern hat auch versucht, ihn durch Schestow und Arnold zu verüben.

Selbstverständlich kann auch solch eine Frage gestellt werden: viele Gruppen, aber von Taten ist wenig zu sehen. Aber das ist ja unser Glück. Diese Herrschaften haben persönlich die Ausübung von Terroranschlägen nicht auf sich genommen, das ist unser Glück. Mit Radek, mit Pjatakow, mit Sokolnikow kam man ziemlich nahe zusammen, besprach man gemeinsam verschiedene Fragen, da man annahm, Genossen vor sich zu haben. Und es stellte sich heraus, dass es unsere Mörder sind, die neben uns sitzen! Wenn sie offen für den Terror hätten einstehen können, dann wäre die Lage gewiss komplizierter gewesen. Sie hatten aber eine andere Taktik: nicht aufzudecken, dass die Trotzkisten Morde vorbereiten. Ihre Taktik bestand darin, es so einzurichten, dass die Verübung der Terroranschläge auf andere, sagen wir auf Weißgardisten, abgewälzt werden konnte (so wurde die Frage gestellt). Unter diesen Umständen war es ihnen selbstverständlich nicht leicht, Leute zu finden von der Art solch aufgeklärter Seefahrer wie Arnold, die sich bereit erklärt hätten, diese fürchterlichen Verbrechen auf sich zu nehmen. Arnold, Schestow, Muralow, das westsibirische Zentrum, das trotzkistische Zentrum als Ganzes, sind selbstverständlich für die Vorbereitung dieser Terrorakte verantwortlich, weil das nach einer einheitlichen Direktive geschah, die, wie sich Pjatakow ausdrückte, „aus der Sprache der Algebra konkret in die Sprache der Arithmetik übersetzt wurde“. Sie hatten aber vergessen, dass noch eine Sprache existiert - die Sprache des Strafgesetzbuches, die die Verbrechen kennt, die die Leute kennt, die sie begingen, und die Verantwortung kennt, die das Gesetz für diese Verbrechen vorsieht. Sie wählen Arnold als einen für solche Verbrechen vollkommen geeigneten Menschen aus. Was machte Arnold aus, die Ausübung eines Terroranschlages oder eines Dutzend zu übernehmen? Sie haben diesen Arnold schon gesehen. Arnold hat nur eine Eigenschaft, die diese trotzkistischen Verschwörer nicht mit in Rechnung gezogen hatten - er ist feige... So organisierte er einen Anschlag auf den Genossen Ordshonikidse, bekam es aber zu unserem größten Glück im letzten Augenblick mit der Angst zu tun - und die Sache gelang nicht. Er organisierte ein Attentat auf den Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare, Genossen Molotow, bekam es aber, zu unserem Glück, zu unserem größten Glück, wieder mit der Angst zu tun - wiederum gelang die Sache nicht.

Tatsache bleibt aber Tatsache. Das Attentat auf den Genossen Molotow fand statt. Dieser Unfall am Rande der 15 Meter tiefen Schlucht wie sich Muralow hier bescheiden ausdrückte, ist Tatsache.

Nehmen Sie die Ermordung des Ingenieurs Bojarschinow. Wer war Bojarschinow? Das war ein Mensch, der einst wegen Schädlingstätigkeit verurteilt worden war. Dann aber war das vorbei. Bojarschinow erwies sich als ehrlicher Mensch. Er weigerte sich, die Ruchimowitsch-Grube nach Schädlingsplänen zu bauen, und trat wiederholt gegen das Zurückbleiben der Arbeiten und die verbrecherische Tätigkeit Stroilows auf. Er entlarvte Stroilow.

Diese ehrliche Arbeit Bojarschinows brachte das Diversantennest in Wut. Sie organisierten seine Ermordung. Am 15. April 1934 kommt Ingenieur Bojarschinow in einem Fuhrwerk vom Bahnhof gefahren. Er wird von einem Lastauto eingeholt und zu Tode gefahren. Wieder dieselbe Methode, mit der die Bande Schestow-Tscherepuchin operierte, die Arnold in ihren Reihen hatte, auch einige andere Personen, die entlarvt, vor Gericht gestellt und verurteilt wurden, z. B. Kasanzew, der an dieser Geschichte teilgenommen hatte. Das ist eine Tatsache, das ist keine Selbstbeschuldigung, das ist eine Tatsache; Bojarschinow wurde ermordet. Auf ähnliche Weise wurde ein Mordanschlag auf den Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare Genossen W. M. Molotow ausgeführt.

Deshalb ist dieses Zentrum für die Terrortätigkeit, für die Vorbereitung terroristischer Verbrechen in vollem Maße und in vollem Umfange verantwortlich - von Arnold bis zu Pjatakow und von Pjatakow bis zu Arnold. Die Verantwortung ist die gleiche, ist eine solidarische.

Die von uns in der Anklageschrift aufgezählten Verbrechen halte ich für voll und ganz erwiesen, die Verbrecher sind ebenfalls voll und ganz überführt.

Unser Gesetz fordert, dass das Gericht die vorliegenden Beweise nach seiner inneren Überzeugung beurteilt, auf Grund der Prüfung aller Umstände der Angelegenheit in ihrer Gesamtheit.

Artikel 320 der Strafprozessordnung der RSFSR spricht von der Notwendigkeit, dem Gericht bei der Urteilsfällung eine Reihe von Fragen zur Entscheidung vorzulegen. Davon halte ich für die wesentlichsten und wichtigsten die beiden ersten Fragen: die Frage, ob die den Angeklagten zugeschriebene Tat begangen wurde, und zweitens, ob diese Tat den Charakter eines kriminellen Verbrechens trägt. Auf diese beiden Fragen gibt die Anklage eine bejahende Antwort. Jawohl, die den Angeklagten zur Last gelegten Verbrechen sind begangen worden. Die den Angeklagten zugeschriebenen Taten sind von ihnen begangen, und sie weisen sämtliche Kennzeichen des kriminellen Verbrechens auf. Über diese beiden Fragen kann keinerlei Zweifel herrschen. Aber welche Beweise haben wir in unserem Arsenal vom Standpunkt der juristischen Forderungen?

Man muss sagen, dass der Charakter dieser Strafsache derartig ist, dass gerade dadurch auch die Eigenart der in der Strafsache möglichen Beweise vorausbestimmt wird. Wir haben eine Verschwörung vor uns, wir haben eine Gruppe von Leuten vor uns, die einen Staatsstreich durchzuführen beabsichtigte, die sich organisierte und im Laufe einer Reihe von Jahren eine Tätigkeit betrieb bzw. praktizierte, die darauf gerichtet war, den Erfolg dieser Verschwörung zu sichern, einer ziemlich verzweigten Verschwörung, die die Verschwörer mit ausländischen faschistischen Kräften verband. Wie kann man unter diesen Verhältnissen die Frage der Beweise stellen? Man kann die Frage so stellen: Ihr sprecht von einer Verschwörung, aber wo habt Ihr die Dokumente? Ihr sprecht von einem Programm, aber wo habt Ihr denn das Programm? Haben diese Leute irgendwo ein geschriebenes Programm? Davon reden sie nur.

Ihr sagt, dass es eine Organisation ist, dass dies irgendeine Bande ist (sie selbst bezeichnen sich als eine Partei), aber wo gibt es bei ihnen Beschlüsse, wo sind die materiellen Spuren dieser Verschwörungstätigkeit - Satzungen, Protokolle, Stempel usw. usf.?

Ich erkühne mich, in Übereinstimmung mit den grundlegenden Forderungen der Strafprozess-Wissenschaft zu behaupten, dass man in Strafsachen wegen Verschwörung derartige Forderungen nicht stellen kann. Man kann nicht verlangen, dass wir an die Strafsache wegen Verschwörung, wegen Staatsstreichs, von dem Standpunkt herangehen, dass man sagt, geben Sie uns Protokolle, Beschlüsse, geben Sie uns Mitgliedsbücher und die Nummern Ihrer Mitgliedsbücher, man kann nicht fordern, dass die Verschwörer eine Verschwörung durchführen mit Bestätigung ihrer verbrecherischen Tätigkeit durch ein Notariat. Kein Mensch mit gesundem Menschenverstand kann in Strafsachen wegen einer staatsfeindlichen Verschwörung die Frage so stellen. Jawohl, wir besitzen eine Reihe diesbezüglicher Dokumente. Aber selbst wenn sie nicht vorhanden wären, würden wir uns trotzdem für berechtigt halten, Anklage auf Grund der Aussagen und Erklärungen der Angeklagten und Zeugen und, wenn Sie wollen, auf Grund von Indizien zu erheben. Im vorliegenden Falle möchte ich mich auf einen so glänzenden Kenner der Prozessordnung wie den bekannten alten englischen Juristen William Wills berufen, der in seinem Buch „Versuch einer Indizientheorie“ davon spricht, wie beweiskräftig Indizien sein können, und dass Indizien nicht selten weit größere Überzeugungskraft besitzen als direkte Beweise.

Ich denke, dass auch meine verehrten Gegner von ihrem Standpunkt als Verteidiger in dieser Frage mit mir einverstanden sind. Wir haben aber auch objektive Beweismaterialien. Ich sprach von einem Programm und lenkte Ihre Aufmerksamkeit, Genossen Richter, auf das „Bulletin“ Trotzkis, in dem dieses Programm abgedruckt ist. Die Identifizierung jedoch wird hier bei weitem leichter sein als diejenige, die Sie durchführten, als Sie die Identität einiger Personen aus dem deutschen Spionagedienst auf Grund von Photographien feststellten.

Wir stützen uns auf eine Reihe von Beweisen, die in unseren Händen als Kontrolle der Anklagebehauptungen, der Anklagethesen dienen können. Erstens besteht ein historischer Zusammenhang, der die Anklagethesen auf Grund der Tätigkeit der Trotzkisten in der Vergangenheit bestätigt. Ferner haben wir die Aussagen der Angeklagten im Auge, die auch an und für sich gewaltige Bedeutung für die Beweisführung besitzen. In einem Prozess, in dem ein Beweis in den Aussagen der Angeklagten selbst gegeben war, haben wir uns nicht darauf beschränkt, dass das Gericht allein die Ausführungen der Angeklagten anhörte: mit allen möglichen und für uns erreichbaren Mitteln prüften wir diese Erklärungen. Ich muss sagen, dass wir dies hier mit aller objektiven Gewissenhaftigkeit und mit aller nur möglichen Sorgfalt getan haben.

Um vor Gericht die Wahrheit von der Lüge zu unterscheiden, genügt selbstverständlich die Erfahrung des Richters, und jeder Richter, jeder Staatsanwalt und Verteidiger, der an mehr als einem Dutzend Prozessen teilgenommen hat, weiß, wann der Angeklagte die Wahrheit sagt und wann er sich, ganz gleich zu welchem Zweck, von der Wahrheit entfernt. Aber nehmen wir einmal an, dass die Aussagen der Angeklagten nicht als überzeugendes Beweismaterial dienen können. Dann muss man einige Fragen beantworten, wie es die Strafprozesstheorie von uns fordert. Wenn diese Aussagen nicht der Wirklichkeit entsprechen, so liegt das vor, was man in der Wissenschaft als falsche Beschuldigung bezeichnet. Aber wenn dies eine falsche Beschuldigung ist, so muss man die Gründe hierfür anführen. Diese Gründe können verschiedene sein. Man muss zeigen, ob diese Gründe vorliegen. Es kann persönlicher Vorteil sein, persönliche Berechnung oder der Wunsch, an irgendjemand Rache zu nehmen usw. Wenn man von diesen Gesichtspunkt aus an die Strafsache herangeht, über die hier verhandelt wird, so werden Sie in Ihrem Beratungszimmer diese Aussagen ebenfalls analysieren und sich darüber Rechenschaft geben müssen, wie weit die persönlichen Geständnisse der Angeklagten überzeugend sind. Sie werden verpflichtet sein, auch die Frage nach den Motiven dieser oder jener Aussagen der Angeklagten oder Zeugen zu stellen. Die Umstände der vorliegenden Strafsache, die hier mit aller nur möglichen Sorgfalt geprüft worden sind, bestätigen in überzeugender Weise, was die Angeklagten hier gesagt haben. Es besteht kein Grund zu der Annahme, dass Pjatakow nicht Mitglied des Zentrums war, dass Radek nicht bei diplomatischen Empfängen zugegen war und nicht mit Herrn K. oder mit Herrn H. oder mit irgendeinem anderen Herrn, wer weiß wie er hieß, gesprochen hat, oder zu der Annahme, dass er zusammen mit Bucharin nicht irgendwelche inoffiziell bei ihm eingetroffene Personen „mit Rührei und Wurst“ bewirtet hat, dass Sokolnikow nicht mit irgendeinem Vertreter gesprochen und dabei „das Mandat Trotzkis visiert hat“. Alles das, was sie über ihre Tätigkeit sagten, wurde durch Sachverständige, durch das Verhör während der Voruntersuchung, durch Geständnisse und Aussagen bestätigt, und all das kann nicht im Geringsten angezweifelt werden.

Ich bin der Ansicht, dass alle diese Umstände die Behauptung gestatten, dass, wenn es in unserem gegenwärtigen Gerichtsprozess Mängel gibt, diese nicht darin bestehen, dass die Angeklagten hier alles gesagt haben, was sie getan haben, sondern darin, dass die Angeklagten doch nicht alles das, was sie getan, was sie gegen den Sowjetstaat begangen, restlos erzählt haben.

Wir haben jedoch, Genossen Richter, auch in den vorangegangenen Prozessen ein derartiges Beispiel, und ich bitte Sie, dies bei der endgültigen Beurteilung der letzten Worte, die Sie in einigen Stunden anhören werden, zu berücksichtigen. Ich erinnere Sie daran, wie z. B. in dem Prozess gegen das Vereinigte trotzkistisch-sinowjewistische Zentrum einige Angeklagte hier, auf derselben Anklagebank, in ihren letzten Worten, die einen mit der Bitte um Gnade, die anderen ohne eine solche Bitte, beteuerten, die ganze Wahrheit gesagt, alles aufgedeckt und vor der Arbeiterklasse, vor unserem Volk und unserem Land nichts verheimlicht zu haben. Aber später, als man diesen widerwärtigen Knäuel der ungeheuerlichen, von ihnen begangenen Verbrechen immer weiter und weiter zu entwirren begann, entdeckten wir auf Schritt und Tritt, dass diese Leute, die schon mit einem Fuß im Grabe standen, gelogen und betrogen haben.

Wenn man bei dem gegenwärtigen Prozess von Mängeln sprechen kann, so sehe ich diesen Mangel nur in einem: ich bin überzeugt, dass die Angeklagten nicht einmal die Hälfte jener ganzen Wahrheit gesagt haben, die die grauenhafte Geschichte ihrer furchtbaren Missetaten gegen unser Land, gegen unsere große Heimat darstellt!

Ich klage die hier vor uns sitzenden Leute an, dass im Jahre 1933 auf Weisung Trotzkis ein Zentrum unter der Bezeichnung Parallelzentrum organisiert wurde, dem die in der vorliegenden Strafsache Angeklagten Pjatakow, Radek, Sokolnikow und Serebrjakow angehörten, ein Zentrum, das in Wirklichkeit ein funktionierendes aktives trotzkistisches Zentrum war; dass dieses Zentrum im Auftrage Trotzkis durch die Angeklagten Sokolnikow und Radek mit Vertretern einiger ausländischer Staaten in Verbindung trat, um einen gemeinsamen Kampf gegen die Sowjetunion zu organisieren, wobei sich das Zentrum verpflichtete, im Falle es an die Macht gelangt, diesen Staaten eine Reihe politischer und wirtschaftlicher Vorteile und territorialer Zugeständnisse zu gewähren; dass dieses Zentrum sich durch seine Mitglieder und durch andere Mitglieder der verbrecherischen trotzkistischen Organisation mit Spionage zugunsten dieser Staaten befasste, indem es ausländische Spionagedienste mit äußerst wichtigem, streng vertraulichem Material von gewaltiger staatlicher Bedeutung versorgte; dass dieses Zentrum und seine Komplicen zwecks Untergrabung der wirtschaftlichen Macht und der Wehrfähigkeit unseres Landes eine Reihe Diversions- und Schädlingsanschläge organisierten und durchführten, die Opfer an Menschenleben zur Folge hatten und unserem Sowjetstaat bedeutenden Schaden verursachten.

Dessen klage ich die Mitglieder des sowjetfeindlichen trotzkistischen Parallelzentrums - Pjatakow, Radek, Sokolnikow und Serebrjakow - an, d. h. wegen Verbrechen gemäß folgenden Artikeln des Strafgesetzbuches der RSFSR: 58-1-a-Vaterlandsverrat, 58-6 - Spionage, 58-8 - Terror, 58-9 - Diversion, 58-11 - Gründung geheimer verbrecherischer Organisationen. Ich klage alle übrigen Angeklagten: Liwschitz, Muralow N., Drobnis, Boguslawski, Knjasew, Rataitschak, Norkin, Schestow, Stroilow, Turok, Hrasché, Puschin und Arnold an, dass sie derselben Verbrechen schuldig sind als Mitglieder dieser Organisation, für diese Verbrechen volle und solidarische Verantwortung tragen, unabhängig von der individuellen Besonderheit ihrer verbrecherischen Tätigkeit, die die Verbrechen eines jeden von ihnen kennzeichnet, d. h. der in den gleichen Artikeln des Strafgesetzbuches vorgesehenen Verbrechen.

Die Hauptbeschuldigung, Genossen Richter, die in diesem Prozess erhoben wird, lautet auf Vaterlandsverrat. Vaterlandsverrat wird nach Artikel 58-1-a des Strafgesetzbuches der RSFSR geahndet. Der Artikel spricht vom Vaterlandsverrat als von Handlungen, die zum Schaden der militärischen Macht der Union, ihrer staatlichen Unabhängigkeit, ihrer territorialen Unversehrtheit begangen werden, wie Spionage, Auslieferung von militärischen und Staatsgeheimnissen, Überlaufen auf die Seite des Feindes. Alle diese Elemente, außer dem letzten - Flucht über die Grenze -, sind hier vorhanden. Das Gesetz erlegt denjenigen, die dieses schwere Staatsverbrechen, das unsere große Stalinsche Verfassung mit Recht als schwerste Missetat bezeichnet, begangen haben, die schwerste Strafe auf. Das Gesetz fordert, dass bei erbrachtem Schuldbeweis die Verbrecher zum Erschießen verurteilt werden, und lässt Herabsetzung dieses Strafmaßes nur bei mildernden Umständen zu.

Sie, Genossen Richter, werden im Beratungszimmer auf die Frage Antwort geben müssen, ob bei diesen Angeklagten und bei jedem einzelnen von ihnen individuelle und konkrete Umstände vorliegen, die Ihnen gestatten würden, die ihnen nach dem Gesetz drohende Strafe zu mildern. Ich bin der Ansicht, dass derartige mildernde Umstände nicht vorliegen. Ich klage die Leute, die nach den in der Anklageschrift angeführten Artikeln des Strafgesetzbuches vor Gericht gestellt worden sind, in vollem Umfange an.

Nicht ich allein klage an! Ich habe das Gefühl, Genossen Richter, als ob hier neben mir die Opfer dieser Verbrechen und dieser Verbrecher stehen, auf Krücken, verstümmelte, nur halb am Leben gebliebene, vielleicht ganz ohne Beine, wie die Weichenstellerin der Station Tschussowskaja, Genossin Nagowizina, die sich heute durch die „Prawda“ an mich gewandt hat und die im Alter von 20 Jahren beide Beine eingebüßt hat, als sie die von diesen Leuten organisierte Eisenbahnkatastrophe verhindern wollte. Ich bin nicht allein. Ich fühle, dass hier neben mir die umgekommenen und verstümmelten Opfer furchtbarer Verbrechen stehen, die von mir als staatlichem Ankläger fordern, die Anklage in vollem Umfange zu erheben.

Ich bin nicht allein! Mögen auch die Opfer begraben sein, so stehen sie doch hier neben mir und zeigen auf diese Anklagebank, auf Sie, Angeklagte, mit ihren furchtbaren Händen, die vermodert sind im Grab, wohin Sie sie geschickt haben! ...

Nicht ich allein klage an! Ich klage zusammen mit unserem ganzen Volk an, ich klage die niederträchtigsten Verbrecher an, die nur ein Strafmaß verdienen - die Erschießung, den Tod!

 

VORSITZENDER: Die Sitzung wird für 20 Minuten unterbrochen.

VORSITZENDER: Angeklagter Pjatakow, wollen Sie von Ihrem Recht auf eine Verteidigungsrede Gebrauch machen?

PJATAKOW: Nein, ich verzichte.

VORSITZENDER: Angeklagter Radek?

RADEK: Ich verzichte.

VORSITZENDER: Angeklagter Sokolnikow?

SOKOLNIKOW: Nein.

VORSITZENDER: Angeklagter Boguslawski?

BOGUSLAWSKI: Verzichte.

VORSITZENDER: Angeklagter Drobnis?

DROBNIS: Nein.

VORSITZENDER: Angeklagter Muralow?

MURALOW: Verzichte.

VORSITZENDER: Angeklagter Norkin?

NORKIN: Nein.

VORSITZENDER: Angeklagter Schestow?

SCHESTOW: Nein.

VORSITZENDER: Angeklagter Stroilow?

STROILOW: Nein.

VORSITZENDER: Angeklagter Liwschitz?

LIWSCHITZ: Ich verzichte.

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