PROZESSBERICHT ÜBER DIE STRAFSACHE DES ANTISOWJETISCHEN
„BLOCKS DER RECHTEN UND TROTZKISTEN"

VORMITTAGSSITZUNG VOM 2. MÄRZ 1938

ANKLAGESCHRIFT

in Sachen N. I. Bucharin, A. I. Rykow, G. G. Jagoda, N. N. Krestinski, Ch. G. Rakowski, A. P. Rosengolz, W. I. Iwanow, M. A. Tschernow, G. F. Grinko, I. A. Selenski, S. A. Bessonow, A. Ikramow, F. Chodshajew, W. F. Scharangowitsch, P. T. Subarew, P. P. Bulanow, L. G. Lewin, D. D. Pletnjow, I. N. Kasakow, W. A. Maximow-Dikowski und P. P. Krjutschkow,

angeklagt, dass sie im Auftrage von Spionagediensten auswärtiger, der Sowjetunion feindlicher Staaten eine Verschwörergruppe unter der Bezeichnung „Block der Rechten und Trotzkisten“ organisiert haben, die sich zum Ziele setzte: Spionage zugunsten auswärtiger Staaten, Schädlingsarbeit, Diversionen, Terror, Untergrabung der Wehrmacht der UdSSR, Provozierung eines kriegerischen Überfalls dieser Staaten auf die UdSSR, Zerstückelung der UdSSR und Lostrennung der Ukraine, Belorusslands, der Mittelasiatischen Republiken, Georgiens, Armeniens, Aserbaidshans, des Fernöstlichen Küstengebiets (Primorje) von ihr zugunsten der erwähnten auswärtigen Staaten und endlich den Sturz der in der UdSSR bestehenden sozialistischen Gesellschafts- und Staatsordnung und die Wiederherstellung des Kapitalismus, die Wiederherstellung der Macht der Bourgeoisie.

Durch die von den Organen des Volkskommissariats für Innere Angelegenheiten vorgenommene Untersuchung wurde festgestellt, dass die in der vorliegenden Strafsache Angeklagten im Auftrage der Spionagedienste der der UdSSR feindlichen auswärtigen Staaten eine Verschwörergruppe unter der Bezeichnung „Block der Rechten und Trotzkisten“ organisiert haben, die sich den Sturz der in der UdSSR bestehenden sozialistischen Gesellschafts- und Staatsordnung, die Wiederherstellung des Kapitalismus und der Macht der Bourgeoisie in der UdSSR, die Zerstückelung der UdSSR und die Lostrennung der Ukraine, Belorusslands, der Mittelasiatischen Republiken, Georgiens, Armeniens, Aserbaidshans und des Fernöstlichen Küstengebiets von der UdSSR zugunsten der oben bezeichneten Staaten zum Ziel gesetzt hat.

Durch die Untersuchung wurde festgestellt, dass der „Block der Rechten und Trotzkisten“ in seinen Reihen die illegalen antisowjetischen Gruppen der Trotzkisten, der Rechten, der Sinowjewleute; der Menschewiki, der Sozialrevolutionäre, der bürgerlichen Nationalisten der Ukraine, Belorusslands, Georgiens, Armeniens, Aserbaidshans, der Mittelasiatischen Republiken vereinigte, was nicht allein durch die Materialien der gegenwärtigen Untersuchung, sondern auch durch die Materialien der Gerichtsverhandlungen, die an verschiedenen Orten in der UdSSR stattgefunden haben, und im Besonderen durch die Materialien der Gerichtsprozesse in Sachen der Gruppe der militärischen Verschwörer Tuchatschewski und anderer bestätigt wird, die vom Sondertribunal des Obersten Gerichtshofes der UdSSR am 11. Juli 1937 verurteilt wurden, und in Sachen der Gruppe der georgischen bürgerlichen Nationalisten Mdiwani, Okudshawa u. a., die vom Obersten Gerichtshof der Georgischen Sozialistischen Sowjetrepublik am 9. Juli 1937 Verurteilt wurden.

Ohne jede Stütze innerhalb der UdSSR, setzten die Teilnehmer des „Blocks der Rechten und Trotzkisten“ alle ihre Hoffnungen im Kampf gegen die in der UdSSR bestehende sozialistische Gesellschafts- und Staatsordnung und für die Machtergreifung ausschließlich auf die bewaffnete Hilfe ausländischer Aggressoren, die den Verschwörern diese Hilfe unter der Bedingung der Zerstückelung der UdSSR und der Lostrennung der Ukraine, des Fernöstlichen Küstengebiets, Belorusslands, der Mittelasiatischen Republiken, Georgiens, Armeniens und Aserbaidshans von der UdSSR versprachen

Dieses Übereinkommen zwischen dem „Block der Rechten und Trotzkisten“ und den Vertretern der oben genannten auswärtigen Stellen wurde dadurch erleichtert, dass viele führende Teilnehmer dieser Verschwörung seit langen Agenten ausländischer Spionagedienste waren, die viele Jahre hindurch eine Spionagetätigkeit zugunsten dieser Spionagedienste ausübten.

Dies gilt vor allein für einen der Inspiratoren der Verschwörung den Volksfeind Trotzki. Seine Verbindung mit der Gestapo wurde erschöpfend nachgewiesen in den Prozessen des trotzkistisch-sinowjewistischen terroristischen Zentrums im August 1936 und des antisowjetischen trotzkistischen Zentrums im Januar 1937.

Die der Untersuchung in der vorliegenden Strafsache zur Verfügung stehenden Materialien stellen jedoch fest, dass die Verbindung des Volksfeindes Trotzki mit der deutschen politischen Polizei und mit den Spionagediensten anderer Länder von einer bedeutend früheren Periode datieren. Durch die Untersuchung wurde genau festgestellt, dass Trotzki mit dem deutschen Spionagedienst bereits seit 1921 und mit dem englischen „Intelligence Service“ seit 1926 in Verbindung stand.

Was die in der vorliegenden Strafsache unter Anklage Gestellten anbetrifft, so ist ein bedeutender Teil dieser Angeklagten, nach ihrem eigenen Geständnis, bereits seit einer längeren Zeit Spione und Agenten ausländischer Spionagedienste.

So ist der Angeklagte N. N. Krestinski im direkten Auftrag des Volksfeindes Trotzki in verräterische Beziehungen zum deutlichen Spionagedienst im Jahre 1921 getreten.

Der Angeklagte A. P. Rosengolz - einer der Leiter der trotzkistischen illegalen Organisation - begann seine Spionagetätigkeit für den deutschen Generalstab im Jahre 1923 und für den englischen Spionagedienst im Jahre 1926.

Der Angeklagte Ch. G. Rakowski - einer der nächsten und besonderen Vertrauensmänner L. Trotzkis - war ein Agent des englischen „Intelligence Service“ seit 1924 und des japanischen Spionagedienstes seit 1934.

Der Angeklagte M. A. Tschernow begann seine Spionagetätigkeit zugunsten Deutschlands im Jahre 1928, wobei er sich auf Initiative und unter Mitwirkung des bekannten Emigranten und Menschewiken Dan mit dem deutschen Spionagedienst in Verbindung setzte.

Der Angeklagte W. F. Scharangowitsch wurde vom polnischen Spionagedienst 1921 angeworben und zum Zweck der Spionagetätigkeit nach der UdSSR entsandt.

Der Angeklagte G. F. Grinko wurde zu einem Spion des deutschen und des polnischen Spionagedienstes im Jahre 1932.

Die Führer des „Blocks der Rechten und Trotzkisten“, darunter die in der vorliegenden Strafsache angeklagten Rykow, Bucharin u. a. waren über die Spionageverbindungen ihrer Komplicen vollkommen informiert und förderten auf jede Weise die Erweiterung dieser Spionageverbindungen.

All dies erklärt zur Genüge, warum diese Herrschaften, die im Dienste ausländischer Spionagedienste standen, so leicht in eine Zerstückelung der UdSSR und in die Lostrennung ganzer Gebiete und Republiken zugunsten auswärtiger Staaten einwilligten.

Das Übereinkommen des „Blocks der Rechten und Trotzkisten“ mit den ausländischen Spionagediensten wurde noch dadurch erleichtert, dass einige von den in der vorliegenden Strafsache angeklagten Verschwörern Provokateure und Agenten der zaristischen Ochrana waren.

Nachdem sie sich verantwortungsvolle Posten im Sowjetstaat erschlichen hatten, hörten diese Provokateure jedoch nicht auf, die Entlarvung ihrer Verbrechen an der Arbeiterklasse, an der Sache des Sozialismus zu befürchten. Von einer beständigen Angst vor ihrer Entlarvung erfasst, erblickten diese Teilnehmer der Verschwörung ihre einzige Rettung im Sturz der Sowjetmacht, in der Liquidierung der Sowjetordnung, in der Wiederherstellung der Macht der Gutsbesitzer und Kapitalisten, in deren Interesse sie sich der zaristischen Ochrana verkauft hatten und unter der allein sie sich ausser Gefahr fühlen konnten.

So war der Angeklagte I. A. Selenski ein Agent der Gendarmerieverwaltung von Samara seit 1911. Seit jener Zeit informierte Selenski unter den Decknamen „Otschkasty“ und „Salaf“ systematisch die Gendarmerieverwaltung über die Tätigkeit der Organisation der Bolschewiki von Samara und erhielt dafür eine regelmäßige monatliche geldliche Entlohnung.

Der Angeklagte Iwanow begann seine Tätigkeit als Provokateur im Jahre 1911, wo er von der Ochrana von Tula angeworben und zum Agenten der Ochrana unter dem Decknamen „Samarin“ wurde.

Der Angeklagte Subarew wurde von der zaristischen Polizei im Jahre 1908 angeworben und war unter den Decknamen „Wassilifr“, „Palinr“ und „Prochor“ ihr Mitarbeiter.

Wie durch die Untersuchung festgestellt wurde, betrieben die Verschwörer zur Erreichung ihrer verbrecherischen Ziele des Sturzes der Sowjetregierung, der Machtergreifung und der Wiederherstellung des Kapitalismus in der UdSSR, auf direkte Weisungen ausländischer Spionagedienste, eine ausgedehnte Spionagetätigkeit zugunsten dieser Spionagedienste, organisierten und verübten Schädlings- und Diversionsakt - zum Zwecke der Herbeiführung einer Niederlage der UdSSR beim bevorstehenden Überfall der faschistischen Aggressoren auf die UdSSR, provozierten auf alle mögliche Weise eine Beschleunigung dieses Oberfalls der faschistischen Aggressoren und organisierten und verübten eine Reihe Terrorakte gegen die Führer der Partei, der Regierung und gegen hervorragende Sowjetpersönlichkeiten.

1. Spionage gegen den Sowjetstaat und Verrat an der Heimat

Durch die Untersuchung wurde festgestellt, dass die meisten Anführer des „Blocks der Rechten und Trotzkisten“, die in der vorliegenden Strafsache angeklagt sind, ihre verbrecherische Tätigkeit auf direkte Weisung Trotzkis und nach Plänen ausübten, die in den Generalstäben einiger auswärtiger Staaten breit angelegt und ausgearbeitet wurden.

Der Angeklagte Krestinski - Agent des deutschen Spionagedienstes und prominenter Trotzkist - erklärte beim Verhör in der Staatsanwaltschaft der Union der SSR am 2. Dezember 1937:

„Zur Spionageverbindung mit den Deutschen entschloss ich mich im direkten Auftrag Trotzkis, der mich beauftragt hatte, in dieser Angelegenheit in Unterhandlungen mit dem General Seeckt einzutreten...“ (Bd. 3, Blatt 102)

Bezüglich der Umstände der Herbeiführung von Verbindungen zwischen der trotzkistischen Organisation und dem deutschen Spionagedienst sagte der Angeklagte Krestinski aus, dass er im Winter 1921 mit dem Oberkommandierenden der deutschen Reichswehr General Seeckt Verhandlungen über den Erhalt von Geldmitteln von der Reichswehr für die Verrichtung trotzkistischer illegaler Arbeit führte, wofür die Trotzkisten dem deutschen Spionagedienst Spionagematerial zur Verfügung stellen rollten.

Der Angeklagte Krestinski sagte darüber aus:

„...Trotzki beauftragte mich, nach dem Eintreffen in Berlin in dieser Frage Verhandlungen mit General Seeckt anzuknüpfen. Diese Direktive Trotzkis führte ich aus...“ (Bd. 3, Blatt 14, Rückseite)

Weiter über seine und seiner Komplicen verräterische Tätigkeit sprechend, sagte der Angeklagte Krestinski folgendes aus:

„Mit den Generalen Seeckt und Hasse waren wir übereingekommen, dass wir der Reichswehr bei der Schaffung einer Reihe von Spionagestützpunkten auf dem Territorium der UdSSR helfen werden, indem wir die von der Reichswehr entsandten Spione ungehindert passieren lassen, und dass wir die Reichswehr mit Erkundungsmaterial versorgen werden, das heißt einfach gesagt, dass wir deutsche Spione sein werden. Dafür verpflichtete sich die Reichswehr, alljährlich 250000 Mark als Subvention für konterrevolutionäre trotzkistische Arbeit auszuzahlen...“ (Bd. 3, Blatt 102)

„Die Auszahlung der Geldunterstützungen erfolgte regelmäßig, in einzelnen Raten, mehrmals jährlich, hauptsächlich in Moskau und selten in Berlin...
Wurde das Geld aus irgendeinem Grunde nicht in Moskau ausgezahlt, so empfing ich es in Berlin unmittelbar von Seeckt, brachte es gewöhnlich selbst nach Moskau und übergab es Trotzki.“ (Bd. 3, Blatt 15)

Ein anderer prominenter Trotzkist, einer der Leiter der trotzkistischen illegalen antisowjetischen Organisation und aktiver Teilnehmer der Verschwörung, der Angeklagte Rosengolz, der Spionage überführt, bestätigte in der Untersuchung die Tatsache des Abkommens Trotzkis mit der Reichswehr und sagte aus:

„Meine Spionagetätigkeit begann bereits im Jahre 1923, wo ich auf die Direktive Trotzkis dem Oberkommandierenden der Reichswehr, Seeckt, und dem Chef des Deutschen Generalstabes, Hasse, eine Reihe geheimer Angaben übermittelte. In der Folge setzte sich der … Botschafter in der UdSSR, Herr N., mit mir unmittelbar in Verbindung, dem ich periodisch Spionageinformationen übermittelte. Nach der Abreise des Herrn N. setzte ich die Spionageverbindung mit dem neuen Botschafter, Herrn N. fort.“ (Bd. 6, Blatt 131, Rücks.)

Nach dem faschistischen Umsturz in Deutschland nahm die Spionagetätigkeil der Trotzkisten einen noch breiteren und scharf ausgeprägten defätistischen Charakter an.

Der Angeklagte Bessonow, der gemäß seinem eigenen Eingeständnis an den illegalen Verhandlungen der Trotzkisten mit den deutschen faschistischen, hauptsächlich militärischen Kreisen über einen gemeinsamen Kampf gegen die UdSSR aktiven Anteil nahm, führte nicht nur persönlich Verhandlungen über eine Unterstützung der antisowjetischen Verschwörung mit dem nächsten Mitarbeiter Rosenbergs in der Aussenpolitischen Abteilung der faschistischen Partei, Daitz, sondern war auch auf dem laufenden über die Begegnungen und Verhandlungen L. Trotzkis mit Hess, Niedermeier und Professor Haushofer, mit denen L. Trotzki denn auch eine Verständigung unter den Bedingungen erzielte, von denen Pjatakow in der Gerichtsverhandlung in Sachen des antisowjetischen trotzkistischen Zentrums sprach.

Der Angeklagte Bessonow sagte aus:

„…Wie aus diesen Bedingungen zu ersehen ist, ... wurde das Schwergewicht der illegalen Tätigkeit der Trotzkisten auf Unterwühlungsarbeit, Spionage-, Diversions- und Terrorakte innerhalb der UdSSR verlegt.“ (Bd. 11, Blatt 106)

Das Vorliegen eines Abkommens zwischen L. Trotzki und der trotzkistischen Organisation in der UdSSR einerseits und den faschistischen Kreisen anderseits und die Durchführung einer Unterwühlungs- und defätistischen Tätigkeit in der UdSSR gemäß den Weisungen des deutschen Spionagedienstes gestanden in der Untersuchung auch die anderen in der vorliegenden Strafsache Angeklagten.

Die defätistische Arbeit der trotzkistischen Söldlinge beschränkte sich jedoch nicht auf die Verbindungen mit dem deutschen Faschismus. Zusammen mit den anderen Teilnehmern der antisowjetischen Verschwörung orientierten sie sich, in Übereinstimmung mit der Linie L. Trotzkis, auch auf den anderen faschistischen Aggressor, auf Japan.

Die faktische Seite der verräterischen Beziehungen der antisowjetischen Verschwörer zu dem japanischen Spionagedienst stellt sich gemäß dem Material der Untersuchung folgendermaßen dar:

Wie der Angeklagte Krestinski aussagte, erklärte ihm L. Trotzki wahrend eines Zusammentreffens in Meran im Oktober 1933, dass eine engere Verbindung mit dem japanischen Spionagedienst herbeigeführt werden müsse.

Diese Weisung Trotzkis wurde von KrestinskiPjatakow und den anderen Anführern der Verschwörung übermittelt, die durch den Angeklagten Rakowski und die anderen Teilnehmer der Verschwörung in verräterische Beziehungen zu den Vertretern Japans traten, die sich verpflichteten, der Verschwörung beim Sturz der Sowjetmacht bewaffnete Hilfe zu erweisen, wofür die Verschwörer versprachen, das Fernöstliche Küstengebiet an Japan abzutreten.

Wie durch die Untersuchung festgestellt wurde, erhielt der Angeklagte Rakowski gelegentlich seines Aufenthaltes in Japan Im Sommer 1934 von Pjatakow die Weisung, dass

„... man gleichzeitig auch die auswärtige Tätigkeit im Sinne eines Kontaktes mit den der UdSSR feindlichen Regierungen verstärken muss... man muss versuchen, die Reise nach Tokio auszunutzen, und wahrscheinlich wird …… die erforderlichen Schritte in dieser Richtung unternehmen.“ (Bd. 4, Blatt 194)

Diesen Auftrag führte der Angeklagte Rakowski aus und nahm während seines Aufenthaltes in Tokio wirklich eine verbrecherische Verbindung mit …… Kreisen auf.

Diesbezüglich sagte der Angeklagte Rakowski aus:

„Alle diese Umstände hatten als logische und praktische Konsequenz die Tatsache zur Folge, dass ich ... seit meinem Aufenthalt in Tokio direkter Agent und Spion …… wurde, für diesen Zweck angeworben im Auftrage …… durch Herrn N., einen sehr einflussreichen Politiker des kapitalistisch-feudalen Japans und einen seiner größten Plutokraten.“ (Bd. 4, Blatt 186)

Derselbe Angeklagte Rakowski sagte in seinen Ausführungen über die Verbindung des Volksfeindes L. Trotzki mit dem englischen Spionagedienst folgendes aus:

Trotzki war, wie mir bekannt war, seit Ende 1926 Agent des ‚Intelligence Service’. Das teilte mir Trotzki selbst mit.“ (Bd. 4, Blatt 363)

Die dem „Block der Rechten und Trotzkisten“ angehörenden Gruppen bürgerlicher Nationalisten waren ebenfalls aufs engste mit ausländischen Spionagediensten verbunden.

So sagte der Angeklagte Grinko, der ein Agent des deutschen und des polnischen Spionagedienstes war, über die antisowjetische Tätigkeit der ukrainischen nationalfaschistischen Organisation, zu deren Führern er gehörte, folgendes aus:

„…in das Jahr 1930 fällt die in unserer Organisation stattgefundene Erörterung der Frage der Notwendigkeit einer Verständigung mit Polen über die Erweisung militärischer Hilfe für eine Aufstandsaktion in der Ukraine gegen die Sowjetmacht. Im Ergebnis dieser Verhandlungen mit Polen wurde ein Übereinkommen erzielt, und der polnische Generalstab verstärkte die Beförderung von Waffen, von Diversanten und von Petljura-Emissaren nach der Ukraine.“ (Bd. 9, Blatt 18)

Und weiter:

„Ende 1932 nahm ich auf Grund meiner nationalistischen Tätigkeit eine verräterische Verbindung mit Herrn N. auf. Wir trafen uns in meinem Amtszimmer, wohin Herr N. in Angelegenheiten einer deutschen Konzession zu kommen pflegte.“

„In der zweiten Hälfte des Jahres 1933 sagte mir Herr N. direkt dass die deutschen Faschisten mit den ukrainischen Nationalisten in der ukrainischen Frage zusammenarbeiten wollen. Ich antwortete Herrn N., Zusammenarbeit einverstanden sei. Im Weiteren, im Laufe der Jahre 1933 und 1934, hatte ich mehrere Zusammenkünfte mit Herrn N., und vor seiner Abreise aus der UdSSR setzte er mich mit Herrn N. in Verbindung, zu dem ich meine verräterischen Beziehungen fortsetzte.“ (Bd. 9, Blatt 286, Rücks.)

Ein anderer Teilnehmer der antisowjetischen Verschwörung und einer der Führer der nationalistischen Organisation in Usbekistan, der Angeklagte Ikramow, sagte aus:

„Vor uns tauchte stets die Frage auf, dass man sich auf einen der starken europäischen Staaten orientieren müsse, der uns im Moment des bewaffneten gegen die Sowjetmacht unmittelbar Hilfe erweisen würde...“ (Bd. 12, Blatt 59, 60)

„… Einige Mitglieder der konterrevolutionären Organisation hielten England für die realste Kraft zur von Hilfe an uns, da es ein mächtiges Land ist und uns im Moment eines unmittelbaren bewaffneten Kampfes mit ausreichender Kraft unterstützen könnte...“ (Bd. 12, Blatt 60)

Der Angeklagte Scharangowitsch, Agent des polnischen Spionagedienstes und einer der Führer der antisowjetischen Organisation der belorussischen Nationalfaschisten, sagte aus, dass diese Organisation ihre Minierarbeit nicht allein nach den Weisungen der Rechten und des „Blocks der Rechten und Trotzkisten“ betrieb, sondern auch gemäß den Direktiven des polnischen Spionagedienstes.

Diesbezüglich sagte der Angeklagte Scharangowitsch aus:

„Um diese Zeit (1933) verwischten sich jegliche Differenzen zwischen den Rechten, Trotzkisten und Nationalfaschisten. Alle stellten wir uns eine einzige Aufgabe: die Aufgabe des Kampfes gegen die Sowjetmacht mit beliebigen Methoden, einschließlich des Terrors, der Diversion und der Schädlingsarbeit. Das Endziel all dieser drei Organisationen, die im Bereich der nationalen Republik tätig waren, war die Lostrennung Belorusslands von der Sowjetunion und die Schaffung eines ‚unabhängigen’ Pufferstaates, der sich zweifellos ganz und gar in den Händen Polens und Deutschlands befunden hätte...“ (Bd. 14, Blatt 27)

Und weiter:

„Trotzdem die Direktiven, die wir erhielten, einerseits aus Moskau, von dem Zentrum der Rechten und Trotzkisten, und anderseits aus Warschau, von den polnischen ……. Kreisen ausgingen, bestand doch in ihrem Inhalt gar kein Unterschied, sie waren einheitlich und wurden von uns in die Tat umgesetzt.“ (Bd. 14, Blatt 31)

Der Angeklagte Rykow bestätigte voll und ganz das Vorhandensein einer verräterischen Verbindung der Rechten mit dem faschistischen Polen; er sagte aus:

„... Eine Gruppe der Teilnehmer der Organisation der Rechten nahm, entsprechend den Weisungen des Zentrums der Rechten und meinen persönlichen Weisungen, zum Zweck der Verwirklichung unserer verschwörerischen, verräterischen Pläne Verbindung mit dem faschistischen Polen, im Besonderen mit den polnischen Spionageorganen auf.“ (Bd. 1, Blatt 118)

Ferner sagte der Angeklagte Rykow in seinen Ausführungen über die Pläne der Lostrennung Belorusslands von der UdSSR aus:

„Die allgemeine Formel, auf der wir uns damals zusammenfanden, lief darauf hinaus, dass wir bei den Verhandlungen mit den Polen ... in die Lostrennung der Belorussischen Sowjetrepublik von der UdSSR, in die Schaffung eines ‚unabhängigen’ Belorussland unter dem Protektorat Polens einwilligen werden...“ (Bd. 1, Blatt 119)

Wie durch die Untersuchung festgestellt wurde, beweist die gesamte verbrecherische Tätigkeit der dem „Block der Rechten und Trotzkisten“ angehörenden antisowjetischen Gruppe der Rechten, dass die Rechten ebenso eine Agentur ausländischer Generalstäbe waren wie die anderen Teilnehmer dieser Verschwörung.

Die einen von den Rechten waren unmittelbar, die anderen durch ihre Komplicen ebenfalls mit den Spionagediensten der auswärtigen Staaten verbunden, auf deren Hilfe sie bei ihrem Kampf gegen die Sowjetmacht einzig rechneten.

Der Angeklagte Bucharin war über die Verhandlungen L. Trotzkis mit den deutschen Faschisten auf dem laufenden und bereitete ebenso wie L. Trotzki eine Niederlage der UdSSR und die Lostrennung der Ukraine, Belorusslands, des Fernöstlichen Küstengebiets, Georgiens, Armeniens, Aserbaidshans und der Mittelasiatischen Republiken von der UdSSR vor.

Dies gestand der Angeklagte Bucharin vollständig, der folgendes aussagte:

„Zu jener Zeit, da Trotzki mit den deutschen Faschisten Verhandlungen führte und ihnen territoriale Zugeständnisse versprach, standen wir Rechten bereits in einem Block mit den Trotzkisten. Radek sagte mir, Trotzki betrachte als die grundlegende Chance für den Machtantritt des Blocks die Niederlage der UdSSR in einem Krieg mit Deutschland und Japan und schlage vor, nach dieser Niederlage Deutschland die Ukraine und Japan den Fernen Osten abzutreten. Radek teilte mir dies 1934 mit...“ (Bd. 5, Blatt 107)

Diesbezüglich sagte der Angeklagte F. Chodshajew in der Untersuchung aus:

Bucharin wies darauf hin, dass Usbekistan und Turkmenien von der UdSSR losgetrennt werden und unter dem Protektorat Japans und Deutschlands existieren müssten, dass es aber dabei nicht gelingen werde, England zu umgehen, und deshalb müsse man Verbindung mit den Engländern anbahnen. Am realsten stand die Frage des Protektorrats Englands, und deshalb wurde der Hauptkurs auf England genommen.“ (Bd. 13, Blatt 89-89 Rücks.)

Die Aussage des Angeklagten F. Chodshajew findet ihre volle Bestätigung auch in anderen Materialien des Untersuchungsverfahrens, in denen die defätistische Linie des „Blocks der Rechten und Trotzkisten“ restlos aufgedeckt wird.

So sagte der Angeklagte Rykow zu dieser Frage folgendes aus:

„Was unsere defätistische Position betrifft, so wurde auch sie von Bucharin restlos geteilt, der für diese Position noch schärfer eintrat als wir. Er eben war es - um einem einzelnen Fall zu nennen -, der den Vorschlag einbrachte und den Gedanken formulierte, im Falle eines Krieges den Deutschen die Front zu öffnen.“ (Bd. 1, Blatt 152)

Zur Kennzeichnung seines Verhaltens zu dieser Frage sagte der Angeklagte Rykow aus:

„Wie auch die anderen Mitglieder des Zentrums der Rechten, war ich informiert über die verräterischen Unterhandlungen der Vertreter unserer konterrevolutionären Organisation mit den deutschen Faschisten, deren Unterstützung wir suchten. Natürlich war eine solche Unterstützung mit der Notwendigkeit verbunden, den deutschen Faschisten Zugeständnisse zu machen, worauf wir denn auch eingingen.“ (Bd. 1, Blatt 151, Rücks.)

Solcherart war die Spionage- und defätistische Tätigkeit des „Blocks der Rechten und Trotzkisten“, dieser Verräter, die an ausländische Spionagedienste sowjetische Staatsgeheimnisse verkauften, die Geschäfte machten mit der Freiheit der Völker der UdSSR, mit der Unabhängigkeit und Unantastbarkeit des sozialistischen Staates der Arbeiter und Bauern.

In Verwirklichung ihrer verbrecherischen Absichten organisierten die antisowjetischen Verschwörer nach den unmittelbaren Direktiven der ausländischen faschistischen Spionagedienste in den einzelnen Republiken, Gauen und Gebieten der Sowjetunion ein verzweigtes Netz von Diversanten- und Schädlingsnestern, das eine Reihe von Betrieben der Industrie, des Transportwesens, der Landwirtschaft und des Warenumsatzsystems erfasste.

Nachdem die Teilnehmer der Verschwörung der Rechten und Trotzkisten mit den faschistischen Kreisen ein Übereinkommen getroffen hatten über die verräterische Öffnung unserer Fronten während des Krieges für die Armeen dieser faschistischen Staaten, gingen sie dazu über, die materiell-technische Basis der Roten Armee - die Verteidigungsindustrie - zu untergraben.

Durch eine Reihe von ihnen vorbereiteter zerstörender Diversionshandlungen beabsichtigten sie, während des Krieges die ausschlaggebenden Verteidigungsbetriebe unserer sozialistischen Heimat in die Luft zu sprengen, zu vernichten. Sie bereiteten ebenso mit massenhaften Menschenopfern verbundene Entgleisungen von Militärzügen vor.

Sie machten es sich zur Aufgabe, das ganze wirtschaftliche Leben des Landes, sowie die Versorgung der Armee mit Lebensmitteln und Waffen lahm zu legen.

Durch die Untersuchung wurde festgestellt, dass die Verschwörer eine ganze Reihe solcher Diversions- und Schädlingsakte auf verschiedenen Gebieten der Volkswirtschaft bereits durchgeführt haben.

Der Söldling ausländischer Spionagedienste, der Volksfeind Trotzki, forderte, wie durch die Untersuchung festgestellt wurde, in einer Reihe seiner Briefe und persönlichen Weisungen an die leitenden Teilnehmer der antisowjetischen Verschwörung in der UdSSR die Verstärkung der Schädlings- und Diversionstätigkeit innerhalb der Sowjetunion.

Laut der Aussage eines leitenden Teilnehmers der Verschwörung, des Angeklagten Krestinski, hat L. Trotzki ihm persönlich 1933 in Meran erklärt:

„...er, Trotzki, wird die Verhandlungen mit den Deutschen viel leichter führen können, wenn er in der Lage sein wird, ihnen zu sagen, dass auf der Linie der Durchführung von Diversions- und Schädlingsakten und der Vorbereitung des Terrors wirklich eine ernsthafte Arbeit geleistet wird.“ (Bd. 3, Blatt 54, 55)

Durch die Untersuchung wurde festgestellt, dass eine Reihe vollzogener Diversionsakte im Fernöstlichen Gau durch Teilnehmer der antisowjetischen Verschwörung nach unmittelbaren Direktiven der japanischen Spionageorgane und des Volksfeindes L. Trotzki vorbereitet und durchgeführt worden sind. So wurde nach der Direktive des japanischen Spionagedienstes die Entgleisung eines Güterzuges mit Militärgut an der Station Wolotschajewka und des Zuges Nr. 501 auf der Strecke Chor-Dormidontowka organisiert, wobei 21 Mann getötet und 45 verwundet wurden. Nach den Weisungen der Japaner wurden ferner Diversionsakte in den Gruben Nr. 10 und 20 in Sutschan ausgeführt. (Bd. 45, Blatt 1-14)

Über eben solche Direktiven, die von L. Trotzki ausgingen, machte der Angeklagte Rosengolz während des Untersuchungsverfahrens folgende ausführliche Angaben:

„Außer der mir durch Krestinski und Sedow übermittelten Direktive Trotzkis, im Kommissariat für Aussenhandel Schädlingsarbeit zu leisten, die eine direkte Unterstützung für Deutschland und Japan sein sollte, wurde der Charakter meiner Schädlingstätigkeit durch Weisungen bestimmt, die ich von den in der UdSSR akkreditierten Botschaftern ... Herrn N. und Herrn N. erhielt; die Verbindung mit ihnen spielte in dieser Hinsicht eine große Rolle, da ich mich in meiner Arbeit von ihren konkreten Weisungen leiten lassen musste.

Nach der Herstellung des Kontakts mit Tuchatschewski und Rykow benachrichtigte ich ersteren durch Krestinski und letzteren persönlich über die Direktive Trotzkis bezüglich der Schädlingsarbeit, und beide billigten diese von mir geleistete Arbeit.

Die Schädlingsarbeit im Aussenhandel vollzog sich im Ergebnis alles dessen hauptsächlich auf drei Linien: erstens als wirtschaftliche Hilfe für Deutschland und Japan auf Kosten der UdSSR; zweitens als wirtschaftliche Benachteiligung und Schädigung der UdSSR; drittens als politische Benachteiligung der UdSSR.“ (Bd. 6, Blatt 49)

Nach den Weisungen des „Blocks der Rechten und Trotzkisten“ entfaltete der Angeklagte Scharangowitsch eine ausgedehnte Schädlingstätigkeit in der Landwirtschaft und Industrie der Belorussischen Sozialistischen Sowjetrepublik.

Diesbezüglich sagte der Angeklagte Scharangowitsch aus:

„Draussen im Lande wurde zur Verwirklichung unserer Schädlingsabsichten ein Netz von Schädlings- und Diversionsgruppen geschaffen... Wir alle, angefangen von den Leitern der Organisation bis zu ihren einfachen Mitgliedern, waren Nationalfaschisten und arbeiteten gegen die Sowjetmacht, für die Lostrennung Belorusslands von der UdSSR, und kein Mittel war uns zu schlecht dazu...“ (Bd. 14, Blatt 40)

Der Angeklagte Tschernow, der eine Reihe von Jahren hindurch mit dem deutschen Spionagedienst als sein Geheimagent in der UdSSR in Verbindung stand, nutzte ebenfalls seine hohe Dienststellung in der UdSSR aktiv aus, um im Auftrag des deutschen Spionagedienstes eine Reihe von Diversions- und Schädlingshandlungen in der Landwirtschaft durchzuführen.

Der Angeklagte Tschernow, ein Spion Deutschlands, machte über seine verbrecherischen Verbindungen mit dem deutschen Spion Scheffer, dem Korrespondenten des „Berliner Tageblatt“, und über seine Schädlingstätigkeit in der Landwirtschaft folgende Aussage:

„Als ich zur Arbeit in das Komitee für Beschaffungen überging, bekam ich durch Scheffer den Auftrag der Deutschen, innerhalb des Komitees für Beschaffungen, insbesondere aber auf dem Gebiet der Mobilisierungsvorräte Schädlingsarbeit zu leisten.

Die Schädigungsaufträge des Spionagedienstes stimmten mit den Weisungen überein, die ich, als Mitglied der Organisation der Rechten, von Rykow erhielt. Mit desto größerer Bereitwilligkeit übernahm ich ihre Ausführung.“ (Bd. 8, Blatt 98, Rücks., 25)

Diesbezüglich sagte der Angeklagte Tschernow aus:

„Als ich 1934 mit Rykow in seinem Landhause zusammentraf, bekam ich von ihm den Auftrag, die Schädlingstätigkeit in der Landwirtschaft breit zu entfalten. Ich habe diesen Auftrag ausgeführt und recht aktive Schädlings- und Unterwühlungsarbeit geleistet.“ (Bd. 8, Blatt 93)

Eine bedeutende Unterwühlungs- und Schädlingsarbeit in der Landwirtschaft wurde durch die Untersuchung auch in Usbekistan aufgedeckt, wo nationalistische Organisationen am Werk waren, die durch ihre Anführer, die Angeklagten Ikramow und Chodshajew, mit dem Zentrum der antisowjetischen Verschwörung im Block standen.

Einer der Leiter dieser nationalistischen Organisation, der Angeklagte FaisullaChodshajew sagte aus:

„Wir beschränkten uns nicht auf die Vorbereitung von Kadern für den bewaffneten Kampf gegen die Sowjetmacht, sondern waren auch schon jetzt aktiv tätig, um die Macht der UdSSR zu untergraben.“ (Bd. 13, Blatt 66)

Dass in Usbekistan in großen Ausmaßen Schädlingsmaßnahmen durchgeführt wurden, bestätigte restlos auch der Angeklagte Ikramow, der aussagte, dass ihm der „Block der Rechten und Trotzkisten“ folgende Aufgaben gestellt hatte:

„…a) die Arbeit zur Vorbereitung eines bewaffneten Aufstandes in Usbekistan zu entfalten und ihn für den Augenblick der Intervention anzusetzen;
b) die Schädlings- und Diversionstätigkeit auf allen Gebieten der Volkswirtschaft entschieden zu entfalten, um durch die Folgen der Schädlingsarbeit bei den Werktätigen Unzufriedenheit mit der Sowjetmacht hervorzurufen und dadurch günstige Bedingungen für die Organisierung des bewaffneten Aufstandes im nötigen Augenblick zu schaffen.“

„Außerdem“, sagte der Angeklagte Ikramow aus, „sollte nach unserer Absicht unsere Unterwühlungs- und Schädlingsarbeit die Stärkung der Wehrfähigkeit der UdSSR hindern.“ (Bd. 12, Blatt 95, 96)

Eine zerstörende Tätigkeit sowohl in der Landwirtschaft als auch auf einer Reihe anderer Gebiete der Volkswirtschaft und des sozialistischen Aufbaus betrieben auch die anderen in der vorliegenden Strafsache Angeklagten.

So leistete der Angeklagte Grinko Schädlingsarbeit auf dem Gebiete der Finanzen.

Der Angeklagte Grinko sagte aus:

„Die Unterwühlungsarbeit im Volkskommissariat für Finanzen hatte als Hauptziel: den Sowjetrubel zu schwächen, die Finanzkraft der UdSSR zu schwächen, die Wirtschaft durcheinander zu bringen, um die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der Finanzpolitik der Sowjetmacht, Unzufriedenheit mit den Steuern, Unzufriedenheit mit der schlechten Bedienung der Bevölkerung durch die Sparkassen, mit der Verzögerung der Lohnauszahlung u. a. m. hervorzurufen, was alles zu einer organisierten breiten Unzufriedenheit mit der Sowjetmacht führen und den Verschwörern die Werbung von Anhängern und die Entfaltung von Aufstandshandlungen erleichtern sollte.“ (Bd. 9, Blatt 79)

Der Angeklagte Selenski und die von ihm im Zentrosojus (Genossenschaftszentrale) und im Genossenschaftssystem organisierten Schädlingsgruppen brachten Verwirrung in die Planierung von Waren, wie Zucker, Butter, Eier, Machorka u. a. m., hemmten mit Vorbedacht die Belieferung des Dorfes mit Waren, brachten allseitig Verwirrung in die Registrierung und Rechnungslegung, wodurch strafloser Raub und Verschleuderung, von Staatsmitteln begünstigt und die Benachteiligung und Bestehlung des Verbrauchers gefördert wurde.

In Bezug auf das von ihm im Zentrosojus festgelegte Schädlingssystem der Warenbestandführung und Rechnungslegung sagte der Angeklagte Selenski aus:

„Bei einer solchen Lage blieb der Dieb unbestraft, während der ehrliche Mitarbeiter infolge der verwickelten Bestandführung sich verstrickte und bald als Defraudant dastand.“ (Bd. 10, Blatt 56)

Eine verräterische Schädlingstätigkeit entwickelte in bedeutenden Ausmaßen auch der jetzt entlarvte Agent ausländischer Spionagedienste, der Angeklagte Rosengolz.

Über seine verräterische Tätigkeit auf diesem Gebiet sagte der Angeklagte Rosengolz folgendes aus:

„Soweit Trotzki ein Übereinkommen mit Deutschland und Japan getroffen hatte, worüber ich informiert wurde (und zwar sowohl während der Unterhandlungen - bei meinem Zusammentreffen mit Sedow im Jahre 1933, als auch über das zustande gekommene Übereinkommen - bei meinem Zusammentreffen mit ihm im Jahre 1934), und da ich in dieser Beziehung eine entsprechende Weisung Trotzkis hatte, diente auch meine Schädlingsarbeit im „Aussenhandel demselben Zweck.“ (Bd. 6, Blatt 48)

Gleichzeitig mit der Organisierung der aktiven Diversions- und Schädlingstätigkeit machten es sich die Verschwörer auf Befehl der faschistischen Spionagedienste zur Aufgabe, eine Banditen-Aufstandsbewegung in unseren Lande hervorzurufen, indem sie die bewaffnete Erhebung ihrer antisowjetischen Aufstandsbanden im Rücken der Roten Armee für den Moment des Beginns einer Intervention gegen die UdSSR ansetzten.

Der Angeklagte Rykow sagte aus:

„Wir beschritten den Weg des gewaltsamen Sturzes der Führung der Partei und der Sowjetmacht und beschlossen, diesen Sturz durch die Organisierung von Kulakenaufständen herbeizuführen.“ (Bd. 1, Blatt 150, Rücks.)

Die Untersuchung hat ergeben, dass diese in Vorbereitung befindlichen bewaffneten Kulakenaktionen im Rücken der Roten Armee von den Plänen und Berechnungen der faschistischen Staaten abhängig waren, die einen Überfall auf die UdSSR vorbereiteten, und dass sich die rechten und trotzkistischen Verschwörer eben auf das Signal der Generalstäbe der faschistischen Länder zu ihrer Aktion vorbereiteten.

In Erfüllung dieser Direktiven der faschistischen Spionagedienste sammelten die Teilnehmer der Verschwörung Kader für Banditen-Aufstände, indem sie sie für bewaffnete Aktionen im Fernen Osten, im Nordkaukasus lind in anderen Gebieten der Sowjetunion, im Besonderen in Usbekistan, vorbereiteten.

Diesbezüglich sagte der Angeklagte Chodshajew aus:

„Die Hauptaufgabe der praktischen Arbeit unserer Organisationen war die Vorbereitung aktiver antisowjetischer Kader und deren Erziehung im Geiste des Kampfes gegen die UdSSR. Wir orientierten die Teilnehmer der Organisation darauf, dass der Kampf gegen die Sowjetmacht scharfe Formen annehmen und sich bis zu bewaffneten Zusammenstößen steigern werde. Deshalb waren wir darauf bedacht, die Kampfkräfte der Teilnehmer unserer Organisation vorzubereiten.“ (Bd. 13, Blatt 66)

Die Organisatoren der Kader für Banditen-Aufstände stützten sich lediglich auf die Überreste der alten konterrevolutionären Elemente und rechneten auf eine Auffüllung ihrer Aufstandsreserven durch Überreste der Basmatschen und Weißgardisten, die auf das Territorium der UdSSR gesandt werden sollten, sowie durch Kriminalverbrecher, Insassen der Häftlingslager u. a. m.

Der Angeklagte Ikramow sagte über die Banditen-Aufstandstätigkeit in der von ihm geleiteten bürgerlich-nationalistischen Organisation in Usbekistan aus:

„Wir hüteten die notwendigen Kader, die in der Zukunft für den bewaffneten Kampf gegen die Sowjetmacht ausgenützt werden sollten. Diese Kader bestanden in erster Linie aus Überresten des Kulakentums, Geistlichen und ehemaligen Basmatschen. Wir stellten den Mitgliedern unserer Organisation, die in den Rayons leitende Posten bekleideten, die Aufgabe, diese Kader zu erhalten. Ausserdem nahmen wir an, dass während der bewaffneten Aktion die seinerzeit geflüchteten Reste der Basmatschenbanden von jenseits der Grenze auf das Sowjetterritorium eindringen würden.“ (Bd. 12, Blatt 56)

Durch die Materialien der Untersuchung und die Aussagen der Angeklagten Bucharin, Subarew, Selenski und anderer ist festgestellt, dass sie eifrig Aufstandskader vorbereiteten und dazu möglichst viele Rayons der UdSSR zu erfassen suchten, wobei die Leiter der Verschwörung zwecks größtmöglicher Erweiterung der Aufstandsbasis auch mit der illegal wirkenden Organisation der Sozialrevolutionäre einen Kontakt herstellten.

So sagte der Angeklagte Bucharin aus:

„Die Herstellung der Verbindungen mit den Sozialrevolutionären fällt in die Zeit, wo die Organisation der Rechten ihre Zuversicht auf Kulakenaufstände setzte. Im Zusammenhang damit, dass die Rechten den Weg der Organisierung solcher Aufstände beschritten, ergab sich die Notwendigkeit der Verbindung mit den Sozialrevolutionären, die in den Kulakenschichten des Dorfes ihre Wurzeln hatten.
...Ich persönlich habe durch Semjonow die Verbindung mit dem illegalen Zentralkomitee der Sozialrevolutionäre in der Union aufgenommen und durch Tschlenow mit dem ausländischen Zentralkomitee der Sozialrevolutionäre in Paris.“ (Bd. 5, Blatt 90, 91)

Dies ist die Kette der Schandtaten des „Blocks der Rechten und Trotzkisten“, der im Laufe mehrerer Jahre seine verräterische Tätigkeit im Interesse auswärtiger, der UdSSR feindlich gesinnter Staaten ausübte.

II. Die Ermordung führender Persönlichkeiten des Sowjetstaates S. M. Kirow, W . R. Menshinski, W . W . Kuibyschew, A. M. Gorki. - Die Verschwörung gegen W . I. Lenin im Jahre 1918

Ohne Hoffnung, die Sowjetordnung durch Methoden der Spionage, der Schädlingsarbeit, der Diversionen, der Kulakenaufstände stürzen zu können, sind die von Wut und Hass gegen die UdSSR erfüllten rechten und trotzkistischen Verschwörer dazu übergegangen, Terrorakte gegen die Führer der Regierung und der KPdSU(B) vorzubereiten und durchzuführen.

Wie durch die Untersuchung festgestellt wurde, hat der „Block der Rechten und Trotzkisten“ auf unmittelbare Verabredung mit denn japanischen und deutschen Spionagedienst und im Auftrage des Volksfeindes L. Trotzki eine Reihe Terrorakte gegen die besten Männer unserer Heimat organisiert und ausgeführt.

Den Übergang des „Blocks der Rechten und Trotzkisten“ zum Terror begründete der Angeklagte Rykow folgendermaßen:

„In Anbetracht des illegalen, verschwörerischen Charakters der konterrevolutionären Organisation der Rechten, in Anbetracht dessen, dass sie keinerlei Massenbasis für ihre konterrevolutionäre Arbeit hatte, in Anbetracht dessen, dass keine Hoffnung bestand, auf irgendeinen anderen Wege zur Macht zu gelangen, - gewährte die Akzeptierung des Terrors und einer ‚Palastrevolution’ nach Ansicht des Zentrums eine gewisse Perspektive.“ (Bd. 1, Blatt 50)

Der Angeklagte Bucharin, der in der Untersuchung gestanden hat, dass der „Block der Rechten und Trotzkisten“ bereits 1932 den Weg des Terrors beschritten hatte, sagte folgendes aus:

„Im gleichen Jahre 1932 erfuhr ich bei einer Zusammenkunft und Unterredung mit Pjatakow, dass er mit L. Sedow zusammengekommen sei und von Sedow die unmittelbare Direktive Trotzkis bekommen habe, zum Terror gegen die Führung der Partei und der Sowjetmacht überzugehen. Ich muss ferner gestehen, dass wir im Grunde genommen eben damals auf ein Übereinkommen mit den Terroristen eingingen, und mein Gespräch mit Pjatakow war ein Übereinkommen hinsichtlich der Koordinierung unserer und Trotzkis Handlungen, die auf den gewaltsamen Sturz der Führung der Partei und der Sowjetmacht hinzielten.“ (Bd. 5, Blatt 105, Rücks.)

Die terroristische Tätigkeit der Verschwörer war eng verbunden mit Ihrer gesamten defätistischen Tätigkeit, was beispielsweise durch die folgende Aussage des Angeklagten Iwanow bezeugt wird:

„In Bezug auf den Terror erklärte Bucharin, dass die ‚Liquidierung’, wie er sich ausdrückte, der Führer der Partei und der Sowjetmacht... für unseren Machtantritt sehr wichtig sei und zur Niederlage der UdSSR im Krieg beitragen wird.“ (Bd. 7, Blatt 81)

Den in dieser Hinsicht gefassten Beschlüssen folgend, entfaltete der Verschwörerblock eine ausgedehnte Tätigkeit zur Organisierung terroristischer Gruppen und die praktische Vorbereitung zur Ausführung von Terrorakten gegen Führer der KPdSU(B) und der Sowjetregierung.

Der Angeklagte Rykow sagte darüber folgendes aus:

„Zu jener Zeit hatten wir bereits den Weg des Terrors als einer der Methoden unseres Kampfes gegen die Sowjetmacht beschritten ... Diese unsere Stellungnahme lief auf unsere, und im Besonderen meine ganz konkrete Tätigkeit bei der Vorbereitung von Terrorakten gegen die Mitglieder des Politbüros, gegen die Führer der Partei und Regierung, vor allem aber gegen Stalin, Molotow, Kaganowitsch und Woroschilow hinaus. Im Jahre 1934 bereits gab ich der von mir geschaffenen Terroristengruppe Artemenko den Auftrag, die Automobile der Führer der Partei und der Regierung zu beobachten.“ (Bd. 1, Blatt 150, Rücks., 151)

Der Angeklagte Bucharin machte folgende Aussage über den Vorschlag des Sozialrevolutionärs Semjonow, eine terroristische Gruppe zu organisieren:

„Ich will die Wahrheit sagen und erkläre, dass ich diesen Vorschlag in einer Beratung dem Zentrum unterbreitet habe und dass wir beschlossen haben, Semjonow mit der Organisierung von terroristischen Gruppen zu beauftragen.“ (Bd. 5, Blatt 106, Rücks.)

Die Untersuchung hat festgestellt, dass der verruchte Mord an S. M. Kirow, den das Lenin grader trotzkistisch-sinowjewistische terroristische Zentrum am 1. Dezember 1934 ausgeführt hat, auch auf Beschluss des „Blocks der Rechten und Trotzkisten“ vollzogen wurde, dessen Teilnehmer in der vorliegenden Strafsache angeklagt sind.

Die Untersuchung hat festgestellt, dass einer der Mitbeteiligten an diesem frevelhaften Mord der Angeklagte Jagoda war, der folgendes aussagte:

„Dass die Ermordung S. M. Kirows auf Beschluss des Verschwörungszentrums vorbereitet wird, wusste ich im Voraus durch Jenukidse. Jenukidse legte mir nahe, der Organisierung dieses Terroraktes keine Hindernisse in den Weg zu legen, und ich erklärte mich dazu bereit. Zu diesem Zweck berief ich aus Lenin grad Saporoshez zu mir, dem ich die Weisung erteilte, dem in Vorbereitung befindlichen Terrorakt gegen S. M. Kirow keine Hindernisse in den Weg zu legen.“ (Bd. 2, Blatt 209)

Das ist von Saporoshez und Jenukidse in der Untersuchung bestätigt worden.

Die verbrecherische terroristische Tätigkeit der rechten und trotzkistischen Verräter und Verschwörer beschränkte sich nicht auf den Mord an S. M. Kirow.

Wie durch die Untersuchung in der vorliegenden Strafsache festgestellt wurde, sind A. M. Gorki, W .R. Menshinski und W. W. Kuibyschew Terrorakten zum Opfer gefallen, die im Auftrag des vereinigten Zentrums des „Blocks der Rechten und Trotzkisten“ ausgeführt wurden.

Über die Gründe, die die rechten und trotzkistischen Verschwörer zu dem in seiner Ungeheuerlichkeit beispiellosen Mord an A. M. Gorki veranlaßt haben, sagte der Angeklagte Jagoda aus:

„Das vereinigte Zentrum der Organisation der Rechten und Trotzkisten suchte lange Zeit hindurch Gorki zu bearbeiten und ihn von der Freundschaft zu Stalin loszulösen. Zu diesem Zweck wurden Kamenew, Tomski und eine Reihe anderer Gorki beigegeben. Aber reale Resultate ergab das nicht. Gorki blieb Stalin nach wie vor treu und ein glühender Anhänger und Verteidiger seiner Linie. Bei einer ernsten Stellung der Frage des Sturzes der Stalinschen Führung und der Machtergreifung durch die Rechten und Trotzkisten konnte das Zentrum nicht den außerordentlichen Einfluss Gorkis im Lande, seine Autorität im Ausland unberücksichtigt lassen. Wenn Gorki leben wird, so wird er seine Stimme des Protestes gegen uns erheben. Wir können das. nicht zulassen. Daher war das vereinigte Zentrum, nachdem, es sich von der Unmöglichkeit der Loslösung Gorkis von Stalin überzeugt hatte, genötigt, den Beschluss über die Liquidierung Gorkis zu fassen.“ (Bd. 2, Blatt 200)

Die Aussagen des Angeklagten Jagoda bestätigt vollkommen auch der Angeklagte Rykow, der bei dem Verhör durch den Staatsanwalt der Union am 10. Januar d. J. aussagte:

„Mir ist bekannt, dass Trotzki durch seine Vertreter im Kontakt-Zentrum die Hassstimmungen gegen Gorki in jeder Weise schürte. Dies erklärt sich natürlich dadurch, dass Trotzki sehr gut wusste, dass Gorki ihn als Hochstapler und. Abenteurer betrachtet. Anderseits ist allgemein bekannt, wie nahe die Freundschaft Gorkis zu Stalin war, und der Umstand, dass er ein unbeugsamer politischer Anhänger Stalins war, hatte das erbitterte Verhalten unserer Organisation zu ihm zur Folge.“ (Rd. 1, Blatt 166, Rücks.)

Der Angeklagte Rykow fügte dem hinzu:

„Im Jahre 1935 hatte ich eine Unterredung mit Jenukidse, der mir direkt erklärte, dass der trotzkistisch-sinowjewistische Teil des Blocks auf die Liquidierung der politischen Aktivität Gorkis bestehe und zur Verwirklichung dessen vor keinerlei Mitteln zurückschrecken werde. Aus dieser Unterredung wurde mir klar, dass es sich auch um terroristische Methoden der Liquidierung Gorkis handeln könne.“ (Bd. 1, Blatt 166, Rücks., 167)

Dasselbe bestätigte auch der Angeklagte Bucharin, der aussagte, dass ihm Anfang 1935 von Tomski mitgeteilt wurde, dass

„...der trotzkistische Teil des vereinigten Zentrums des Blocks den Vorschlag einbrachte, einen feindlichen Akt gegen A. M. Gorki, als einem Anhänger der Stalinschen Politik zu organisieren.“ (Bd. 5, Blatt 119, Rücks.)

Hierbei erläuterte der Angeklagte Bucharin, er halte es nicht für ausgeschlossen, dass es sich damals gerade um die physische Beseitigung Gorkis handelte. Das es gerade um die Vorbereitung der physischen Beseitigung Gorkis ging, ist aus den Aussagen des Angeklagten Bessonow ersichtlich, der persönlich eine „Richtlinie“ dieser Art unmittelbar von L. Trotzki, während des Zusammentreffens mit letzterem Ende Juli 1934, erhielt.

Bei diesem Zusammentreffen erklärte Trotzki, wie der Angeklagte Bessonow aussagte, dass

„...es eine unverzeihliche Ziererei wäre, wenn wir nicht folgerichtig sofort zur physischen Beseitigung Stalins und aller seiner nächsten Kampfgefährten übergingen...“

und sagte dann:

M. Gorki steht Stalin sehr nahe. Er spielt eine außerordentlich große Rolle bei der Gewinnung der Sympathien der öffentlichen demokratischen Meinung der Welt und insbesondere Westeuropas für die UdSSR. Gorki ist sehr populär als nächster Freund Stalins und Verfechter der Generallinie der Partei. Unsere gestrigen Anhänger aus den Reihen der Intelligenz verlassen uns in bedeutendem Maße unter dem Einfluss Gorkis. Unter diesen Bedingungen ziehe ich die Schlussfolgerung, dass Gorki beseitigt werden muss. Überbringen Sie diesen meinen Auftrag Pjatakow in der aller kategorischsten Form: ‚Gorki um jeden Preis physisch vernichten’.“ (Bd. 11, Blatt 74, 75)

Auf Grund dieser Direktive des Volksfeindes L. Trotzki fasste denn auch der „Block der Rechten und Trotzkisten“ seinen ungeheuerlichen Beschluss über die Ermordung A. M. Gorkis.

„Die Ausführung dieses Beschlusses wurde mir übertragen“, sagte der Angeklagte Jagoda aus.

Als unmittelbare Ausführer dieses verruchten Planes zog der Angeklagte Jagoda die in der vorliegenden Strafsache Angeklagten - den ehemaligen Hausarzt A. M. Gorkis, Dr. L. G.Lewin, den Professor D. D. Pletnjow, den Sekretär A. M. Gorkis, P. P. Krjutschkow, und seinen eigenen Sekretär P. P. Bulanow heran.

Einer der Organisatoren dieses Verbrechens, der Angeklagte Bulanow, sagte aus:

„An der Tötung A. M. Gorkis waren unmittelbar beteiligt: Professor Pletnjow, Dr. Lewin und Gorkis Sekretär Krjutschkow. Ich persönlich z. B. war Zeuge dessen, wie Jagoda mehr als einmal Krjutschkow zu sich rief, wobei er dem letzteren riet, bei Gorki eine Erkältung hervorzurufen, bei ihm auf die eine oder andere Weise eine Krankheit hervorzurufen; Jagoda betonte, dass der Zustand der Lungen Gorkis derart sei, dass jede Erkältungskrankheit die Aussichten seines Todes beschleunigt. Das übrige würden schon Pletnjow und Lewin besorgen, die in dieser Hinsicht die entsprechenden Aufträge hätten.“ (Bd. 16, Blatt 72)

Der Angeklagte Pletnjow, der unmittelbar an der Ermordung A. M. Gorkis und W. W. Kuibyschews beteiligt war, sagte aus:

Jagoda erklärte mir, dass ich ihm bei der physischen Beseitigung einiger politischer Führer des Landes helfen solle. Er schlug mir direkt vor, meine Stellung als behandelnder Arzt hei W. W. Kuibyschew und A. M. Gorki auszunutzen und ihren Tod durch Anwendung unrichtiger Behandlungsmethoden zu beschleunigen. Ich versuchte abzulehnen, war aber schließlich genötigt, mein Einverständnis zu geben. Danach teilte mir Jagoda mit, dass mein Mithelfer Dr. Lewin sein werde, und in Bezug auf A. M. Gorki außerdem der Sekretär A. M. Gorkis P. P. Krjutschkow.

Nachdem ich diesen schrecklichen Auftrag Jagodas entgegengenommen hatte, arbeitete ich zusammen mit Dr. Lewin den Plan zur Ermordung A. M. Gorkis und W. W. Kuibyschews aus.

Ich muss gestehen, dass bei meiner Zustimmung zu diesen Verbrechen auch meine antisowjetischen Stimmungen ihre Rolle gespielt haben. Diese meine antisowjetischen Stimmungen habe ich bis zu meiner Verhaftung in jeder Weise verheimlicht, benahm mich doppelzünglerisch und erklärte, dass ich ein Sowjetmensch sei.“ (Bd. 18, Blatt 72,. 73)

Dasselbe bestätigte auch der Angeklagte Lewin, der aussagte:

„Ich bekenne, dass ich mit Vorbedacht durch Anwendung einer falschen Behandlung und durch die Verwendung von Arzneien, die der gegebenen Krankheit nicht entsprachen, zusammen mit meinen Mittätern, im Einvernehmen mit Jagoda, den vorzeitigen Tod MaximGorkis und Kuibyschews verschuldet habe.“ (Bd. 17, Blatt 19)

Die Angeklagten Lewin und Pletnjow machten bei der Unterausführliche Aussagen darüber, wie sie praktisch die Tötung A. M. Gorkis und W. W. Kuibyschews verwirklichten.

Wie durch die Untersuchung festgestellt wurde, war bei der Organisierung des Todes W. W. Kuibyschews auch der Sekretär W. W. Kuibyschews, der Angeklagte Maximow, aktiv beteiligt, der folgendes aussagte:

„Ich beging dieses Verbrechen als Mitglied der konterrevolutionären Organisation der Rechten, der ich mich bereits 1928 angeschlossen habe.
Jagoda wusste ebenfalls von meiner Zugehörigkeit zur konterrevolutionären Organisation und wohnte einer meiner Unterredungen mit Jenukidse bei, bei der wir den Plan der Beseitigung Kuibyschews ausarbeiteten.“ (Bd. 20, Blatt 45, Rücks.)

Auf direkte Weisung Jagodas wurde von den Angeklagten Dr. Lewin und Dr. Kasakow auch der Vorsitzende der Vereinigten Staatlichen Politischen Verwaltung, W. R. Menshinski, ermordet.

Der Angeklagte Kasakow sagte beim Verhör durch den Staatsanwalt der Union am 4. Februar d. J. aus:

Jagoda erklärte mir, dass Menshinski mir wohlgesinnt sei und mir vertraue, deswegen müsse mir, zusammen mit dem Dr. Lewin, die Beseitigung Menshinskis gelingen. Jagoda gab mir die folgende Weisung: ich solle zusammen mit Dr. Lewin eine solche Methode der Behandlung W. R. Menshinskis ausarbeiten, die die Beschleunigung seines Todes gewährleisten und seinem Leben so schnell wie möglich ein Ende bereiten würde...“ (Bd. 19, Blatt 51, Rücks.)

Nachdem er weiter den Inhalt seiner Besprechung mit dem Angeklagten Jagoda über die Notwendigkeit der beschleunigten Herbeiführung des Todes W. R. Menshinskis dargelegt hat, sagte der Angeklagte Kasakow aus:

„Nach dieser Unterredung mit Jagoda arbeitete ich zusammen mit Lewin eine solche Methode der Behandlung W. R. Menshinskis aus, die faktisch seine letzten Kräfte zerstörte und das rascheste Eintreten seines Todes bewirkte. Ich und Lewin haben auf diese Weise faktisch W. R. Menshinski ermordet.
Ich gab Dr. Lewin eine von mir zusammengestellte Mischung von Lysaten, die in Verbindung mit Alkoloiden zu dem uns nötigen Resultat, d. h. zur faktischen Ermordung Menshinskis führten.“ (11d. 19, Matt 51, Rücks.)

Dies bestätigten völlig auch die Angeklagten L. G. Lewin und P. P. Bulanow.

Der Angeklagte L. G. Lewin bestätigte, dass er, Lewin, nachdem er von denn Angeklagten Jagoda den Auftrag zur beschleunigten Herbeiführung des Todes W. R. Menshinskis erhalten hatte, beschloss, zur Durchführung dieses Verbrechens den Dr. Kasakow hinzuzuziehen.

Der Angeklagte Lewin sagte aus:

„Ich sagte, dass dies am besten Kasakow tun könne, da er mit Präparaten arbeite, die er selbst unkontrolliert in seinem Laboratorium herstelle; was er einspritzt, ist nur ihm allein bekannt.
Nach vorhergehenden vorbereitenden Unterredungen mit Kasakow übergab ich ihm die Direktive, die ich von Jagoda erhalten hatte. Er schwankte im Anfang sehr, weil er die Aufdeckung des Verbrechens fürchtete, erklärte sich dann aber einverstanden. Ich fragte ihn nicht, was er angewandt habe, umso mehr als er gewöhnlich seine Präparate geheim hielt, aber ich wusste, dass er in dieser Hinsicht weitgehende Möglichkeiten hatte.
Der Tod W. R. Menshinskis erfolgte plötzlich, während des Schlafes, wenn ich nicht irre, am Vorabend des Todes MaximPeschkows (des Sohnes A. M. Gorkis), infolge von Herzlähmung. Ich zweifelte nicht, dass dies das Werk Kasakows war.“ (Bd. 17, Blatt 54, 55)

Der Angeklagte Bulanow sagte bezüglich der Ermordung W. R. Menshinskis aus:

„Die physische Beseitigung Menshinskis war von Jagoda seit langem geplant. Er hat in meinem Beisein wiederholt seine Unzufriedenheit darüber zum Ausdruck gebracht, dass Menshinski noch immer lebe und auf dem Posten des Leiters der Vereinigten Staatlichen Politischen Verwaltung stehe. Dann sagte er offen, dass man Menshinski aus dem Wege schaffen müsse. Dies durch Dr. Lewin zu organisieren, war schwer, da MenshinskiLewin nicht liebte und sich von ihm nicht behandeln lassen wollte. Ich schlug Jagoda damals vor, irgendeinen anderen Arzt hei Menshinski ‚anzubringen’. So geschah es denn auch, und unter Mitwirkung des Dr. Lewin wurde bei Menshinski der Doktor Kasakow ‚angebracht’, der dann auch die Sache zu Ende führte, d. h. einfacher gesagt, den Tod Menshinskis mittels bewusst falscher Behandlung beschleunigte.“ (Bd. 16, Blatt 75)

Außer der Ermordung A. M. Gorkis und W. W. Kuibyschews führten die Angeklagten Lewin und Krjutschkow in direkten Auftrag des Angeklagten Jagoda in derselben Weise im Jahre 1934 auch den Tod M. A. Peschkows, des Sohnes A. M. Gorkis, herbei.

Hierzu sagte der Angeklagte Lewin aus:

„Ich bekenne mich schuldig an der Ermordung Maxims und möchte hier darauf hinweisen, dass ich dies auf direkte Forderung Jagodas tat. Mir fehlte die Zivilcourage, abzulehnen, und ich wurde zum Mörder.“ (Bd. 17, Blatt 138, Rücks.)

Der Angeklagte Krjutschkow, der an den von Jagoda organisierten Verbrechen aktiv beteiligt war, sagte aus:

„Bei diesen Verbrechen folgte ich den Direktiven einiger Teilnehmer der antisowjetischen Organisation der Rechten. Insbesondere den Direktiven Jagodas. Gerade von Jagoda erhielt ich die Weisung zur gewaltsamen Beseitigung MaximPeschkows und danach auch Alexej Maximowitsch Gorkis.
Außer mir zog Jagoda zur Teilnahme an diesem Verbrechen auch die Arzte Lewin und Winogradow und den Professor Pletnjow hinzu.“ (Bd. 21, Blatt 16)

Der Angeklagte Jagoda bestätigte, dass M. A. Peschkow in seinem Auftrag ermordet wurde und sagte aus:

„Im Mai 1934 erkrankte unter Mitwirkung KrjutschkowsMax (M. A. Peschkow) an einer kruppösen Lungenentzündung, und die Arzte Lewin, Winogradow und Pletnjow kurierten ihn zu Tode.“ (Bd. 2, Blatt 193)

Der Angeklagte Jagoda traf nach seiner Enthebung vorn Posten des Volkskommissars für Innere Angelegenheiten der UdSSR auch Maßnahmen zur Durchführung der Ermordung des Volkskommissars für Innere Angelegenheiten der UdSSR, des Genossen N. I. Jeshow.

Der Angeklagte Jagoda legt in seinen Aussagen folgendermaßen die Gründe dar, die ihn veranlassten, den Terrorakt gegen N. I. Jeshow zu forcieren:

„Meine Entfernung von der Arbeit im Volkskommissariat für Innere Angelegenheiten, meine Ersetzung durch Jeshow bedeuteten den völligen Bankrott unserer Verschwörung, weil es damit unmöglich wurde, die Zerschlagung der Kader der antisowjetischen Organisation aufzuhalten. Jeshow wird alles ausgraben, - man muss sich Jeshows entledigen. Das war die einzige Entscheidung, zu der ich kam und die ich entschieden vorzubereiten begann...“ (Bd. 2, Blatt 141, 142)

Diesen seinen Plan versuchte Jagoda durch seine Mittäter zu verwirklichen, unter denen die hervorragendste Rolle der Angeklagte Bulanow spielte.

Nach dem Geständnis des Angeklagten Jagoda und des Angeklagten Bulanow sollte die Ermordung des Genossen N. I. Jeshow mittels eines für diesen Zweck speziell hergestellten Giftes herbeigeführt werden.

„Als Jagoda aus dem Volkskommissariat für Innere Angelegenheiten entfernt worden war - sagte der Angeklagte Bulanow - gab er mir und seinem persönlichen Beauftragten Sawolainen den direkten Auftrag, Jeshow zu vergiften.“ (Bd. 16, Blatt 27)

Nach ausführlicher Schilderung der Mittel, mit deren Hilfe der Angeklagte Jagoda die Ermordung des Genossen N. I. Jeshow zu verwirklichen suchte, sagte der Angeklagte Bulanow aus, dass er, Bulanow selbst, die Mischung, die für die Vergiftung des Genossen Jeshow bestimmt war, hergestellt habe.

Der Angeklagte Jagoda gestand bei dem Verhör in der Staatsanwaltschaft der Union der SSR dieses sein Verbrechen vollkommen ein und sagte aus:

„Ja, ich muss gestehen, dass ich dieses Verbrechen vorbereitet habe. Ich organisierte die Vorbereitung der Ermordung Jeshows als eines Menschen, der für die konterrevolutionäre Verschwörung gefährlich war und der unsere konterrevolutionäre Organisation entlarven konnte.“ (Bd. 2, Blatt 209)

Somit erachtet die Untersuchung, als unzweifelhaft festgestellt, dass die in der vorliegenden Strafsache zur strafrechtlichen Verantwortung gezogenen leitenden Teilnehmer des „Blocks der Rechten und Trotzkisten) Terrorakte gegen S. M. Kirow, W. R. Menshinski, W. W. Kuibyschew, A. M. Gorki, M. A. Peschkow durchgeführt und eine Reihe anderer Terrorakte vorbereitet haben, deren Durchführung ihnen nicht gelang.

Die Ermordung von Sowjetpolitikern schloss den Kreis schwerster Staatsverbrechen, mit deren Hilfe die Bande verächtlicher Verräter unserer Heimat, von Provokateuren der zaristischen Ochrana, Söldlingen ausländischer Spionagedienste, die unser Land und unsere Freiheit den ausländischen Kapitalisten verkauften, den faschistischen Plan des Sturzes der Sowjetordnung und der Wiederherstellung des Kapitalismus in unserem Lande zu verwirklichen suchten.

Wie sich jetzt herausgestellt hat, waren diese ungeheuerlichen Verbrechen weder für die Trotzkisten noch für die Rechten ein Zufall.

Durch die Untersuchung wurde festgestellt, dass schon im Jahre 1918, unmittelbar nach der Oktoberrevolution, in der Periode des Abschlusses des Brester Friedens, Bucharin mit seiner Gruppe der so genannten „linken Kommunisten“ und Trotzki mit seiner Gruppe zusammen mit den „linken“ Sozialrevolutionären eine Verschwörung gegen W. I. Lenin als das Haupt der Sowjetregierung organisierten.

Bucharin und die anderen Verschwörer stellten sich damals, wie aus den Materialien der Untersuchung hervorgeht, das Ziel, den Brester Frieden zu hintertreiben, die Sowjetregierung zu stürzen, W. I. Lenin , J. W. Stalin und J. M. Swerdlow zu verhaften und zu ermorden und eine neue Regierung aus Bucharinleuten, die sich damals zur Maskierung „linke Kommunisten“ nannten, aus Trotzkisten und „linken“ Sozialrevolutionären zu bilden.

Das am 19. und 20. Februar dieses Jahres in der Staatsanwaltschaft der Union verhörte ehemalige Mitglied des Zentralkomitees der Partei der „linken“ Sozialrevolutionäre W. A. Karelin machte über die Verschwörertätigkeit der Sozialrevolutionäre und der Bucharinleute im Jahre 1918 folgende Aussage:

„Das endgültige Abkommen mit den ‚linken Kommunisten’ im Kampfe gegen die Sowjetregierung mit Lenin , Stalin und Swerdlow an der Spitze wurde von uns nach dem VII. Parteitag der Kommunistischen Partei erreicht.
Die Verhandlungen mit den ‚linken Kommunisten’ wurden im Auftrage des ZK der ‚linken’ Sozialrevolutionäre von Kamkow, Proschjan und mir geführt.“ (Bd. 44, Blatt 86)

Über den Charakter dieser Verhandlungen und die Rolle des Angeklagten N. I. Bucharin sprechend, sagte W. A. Karelin weiter aus:

„Der Vorschlag Bucharins war, bei der Verhaftung der Regierung nicht stehen zu bleiben, sondern die physische Vernichtung der Führer der Sowjetmacht und in erster Linie Lenin s und Stalins durchzuführen.“ (Bd. 44, Blatt 38)

Dasselbe bestätigten auch andere, in der vorliegenden Strafsache als Zeugen verhörte Personen.

Einer der ehemaligen Leiter des Zentralkomitees der Partei der „linken“ Sozialrevolutionäre, B. D. Kamkow, sagte aus:

„Ich persönlich hatte eine Unterredung mit Bucharin, der mir etwa folgendes erklärte: ‚Der Kampf innerhalb unserer Partei gegen die Stellung Lenin s in der Frage des Brester Friedens nimmt scharfe Formen an. In unseren Reihen wird die Frage über die Bildung einer neuen Regierung aus „linken“ Sozialrevolutionären und „linken Kommunisten“ debattiert.’ Hierbei nannte BucharinPjatakow als möglichen Kandidaten für die Führung der neuen Regierung und erklärte, dass die Absetzung der Regierung auf dem Weste der Verhaftung ihrer Mitglieder mit Lenin an der Spitze gedacht sei.
Die weiteren Verhandlungen mit Bucharin wurden von Karelin und Proschjan geführt. Gegen Ende März wurde zwischen den ‚linken Kommunisten’ und den ‚linken’ Sozialrevolutionären eine endgültige Vereinbarung darüber erreicht, dass: 1. die ‚linken Kommunisten’ Im Kampfe gegen die Bolschewiki und die Sowjetregierung den ‚linken’ Sozialrevolutionären organisatorische und politische Hilfe leisten; 2. durch gemeinsame Aktionen der ‚linken’ Sozialrevolutionäre und ‚linken Kommunisten’ soll die Regierung Lenin s gestürzt und eine neue Regierung aus ‚linken Kommunisten’ und ‚linken’ Sozialrevolutionären gebildet werden.
Danach organisierten die ‚linken’ Sozialrevolutionäre die Ermordung Mirbachs und den Juli-Putsch. Über die Vorbereitung der Ermordung Mirbachs und des Juli-Putsches waren die ‚linken’ Kommunisten vollkommen auf dem laufenden.“ (Bd. 44, Blatt 92, Rücks.)

Die in der Staatsanwaltschaft der UdSSR am 19. Februar dieses Jahres als Zeugen verhörten ehemaligen Leiter und aktiven Teilnehmer der Gruppe der „linken Kommunisten“ W. N. Jakowlewa, W. W. Ossinski und W. N. Manzew bestätigten vollinhaltlich, dass 1918 eine Verschwörung bestanden hatte, die auf Initiative des Angeklagten Bucharin durch den Block der „linken Kommunisten“ und „linken“ Sozialrevolutionäre gegen W. I. Lenin als das Haupt der Sowjetregierung organisiert worden war.

So sagte W. N. Jakowlewa aus:

Bucharin entwickelte mir den Gedanken, dass der politische Kampf immer schärfere Formen annehme und dass die Dinge sich nicht auf die politische Formulierung des Misstrauens gegenüber dem ZK der Partei allein beschränken können. Bucharin erklärte, dass die Dinge unweigerlich bis zur Absetzung der Führung gehen müssen und dass im Zusammenhang damit die Frage der Verhaftung Lenin s, Stalins und Swerdlows und sogar ihrer physischen Vernichtung aktuell sei.“ (Bd. 44, Blatt 77)

W. W. Ossinski sagte hierüber aus:

„Die Hauptbesprechung über unsere Maßnahmen zum Sturz der Regierung Lenin s hatte ich mit N. I. Bucharin...
Etwa im Mai 1918 (oder Ende April) hatte ich eine Unterredung mit Bucharin, in der ich ihn fragte, inwieweit das, was ich über seine Absichten hinsichtlich der Verhaftung der Regierung Lenin s erfahren hätte, zuträfe.
Bucharin leugnete nicht, dass er solche Absichten habe.“ (Bd. 44, Blatt 54)

Weiter über diese „Maßnahmen“ sprechend, sagte W. W. Ossinski aus:

„Von dem Block der ‚linken Kommunisten’ mit den ‚linken’ Sozialrevolutionären hatte ich von Jakowlewa und danach von Bucharin erfahren. Ich erfuhr auch von ihnen, dass Bucharin im März oder April 1918 im Büro (des Moskauer Gebiets) mit dem Vorschlag hervorgetreten war, Lenin , Stalin und Swerdlow zu verhaften. Hierbei habe Bucharin betont, dass er dem Standpunkt zuneige, dass nach der Verhaftung der Regierung es notwendig sein werde, Lenin , Stalin und Swerdlow physisch zu vernichten.“ (Bd. 44, Blatt 88, Rücks.)

Eine analoge Aussage machte auch W. N. Manzew, der in der Staatsanwaltschaft der Union am 20. Februar verhört wurde, nämlich:

„Ich bestätige, dass zwischen den ‚linken Kommunisten’ und den ‚linken’ Sozialrevolutionären ein Block geschlossen wurde.
Ich bestätige, dass, etwa im März-April, in einer engeren Sitzung des Büros Bucharin einen Bericht erstattete, in dem er eine Reihe verleumderischer Behauptungen gegen die Sowjetregierung machte und vorschlug, den Sturz der Sowjetmacht zu organisieren und Lenin , Stalin und Swerdlow zu verhaften, um sie physisch zu vernichten.“ (Bd. 44, Blatt 82)

Über die Rolle L. Trotzkis bei der Verschwörung gegen W. I. Lenin im Jahre 1918 sagte der Angeklagte Bucharin aus:

„Um diese Zeit tauchte erneut der Gedanke eines Staatsstreichs und der Verhaftung Lenin s, Stalins und Swerdlows als der ausschlaggebenden Personen der Führung der Partei und der Sowjetmacht auf, diesmal aber auf Initiative Trotzkis, dem der Vorschlag der ‚linken’ Sozialrevolutionäre offenbar, wie ich annehme, durch Pjatakow bekannt wurde.“ (Bd. 5, Blatt 124)

Die in der Voruntersuchung verhörte W . N. Jakowlewa sagte aus:

Trotzki war der Meinung, dass der politische Kampf sich erst ganz in seinen Anfängen befinde, dass er sich bis zu den aggressivsten Formen steigern könne, dass die ‚linken Kommunisten’ gegen den Standpunkt Lenin s in der Frage des Friedens bei den ‚linken’ Sozialrevolutionären und anderen Parteien Unterstützung finden würden, dass es nötig sei, den Sturz der Regierung und die Verhaftung ihrer Führer mit Lenin und Stalin an der Spitze vorzubereiten. Trotzki war der Meinung, dass in einer so zugespitzten Periode der Revolution die Dinge bei der weiteren Entwicklung des Kampfes sich möglicherweise nicht auf die Verhaftung der Führer beschränken werden, dass sich aus der Verhaftung mit; logischer Konsequenz auch die Frage ihrer physischen Beseitigung ergebe.“ (Bd. 44, Blatt 78)

Einer der Führer der Gruppe der „linken Kommunisten“, W. N. Manzew, in der Voruntersuchung verhört, sagte aus:

„Einige Tage nach der Unterredung mit Jakowlewa lud mich Trotzki zu sich ein. Ich hatte damals mit ihm eine lange Unterredung in seiner Wohnung, wobei Trotzki ausführlich den Gedanken der Notwendigkeit der Ermordung Lenin s und Stalins entwickelte.“ (Bd. 44, Blatt 84)

Die Untersuchung verfügt gegenwärtig über unwiderlegbares Beweismaterial darüber, dass das am 30. August 1918 von der sozialrevolutionären Terroristin F. Kaplan ausgeführte verruchte Attentat gegen das Leben W. I. Lenin s das direkte Ergebnis der Verwirklichung der verbrecherischen Pläne der „linken Kommunisten“ mit N. I. Bucharin an der Spitze und ihrer Komplicen, der „linken“ und rechten Sozialrevolutionäre darstelle, und auf Initiative des Angeklagten Bucharin erfolgte.

Bei dem Verhör in der Staatsanwaltschaft der Union der SSR vom 19. Februar dieses Jahres sagte W. A. Karelin aus:

„Ich muss auch das schwerste Verbrechen eingestehen die Teilnahme der ‚linken’ Sozialrevolutionäre und ‚linken Kommunisten’ an der Organisierung des Attentats gegen Lenin . Zwanzig Jahre lang wurde diese Tatsache vor dem Sowjetvolke verheimlicht. Es wurde verheimlicht, dass wir zusammen mit den rechten Sozialrevolutionären auf Drängen Bucharins den Versuch gemacht haben, Lenin zu ermorden. Der Prozess der rechten Sozialrevolutionäre hat die wahren Umstände dieses Verbrechens nicht aufgedeckt und die Rolle nicht aufgehellt, die die ‚linken’ Sozialrevolutionäre und die ‚linken Kommunisten’ dabei gespielt haben.
Nach dem Juli-Putsch fasste das ZK der ‚linken’ Sozialrevolutionäre den Beschluss, zu terroristischen Kampfmethoden gegen die Sowjetregierung überzugehen.
Es muss bemerkt werden, dass Proschjan auch nach dem Putsch mit Bucharin zusammenkam, der vor ihm offen die Frage der physischen Vernichtung Lenin s stellte. Genauer gesagt, die Frage eines Terroraktes gegen Lenin wurde von Bucharin in der zweiten Hälfte des Juli 1918 aufgeworfen. Davon machte uns, den Mitgliedern des ZK der ‚linken’ Sozialrevolutionäre, Proschjan Mitteilung.
Eine derartige Forderung der ‚linken Kommunisten’ spielte ihre Rolle im Sinne der Beschleunigung des vom ZK der rechten Sozialrevolutionäre durchgeführten Terroraktes gegen Lenin .“ (Bd. 44, Blatt 86, 87)

Dasselbe bestätigte auch W. W. Ossinski, der bei dem Verhör am 19. Februar dieses Jahres folgendes aussagte:

„Ende 1918 sagte mir Stukow, der zusammen mit Bucharin mit den Sozialrevolutionären verbunden war, dass das Revolverattentat der rechten Sozialrevolutionärin Kaplan gegen Lenin nicht nur auf Weisung der Führung der rechten Sozialrevolutionäre ausgeführt worden sei, sondern auch das Ergebnis von Maßnahmen gewesen sei, die seinerzeit vom Block der ‚linken Kommunisten’ mit den Sozialrevolutionären beschlossen wurden und die auf die physische Vernichtung Lenin s, Stalins und Swerdlows abzielten.“ (Bd. 44, Blatt 89)

Bei den von der Staatsanwaltschaft der Union der SSR durchgeführten Konfrontierungen des Angeklagten Bucharin mit den Zeugen W. W. Ossinski, W. N. Jakowlewa, W. N. Manzew, W. A. Karelin und B. D. Kamkow bestätigten die letzteren vollinhaltlich ihre oben dargelegten Aussagen.

Unter der Last dieser Beweise gestand der Angeklagte Bucharin eine Reihe verbrecherischer Tatsachen und sagte aus:

„Ich muss gestehen, dass bei uns ein unmittelbarer Kontakt mit den ‚linken’ Sozialrevolutionären bestand, der auf der Plattform des gewaltsamen Sturzes der Sowjetregierung mit Lenin , Stalin und Swerdlow an der Spitze mit darauf folgender Verhaftung Lenin s, Stalins und Swerdlows und Bildung einer neuen Regierung aus ‚linken Kommunisten’ und ‚linken’ Sozialrevolutionären basierte.“ (Bd. 5, Blatt 122, Rücks.)

Das gegenwärtig feststehende Tatsachenmaterial über die von dem Angeklagten Bucharin und dem Volksfeind Trotzki im Jahre 1918 gegen den Sowjetstaat und seine Führer, W. I. Lenin , J. W. Stalin und J. M. Swerdlow, verübten Verbrechen werfen volles Licht auf die gesamte spätere verbrecherische konterrevolutionäre Tätigkeit der Bande Bucharins und Trotzkis, die gegenwärtig der schwersten Staatsverbrechen angeklagt ist, die sie im direkten Auftrag der faschistischen Spionagedienste in der Zeitspanne 1921-1937 begangen hat.

ANKLAGEFORMEL

Die Untersuchung erachtet als festgestellt:

  1. In den Jahren 1932 -1933 wurde im Auftrage der Spionagedienste der UdSSR feindlicher Staaten von den in der vorliegenden Strafsache Angeklagten eine Verschwörergruppe unter dem Namen „Block der Rechten und Trotzkisten“ gebildet, die sich zum Ziel setzte, Spionage zugunsten auswärtiger Staaten, Schädlingstätigkeit, Diversionen, Terrorakte, Untergrabung der Wehrkraft der UdSSR, Provozierung eines militärischen Überfalls dieser Staaten auf die UdSSR, Niederlage der UdSSR, Zerstückelung der UdSSR und Lostrennung der Ukraine, Belorusslands, der Mittelasiatischen Republiken, Georgiens, Armeniens, Aserbaidshans und des Fernöstlichen Küstengebiets (Primorje) zugunsten der erwähnten auswärtigen Staaten, endlich Sturz der in der UdSSR bestehenden sozialistischen Gesellschafts- und Staatsordnung und Wiederherstellung des Kapitalismus und der Macht der Bourgeoisie in der UdSSR.
  2. Der „Block der Rechten und Trotzkisten“ ist mit einigen auswärtigen Staaten in Verbindung getreten, um von ihnen bewaffnete Hilfe zur Verwirklichung seiner verbrecherischen Absichten zu erhalten.
  3. Der „Block der Rechten und Trotzkisten“ hat systematisch zugunsten dieser Staaten Spionage getrieben, indem er den ausländischen Spionagediensten wichtigste staatliche Geheiminformationen lieferte.
  4. Der „Block der Rechten und Trotzkisten“ hat in verschiedenen Zweigen des sozialistischen Aufbaus (Industrie, Landwirtschaft, Eisenbahnverkehr, Finanzen, Kommunalwirtschaft usw.) systematisch Schädlings- und Diversionsakte durchgeführt.
  5. Der „Block der Rechten und Trotzkisten“ hat eine Reihe terroristischer Akte gegen die Führer der KPdSU(B) und der Sowjetunion organisiert und Terrorakte gegen S. M. Kirow, W. R. Menshinski, W. W. Kuibyschew, A. M. Gorki durchgeführt.

Sämtliche Angeklagten sind überführt sowohl durch die Aussagen der Zeugen als auch durch die in der Strafsache vorliegenden dokumentarischen Belege und Sachbeweise und haben sich in vollem Umfange der gegen sie erhobenen Anklagen für schuldig bekannt.

Auf Grund des Dargelegten werden angeklagt:

  1. Bucharin, Nikolai Iwanowitsch, geb. 1888;
  2. Rykow, Alexej Iwanowitsch, geb. 1881;
  3. Jagoda, Genrich Grigorjewitsch, geb. 1891;
  4. Krestinski, Nikolai Nikolajewitsch, geb. 1883;
  5. Rakowski, Christian Georgijewitsch, geb. 1873;
  6. Rosengolz, Arkadij Pawlowitsch, geb. 1889;
  7. Iwanow, Wladimir Iwanowitsch, geb. 1893;
  8. Tschernow, Michail Alexandrowitsch, geb. 1891;
  9. Grinko, Grigorij Fjodorowitsch, geb. 1890;
  10. Selenski, Isaak Abramowitsch, geb. 1890;
  11. Bessonow, Sergej Alexejewitsch, geb. 1892;
  12. Ikramow, Akmal, geb. 1898;
  13. Chodshajew, Faisulla, geb. 1896;
  14. Scharangowitsch, Wassilij Fomitsch, geb. 1897;
  15. Subarew, Prokopij Timofejewitsch, geb. 1886;
  16. Bulanow, Pawel Petrowitsch, geb. 1895;
  17. Lewin, Lew Grigorjewitsch, geb. 1870;
  18. Pletnjow, Dmitrij Dmitrijewitsch, geb. 1872;
  19. Kasakow, Ignatij Nikolajewitsch, geb. 1891;
  20. Maximow-Dikowski, Wenjamin Adamowitsch (Abramowitsch), geb. 1900;
  21. Krjutschkow, Pjotr Petrowitsch, geb. 1889 -

dass sie als aktive Teilnehmer einer antisowjetischen Verschwörung die schwersten Staatsverbrechen begangen haben, die in den Punkten 1-5 der Anklageformel erwähnt und unter die Artikel 58-1a, 58-2, 58-7, 58-8, 58-9 und 58-11 des Strafgesetzbuches der RSFSR fallen und dass die Angeklagten Iwanow, Selenski und Subarew außerdem Verbrechen begangen haben, die unter den Artikel 58-13 des Strafgesetzbuches der RSFSR fallen.

Infolge des oben Ausgeführten unterliegen alle oben genannten Angeklagten dem Gericht des Militärkollegiums des Obersten Gerichtshofes der Union der SSR.

Die Strafsache von W. W. Ossinski, W. N. Jakowlewa, W. N. Manzew, W. A. Karelin, B. D. Kamkow, I. N. Stukow, J. W . Artemenko, I. W . Saporoshez, I. M. Sawolainen, G. I. Semjonow und S. B. Tschlenow wird in ein besonderes Verfahren ausgeschieden.

Die Strafsache bezüglich des Dr. Winogradow, A. I. ist infolge seines Todes eingestellt.

Die Strafsache bezüglich A. S. Jenukidse wurde vom Militärkollegium des Obersten Gerichtshofes der UdSSR am 15. Dezember 1937 verhandelt.

Die vorliegende Anklageschrift wurde abgefasst in Moskau am 23. Februar 1938.

Der Staatsanwalt der Union der SSR
A. WYSCHINSKI

 

VORSITZENDER: Angeklagter Bucharin, bekennen Sie sich der gegen Sie erhobenen Anklagen schuldig?

BUCHARIN: Ja, Ich bekenne mich der gegen mich erhobenen Anklagen schuldig.

VORSITZENDER: Angeklagter Rykow, bekennen Sie sich der gegen Sie erhobenen Anklagen schuldig?

RYKOW: Ja, ich bekenne mich schuldig.

VORSITZENDER: Angeklagter Jagoda, bekennen Sie sich der gegen Sie erhobenen Anklagen schuldig?

JAGODA: Ja, ich bekenne mich schuldig.

VORSITZENDER: Angeklagter Krestinski, bekennen Sie sich der gegen Sie erhobenen Anklagen schuldig?

KRESTINSKI: Ich bekenne mich nicht schuldig. Ich bin kein Trotzkist. Ich war nie Teilnehmer des „Blocks der Rechten und Trotzkisten“, von dessen Bestehen ich nichts wusste. Ich habe auch kein einziges der Verbrechen begangen, die persönlich mir zur Last gelegt werden, im Besonderen bekenne ich mich nicht schuldig der Verbindungen mit dem deutschen Spionagedienst.

VORSITZENDER: Bestätigen Sie Ihr In der Voruntersuchung gemachtes Geständnis?

KRESTINSKI: Ja, in der Voruntersuchung habe ich ein Geständnis abgelegt, aber ich war nie Trotzkist.

VORSITZENDER: Ich wiederhole die Frage, bekennen Sie sich schuldig?

KRESTINSKI: Ich war bis zur Verhaftung Mitglied der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (Bolschewiki) und bleibe es auch jetzt.

VORSITZENDER: Bekennen Sie sich schuldig der Beteiligung an Spionagetätigkeit und der Beteiligung an terroristischer Tätigkeit?

KRESTINSKI: Ich war nie Trotzkist. Ich beteiligte mich nicht am „Block der Rechten und Trotzkisten“ und habe kein einziges Verbrechen begangen.

VORSITZENDER: Angeklagter Rakowski, bekennen Sie sich der gegen Sie erhobenen Anklagen schuldig?

RAKOWSKI: Ja, ich bekenne mich schuldig.

VORSITZENDER: Angeklagter Rosengolz, bekennen Sie sich der gegen Sie erhobenen Anklagen schuldig?

ROSENGOLZ: Ja, ich bekenne mich schuldig.

VORSITZENDER: Angeklagter Iwanow, bekennen Sie sich der gegen Sie erhobenen Anklagen schuldig?

IWANOW: Ja, ich bekenne mich schuldig.

VORSITZENDER: Angeklagter Tschernow, bekennen Sie sich der gegen Sie erhobenen Anklagen schuldig?

TSCHERNOW: Jawohl.

VORSITZENDER: Angeklagter Grinko, bekennen Sie sich der gegen Sie erhobenen Anklagen schuldig?

GRINKO: Ja, ich bekenne mich schuldig.

VORSITZENDER: Angeklagter Selenski, bekennen Sie sich der gegen Sie erhobenen Anklagen schuldig?

SELENSKI: Ja, ich bekenne mich schuldig der Beteiligung an der Organisation der Rechten, bekenne mich schuldig der Schädlingstätigkeit, die ich im Auftrage des Zentrums der Rechten durchführte, bekenne mich schuldig der Durchdringung des Apparats des Zentrosojus (Genossenschaftszentrale) mit politisch fremden und für einen Aufstand bestimmten Kadern. Ich bekenne mich schuldig des Dienstes in der zaristischen Ochrana.

VORSITZENDER: Angeklagter Bessonow, bekennen Sie sich der gegen Sie erhobenen Anklagen schuldig?

BESSONOW: Ja, ich bekenne mich schuldig.

VORSITZENDER: Angeklagter Ikramow, bekennen Sie sich der gegen Sie erhobenen Anklagen schuldig?

IKRAMOW: Ja, ich bekenne mich schuldig.

VORSITZENDER: Angeklagter Chodshajew, bekennen Sie sich der gegen Sie erhobenen Anklagen schuldig?

CHODSHAJEW: Ja, ich bekenne mich schuldig.

VORSITZENDER: Angeklagter Scharangowitsch, bekennen Sie sich der gegen Sie erhobenen Anklagen schuldig?

SCHARANGOWITSCH: Ich bekenne mach voll und ganz schuldig.

VORSITZENDER: Angeklagter Subarew, bekennen Sie sich der gegen Sie erhobenen Anklagen schuldig?

SUBAREW: Ja, ich bekenne mich schuldig.

VORSITZENDER: Angeklagter Bulanow, bekennen Sie sich der gegen Sie erhobenen Anklagen schuldig?

BULANOW: Ja, ich bekenne mich schuldig.

VORSITZENDER: Angeklagter Lewin, bekennen Sie sich der gegen Sie erhobenen Anklagen schuldig?

LEWIN: Ja, ich bekenne mich schuldig.

VORSITZENDER: Angeklagter Pletnjow, bekennen Sie sich der gegen Sie erhobenen Anklagen schuldig?

PLETNJOW: Ja, ich bekenne mich schuldig.

VORSITZENDER: Angeklagter Kasakow, bekennen Sie sich der gegen Sie erhobenen Anklagen schuldig?

KASAKOW: Ja, ich bekenne mich schuldig.

VORSITZENDER: Angeklagter Maximow, bekennen Sie sich der gegen Sie erhobenen Anklagen schuldig?

MAXIMOW: Ja, ich bekenne mich schuldig.

VORSITZENDER: Angeklagter Krjutschkow, bekennen Sie sich der gegen Sie erhobenen Anklagen schuldig?

KRJUTSCHKOW: Ja, ich bekenne mich schuldig.

VORSITZENDER: Es tritt eine Pause von 20 Minuten ein.

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