Die große Verschwörung

BIBLIOGRAPHISCHE NOTIZEN

Die Verfasser stützten sich bei der Abfassung dieses Buches in weitgehendem Maße auf folgendes Quellenmaterial: die offiziellen Berichte des amerikanischen Staatsdepartements; die Verhandlungsberichte verschiedener Ausschüsse des USA-Kongresses; offizielle dokumentarische Veröffentlichungen der englischen Regierung und die von der Sowjetregierung herausgegebenen wortgetreuen Berichte über die nach der Revolution gegen Spione, Saboteure und Verräter durchgeführten Prozeßverfahren.

Wir benutzten ferner die Memoirenwerke der in diesem Buch genannten prominenten Persönlichkeiten. Alle angeführten Gespräche sind diesen Memoiren, offiziellen Aufzeichnungen oder anderen dokumentarischen Quellen entnommen.

Der Index der New York Times, The Readers’ Guide to Periodical Literature und der International Index to Periodicals dienten als äußerst wertvolle Nachschlagewerke.

Besonderen Dank schulden wir dem Verlag Harper and Brothers, der den Abdruck umfangreicher Zitate aus Britain’s Master Spy, Sidney Reilly’s Narrative written by Himself, edited and compiled by His Wife gestattete.

Ferner danken wir Cedric Beifrage, der uns zu Beginn unserer Arbeit durch redaktionelle und informative Mitarbeit wertvolle Hilfe leistete.

Nachstehend geben wir eine Aufstellung des wichtigsten Quellenmaterials, das wir der Großen Verschwörung zugrunde legten. Diese Liste soll keinesfalls als erschöpfende Bibliographie angesehen werden; aber es lag den Verfassern daran, diejenigen Werke ausdrücklich namhaft zu machen, die sich als nützliche und in manchen Fällen unentbehrliche Arbeitsgrundlage erwiesen haben.

I. und II. Kapitel

Das Material für den Bericht über die Mission Raymond Robins’ stammt aus der in German and Bolshevik Propaganda niedergelegten Zeugenaussage Robins’ vor dem Overman-Komitee vom Jahre 1919; aus Report and Hearings of the Subcommittee of the Judiciary of the United States Senate, 65th Congress, Volume III (Washington, Government Printing Office, 1919) und William Hards Buch Raymond Robin’s Own Story (New York, Harper and Brothers, 1920). Die Gespräche Robins’ mit seinem Vorgesetzten Oberst William Boyce Thompson, mit Alexander Kerenski, Generalmajor Alfred Knox und Lenin sind auf Grund von Robins’ Berichten wiedergegeben. Robins’ Aussage vor dem Unterausschuß des Senats ist einer der reichhaltigsten, umfassendsten und anschaulichsten Augenzeugenberichte über die Oktoberrevolution und verdient das lebhafteste Interesse aller, die sich mit diesem Zeitabschnitt näher beschäftigen wollen. Bei der Schilderung des geschichtlichen Hintergrunds dieser Periode stützten sich die Autoren auf eine größere Anzahl von Quellen, u. a. die Papers Relating to the Foreign Relations of the United States, 1918 Russia, Vol. I, II und III (Washington, Government Printing Office, 1931); John Reed, Ten Days That Shook the World (New York, Boni & Liveright, Inc. 1919); The History of the Communist Party of the Soviet Union, edited by a Commission of the Central Committee of the C.P.S.U. (New York, International Publishers, 1939); Albert Rhys Williams, The Soviets (New York, Harcourt, Brace and Company, 1937); James Bunyan and H. H. Fisher, The Bolshevik Revolution, 1917-1918, documents and materials (Stanford University, California, 1933); Vladimir I. Lenin , A Political Biography Prepared by the Marx-Engels- Lenin Institute (New York, International Publishers, 1943); Lenin , W. I. Uljanow (Ogis, Vereinigte Staatsverlage, 1939) - eine außerordentlich interessante Sammlung seltener Dokumente und Photographien; Frederick L. Schuman, American Policy Toward Russia Since 1917 (International Publishers, 1938). Obwohl John Reed sein Buch Ten Days That Shook the World vor siebenundzwanzig Jahren schrieb, ist und bleibt es der erregendste und aufschlußreichste Bericht über die russische Revolution. Man kann verstehen, daß Lenin diese klassische Reportage nach seinen eigenen Worten „mit dem größten Interesse und unausgesetzter Aufmerksamkeit“ las. Die Angaben über die Geheimverhandlungen des Botschafters David Francis mit den konterrevolutionären Gruppen und über seine Teilnahme an verschiedenen sowjetfeindlichen Intrigen entstammen seinen eigenen vertraulichen Berichten an das amerikanische Staatsdepartement, die später in den Papers Relating to the Foreign Relations of the United States, 1918, Russia, veröffentlicht wurden, sowie seinem autobiographischen Bericht Russia Front the American Embassy, April, 1916 - November, 1918 (New York, Charles Scribner’s Sons, 1931). Weitere wertvolle Quellenwerke, in denen das Intrigenspiel dieser Zeit beschrieben wird, sind: Sir Samuel Hoare, The Fourth Seal (London, W. Heinemann, Ltd., 1930); Alexander F. Kerensky, The Catastrophe und The Crucifixion of Liberty (New York, John Day, 1934, und Boris Viklorovich Sawinkov, Memoirs of a Terrorist (New York, A. C. Boni, 1931). Diese drei Bücher enthalten interessante Schilderungen der vielschichtigen Elemente, die zur Zeit der Revolution gegen die Sowjets kämpften. John Wheeler-Bennett gibt in The Forgotten Peace, Brest-Litovsk, March, 1918 (New York, Morrow, 1939) eine fesselnde, auf gründlicher Sachkenntnis basierende Analyse der durch die Friedensverhandlungen von Brest-Litowsk hervorgerufenen Auseinandersetzungen mit reichhaltigem, interessantem Material über die damalige Tätigkeit Trotzkis und der Linken Opposition. Bruce Lockhart berichtet in British Agent (New York, Garden City Publishing Company, 1933) selbst über seine Mission und seine Erfahrungen in Rußland während der Revolution. Weitere Augenzeugenberichte finden sich in Hauptmann Jacques Sadouls The Socialist Republic of Russia (London, People’s Russian Information Bureau, 1918). Die berüchtigten sogenannten „Sisson-Dokumente“, in denen die Oktoberrevolution als ein vom deutschen Oberkommando und gewissen deutschen Banken in die Wege geleitetes Komplott dargestellt wurde, erschienen zum erstenmal im Jahr 1918 in den Vereinigten Staaten unter dem Titel The German-Bolshevik Conspiracy (U.S. Public Information Committee, Washington, Government Printing Office, 1918). Leo Trotzkis Bericht über die Friedensverhandlungen von Brest-Litowsk und eine polemisch gehaltene Rechtfertigung seines Verhaltens während der Revolutionsperiode findet sich in Trotzkis Buch The History of the Russian Revolution (New York, Simon and Schuster, 1932), das Max Eastman aus dem Russischen übersetzt hat.

III. Kapitel

Das Tatsachenmaterial für dieses Kapitel, das Leben und Taten des Hauptmanns Sidney George Reilly vom britischen Geheimdienst behandelt, wurde in erster Linie den in Britain’s Master Spy, Sidney Reilly’s Narrative written by Himself, edited and compiled by His Wife (New York, Harper and Brothers, 1933) enthaltenen persönlichen Berichten Reillys entnommen. Obwohl die Aufzeichnungen des englischen Meisterspions in einem Stil abgefaßt sind, der an sensationslüsterne Groschenromane erinnert, muß das Buch bis heute als die vollständigste Chronik dieser Ereignisse angesehen werden. Weiteres Material über Reillys Laufbahn und Persönlichkeit findet sich in Winfried Ludecke, Secrets of Espionage (New York, J. B. Lippincott Company, 1929); Richard Wilmer Rowan, Terror in Our Time (New York, Longmans, Green and Company, 1941); R. H. Bruce Lockhart, British Agent (New York, Garden City Publishing Company, Inc., 1933) und in den von Reillys Freund und Kollegen George Hill verfaßten Berichten über die Tätigkeit des englischen Geheimdienstes in der Sowjetunion: Go Spy the Land, Being the Adventures of 1.K. 8 of the British Secret Service (London, Cassel & Company, Ltd., 1932) und Dreaded Hour (London, Cassell & Company, Ltd., 1936). Die in diesem Kapitel vorkommenden Gespräche sind, sofern im Text nichts Gegenteiliges bemerkt ist, Reillys autobiographischer Erzählung entnommen.

IV. Kapitel

Das Tatsachenmaterial, das dem Bericht über die amerikanische Expedition nach Sibirien zugrunde liegt, stammt aus General William S. Graves, American Siberian Adventure, 1918-1920 (New York, Jonathan Cape and Harrison Smith, 1931). Kein anderes Buch schildert diese Phase des Interventionskrieges gegen Sowjetrußland mit der gleichen Anschaulichkeit. Von besonderem Interesse ist das Vorwort, das der ehemalige Kriegsminister Newton D. Baker zu diesem Buch schrieb. Wir ergänzten das in Graves’ Bericht über die sibirische Expedition enthaltene Material durch einige Angaben aus Papers Relating to the Foreign Relations of the United States, 1918 (Russia); David Francis, Russia Front the American Embassy, April, 1916-November, 1918; Lansing Papers, 1914-1920, 2 Bände, und George Stewart, The White Armies of Russia (New York, The Macmillan Company, 1933).

V. Kapitel

Die zur Zeit der Versailler Verhandlungen in Zeitungen und Zeitschriften veröffentlichten Artikel liefern wertvolle Hinweise auf die damalige Stimmungslage in Europa und Amerika. Die Verfasser benutzten in erster Linie die New York Times, Nation, New Republic und Literary Digest. Besonders interessant ist die von Waller Lippmann und Carles Merz stammende Beilage zu dem am 4. August 1920 erschienenen Heft der “New Republic” A Test of the News, Als wertvolle Quellen dienten ferner: George Seldes, World Panorama, 1918-1935 (New York, Blue Ribbon Books, Inc., 1935); Roger Burlingham and Ahlen Stevens, Victory Without Peace (New York, Harcourt, Braee and Company, 1944; The Bullitt Mission to Russia (New York, B. W. Huebsch, 1919). Herbert O. Yardleys Buch The American Black Chamber (New York, Blue Ribbons Books, Inc., 1931; erschien 1931 in England unter dem Titel Secret Service in America bei Faber and Faber, Limited) gibt eine bemerkenswerte Schilderung der verschiedenen Intrigen, die zur Zeit der Versailler Friedenskonferenz von den alliierten Mächten in Paris betrieben wurden. Das Material über die Diskussionen bei der Pariser Friedenskonferenz entnahmen die Verfasser vorwiegend den Papers Relating to the Foreign Relations of the United States: The Paris Peace Conferense 1919, Volumes III and IV. Rene Kraus schildert in seiner bekannten Biographie Winston Churchill (New York, J. B. Lippincott Company 1940), welche Rolle Churchill auf dieser Konferenz spielte.

VI. Kapitel

Das Material über den Interventionskrieg gegen Sowjetrußland ist außerordentlich reichhaltig. Die Autoren hielten sich in erster Linie an folgende Quellen: William Payton Coates and C. Z. Coates, Armed Intervention in Russia, 1918-1922 (London, Victor Gollancz, Ltd., 1935); George Stewart, The White Armies of Russia; Captain Sergei N. Kournakoff, Russia’s Fighting Forces (New York, International Publishers, 1942; History of the Civil War in the U.S.S.R., Edited by Gorky, Molotov, Voroshilov and others (London, Lawrence and Wishart, Ltd., 1937); V. Parvenov, The Intervention in Siberia (New York, Workers Library Publishers, 1937); History of the Communist Party of the Soviet Union (New York, International Publishers, 1939; Winston S. Churchill, The World Crisis: The Aftermath (New York, Doubleday, Page and Company, 1922) und Papers Relating to the Foreign Relations of the United States, 1918, Russia, Vols. I, II and III. Von den zahlreichen persönlichen Berichten über diesen Zeitabschnitt benutzten die Autoren vor allem: Ralph Albertson, Figthing Without a War, An Account of Military Intervention in North Russia (New York, Harcourt, Brace and Howe, 1920); John C. Cudahy, Archangel: The American War with Russia, by A Chronicler (Chicago, S. C. McClure Company, 1924) und Sir Paul Dukes, Red Dusk and the Morrow (New York, Doubleday, Page and Company, 1922). Außerordentlich interessante Schilderungen der Lage in Archangelsk zu Beginn der Interventionskriege finden sich in David Francis’ Russia Front the American Embassy, April, 1916 - November, 1918 und in seiner Aussage vor dem Untersuchungsausschuß des Senats für die Untersuchung deutscher und bolschewistischer Propaganda aus dem Jahre 1919. General William S. Graves’ Buch American Siberian Adventure, 1918-1920, liefert unentbehrliches Material über die Intervention in Sibirien. Das Wesen der gegenrevolutionären Weißen Garden in Ostsibirien und die von ihnen angewandten Methoden der Kriegsführung werden von Vladimir Pozner in Bloody Baron, The Story of Baron Roman von Ungern-Sternberg (New York, Random House, 1936) eindrucksvoll beschrieben.

VII. Kapitel

Einzelheiten über Hoovers finanzielle Transaktionen im zaristischen Rußland und Material über seine sowjetfeindliche Betätigung als Leiter der Lebensmittel-Hilfsaktion entnahmen die Verfasser folgenden drei Hoover-Biographien: John Knox, The Great Mistake (Washington, D. C., National Foundation Press, Inc., 1930); Walter Liggett, The Rise of Herbert Hoover (New York, the H. U. Fly Company, 1932) und John Hamill, The Strange Career of Herbert Hoover Under Two Flags (New York, William Faro, Inc., 1931).

Allgemeine Tatsachen zur Frage der Auslandsinvestitionen im zaristischen Rußland finden sich in Oberst Cecil L’Estrange Malones Rede vor dem Unterhaus über ausländische Kapitalsanlagen im zaristischen Rußland; diese Rede wurde im offiziellen Organ des Sowjetischen Regierungsbüros Soviet Russia (Nummer vom 13. November 1920, Erscheinungsort New York) wiedergegeben. Weiteres Material über dieses Thema ist in Oberst Malones Buch The Russian Republic (New York, Harcourt, Brace and Howe, 1920) enthalten.

VIII. Kapitel

Die Zitate, die die in der Nachkriegszeit herrschende allgemeine Ungewißheit, Rastlosigkeit und Unsicherheit beleuchten, sind der ausgezeichneten Zusammenstellung von Zeitungsauszügen und zeitgenössischen Kommentaren entnommen, die George Seldes unter dem Titel World Panorama, 1918-1935 (New York, Blue Ribbon Books, Inc., 1935), veröffentlichte. Ferner benutzten die Autoren Zeitungen und Zeitschriften, die in diesem Zeitabschnitt erschienen.

Die erste Veröffentlichung des in diesem Kapitel zitierten aufschlußreichen Memorandums des englischen Außenamtes wurde durch den Journalisten und Dramatiker John L. Balderstone vorgenommen: Seldes’ Buch enthält eine ausführlichere Wiedergabe. Die ebenso ungewöhnliche wie unbekannte Geschichte des Rückzüges der besiegten Weißen Armeen aus Sowjetrußland kann in George Stewarts Buch The White Armies of Russia (New York, The Macmillan Company, 1933) und in den Selbstbiographien einiger beteiligter Persönlichkeiten wie Wrangel, Denikin, Krassnow usw. nachgelesen werden. Ein vollständiger Bericht über Entstehung, Wesen und Zusammensetzung der Torgprom findet sich in Wreckers on Trial, A Record of the Trial of the Industrial Party, held in Moscow, November-December, 1930 (New York, Workers Library Publishers, 1931).

Am interessantesten und erschöpfendsten sind die ersten Entwicklungsstadien der Naziideologie und die Rolle, die Alfred Rosenberg und seine weißgardistischen Freunde in diesem Zusammenhang spielten, in Konrad Heidens Der Führer (Boston, Houghton Mifflin Company, 1944) dargestellt. Das von demselben Autor stammende Buch A History of National Socialism (New York, Alfred A. Knopf, 1935) und die vom Amerikanischen Staatsdepartement veröffentlichte dokumentarische Schrift National Socialism (Washington, Government Printing Office, 1943) wurden ebenfalls benutzt.

Der Anteil General Max Hoffmanns an den weißgardistischen und deutschen imperialistischen Verschwörungen, die den Triumph des Nazismus vorbereiten halfen, wird von Ernst Henri in Hitler over Russia? (New York, Simon and Schuster, 1936) glänzend herausgearbeitet. Die Verfasser stützten sich ferner auf Hoffmanna The War of Lost Opportunities (New York International Publishers, 1925, und War Diaries and other Papers (London, M. Lecker, 1929) sowie auf das berühmte Diplomaten-Tagebuch des englischen Botschafters Lord D’Abernon, The Diary of an Ambassador: Versailles to Rapallo, 1920-1922 (New York, Doubleday, Doran and Company, 1929).

Weiteres wertvolles Material über die Zusammenarbeit des Nationalsozialismus in seinen Frühstadien mit den antizaristischen russischen Emigranten in The Brown Network (New York, Knight Publications, Inc., 1936).

IX. Kapitel

Das Material über die Tätigkeit des Ehepaares Reilly sowie die in diesem Kapitel zitierten Gespräche und Briefe sind den im zweiten Teil des Buches Britain’s Master Spy (siehe Notiz zum III. Kapitel) enthaltenen Memoiren der Mrs. Reilly entnommen. Mrs. Reilly gibt in ihren Erinnerungen eine Darstellung der antisowjetischen Verschwörung, in die sie nach ihrer Heirat mit Sidney Reilly verwickelt wurde; wie sie selbst erzählt, nahm sie auch nach Reillys Tod noch eine Zeitlang aktiven Anteil an diesen Bestrebungen.

Unser Bericht über Persönlichkeit und Laufbahn Boris Sawinkows stützt sich auf dessen Memoirs of a Terrorist (New York, A. C. Boni, 1931); Boris Nikolajewskys Aseff, The Spy (New York, Doubleday, Doran and Company, 1934) und die mit viel Temperament und Offenherzigkeit abgefaßte biographische Skizze in Winston Churchills Buch Great Centernporaries (New York, G. P. Putnam’s Sons, 1937). Somerset Maugham schildert den Eindruck, den er von Boris Sawinkow empfing, in einem Artikel „The Strangest Man I Ever Knew“ (erschienen im Red Book Magazine, Oktober 1944). Der Abschnitt, in dem Sawinkows Mitarbeiter Fomitschow die Organisation der vom polnischen Geheimdienst finanzierten und bewaffneten antisowjetischen, terroristischen Zellen beschreibt, ist ein .Zitat aus Fomitschows Brief an die Iswestija vom 17. September 1924, der am 2. Oktober 1924 in der International Press Correspondence (Englische Ausgabe, Band 4, No. 70, Wien) nachgedruckt wurde.

Einen vollständigen, aufschlußreichen Bericht über den Geheimkrieg, den die internationale Petroleumindustrie um diese Zeit gegen die Sowjetregierung führte, gibt Glyn Roberts in seinem Buch The Most Powerful Man in the World (New York, Covici-Friede, 1938), einer Biographie Sir Henri Deterdings. Roberts, der den Kreuzzug Deterdings gegen die Sowjetunion eingehend behandelt, weist dessen antisowjetischen Einfluß auf die englische Politik an Hand von bekannten Ereignissen wie dem Überfall auf die „Arcos“, dem Sinowjew-Brief usw. nach. Weiteres Material über die Haltung der Petroleummagnaten gegenüber Sowjetrußland findet man auch in: Francis Delaisi, Oil: Its Influence on Politics (London, Labour Publishing Company, 1922) und R. Page Arnot, The Politics of Oil (London, Labour Publishing Company, 1924). Auch in den Berichten der Londoner Zeitungen Times, Morning Post und Daily Mail und der New York Times über die Wirtschaftskonferenzen, die in den Jahren 1922 bis 1924 in Genua und im Haag stattfanden, wird dieses Thema wiederholt behandelt. George Hills Dreaded Hour (London, Cassell & Company, Ltd., 1936) schildert die unbekannten Hintergründe des in dieser Zeitspanne von den Ölmagnaten betriebenen Intrigenspiels. Ein ausführlicher Bericht über den von Noe Jordania geleiteten Aufstand im Kaukasus mit Zitaten aus Geheimbotschaften des Verschwörerkreises, die von den Sowjetbehörden beschlagnahmt werden konnten, findet sich in International Press Correspondence (4. Band, No. 72) vom 9. Oktober 1924. Eine interessante Darstellung des Prozesses gegen Boris Sawinkow und eine Wiedergabe seiner sensationellen Aussage vor Gericht, ist in International Press Correspondence, Ausgabe vom 11. September 1924 (4. Band, No. 65), enthalten.

X. Kapitel

Die dem Bericht über Hauptmann Sidney Reillys antisowjetische Betätigung in den Vereinigten Staaten und seine letzte Geheimmission in der Sowjetunion zugrunde liegenden Tatsachen stammen aus Britain’s Master Spy, Sidney Reilly’s Narrative written by Himself, edited and compiled by His Wife. Das Material über Henry Fords antisemitische und antidemokratische Umtriebe zu Beginn der zwanziger Jahre ist in erster Linie einer sensationellen Artikelserie entnommen, die Normnn Hapgood unter dem Titel „The Inside Story of Henry Ford’s Jew Mania“ von Juni bis November 1922 in Hearst’s International veröffentlichte. Die vorliegenden Jahrgänge von Henry Fords Zeitung Dearborn Independent sind voll von antisemitischer und antidemokratischer Propaganda. Die Intrigen, in die Boris Brasul zu Anfang der zwanziger Jahre verwickelt war, werden ebenfalls in Norman Hapgoods Artikeln in Hearst’s International dargestellt. Welche Art von antidemokratischer und antisemitischer Propaganda Brasul in den Vereinigten Staaten zu verbreiten suchte, ergibt sich am deutlichsten aus seinen eigenen Büchern, wie beispielsweise The World at the Grossroads (Boston, Small, Maynard and Company, 1921). Einen interessanten Bericht über die Entstehung und die Geschichte der Protokolle der Weisen von Zion gibt Konrad Heiden in seinem Buch Der Führer (New York, Lexington Press, 1944).

XI. und XII. Kapitel

Dokumentarische und erklärende Hinweise auf die Stimmung, die zu dieser Zeit in den Diplomatenkreisen Kuropas und Asiens herrschte, finden sich in R. Palme Dutt, World Politics (New York, Random House, 1936) und in F. L. Schuman, International Politics, Third Edition (New York, McGraw-Hill, 1941).

Die Tanaka-Denkschrift wurde in der Flugschrift Japanese Impenahsm Exposed, The Secret Tanaka Document (New York, International Publishers, 1942) abgedruckt. Die Biographie Sir Henri Deterdings von Glyn Roberts enthält zahlreiche Enthüllungen über die Intrigen, die Deterding, Hoffmann und ihre Gesinnungsfreunde um diese Zeit mit fieberhaftem Eifer betrieben. Der Bericht über die Zusammenkunft in Paris vom Jahre 1928, bei der Denisow in Anwesenheit Professor Ramsins erklärte, der französische Generalstab habe einen Angriffsplan gegen Sowjetrußland entworfen, stammt aus der in Wreckers on Tnal, A Record of the Trial of the Industrial Party, held in Moscow, November-December, 1930 (New York, Workers Library Publishers, 1931) enthaltenen Wiedergabe der Aussagen Professor Ramsins und anderer vor dem Militärkollegium des Obersten Gerichtshofes der UdSSR. An der gleichen Stelle finden sich nähere Angaben über den Angriffsplan gegen die UdSSR und die verschiedenen Verhandlungen, die Ramsin und andere in Frankreich, England und Deutschland mit Politikern und Industriellen führten. Die geheimnisvollen Hintergründe des Tscherwonzen-Prozesses behandelt Glyn Roberts in seiner Deterding-Biographie. Hierüber siehe auch die Prozeßberichte in der New York Times, 1927, und Ernst Henri, Hitler over Russia? (New York, Simon and Schuster, 1936).

XIII. und XIV. Kapitel

Das Material über den Prozeß gegen die Verschwörer der Industrie-Partei, der im Winter 1930 stattfand, ist zeitgenössischen Zeitungsreportagen und dem in Wreckers on Trial, A Record of the Trial of the Industrial Party, held in Moscow, November-December, 1930 (New York, Workers Library Publishers, 1931) veröffentlichten Verhandlungsbericht entnommen. Zeugenaussagen aus dem Prozeß gegen die Menschewiki vom März 1931 finden sich in The Menshevik Trial. (New York, Workers Library Publishers, 1931). Die Flugschrift The Moscow Trial and the Labour and Socialist International (London, The Labour Party, 1931) bietet eine Zusammenstellung von Erklärungen über den Menschewiki-Prozeß, die zur Zeit der Verhandlungen von emigrierten russischen Menschewiki und ihren Bundesgenossen in der Zweiten Internationale abgegeben wurden; diese Flugschrift enthält einen Artikel von Raphael Abramowitsch „My Journey to Moscow“, in dem Abramowitsch gewisse, im Verlauf des Prozesses gegen ihn erhobene Anschuldigungen zurückweist, jedoch die Existenz eines geheimen menschewistischen Verschwörerapparates in der Sowjetunion zugibt. Der genaue Wortlaut der Prozeßverhandlungen gegen die Vidcers-Ingenieure vom April 1933 ist in: Prozeß gegen die Vickers-Ingenieure: Offizieller wortgetreuer Bericht über die Verhandlungen in der Sondersitzung des Obersten Gerichtshofes der UdSSR in Moskau, 12. bis 19. April 1933, drei Bände (Moskau 1933) wiedergegeben. Ein ebenso interessanter wie ehrlicher Bericht über die Besprechungen, die der englische Botschafter in der UdSSR, Sir Esmond Ovey, anläßlich der Verhaftung und des Prozesses der Vickers-Ingenieure mit dem sowjetischen Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten, Maxim Litwinow, führte, findet sich in dem am 16. April 1933 von der Sowjetregierung in Moskau veröffentlichten Rotbuch. Allan Monkhouse beschreibt seine Verhaftung und Vernehmung durch die Sowjetregierung in seinem Buch Moscow, 1911-1933 (Boston, Little, Brown and Company, 1934). Maurice Doob, The Press and the Moscow Trial (London, Friends of the Soviel Union, 1933) ist eine bei aller Kürze umfassende Darstellung der Reaktion der englischen Presse auf den Prozeß gegen die Vickers-Ingenieure. Bei der Schilderung der Machtergreifung durch Hitler stützten sich die Verfasser in erster Linie auf Konrad Heiden, A History of National Socialism (New York, Alfred A. Knopf, 1935) und Adolf Hitler, My New Order, edited with commentary by Raoul de Rouwy de Sales (New York, Reynal and Hitchcock, 1941). Hitlers Mein Kampf ist das schlagendste Beispiel für die propagandistische Auswertung des Schlagwortes von der „bolschewistischen Gefahr“ durch die faschistische Gegenrevolution. Für den unmittelbar auf die Gründung des Dritten Reichen folgenden Zeitabschnitt erwiesen sich als wertvolle Quellenwerke: Roosevell’s Vorcign Policy, 1933-1941 (New York, William Funk, Inc., 1942); Fredcrick L. Schuman, Europe on the Eve, (New York, Alfred A. Knopf, 1939); The Brown Network (New York, Knight Publications, 1936) und zwei sehr bemerkenswerte und prophetische Bücher von Ernst Henri, Hitler over Europe (New York, Simon and Schuster, 1934) und Hitler over Russia? (New York, Simon and Schuster, 1936).

XV. und XVI. Kapitel

Trotzki schildert die Anfänge seiner Laufbahn in seiner Selbstbiographie My Life (New York, Charles Scribner’g Sonn, 1931) und seinen frühen politischen Schriften. Berichte aus eigener Anschauung über Trotzkis Wirksamkeit im Jahr 1918 finden sich in Bruce Lockharts British Agent und in Raymond Robins’ Aussage vor dem Overmann-Koinitee vom Jahre 1919. Bei der Herausarbeitung der Stellungnahme Lenin s gegenüber Trotzki zogen wir in erster Linie Lenin , Selected Works (New York, International Publishers) und Vladimir L Lenin , A Political Biography Prepared by the Marx-Engels- Lenin -Institute, Moscow (New York, International Publishers, 1943) zu Rate. Die beste in englischer Spruche vorliegende sowjetische Darstellung der Entwicklung der Kommunistischen Partei und der Bedeutung des Kampfes zwischen Trotzki einerseits und Lenin und Stalin andrerseits ist N. Popov, Outline History of the Communist Party of the Soviet Union, zwei Bände (Moscow- Lenin grad, Co-Operative Publishing Society of Foreign Workers in the U.S.S.R., 1934). Ein späterer sowjetischer Bericht, in dem bereits das aus den Moskauer Prozessen stammende, neue Material verarbeitet wurde, ist die offizielle History of the Communist Party of the Soviet Union (Bolsheviks), Edited by a Commission of the Central Committee of the C.P.S.U.(B) (New York, International Publishers, 1939). Interessantes Material über Trotzkis politische Laufbahn vor und nach der russischen Revolution findet sich in The Errors of Trotskyism (London, Centropress, 1925), einer Sammlung von Reden offizieller Persönlichkeiten der Sowjetunion, darunter Stalin, Krupskaja, Sinowjew und Kamenew. Isaac F. Murcossons Buch Turbulent Years (New York, Dodd, Mead and Company, 1938) enthält journalistisches Material über Trotzki, u. a. ein sehr lebendig geschriebenes Interview aus dem Jahre 1924. Das bissige Porträt in Churchills Buch Great Contemporaries gibt Aufschluß über die Haltung, die dieser Staatsmann Trotzki gegenüber einnahm. Weiteres Tatsachenmaterial über Trotzkis Oppositionskampf innerhalb der Kommunistischen Partei bietet Sir Bernard Pares in Russia (New York, Penguin Books, 1943). Eine ruhige, objektive Beurteilung des politischen Programms der Trotzkisten geben Sidney und Beatrice Webb in Soviet Communism, A New Civilization? (New York, Charles Scribner’s Sons, 1937). (In einer späteren Auflage dieses Buches ließen die Verfasser das Fragezeichen im Untertitel fort.) Einzelheiten über die Intrigen und Verschwörungen Trotzkis gegen die Sowjetregierung vor und nach Lenin s Tod finden sich in der wenig bekannten Flugschrift, die Trotzki nach dem Tod seines Sohnes 1938 in Paris veröffentlichte: Leon Sedov, Son-Friend-Fighter (New York, Young People’s Socialist Leagne - Fourth International - 1938). Diese Flugschrift enthält auch Material über Trotzkis und Sedows Tätigkeit in Alma-Ata und einen Bericht über das von Sedow geleitete unterirdische Nachrichtensystem der Trotzkisten. Trotzkis Exil in Konstantinopel und Prinkipo wurde von vielen Journalisten beschrieben; die betreffenden Schilderungen sind in den zeitgenössischen Zeitungen und Zeitschriften zu finden. Am interessantesten sind folgende drei Artikel: S. Saenger, „With Trotsky in Constantinople“, (Living Age, Juli 1929); Emil Ludwig, „Trotsky in Exile“ (Living Age, Februar 1930) und John Günther, „Trotsky at Elba“, (Harper’s Magazine, April 1932). In J. R. Campbell, Soviet Policy and Its Critics (London, Victor Gollancz, Ltd., 1939) wird Trotzkis politische Laufbahn einer dokumentarisch fundierten Untersuchung unterzogen; das Buch ist gleichzeitig ein polemischer Bericht über die Entwicklung der trotzkistischen Gruppe zu einer antisowjetischen Verschwörerorganisation. Falls im Text nichts Gegenteiliges bemerkt ist, wurde das Material - Zitate, Gespräche, Ereignisse -, das auf die Geheimintrigen der Trotzkisten und der Rechtsopposition Bezug hat, direkt den offiziellen Berichten über die drei Moskauer Prozesse entnommen, die im August 1936, Januar 1937 und März 1938 vor dem Militärkollegium des Obersten Gerichtshofes der UdSSR stattfanden. Die genauen Angaben über Krestinskis Verhandlungen mit General Seeckt und Rakowskis Fühlungnahme mit dem britischen Geheimdienst stammen z. B. aus den von diesen beiden im Jahr 1938 vor dem Militärkollegium des Obersten Gerichtshofes der UdSSR gemachten Aussagen. Der Bericht über die Zusammenkünfte und Verhandlungen, die in Berlin zwischen Sedow, Pjatakow, Schestow, Smirnow usw. stattfanden, stützt sich auf die Aussage Smirnows aus dem Jahre 1936 und die Aussagen Pjatakows, Schestows und anderer von 1937. Die in diesen und den folgenden Kapiteln angeführten Erklärungen Trotzkis und seines Sohnes Sedow sind im gleichen Wortlaut wiedergegeben, in dem sie während der Prozesse von ihren Mitverschworenen zitiert wurden. Die Prozeßberichte liegen in drei Bänden vor: Prozeßbericht über die Strafsache des trotzkistisch-sinowjewistischen Zentrums 19. bis 24. August 1936 (Volkskommissariat für Justizwesen der UdSSR, Moskau 1936); Prozeßbericht über die Strafsache des sowjetfeindlichen trotzkistischen Zentrums 23. bis 30. Januar 1937 (Volkskommissariat für Justizwesen der UdSSR, Moskau 1937); Prozeßbericht über die Strafsache des antisowjetischen Blocks der Rechten und Trotzkisten 2. bis 13. März 1938 (Volkskommissariat für Justizwesen der UdSSR, Moskau 1938). Diese Bände enthalten eine Fülle wichtiger Informationen über antisowjetische Intrigen, besonders aus Trotzkis Exiljahren und der Zeit von Hitlers Aufstieg zur Macht. Abgesehen von ihrem fesselnden Inhalt, verdienen diese offiziellen Prozeßberichte, die auf mehr als 1500 Seiten den Wortlaut der Aussagen wiedergeben, deshalb besondere Aufmerksamkeit, weil sie die umfassendste Darstellung einer zeitgenössischen Geheimverschwörung sind, die jemals von einer Regierung der Öffentlichkeit übergeben wurde. Außerdem enthalten diese Berichte die ersten Enthüllungen über die Methoden, nach denen die Achse ihre Fünfte Kolonne organisierte. Sie sind als unschätzbare Quelle für das Studium jener geschichtlichen Periode anzusehen, in der die verschiedenen Abteilungen der Fünften Kolonne der Achsen lande r eine entscheidende Bedeutung erlangten.

XVII. bis XX. Kapitel

Material über den nazistisch-faschistischen Terrorismus und die Organisation der Fünften Kolonne in Europa in den drei Jahren nach Hitlers Regierungsantritt findet sich in Büchern wie: The Brown Network: Ernst Henri, Hitler over Europe und Hitler ovcr Russia?; Konrad Heiden, History of National Socialism und in zahlreichen Zeitungsberichten und Veröffentlichungen in Zeitschriften. In Elwyn F. Jenes’ Buch The Battle for Peace (London, Victor Gollancz, Ltd., 1938) wird überzeugend geschildert, wie die Achse die Eroberung durch „innere Aggression“ vorbereitete. Bei der Darstellung der Umtriebe der Rechten und Trotzkisten stützten sich die Verfasser, ebenso wie in den vorangehenden Kapiteln, auf die offiziellen Berichte über die drei Moskauer Prozesse, die im August 1936, Januar 1937 und März 1938 vor dem Militärkollegium des Obersten Gerichtshofes der UdSSR stattfanden. Die Kabelberichte Walter Durantys an die New York Times, die Joseph E. Barnes’ an New York Herold Tribüne und andere zeitgenössische Zeitungsartikel geben aus unmittelbarer Anschauung Aufschluß über die damals in der Sowjetunion tätige unterirdische Verschwörer- und Sabotageorganisation. Augenzeugenberichte über die drei Moskauer Prozesse sind in New York Times, New York Herold Tribüne, Manchester Guardian und anderen amerikanischen und englischen Zeitungen und Zeitschriften zu finden. Soviet Russia Today enthält zahlreiche Reportagen und Erörterungen über die politische Bedeutung der drei Prozesse. Walter Duranty schildert in The Kremlin and the People (New York, Reynal and Hitchcock, 1941) die persönlichen Eindrücke, die er als amerikanischer Berichterstatter bei den Moskauer Prozessen empfing. Auch D. N. Pritt äußert sich in At the Moscow Trial (New York, Soviet Russia Today, 1937) und an anderer Stelle aus eigener Anschauung über die Prozesse. John Günther, Inside Europe, Revised Edition (New York, Harper and Brothers, 1938) enthält ebenfalls eine Zusammenfassung und Wertung der Prozesse. Mit den Intrigen der internationalen Diplomatie gegen die kollektive Sicherheit in den dreißiger Jahren befaßten sich Genevieve Tabouis in They Call Me Cassandra (New York, Charles Scribners’s Sons, 1942) und Bella Fromm in Blood and Banquets, A Berlin Social Diary (New York, Harper and Brothers, 1942). Diese beiden Bücher geben interessante Einzelheiten über Tuchatschewskis Beziehungen zu ausländischen Diplomaten und Militärs. Unentbehrliches Material liefert Joseph E. Davies’ Mission to Moscow (New York, Simon and Schuster, 1941); dieses einzigartige Buch beruht auf den persönlichen Beobachtungen des amerikanischen Botschafters in der Sowjetunion und seinen offiziellen Berichten an das amerikanische Staatsdepartement.

XXI. Kapitel

Trotzkis Reaktion auf die Prozesse der Jahre 1936 und 1937 ist aus der Flugschrift I Stake My Life, Trotsky’s Adress to the N. Y. Hippodrome Meeting (New York, Pioneer Publishers, 1937) zu ersehen. Eine ausführlichere Darstellung seiner Haltung gibt The Case of Leon Trotsky (Harper and Brothers, 1937), der Bericht über die vom Komitee für die Verteidigung Leo Trotzkis in Mexiko veranstaltete Vernehmung. Weitere trotzkistische Äußerungen zu den Prozessen in Max Schachtman, Behind the Moscow Trials (New York, Pioneer Publishers, 1936). Die zu jener Zeit von Max Eastman, William Henry Chamberlin, Eugene Lyons und anderen antisowjetischen Schriftstellern in amerikanischen Zeitschriften veröffentlichten Artikel wiederholen, im Stil des jeweiligen Autors, die von Trotzki selbst vorgebrachten propagandistischen Argumente. Auch über Trotzkis Lebensweise in seinem mexikanischen Exil geben die damaligen Veröffentlichungen der Zeitschriften Aufschluß. Musterbeispiele der in Amerika verbreiteten trotzkistischen Propaganda sind in The Fourth International und The Militant zu finden. Einen aktenmäßig belegten Bericht über die Beteiligung der Trotzkisten am spanisch-faschistischen Aufstand gibt George Soria in seiner Broschüre Trotskysm in the Service of Franco, A Documented Record of the Treachery by the P.O.U.M. in Spain (New York, International Publishers, 1938). Material über die Rolle der Trotzkisten in China findet sich in Agnes Smedley, Red Flood over China (Moscow- Lenin grad, Cooperative Publishing Society of Foreign Workers in the U.S.S.R., 1934) und Battle Hymn of China (New York, Alfred A. Knopf, 1943); ferner in Anna Louise Strong, One-Fifth of Mankind, China Fights for Freedom (New York, Modern Age Books, 1938). Josef Stalins berühmter Bericht vor dem Plenum des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, der unter dem Titel Mastering Bolshevism (New York, Workers Library Publishers, 1937) veröffentlicht wurde, behandelt mit ziemlicher Ausführlichkeit das Wesen und die Umtriebe der Trotzkisten in Rußland sowie die Tätigkeit der Vierten Internationale in Norwegen, Frankreich, Deutschland und den Vereinigten Staaten. Material über Trotzkis erhandlungen mit dem Dies-Komitee in August Raymond Ogden, The Dies Committee (Washington, The Catholic University of America Press, 1943). Die New York Times brachte zur Zeit der Ermordung Trotzkis ausführliche Berichte über den Mord und den Fall „Jacson“. Die trotzkistische Version, die den Mord als „Racheakt Stalins“ darstellt, kommt in Albert Goldman, The Assassination of Leon Trotsky (New York, Pioneer Publishers, 1941), in zeitgenössischen Artikeln der amerikanisch-trotzkistischen Zeitung The Militant und einem ebenfalls im Militant erschienenen Artikel von Betty Knelm, Trial of Trotsky’s Murder (April 1943) zum Ausdruck.

XXII. Kapitel

Die offizielle Veröffentlichung des amerikanischen Staatsdepartements Peace and War: United States Foreign Policy (Washington, Department of State, 1943) gibt einen allgemeinen Überblick über den Zeitabschnitt von 1931 bis 1941; die Sowjetunion wird in dieser Darstellung allerdings in bedauerlicher Weise vernachlässigt. Als außerordentlich wertvoll erwiesen sich beim Studium dieser Periode des latenten Krieges und der unermüdlichen diplomatischen Intrige die beiden Bücher Frederick L. Schumans, Europe on the Eve (New York, Alfred A. Knopf, 1939) und Night over Europe (New York, Alfred A. Knopf, 1941). Weiteres Material über diesen Zeitabschnitt in: John Günther, Inside Europe, Revised Edition (New York, Harper and Brothers, 1938); F. Elwyn Jones, The Attack front Within, The Modern Technique of Aggression (London, Penguin Booksi, Ltd., 1939); Joseph E. Davies, Mission to Moscow (New York, Simon and Schuster, 1941); Amhassador Dodd’s Diary (New York, Harcourt, Brace and Company, 1941); R. Palme Dutt, World Politics; besonders wichtig sind die entsprechenden Jahrgänge der New York Times. Ein historisches Dokument aus dieser Zeit von sowjetischer Seite ist Stalins Report on the Work of the Central Committee to the Eighteenth Congress of the C.P.S.U.(B), March 10, 1939 (New York, International Pubiishers, 1939), Gregory Meiksins’ Buch The Baltic Riddle (New York, L. B. Fischer, 1943) enthält eine wertvolle Darstellung der Beziehungen zwischen der Sowjetunion und den baltischen Staaten. Allgemeine Beiträge über den Einmarsch der Roten Armee in das Baltikum, die Balkanstaaten und Finnland finden sich in Soviet Russia Today. Aus der Fülle von Büchern über den Zusammenbruch Frankreichs wählten die Verfasser für ihre Zwecke Pierre Cot, Triumph of Treason (Chicago-New York, Ziff-Davis Publishing Company, 1944) und Pertinax, The Gravediggers of France (New York Doubleday, Do ran and Company, 1944). Die aus dieser Zeit stammenden Nummern der New York Times sowie anderer Zeitungen und Zeitschriften erwiesen sich als unentbehrliche Quellen.

XXIII. Kapitel

George Seldes gibt in The Facts Are, A. Guide to Falsehood and Propaganda in the Press and Radio (New York, In Fact, Inc., 1942) eine ausgezeichnete Zusammenfassung der Reaktionen der amerikanischen Presse auf die deutsche Invasion in der Sowjetunion vom Juni 1941. Die antisowjetische Tätigkeit der Fünften Kolonne und der weißgardistischen Emigranten haben wir zum großen Teil auf Grund des von uns selbst gesammelten Materials dargestellt. Als Quellenwerke über die faschistenfreundliche, „antibolschewistische“ Aktivität subversiver Elemente und Körperschaften in Amerika dienten: Michael Sayers und Albert E. Kahn, Sabotage: The Secret War Against America (New York, Harper and Brothers, 1942); John Roy Carlson, Under Cover (New York, E. P. Dutton & Company, 1943) und die Korrespondenz The Hour, April 1939-Mai 1943. Zu den interessantesten Dokumenten der unter nazistischem Einfluß in den Vereinigten Staaten verbreiteten „antikommunistischen“ Propagandaliteratur gehört Communism in Germany, The Truth About the Communist Conspiracy on the Eve of the National Revolution (Berlin, Europa-Haus, 1933) dem ein von verschiedenen Amerikanern, darunter auch von dem Abgeordneten Hamilton Fish unterzeichnetes lobendes Vorwort beigegeben war. Man könnte die Aufzählung der in den Vereinigten Staaten erschienenen Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, die antisowjetische Propaganda enthalten, bis ins Endlose fortsetzen. Typische Beispiele für die zahllosen nazifreundlichen und „antikommunistischen“ propagandistischen Publikationen, die nach Hitlers Aufstieg, in Amerika veröffentlicht wurden, sind: das offizielle Organ des Deutsch-Amerikanischen Bundes Deutscher Weckruf und Beobachter; Pater Charles E. Coughlins Sozial Justice; William Dudley Pelleys Liberator; Gerald Winrods Defender; Court Ashers X-Ray und E. J. Garners Publicity. Interessante Einzelheiten über die Beziehung des Abgeordneten Hamilton Fish zu dem deutschen Agenten George Sylvester Viereck sind in der Zeugenaussage enthalten, die Fishs Sekretär George Hill im Verlaufe des bundesgerichtlichen Verfahrens gegen Viereck im Februar 1942 in Washington zu Protokoll gab. Den ausführlichsten Bericht über diesen Prozeß gab Dillard Stokes in einer Artikelserie, die in der Washington Post erschien. Der amerikanische Botschafter in Deutschland, William E. Dodd, gibt seiner Ansicht über die Tätigkeit des deutschen Propaganda-Agenten Paul Scheffer in seinem Tagebuch Ausdruck: Ambassador Dodd’s Diary, Edited by William E. Dodd, Jr., and Martha Dodd (New York, Harcourt, Brace and Company, 1941). Scheffers eigene Artikel in Living Age, Foreign Affairs, Fortnightly Review und ähnlichen Zeitschriften sind ein hinreichender Beweis für seine antisowjetische Propagandaarbeit in den Vereinigten Staaten. Die von Martin Dies’ Spezialausschuß für unamerikanische Tätigkeit veröffentlichten Protokolle enthalten eine reiche Fülle antisowjetischer Propaganda. Andere wichtige Beispiele sowjetfeindlicher Propaganda sind Martin Dies, Trojan Horse in America (New York, Dodd Mead & Company, 1940) und Jan Valtin, Out of the Night (New York, Alliance Book Corporation, 1941). Eine interessante Analyse der Verwendung „antikommunistischer“ Propaganda im Dienste der amerikanischen Reaktion gibt George Seldes in Witchhunt (New York, Modern Age, 1940). Der Umfang und die Intensität der vom America First Committee betriebenen antisowjetischen Propagandatätigkeit ist aus den Berichten den American First Research Bureau und den Veröffentlichungen in Herald und Scribner’s Commentator, zwei von diesem Komitee geförderten Zeitschriften, zu ersehen. Ebenso kennzeichnend ist der Inhalt der in der New York Times und anderen Zeitungen mit großer Ausführlichkeit wiedergegebenen Heden, die Abgeordneter Hamilton Fish, Senator Gerald P. Nye, Senator Burton K. Wheeler und andere Wortführer der America-First-Bewegung in den vom America First Committee veranstalteten Versammlungen hielten. Von besonderem Interesse sind die in der englischen Korrespondenz Week und in Bella Fromms Buch Blood and Banquets enthaltenen Berichte über die im Sommer 1938 von Charles A. Lindbergh, dem Vorkämpfer der Befriedungspolitik, in England und Mitteleuropa betriebene Propaganda. Eine reichhaltige Auswahl sowjetfeindlicher Publikationen liefern die Jahrgänge der Chikago Tribüne, New York Daily News, Washington Times-Herold und die Hearst-Presse. Sachliche Aufklärung über die antisowjetische Haltung William C. Bullitts gibt Ambassador Dodd’s Diary.

XXIV. Kapitel

Das Beweismaterial zu der polnisch-antisowjetischen Verschwörung findet sich in der Anklageschrift der Sowjetregierung gegen die sechzehn Agenten der polnischen Exilregierung, die im Juni 1945 in Moskau vor Gericht standen; die englische Übersetzung dieser Anklageschrift wurde unter dem Titel The Case of the 16 Polen als Broschüre veröffentlicht (New York, The National Council of American-Soviet Friendship, Inc., 1945). Weitere Einzelheiten, die im Verlaufe des Prozesses zutage gefördert wurden, sind den in der New York Times, New York Herald Tribüne und PM veröffentlichten Kabelberichten zu entnehmen. Die für die englische und amerikanische Presse am 18. Mai 1943 abgegebene ausführliche Erklärung des Stellvertretenden Volkskommissars für Auswärtige Angelegenheiten A. J. Wyschinski enthält einen umfassenden Bericht über die schon früher von polnischen Emigranten in Rußland betriebenen antisowjetischen Intrigen. Interessante Informationen über Polen gibt Raymond Leslie Buell in Pohland: Key to Europe (New York, A. A. Knopf, 1939).

XXV. Kapitel

Grundlegendes Tatsachenmaterial über die Sowjetunion zur Zeit des Krieges gegen Nazideutschland liefert das ausgezeichnete Information Bulletin, das dreimal wöchentlich von der Sowjetischen Botschaft in Washington veröffentlicht wurde. Eine Anzahl amerikanischer Korrespondenten, die sich während des Krieges in der Sowjetunion aufhielten (u. a. Henry C. Cassidy, Larry Lesueur, Maurice Hindus, Leland Stowe, Quentin Reynolds, Richard Lauterbach, Edgar Snow und Ralph Parker) haben ihre persönlichen Eindrücke in Büchern niedergelegt. Die Kabelberichte Maurice Hindus an die New York Herold Tribüne und die Ralph Parkers an PM führen uns mit besonderer Anschaulichkeit vor Augen, was das sowjetische Volk während der Kriegsjahre zu erleiden hatte und was es von der künftigen. Zusammenarbeit mit seinen Verbündeten erhofft. Wendell Willkies One World (New York, Simon and Schuster, 1943) ist das persönliche Bekenntnis eines großen Amerikaners zu den in der Proklamation von Teheran zum Ausdruck gebrachten Idealen. Eine ähnliche Kundgebung von amerikanischer Seite sind Walter Lippmanns Studien zur amerikanischen Außenpolitik: U.S. Foreign Policy: Shield of the Republic (Boston, Little, Brown and Company and Atlantic Monthly Press, 1943).

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