Zitate über Stalin

Roosevelt

"Dieser Mann kann handeln. Er hat immer das klare Ziel vor Augen. Mit ihm zu arbeiten, ist ein Vergnügen. Es gibt keine Umständlichkeiten. Er legt die Frage dar, die er diskutieren will, und davon wird in keiner Hinsicht mehr abgewichen."

(Roosevelt, Präsident der USA)

J.E. Davis

"Er (Stalin) gilt durchweg als ein sauber lebender Mensch, bescheiden, zurückhaltend, zielbewusst, ein Mann von eingleisigem Denken, dessen Sinnen und Trachten auf den Kommunismus und die Hebung des Proletariats gerichtet ist... Er hat einen gescheiten Humor. Und einen großen Geist. Scharfsinnig, durchdringend klug und vor allem, so empfinde ich ihn, weise. Wenn Du Dir eine Persönlichkeit ausmalen kannst, die in allen Stücken das volle Gegenteil von dem ist, was der rabiateste Stalingegner sich auszudenken vermochte, dann hast Du ein Bild dieses Mannes"

(J.E. Davis, "Als USA-Botschafter in Moskau", 1943, S. 144 u. 276)

Berthold Brecht

„Den Unterdrückten von fünf Erdteilen, denen, die sich schon befreit haben, und allen, die für den Weltfrieden kämpfen, muss der Herzschlag gestockt haben, als sie hörten, Stalin ist tot. Er war die Verkörperung ihrer Hoffnung. Aber die geistigen und materiellen Waffen, die er herstellte, sind da, und da ist die Lehre, neue herzustellen."

 (Bertolt Brecht)

 

Winston Churchill

„Er war eine herausragende Persönlichkeit, die in unserer rauhen Zeit, in der Periode in der sein Leben verlief, imponierte.
Stalin war ein außergewöhnlich energischer, belesener und äußerst willensstarker Mann, heftig, schroff, schonungslos in der Sache, wie im Gespräch, dem selbst ich, der ich im englischen Parlament groß geworden bin, nichts entgegenzusetzen vermochte ...
In seinen Werken spürte man eine hünenhafte Kraft. Stalins Kraft war so groß, daß er unter den Führern aller Völker und Zeiten nicht seinesgleichen kennt ...
Die Menschen konnten seinem Einfluß nicht widerstehen.
Als er den Raum der Konferenz von Jalta betrat, erhoben wir uns alle, buchstäblich wie auf Kommando. Und, so seltsam es ist, wir legten die Hände an die Hosennaht.
Stalin besaß einen tiefschürfenden, gründlichen und logischen Verstand. Er war ein unübertroffener Meister darin, in schweren Momenten einen Ausweg aus der ausweglosesten Lage zu finden ...
Er war ein Mann, der seinen Feind mit den Händen seiner Feinde vernichtete, der uns, die er offen Imperialisten nannte, zwang, gegen Imperialisten zu kämpfen. Er übernahm das Rußland des Hakenpflugs und hinterließ es im Besitz der Atomwaffe.“

(Winston Churchill über Stalin)

Alexander Sinowjew, 1993

„Seit meinem siebzehnten Lebensjahr bin ich ein überzeugter Antistalinist gewesen. Die Idee eines Attentats auf Stalin beherrschte meine Gedanken und Gefühle. Wir studierten die ‚technischen’ Möglichkeiten eines Attentats. Wir fingen mit den praktischen Vorbereitungen an.“
„Wenn sie mich 1939 zum Tode verurteilt hätten, wäre das die richtige Entscheidung gewesen. Ich hatte geplant, Stalin zu töten und das war ein Verbrechen, oder? Als Stalin noch lebte, sah ich das anders, aber jetzt, wo ich das ganze Jahrhundert überblicken kann, sage ich: Stalin ist die größte Persönlichkeit dieses Jahrhunderts gewesen, das größte politische Genie. Ein wissenschaftlicher Standpunkt jemanden gegenüber, muss nicht dem persönlichen Verhalten entsprechen.“

(Alexander Sinowjew, Les confessions d’un homme en trop, Olivier Orban Verlag, 1990, s. 104, 120. Interview Humo, 25. Februar 1993, s. 48-49)

Mao Tse-Tung

"Ich möchte einige Worte über den XX. Parteitag der KPdSU sagen. Ich meine, da sind zwei "Schwerter": Das eine ist Lenin , das andere Stalin. Das Schwert Stalin haben die Russen jetzt aus der Hand gelegt. Gomulka und einige Leute in Ungarn haben es aufgehoben, um einen Streich gegen die Sowjetunion zu führen und gegen den so genannten Stalinismus Front zu machen. Die kommunistischen Parteien vieler europäischer Länder kritisieren die Sowjetunion ebenfalls, Togliatti ist ihr Anführer. Und auch die Imperialisten benützen es, um Leute zu erschlagen, Dulles zum Beispiel hat es eine Zeitlang geschwungen. Dieses Schwert wurde nicht verliehen, es wurde aus dem Fenster geworfen. Wir in China haben es nicht weggeworfen. Erstens nehmen wir Stalin in Schutz, zweitens kritisieren wir zugleich seine Fehler; deshalb haben wir den Artikel "Über die historischen Erfahrungen der Diktatur des Proletariats" geschrieben. Im Unterschied zu einigen Leuten, die Stalin verunglimpfen und in Grund und Boden verdammen, handeln wir in Übereinstimmung mit den objektiven Tatsachen.

Und das Schwert Lenin , ist es nicht ebenfalls von einigen sowjetischen Führern gewissermaßen beiseite gelegt worden? Ich meine, das ist in beträchtlichem Maße geschehen. Hat die Oktoberrevolution noch Gültigkeit?

Kann sie weiterhin als Vorbild für alle Länder dienen? Im Bericht von Chruschtschow auf dem XX. Parteitag der KPdSU heißt es, dass es möglich sei, die politische Macht auf dem parlamentarischen Weg zu ergreifen. Das würde bedeuten, es sei nicht länger notwendig, dass alle Länder von der Oktoberrevolution lernen. Ist dieses Tor einmal geöffnet, dann hat man den Lenin ismus im Grunde schon über Bord geworfen."

Mao Tsetung, Ausgewählte Werke, Band V, Verlag für fremdsprachige Literatur, Peking 1978

Marschall G. K. Schukow

"Stalins Äußeres, seine leise Stimme, seine konkreten und tiefen Urteile und sein Wissen in militärischen Fragen sowie die Aufmerksamkeit, mit der er sich meinen Bericht anhörte, hatten mich stark beeindruckt."

"Ich weiß, dass sich Stalin sehr viel um die Verteidigungsindustrie kümmerte; er kannte viele Betriebsdirektoren, Parteiorganisatoren, Chefingenieure, traf oft mit ihnen zusammen und drängte mit der ihm eigenen Beharrlichkeit auf Erfüllung der Betriebspläne."

"Stalin, der den Frieden als entscheidende Voraussetzung für den Aufbau des Sozialismus in der UdSSR erhalten wollte, sah, dass die Regierungen Großbritanniens und der USA nichts unversucht ließen, das faschistische Deutschland in einen Krieg gegen die Sowjetunion zu treiben."

"In den Sitzungen des Staatlichen Verteidigungskomitees gab es häufig harte Diskussionen, wobei Meinungen bestimmt und schroff geäußert wurden. Stalin ging in der Nähe des Tisches auf und ab und hörte den Streitenden aufmerksam zu. Er selbst war wortkarg und konnte die Redeseligkeit anderer nicht leiden Oft unterbrach er einen Redner mit Zwischenbemerkungen: 'Kürzer!' 'Deutlicher!' Stalin eröffnete die Sitzungen ohne einleitende Worte, er sprach leise, frei und nur zum Wesen der Sache. Er war lakonisch und formulierte seine Gedanken klar.
Wenn das Staatliche Verteidigungskomitee in einer Sitzung keine einhellige Meinung erreichte, so wurde gleich eine Kommission aus Vertretern der verschiedenen Ansichten gebildet, die dann abgestimmte Vorschläge unterbreiten musste. Das geschah dann, wenn sich Stalin selbst noch keine eigene Meinung gebildet hatte. Kam er aber schon mit fertigen Entschlüssen zur Sitzung, entstand gar keine Diskussion, oder sie ebbte schnell ab, wenn er sich einer der Seiten anschloss."

"Stalin war ein willensstarker Mann und kein Feigling. Ich sah ihn nur einmal niedergeschlagen; im Morgengrauen des 22. Juni 1941. Seine Zuversicht, dass ein Krieg vermieden werden könnte, hatte ihn getrogen.
Nach dem 22. Juni 1941 hat Stalin während des ganzen Krieges mit dem Zentralkomitee der Partei und der Sowjetregierung fest und sicher das Land, die militärischen Operationen und die internationalen Angelegenheiten geleitet."

"Am 19. Juli wurde Stalin zum Volkskommissar für Verteidigung ernannt und am 8. August zum Obersten Befehlshaber der Streitkräfte der UdSSR.
Die Ernennung Stalins, der großes Ansehen genoss, wurde vom Volk und der Armee begeistert aufgenommen.
(...)
Der Arbeitsstil des Hauptquartiers war in der Regel sachlich, frei von Nervosität; jeder konnte seine Meinung sagen. Stalin verhielt sich zu allen gleich, streng und ziemlich offiziell. Er verstand es zuzuhören, wenn ihm sachkundig berichtet wurde.
Ich habe mich übrigens in den langen Jahren des Krieges davon überzeugt, daß er keineswegs der Mann war, vor dem keine akuten Fragen angeschnitten werden durften, der nicht mit sich streiten ließ oder dem gegenüber man seinen Standpunkt nicht fest vertreten konnte.
(...)
Es war unmöglich, zum Vortrag im Hauptquartier bei Stalin mit Karten zu erscheinen, die auch nur ein paar 'weiße Flecken' aufwiesen, ihm ungefähre oder gar überhöhte Angaben vorzutragen, er verlangte absolute Vollständigkeit und Klarheit.
Stalin hatte ein besonderes Fingerspitzengefühl für schwache Stellen in Berichten oder Dokumenten, er erkannte sie sofort und bestrafte diejenigen streng, die für unexakte Informationen verantwortlich waren. Mit seinem scharfen Gedächtnis erinnerte er sich gut an diese oder jene Äußerung und versäumte keine Gelegenheit, Vergesslichkeit streng zu rügen."

"Seine äußere Erscheinung ist schon beschrieben worden. Er war nicht groß und hatte nichts Auffallendes an sich, hinterließ aber doch einen starken Eindruck. Frei von jeder Pose, bestach er durch seine Einfachheit im Verkehr mit den Menschen. Er sprach ungezwungen, verstand es, einen Gedanken exakt zu formulieren, besaß Gedächtnis – das alles zwang sogar sehr gewandte und erfahrene Menschen, sich im Gespräch mit ihm zu konzentrieren und "auf der Hut" zu sein.
Stalin saß nicht gern; er ging während eines Gespräches im Zimmer langsam auf und ab, von Zeit zu Zeit innehaltend, um dicht an den Gesprächspartner heranzutreten und ihm in die Augen zu sehen. Sein Blick war klar und durchdringend.
Er sprach leise, einen Satz deutlich vom andern trennend, fast ohne zu gestikulieren.
(...)
Er hatte merklich einen grusinischen Akzent, beherrschte die russische Sprache aber ausgezeichnet und liebte bildhafte Vergleiche, Beispiele und Metaphern, mit denen er seine Rede würzte.
Stalin lachte selten, wenn aber, dann so leise, als lache er innerlich. Er hatte Sinn für Humor und schätzte geistreiche und witzige Gesprächspartner. Seine Augen waren sehr gut, und er las zu jeder Tageszeit ohne Brille. Meist schrieb er eigenhändig, las viel und war auf den verschiedensten Gebieten gut informiert. Seine erstaunliche Arbeitsfähigkeit und seine hohe Auffassungsgabe erlaubten es ihm, im Lauf eines Tages eine solche Menge verschiedenartigsten Materials durchzusehen und zu verarbeiten, wie das nur einem überdurchschnittlichen Menschen möglich war.
Es ist schwer zu sagen, welcher Charakterzug bei ihm überwog. Er war ein vielseitiger und talentvoller Mensch, sein Wesen aber war unausgeglichen. Er hatte einen starken Willen, war aber verschlossen und aufbrausend.
Obwohl er gewöhnlich ruhig und verständig war, konnte er manchmal gereizt sein. Dann verlor er seine Sachlichkeit, veränderte sich buchstäblich vor den Augen, wurde noch bleicher und bekam einen harten, schweren Blick. Ich habe nur wenige Menschen gekannt, die so kühn waren, seinem Zorn zu begegnen und seinen Schlag zu parieren."

"Stalin hatte eine etwas ungewöhnliche Tageseinteilung: Er arbeitete größtenteils abends und nachts und stand nicht vor 12 Uhr auf. Er arbeitete viel, 12 bis 15 Stunden täglich."

"Vor dem Vaterländischen Krieg und besonders danach wurde Stalin die führende Rolle bei der Schaffung der Streitkräfte, der Ausarbeitung der Grundlagen der sowjetischen Militärwissenschaft, der wichtigsten Leitsätze der Strategie und sogar der operativen Kunst zugeschrieben.
War Stalin wirklich ein so hervorragender Kopf auf dem Gebiet des Aufbaus der Streitkräfte und ein solcher Kenner der operativ-strategischen Fragen?
Von der militärischen Seite her kenne ich Stalin bestens, habe ich doch den Krieg mit ihm zusammen begonnen und auch mit ihm beendet. Er beherrschte die Organisation der Operation einzelner Fronten und von Frontgruppen und leitete sie sachkundig, wobei er sich auch in großen strategischen Fragen gut zurechtfand. In dieser Hinsicht bewährte er sich als oberster Befehlshaber besonders bei Stalingrad.
Bei der Führung des bewaffneten Kampfes kam Stalin seine reiche Intuition zustatten. Er besaß die Fähigkeit, in der strategischen Lage das Hauptkettenglied zu erkennen, um dem Gegner entgegenzuwirken und diese oder jene große Angriffsoperation durchzuführen. Er war zweifellos ein würdiger Oberbefehlshaber."

"Durch seine äußerst harten Ansprüche setzte er, das kann man schon sagen, fast Unmögliches durch."

"Stalin hatte begriffen, dass die schwierige Lage, die im Sommer 1942 entstanden war, auch die Folge seines persönlichen Fehlers war, den er bei der Durchsetzung des Plans für die Kampfhandlungen im Sommerfeldzug 1942 begangen hatte. Er suchte nicht unter den führenden Genossen des Hauptquartiers und des Generalstabs nach anderen Schuldigen."

"Nach Stalins Tod wurde die Meinung vertreten, er hätte militärisch-politische Entscheidungen auf eigene Faust gefällt. Das entspricht nicht der Wahrheit. Berichtete man Stalin sachkundig über irgendwelche Fragen, so hatte er ein offenes Ohr. Nicht selten änderte er dann seinen Standpunkt und frühere Entschlüsse."

"Stalin lebte sehr bescheiden. Seine Kost war einfach, er zog russische Küche vor, manchmal wurden auch grusinisch Gerichte zubereitet. Weder in der Wohnungseinrichtung noch in der Kleidung oder Lebensweise Stalins gab es irgendwelchen Luxus."

(Marschall G. K. Schukow, Memoiren)


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